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Sexueller Missbrauch in der Kindheit

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von chanda, 25. Dezember 2010.

  1. chanda

    chanda Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Oktober 2005
    Beiträge:
    847
    Ort:
    München
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    Liebe Freunde,

    ich möchte mit Euch ein heikles Thema teilen.
    Ich wurde als Mädchen mit ca. 10-11 Jahren von unserem damaligen Vermieter diverse Male sexuell missbraucht. Er tat mir nicht weh. Ich würde selbst es so nennen, dass er "mich nur verführte". Und das ist der Punkt. Ist das für Euch auch sexueller Missbrauch, wenn das Kind nicht gewaltsam "genommen" wurde, wenn es "mitgemacht" hat, weil es durch sein eigenes Lustempfinden verführt wurde?

    Ich habe das nämlich nie als Missbrauch angesehen. Und jetzt kommen mir Zweifel. Man sagt ja auch, dass Kinder sich häufig selbst die Schuld geben und nicht dem Erwachsenen. Mir ist schon bewusst, dass der alte Mann (er war schon ca. 70) damals etwas Falsches mit mir gemacht hat. Aber da er mich nicht gezwungen hat, da ich mitgemacht habe, dachte ich bisher immer, dass es dann keine Art von Gewalt ist, kein Missbrauch. Allerdings muss ich sagen, dass ich mich damals unglaublich geschämt habe. Dass ich mir selbst Vorwürfe gemacht habe, dass ich das mitgemacht habe. Ich schämte mich so sehr für mein Lustemfinden, das ich dabei hatte. Denn der Mann erregte sich dadurch, dass er mich erregte. Und das ist ja eine sehr indirekte Form von Missbrauch. Oder wie seht ihr das? Die übermäßige Scham wiederum kam sicher daher, dass meine Mutter mir diese vorgelebt hatte. Für sie war jegliche Art von Sexualität etwas zum "Schämen".

    Jedenfalls habe ich heute woanders gelesen, dass durch Missbrauch in der Kindheit ein mangelndes Selbstwertgefühl entsteht, dass lebenslang bleiben kann. Und das habe ich auch.
     
  2. Cerion

    Cerion Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Dezember 2009
    Beiträge:
    1.755
    Ort:
    Wien
    Hallo,

    Du hattest zwar das Glück, daß du nicht gewaltsam missbraucht wurdest, dennoch ist es meiner Meinung nach Missbrauch.
    Wobei ich aber schon einen Unterschied sehe, ob dies ein 13 jähriger gemacht hätte, oder eben ein 70 jähriger. Ich finde, das war verantwortungslos von ihm und ist nicht umsonst strafbar.
    Ist das eigentlich schon länger her?
    Jedenfalls würde ich mir an deiner Stelle keine Schuldgefühle einreden und auch muss es nicht sein, daß du mangelndes Selbstwertgefühl wegen diesem Vorfall hast.
    Ich kenn Mädls, die auch in diesem Alter freiwillig mit Älteren herumgemacht haben. Die haben jedenfalls keinen Schaden davongetragen und ich hab auch nie mangelndes Selbtwertgefühl feststellen können
     
  3. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    Wenn du dich nicht Missbraucht fühlst, dann ist es kein Missbrauch...

    Allerdings hat er ja doch deine Unwissenheit ausgenützt, und laut Gesetz ist ja ein Sexualkontakt undter 14 Jahren auch nicht erlaubt.

    Aber wichtig is nicht, was die Gesetze, was die Moral, was Ethik, was die anderen sagen, sondern wie du das empfindest - das ist das einzig relevante
     
  4. Es ist Missbrauch auch wenn sie sich nicht missbraucht fühlt, hier gibt es klare Definitionen und wenn sich ein Mann an einer 10-11 Jährigen vergreift ist es Missbrauch, ohne wenn und aber. Ein Kind in diesem Alter kann das noch nicht beurteilen, deshalb ist es Missbrauch, alleine weil ein Kind in diesem Alter noch nicht so weit entwickelt ist von der Psyche her.
    Es ist Kindsmissbrauch, denn ein Mann in diesem Alter sollte wissen, dass man sich nicht auf solche Weise vergeht an Kindern. Wären es gleichaltrige gewesen, dann könnte man es unter experimentieren abfassen oder so erklären, ... .
    Wenn aber ein volljähriger sowas macht, ist es Missbrauch und eine strafbare Handlung, egal ob es Ihr gefallen hat in "" oder nicht.
    lg
    Cyrill
     
  5. WUSEL

    WUSEL Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Oktober 2008
    Beiträge:
    11.687
    Ort:
    Steiermark
    Sehe ich auch so.
    Glg W. :)
     
  6. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
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    Darüber könnte man streiten... Denn Missbrauch laut Gesetz bedingt eine Handlung gegen die Sexuelle Selbstbestimmung. Die Gesetzliche Grenze von 14 Jahren ist insofern fraglich, als es unwahrscheinlich ist, dass ein Mensch vor 14 nicht und mit schlag 14 dann plötzlich über seine Sexualität selber bestimmen kann.

    Auch wenn es Juristisch Sinn macht, eine solche Grenze zu definieren und zuwiederhandlungen unter strafe zu stellen - heisst das nicht, dass eine jüngere Person nicht ebenso ihr Selbstbestimmung wahrnehmen kann.

    Denn laut Gesetz haben Kinder keine Selbstbestimmung, in keiner Situation, das ist aber schlicht Humbug, weil auch Kinder teilweise schon genau wissen was sie wollen und ergo auch, wenn natürlich beschränkt, ein recht haben sollten, ihr Selbstbestimmungsrecht zu bekommen.

    Insofern: die gesetzeslage ist absolut klar: Missbrauch - nicht aber die Persönliche, also eigentliche Lage, denn ein Gesetz kann ja nun mal nicht einzelfälle Analysieren, sondern muss Normen aufstellen, die nicht in jedem Falle allem gerecht werden.

    Da müsste man also fragen: Kann man mit 10 - 11 die konsequenzen seiner Handlungen abschätzen, auch in sexueller hinsicht (oder kann das denn jemand der 14, 15, 50 ist?) - und inwiefern hat man einer Handlung zugestimmt (vorausgesetz, man kann sie abschätzen).

    Ich für meinen Teil kann da beileibe nicht Generalisieren und eine fixe Grenze festsetzen und sagen: so, da, 14. Geburtstag, vorher hattest du von tuten und blasen keine ahnung, nun kannst du auf einmal alles abschätzen.

    man sollte Kinder nicht für personen zweiter klasse halten die Dumm sind. Eine Studie in der USA hat gezeigt, dass die Sexuelle Reife bei der jetzigen Generation schon viel früher also noch ein paar Generationen vorher einsetz und auch das Wissen darüber, was Sex ist schon viel früher angeeignet wird (internet sei dank)


    da geb ich dir recht... ein 70 Jähriger sollte genügend Verstand dazu haben.
     
  7. Ich habe mal einen interessanten Bericht über Gehirnforschung gelesen und Pubertät.
    In dieser Zeit entwickelt sich sehr viel und deshalb sind dann gewisse Kinder auch oft nicht sich selber. Sie entwickeln Ihr Bewusstsein, dass heisst sie sind teilweise auch im Klinsch mit sich selber, dh. der Körper verändert sich, die Interessen ändern sich. Aufgrund der Tatsache, dass sich jemand an einem Kind vergreift ist es Missbrauch und man braucht hier nicht das Opfer zum Täter zu machen. Hier gibt es keine Entschuldigung, auch wenn es Ihr gefallen hat in "". Ich denke ein erwachsener Mann müsste wissen, dass man nicht sich an einer elfjährigen zu schaffen macht.
    Auch wenn er nicht wesentlich älter gewesen wäre, dh. so um die 15 oder 16 wäre es ein Missbrauch.
    Denn hier geht es nicht um ob es Ihr gefallen hat oder nicht, sondern darum, dass sie geschändet wurde durch jemanden, der sich vergriffen hat an Ihr. Denn sie ist in einem Alter gewesen 11 Jährig, wo sie noch nicht über die nötige Reife verfügt, dass sie es hätte beurteilen können. Ebenfalls ist es ja ein verführen gewesen, also verführen setzt eine willentliche Handlung voraus vom Mann aus. Ich denke er hat sie geschändet so oder so. Ich denke der Mann würde vor Gericht hart besraft werden und ein psychologisches Gutachten hätte auch dies zum Schluss gebracht, dass ein Mädchen in diesem Alter das nicht beurteilen kann. Denn das sind immerhin drei Jahre bis zum erreichen des 14 Lebensjahres. Das ist ein Viertel, des dazumaligen Alters. Ich denke wenn ein Kind in der Entwicklung ist, dann sind drei Jahre eine sehr sehr lange Zeit und da passiert sehr viel.
    lg
    Cyrill
     
  8. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    warum sollte man einem Menschen der sich nicht geschändet fühlt nun einreden, dass er sich geschändet, missbraucht fühlen soll... warum muss man jemand, der sich bisher NICHT in der Opferrolle gefühlt hat in diese Opferrolle zwängen :confused:
     
  9. Schooko

    Schooko Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Oktober 2008
    Beiträge:
    6.822
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    DonauCity
    Kind kann in den meisten Fällen nicht einordnen Was passiert. Man kann mit einem Kind also fast alles machen. (Eigentlich alles.) So findet viel Missbrauch statt, auch in deinem Fall. Dein Inneres wird es wahrscheinlich sogar als Missbrauch nachempfinden, auch wenn du es jetzt nicht als Missbrauch fühlst.
    Ich würde damit nach Außen gehen. Dies war dein erster Schritt, aber ich würde noch weiter gehen. Bis du die ganze Situation erinnerst, und ruhig nacherzählen kannst.
    Das kann dauern. Aber es lohnt sich vielleicht.
     
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    Das hat nichts mit einreden zu tun, so ein Mensch ist so oder so geschändet.
    Sie ist in der Opferrolle, denn sonst hätte sie es ja nicht geschildert und würde es erwähnen, ein Mensch kann auch ohne das er auf den ersten Blick einen Schaden hat, einen tiefenspsychologischen relevanten Schaden ab sowas davontragen. Denn sie hat ja geschrieben, dass sie sich daran erinnert und es etwas in Ihr auslöst. Ein alter Lustmolch vergeht sich an einem Mädchen, hat weder mit Liebe noch mit sonstwas zu tun, sondern einfach nur mit niederen Trieben. Wenn gleichaltrige oder fast gleichaltrige sowas untereinander machen könnte man es als experimentell umschreiben und noch knapp durchgehen lassen als (Dökterlispiel). Aber wäre der männliche Part mehr als 2 Jahre älter, gäbe es schon einen Termin vor Gericht. Ebenfalls mindestens eine psychologische Behandlung für den Täter, dh. er müsste dann in Behandlung gehen. Aber ein 70 jähriger der nur aus triebhaftigkeit sowas macht, ist ein Täter.
    lg
    Cyrill
     
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