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Würde gerne Familienstellen - aber welche Frage?!

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von Diavola, 8. Januar 2007.

  1. Diavola

    Diavola Mitglied

    Registriert seit:
    19. Februar 2005
    Beiträge:
    83
    Ort:
    Köln
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    seit weihnachten beschäftigt mich das thema "familienaufstellung" durch ein
    "zufälliges" gespräch mit einer arbeitskollegin.
    heute bin ich in dem thread "dank an hrn. hellinger" auf folgendes posting
    von walter r. gestossen:

    das erinnert mich sehr an mich selber. seit nov. 2005 "erinner" ich mich an
    meinen mißbrauch. in mir steigen bilder hoch, ich spüre die schmerzen, die
    man mir "zugefügt" hat. mein körper reagiert total merkwürdig
    (rückenschmerzen, kreislaufprobleme, schwindelanfälle, übelkeit, etc.). wenn
    mann mich zieht, zerrt, meine handgelenke festhält, noch nicht mal mit böser
    absicht, bekomme ich existenzielle angst, obwohl ein teil von mir weiß, dass
    diese unbegründet ist. aus dieser angst heraus, weil ich mich bedroht und
    angegriffen fühle, kann ich auch richtig austeilen - nicht körperlich, aber
    ich "konstruiere" mir da schon situationen, in der unbewußten absicht, dass
    ich den anderen so treffen möge, wie er mich traf.
    ich weiß, in welchem alter (7) ich ca. war, in welchem zimmer ich mich
    befand, um mich herum ist alles dunkel, ich weiß, ich bin nicht alleine, aber
    ich SEHE nicht den menschen, der mir das alles zugefügt hat. ganz "logisch"
    gesehen, hatte nur mein vater die möglichkeit, wir haben mit keinem anderen
    mann zusammengelebt und niemand anders hatte zugang zu unserem haus.

    mit 14, 24 und kurz vor meinem 34. geburtstag, gab es drei sexuelle
    übergriffe. es ging da "nur" um zärtlichkeiten, die ich nicht gewillt war zu
    geben, aber bei dem letzten (okt 05) wachte ich nachts auf und die hand des
    mannes lag zwischen meinen beinen und ich hatte ihn definitiv nicht dazu
    aufgefordert. er sagt aber definitiv, dass ich sie im schlaf dort hingelegt
    hätte. ich glaube ihm das auch, einfach deshalb, weil er selber mißbraucht
    wurde.

    desweiteren habe ich mehrere jahre als prostituierte gearbeitet.

    auch das trifft bei mir zu, sowohl als kind, als auch als erwachsene galt ich
    als mensch mit hohem aggressionspotential.

    ich habe mit meiner kernherkunftsfamilie aus verschiedenen gründen keinen
    kontakt mehr. mit meinem vater (nach dem ich sehr komme) ungewollt (dank
    seiner freundin) und er meldete sich anfang dez 05, als das thema bei mir
    ganz frisch war. ich bat ihn einfach, dass er verständnis dafür haben sollte,
    dass ich jetzt keinen kontakt mit ihm haben kann und er hat sich bis heute
    dran gehalten. ihm habe ich nichts sagen können.
    meiner mutter hab ich meine erinnerungen in einem brief geschrieben - sie
    weiß wohl nicht, ob sie mir glauben soll oder nicht, jedenfalls hat sie
    danach den losen und unverbindlichen kontakt, den wir bis dahin hatten, von
    sich aus abgebrochen.
    mit meiner schwester (3 jahre jünger als ich), habe ich von mir aus den
    kontakt schon vor ca. 8 jahren abgebrochen.
    meine cousine, die 6 monate jünger ist als ich, weiß es und glaubt mir auch.
    aus "zeitmangel" hatten wir jahrelang keinen kontakt, im feb 06 hat sie sich
    bei mir gemeldet. wie sich herausstellte, hatten wir bezgl. mißbrauch ein
    ähnliches thema.

    ich will meinen vater (so er es war, wer auch immer das war) nicht schützen.

    ich habe aber eine unglaubliche sehnsucht nach ihm, wir haben uns dinge zu
    erzählen, die gleichen interessen, ich hätte so gerne wieder kontakt zu ihm,
    etwas in mir zieht mich zu ihm hin, aber ich weiß nicht wirklich, wie ich das
    angesichts der ganzen erinnerungen, die ich oder mein körper haben,
    bewerkstelligen soll.
    in den letzten 14 tagen habe ich 4 menschen getroffen, die selber schon
    gestellt haben - menschen die ich schon länger kenne und wo das nie ein thema war.
    es scheint mir jetzt einfach so, als käme ich auch mit einer fa weiter. aber
    ich weiß nicht wirklich, was ich fragen soll. es scheint alles so komplex und
    diffizil.

    Wenn einer von euch eine Idee dazu hätte, wäre ich sehr dankbar. :)
     
  2. ChrisTina

    ChrisTina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juli 2003
    Beiträge:
    4.988
    Ort:
    Im Himmelreich des Ortes, wo die Götter Schach spi
    Hi Diavola,

    welche Idee möchtest du jetzt von uns haben?

    Ich habs jetzt 2x durchgelesen und find nicht wirklich, wem du was fragen möchtest und welche Art von Idee du dir von uns erhoffst.
     
  3. Diavola

    Diavola Mitglied

    Registriert seit:
    19. Februar 2005
    Beiträge:
    83
    Ort:
    Köln
    okay - ich drück mich manchmal umständlich aus :)

    - bilde ich mir alles ein (was ich nicht glaube)? da ich das nicht glaube, kann die erinnerung von *irgendwem* tatsächlich auf mich übergesprungen sein? und wenn ja - wie das? und von wem? und wie "werde ich das wieder los" oder wie finde ich einen umgang? letzteres ist schwer auszudrücken...

    in der konsequenz daraus: bringt es mir tatsächlich etwas, eine familienaufstellung zu machen? verstehe ich dann meinen vater (so er es war) besser? wird es mir möglich sein, wieder mit ihm kontakt zu haben? und wenn ich es richtig verstanden haben sollte: man sollte doch mit einer konkreten frage in eine familienaufstellung gehen - wie sollte die denn bei mir lauten?

    - war er es oder nicht (*sarkasmus* schuldig oder nicht, das ist hier die frage. wobei ich generell nicht an "schuldsuche" im landläufigen sinne glaube.)
    - was ist mir damals tatsächlich widerfahren?

    ich kann das, was ich wissen möchte nicht auf einen punkt - sprich frage - bringen.
    oder sollte ich es eher mit einer rückführung probieren? ich habe das gefühl, dass dieses thema sehr wichtig ist für mich, dass ich es lösen muß, weil es mir im beruf (unabhängig von mir) mehrmals über "den weg gelaufen" ist. aber ich weiß nicht, wie. :)
     
  4. ichbinichbinich

    ichbinichbinich Mitglied

    Registriert seit:
    13. November 2006
    Beiträge:
    718
    Ort:
    im schönsten Haus im Burgenland
    ich hätte gesagt, wie sie ihren konflikt mit ihrem vater bereinigen kann:escape:
     
  5. ChrisTina

    ChrisTina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juli 2003
    Beiträge:
    4.988
    Ort:
    Im Himmelreich des Ortes, wo die Götter Schach spi
    Rehi Diavola,

    es geht bei einer Aufstellung nicht um eine konkrete Frage, sondern um ein konkretes Anliegen, und das ist bei dir vorhanden.

    Um die korrekte Definition würde ich mir an deiner Stelle keine all zu großen Sorgen machen, das findet ihr schon während der Aufstellung heraus.

    Wobei, was damals wirklich passiert ist, wirst du nach der Aufstellung auch nicht konkret wissen - es kann sich dein Verdacht bestätigen, oder auch nicht - aber du darfst dir von der Aufstellung selbst keine Wunder erwarten.
     
  6. Gawyrd

    Gawyrd Guest

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    Liebe Diavola,

    Dass Du viel sehr klar beschreibst, und es doch in einem (gnädigen) Nebel bleibt, zeigt von einem gesunden Selbstschutz. Es kommt gerade soviel ins Bewußtsein, wie verkraftbar ist. Es wird wahrscheinlich noch einiges mehr von Bedeutung sein, als Du hier schreibst.

    Du näherst Dich Deinen Themen wie die Katze, die um den heißen Brei schleicht, und die tut es mit gutem Grund, um sich die Zunge nicht zu verbrennen.

    Was Du schreibst, erweckt in mir den Eindruck, dass ein längerfristiger Kontakt in Einzelgesprächen sehr zu empfehlen wäre - aus mehreren Gründen :

    - Dein Leben ist voller abgebrochener Beziehungen. Wenn in der Familie Beziehungen abgebrochen werden, dient das oft dazu zu verhindern, dass Ereignisse ausgesprochen werden, für die man sich zutiefst schämt. Da ist es gut, nicht nur eine Aufstelung zu machen und dann wieder im eigenen Stübchen zu verschwinden - sondern einem Menschen mitzuteilen, was geschehen ist und was man erlebt hat. Und dann diesem Menschen weiterhin zu begegnen - dem zu begegnen, DER WEISS - und so auch sich selbst weiter zu begegnen.

    - Es kann auch etwas zu schnell und zu heftig durchbrechen. Da ist die Vorbereitung der Psyche gut - und dass Du nach dem Seminar sofort jemanden hast, zu dem Du gehen kannst. Solche tiefen Wunden brauchen manchmal lange, bis sie heilen können. Wenn man mit der Vorgeschichte, die Du beschreibst nach einem Seminar alleine und unbegleitet dasteht, kann man daran auch fast verrückt werden.

    - In den Vorgesprächen kann auch klar werden, wo am besten anzusetzen ist : ob man gleich zum Kern vordringt oder besser behutsam mit Randthemen anfängt.

    Die Verbindung von Aufstellung und Rückführung scheint mir bei Dir ideal. Das Erleben des großen Zusammenhangs (durch Vorleben hindurch) kann das erträglich und annehmbar machen, was rein auf dieses Leben bezogen zuviel des Leides und des Schmerzes sein könnte. Auf der seelischen Ebene (der Vorleben) wird vieles ruhiger und annehmbarer, was in der direkten Konfrontation unerträglich wäre.

    Du scheinst das sehr klug und besonnen anzugehen, Respekt ! (Bitte versteh das als Wiedergabe meines Eindruckes - nicht als unangemessene Bewertung.)

    Ich wünsch Dir viel Glück auf Deinem Weg !

    Reinhard
     
  7. Bellona

    Bellona Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. Oktober 2005
    Beiträge:
    1.190
    Ort:
    Aargau (CH)
    Hallo Reinhard!

    eine kurze Frage noch dazu:

    wie sähe so eine Kombination von Aufstellung und Rückführung denn praktisch aus?
    Also was macht man zuerst, oder mischt man die beiden Methoden völlig?
    Stellt man das frühere Leben auch auf, wen die Erinnerung von dort kommt?

    Oder kannst du vielleicht einfach ein Beispiel nennen, damit ich mir darunter etwas vorstellen kann.

    DANKE im voraus,
    Susanna
     
  8. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    Liebe Susanna,

    Ich kann Dir gerne beschreiben, wie sich diese Arbeitsweise bei mir entwickelt hat :

    Wenn spürbar wird, dass es sich um eine "alte" seelische Verstrickung handelt bzw. um ein Problem, das in einem Vorleben wurzelt, werden die StellvertreterInnen mit der Rolle der "Seele der Person" beauftragt. Die bitte ich dann, am Boden den Punkt in Zeit und Raum zu finden, wo "es" geschehen ist, was jetzt noch wirkt. Dann gehen die "Seelen" hin und ich bitte sie, die Menschen zu werden, die sie damals waren. Wenn spürbar wird, dass da mehr Menschen beteiligt waren, werden für sie weitere Stellvertreter dazugestellt. Es ist verblüffend, wie dicht diese Bilder werden können. Manchmal ist die umgebende Landschaft und die Kultur geradezu zu sehen : Wüste, Meer, Wald, Sakralbauten, Eigenart der Bevölkerung etc. Mit der Zeit kristallisiert sich das Geschehen heraus - was geschehen ist, was die Hauptperson damals getan hat, was die Verstrickung begründet hat. Dann geht es darum, dass die Seelen der beteiligten Personen miteinander ins Reine kommen. (Aus Vorleben wirken nur ganz massive Ereignisse : Mord, magische Handlungen, Fluch, seelisch bindende Gelübde etc.) Was sehr schön dabei ist : dass da auch Heilsames für die Seelen von früheren Opfern geschehen kann.

    Wenn dies gelöst ist, gehen wir wieder in die Gegenwart und überprüfen, ob die seelische Lösung auch in den realen Gegenwartsbeziehungen das Ausgangsproblem bereinigt hat.

    Ist das für Dich in der Kürze verständlich ?

    Liebe Grüße, Reinhard
     
  9. Bellona

    Bellona Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. Oktober 2005
    Beiträge:
    1.190
    Ort:
    Aargau (CH)
    Hallo Reinhard!

    Ja - verstehe schon. Man stellt also die früheren Leben zuerst (anstelle einer Rückführungstherapie in Trance - womit ich mich beschäftige) und löst die Konflikte.
    So weit - so gut.

    Sieht man sich auch an welche Personen man im heutigen Leben wiedergetroffen hat oder nur welche Situationen man wiedererlebt? (das macht ja bei der Regressionstherapie technisch keinen Unterschied)
    Oder schaut man sich ganz einfach nur an ob sich in der Gegenwart etwas verändert hat?

    Mir ist noch nicht ganz klar wie die Anknüpfung von der Reinkarnations-Stellung an die Gegenwartsstellung funktioniert.

    Danke :)
     
  10. Gawyrd

    Gawyrd Guest

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    Für den Anfang gibt es mehrere Möglichkeiten : manchmal ist das schon vor der Aufstellung bei der Beschreibung des Themas erkennbar, dass es sich um "Altlasten" handelt, manchmal sind in der Gegenwartsaufstellung Wirkkräfte erkennbar (zB. "Besetzungen"), denen nachgegangen wird, manchmal zeigt es sich, dass Personen der Gegenwart eine alte Verbindung oder Verstrickung miteinander haben.

    Am Ende schaut man zB., ob diese beeinträchtigenden Wirkkräfte tatsächlich verschwunden sind, ob Folgewirkungen der "Altlasten" (Ängste, sexuelle Beeinträchtigungen etc.) gelöst sind, ob die realen Personen (die durch alte Schicksale Schwierigkeiten miteinander hatten) nun versöhnt sind.

    Ich glaube jetzt habe ich den Punkt, wo Du Dir nicht klar bist :

    Hier werden in der Gegenwartsaufstellung nicht nur reale Personen berücksichtigt, sondern auch die Anwesenheit von hilfreichen und / oder "unerlösten" Seelen. Insoferne ist zwischen Vorleben und Gegenwart nicht so ein Bruch, wie es Dir erscheint. Es wird die Einwirkung von Vorleben in die Gegenwart aufgegriffen und gelöst.

    LG, Reinhard
     
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