Dann wäre es aber, der Definition nach, auch keine Liebe mehr. Auch sowas wie "bedingungslose Liebe", dieses esoterische paradoxe "Wunderkind", will ja was: bedingungslos sein. Und scheitert daran. Was dazu führt, dann vertrackte Erklärungs- und Relativierungsmodelle dazu zu erschaffen. Lauter "ja, aber's".
Liebe die nicht etwas will, und sei es nur, sich selbst zu geben, ist unmöglich. Aber, ob im Geben wollen oder im Haben wollen, in beidem ist nunmal das Defizit, das erfüllt, ausgeglichen werden will, bereits inkludiert. Eben eine zielgerichtete Absicht.
Wer voll mit Liebe ist, mit Liebe erfüllt ist, will sie teilen, austeilen, verströmen lassen. Und schon geht's wieder los. Weil wir so viel Liebe in uns selbst seltsamerweise anscheinend gar nicht (v)ertragen. Wir halten unsere eigene Liebe nicht aus. Also müssen wir sie wieder loswerden, an andere weitergeben. Könnte man ja auch so sehen.