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Wann und wie wird Gebrauch zu Mißbrauch?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Tanita, 11. Januar 2009.

  1. Tanita

    Tanita Mitglied

    Registriert seit:
    1. August 2008
    Beiträge:
    792
    Ort:
    Norddeutschland
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    Hallo miteinander:),

    über dieses Thema mache ich mir gerade sehr viele Gedanken und mich würde interessieren, was Ihr dazu für Ideen habt. Denn irgendwo hapert`s noch bei mir:confused:.

    Also, wenn ich einen Löffel benutze, um den Zucker in meiner Tasse umzurühren, würde man sicherlich nur von Ge- und nicht von Mißbrauch sprechen. Wenn ich eine Zigarette hinter das Ohr klemme, weil ich so verhindern möchte, dass das Ohr an der Kopfhaut klebt (blöde Idee, ich weiß:D, mir fiel jetzt gerade nichts besseres ein), dann ist das ja sicherlich nur Gebrauch einer Zigarette. Wenn ich sie dagegen nutze, um in den umstrittenen Genuß des Qualms in meinen Bronchien und Lungen zu gelangen, nähern wir uns wieder dem Mißbrauch. Und da würde man wohl auch wieder differenzieren nach der Häufigkeit. Also, wenn man mal ab und zu eine qualmt, dann würden wohl nur wenigsten von Mißbrauch sprechen, oder?

    So, das waren die unbelebten Objekte. Kommen wir zu den Belebten. Wann gebrauche ich ein anderes Lebewesen, wann mißrauche ich es. Was macht den Unterschied? Bei einem Baby, das an der Brust seiner Mutter saugt und ihr damit nicht nur Wohlgefallen, sondern evtl. auch Schmerz bereitet, kämen wir doch nie auf die Idee zu sagen, das sei Mißbrauch der Mutter durch das Baby. Das ist schlicht Gebrauch und in der Regel lassen sich Mütter in diesem Kontext gerne gebrauchen, selbst, wenn es mal schmerzt. Hängt nun aber ein erwachsener Mann am Busen der Frau:D und bereitet ihr den selben Schmerz, dann kommen wir schon wieder in Mißbrauchsnähe.

    Wenn ich ein widerspenstiges Kind mit allerlei Strafandrohung zwinge, zur Schule zu gehen, gebrauche ich es dann oder mißbrauche ich es? Ich weiß, in diesem Beispiel erschließen sich weder Ge-noch Mißbrauch so ohne weiteres, da wir ja normalerweise nur das Allerbeste für unsere Kinder wollen, wenn wir ihnen mit Strafsanktionen kommen, nicht wahr:D? Ist aber zu kurzsichtig. Wenn man jemanden mit wie auch immer gearteter Gewalt zu irgendetwas zwingen will, dann ist es immer auch für sich selbst. Mißbrauch oder Gebrauch?
    Wenn ein Mann und eine Frau miteinander schlafen, gebrauchen sie sich dann oder mißbrauchen sie einander? Offensichtlich wäre eine Vergewaltigung ein Mißbrauch. Wie aber ist es z.B. wenn er es regelmäßig braucht, um sich abzureagieren und entspannen zu können und sie nolens volens immer wieder mitmacht, selbst wenn ihre Beigeisterung nicht so irre groß ist und sie ihm und sich selbst vielleicht sogar etwas vorspielt? Mißbrauch oder Gebrauch?
    Wenn eine FRau von ihrem Mann immer wieder Zärtlichkeit will und dass er doch sein Herz öffnet, Mißbrauch oder Gebrauch?

    Also Schmerz (egal ob psychischer oder physischer Natur) scheint ein Kriterium zu sein, reicht aber für sich alleine nicht aus, um aus Gebrauch Mißbrauch werden zu lassen. Auch scheint mir der Übergang zwischen den beiden fließend und subjektiv zu sein.
    Weitere Ideen und Gedanken sind mir sehr willkommen:).

    Tanita
     
  2. believe

    believe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Februar 2008
    Beiträge:
    12.428
    Ort:
    Ungefähr .... hm .... hier
    Hm, Tanita! :)

    Ich glaub fast, das ist gar nichts Äußerliches! Irgendwo möchte sich doch fast jeder Mensch gebraucht fühlen, weil wir ja soziale Wesen sind und auch für andere, vor allem geliebte Menschen da sein wollen!
    Gebrauchen wir aber GEGEN den Willen, egal ob dem des Anderen oder gegen den eigenen, dann ist es Mißbrauch!
    Und ich denke, wir spüren sehr genau, wo wir mißbraucht werden oder uns auch mißbrauchen lassen, bzw. den Anderen misbrauchen! Nur wollen wir es oft - verständlicherweise - aus Angst vor allem Möglichen nicht wahrhaben! Ich fürchte auch, dass wir gar nicht so schnell damit aufhören können, weil ja viele (gefühlte) Missbräuche gesetzlich festgelegt sind, z.B. der Schulzwang!
    Aber für Kinder, die gerne und freiwillig in die Schule gehen, ist es wiederum doch kein Zwang! Sehr komplex, das Thema!


    Liebe Grüße

    believe :)
     
  3. Felice

    Felice Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2008
    Beiträge:
    7.536
    Ort:
    Wien
    Der Gebrauch, d. i. die Anwendung einer Sache auf eine ihrem Zwecke und ihrer Bestimmung zuwider laufende Art, im Gegensatze des rechtmäßigen Gebrauches; [...]. Z. B. einen Mißbrauch von seinem Vermögen, von seinem Ansehn machen. 2. Ein tadelhafter oder schädlicher Gebrauch, oder durch mehrmahlige Wiederhohlung zu einer Gewohnheit gewordene willkührliche Handlung. [...]“

    Das habe ich gegoogelt.....für mich persönlich definiere ich Missbrauch als eine Handlung, die gegen den Willen eines anderen vollzogen wird.....oder aber auch, wenn ich durch meine Handlung einen anderen schade, ohne dass dieser sich darüber bewusst ist....

    lg Felice
     
  4. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2007
    Beiträge:
    11.856
    Ort:
    An der Nordsee
    Hi Tanita,

    ich habe ein Problem damit nachzuvollziehen, was du unter „Gebrauch“ von Menschen verstehst.
    „Gebrauchen“, bedeutet ja, so wie du es hier zu erklären versuchst, eher „benutzen“ und das ist für mich einfach für den normalen Zwischenmenschlichen Bereich ein vollkommen fremdes Wort, gerade so, als sei Missbrauch das Gegenteil von Gebrauch und ich glaube das trifft nicht ganz zu.

    Lg., Ruhepol
     
  5. Tanita

    Tanita Mitglied

    Registriert seit:
    1. August 2008
    Beiträge:
    792
    Ort:
    Norddeutschland
    Gibt es denn einen Unterschied zwischen Ge-brauchen und Be-nutzen? In beiden Fällen meine ich doch, irgendetwas zu brauchen, nehme es mir dann und nutze es. Der Übergang zum Missbrauch liegt dann - so wie Felice es gegoogelt hat - im sog. schädlichen Gebrauch. Wann nun wird der Gebrauch schädlich? Offensichtlich ist das, wenn wir jemanden gegen dessen erklärten, geäußerten Willen benutzen. Das setzt aber natürlich voraus, dass wir diesen Widerwillen auf der anderen Seite wahrnehmen und natürlich auch, dass der Benutzte selbst wahrnimmt, dass er es nicht will.
    Wie gesagt, in drastischen Fällen, ist das ganz offensichtlich und wir fragen gar nicht danach. Aber wie ist das in den Grenzfällen? Sind z.B. die sog. Nutztiere wirklich objektiv für unseren Nutzen bestimmt und ist damit ihr Gebrauch unschädlich oder ist das Mißbrauch einer fühlenden Kreatur?

    Ist das Halten von Tieren z.B. egal ob für die Jagd, für die Fortbewegung, als Arbeitstier, zu medizinischen Versuchszwecken oder einfach nur als Mittel, um nicht alleine zu sein und etwas umsorgen zu können, Gebrauch oder Mißbrauch?

    Wenn ich mich von jemandem materiell versorgen lasse, ist das Gebrauch oder Mißbrauch der versorgenden Person? Nein, ich sehe den Gebrauch nicht als einen Gegensatz zum Missbrauch, sondern als auf derselben Linie liegend und frage mich lediglich, was genau das eine zum anderen werden läßt. Schmerz, Lustempfinden und Zwang sind da Kriterien, aber irgendetwas fehlt noch. Wann wird etwas "schädlich"? Wo ist da die Grenze?
    Ein Sado-Maso-Paar z.B. fügt sich unter Anwendung von Zwangsmittel Schmerz zu und empfindet dabei Lust. Wir würden da aber nicht von Mißbrauch sprechen, da beide damit einverstanden sind, nicht wahr?

    Wie aber ist das z.B. wenn ein Partner seinen Widerstand gar nicht äußert und "mit sich machen läßt", - aus welchen Gründen auch immer. Wenn der andere Partner dann diesen Widerstand nicht fühlen kann und nimmt, ist das Mißbrauch oder Gebrauch? Verstehst Du, worauf ich hinauswill? Läßt sich dazwischen überhaupt eine objektive Grenze ziehen oder ist die Grenze nicht abhängig vom jeweils entwickelten Fühlempfinden?

    @believe: du sagst, wir würden es fühlen, wenn wir missbraucht werden oder missbrauchen. Ja, das tun wir. Aber kennst du nicht das Phänomen, dass Du tief in Dir etwas spürst und fühlst, dass dieses Spüren und Fühlen dir aber nicht bewußt ist, weil da noch tausend Zwiebelschalen drüber sind?

    Tanita
     
  6. believe

    believe Aktives Mitglied

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    Hi Tanita!

    Und WIE ich das kenne! :rolleyes: Für mich ist das harte Arbeit, etwas bewusst zu kriegen! Wenn ich es schaffe, bin ich danach so erschöpft, als hätte ich den ganzen Tag schwer körperlich gearbeitet!
    Obwohl, inzwischen geht es leichter, ist wohl Übungssache! :)


    Liebe Grüße

    believe
     
  7. Suena

    Suena Aktives Mitglied

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    1.835
    Liebe Tanita!

    Ich sehe es so ähnlich wie Ruhepol - das Wort Gebrauch im Zusammenhang mit einer Partnerschaft oder Mutterschaft empfinde ich als daneben.

    Wenn in einer Partnerschaft absolut keine Gefühle vorhanden wären und sie eine reine Bedürfnisanstalt wäre, dann könnte man vielleicht von Gebrauch sprechen.

    Wie in einem Job: Ich tu was und kriege was dafür.

    Aber eine Partnerschaft auf diese Aktionen zu dezimieren, geht am Wesentlichen einer Partnerschaft vorbei, denke ich.

    Liebe Grüße
    Suena
     
  8. Tanita

    Tanita Mitglied

    Registriert seit:
    1. August 2008
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    Norddeutschland
    Wieso? Wenn ich etwas ge -brauche, dann doch nur, weil ich einen Mangel fühle, den ich stillen will, oder? Insofern schließt doch das Gebrauchen Gefühle nicht aus, sondern setzt sie geradezu voraus?! Was meinst Du?

    Tanita
     
  9. Suena

    Suena Aktives Mitglied

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    15. Januar 2008
    Beiträge:
    1.835
    Du meinst, eine stillende Mutter empfindet einen Mangel? Darum stillt sie?

    Du gehst bei Deinen Überlegungen von einem Mangel als Ursache aus - ich von Liebe.

    Wenn Du jemanden liebst, hast Du dann das Gefühl, Du würdest das aus einem Mangel heraus tun?

    Liebe Grüße
    Spirit
     
  10. believe

    believe Aktives Mitglied

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    Andersrum, Suena! Der Mangel ist beim Kind! Es hat Hunger und Durst, also einen Mangel an Nahrung! Und der wird von der Mutter gestillt!


    LG

    believe :)



    Nachtrag: Da ich selbst gestillt habe, weiß ich, dass es die Hölle ist, wenn man vom Kind nicht mehr "gebraucht" wird! Als mein Sohn sich selbst abstillte, war 's es wiklich höllisch, bis die Milchdrüsen ihre Produktion eingestellt hatten und wieder "normal" waren!
    Was mich mal wieder auf philosophische Gedanken bringt! Wenn man selbst Überfluß hat, möchte man automatisch abgeben! Hat man aber Mangel, ist es furchtbar, wenn jemand noch was von einem will! :)
     
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