Von dem Fischer und seiner Frau

Doch, der Mann sagt doch dass es um Zufriedenheit geht. Aber diese Zufriedenheit wird ja nicht erreicht sondern im Gegenteil der See bzw die Seele wird ja immer modriger und stinkiger, das Wetter oder die Stimmung immer mieser. Ob sie letztlich zufrieden oder unzufrieden war in ihrer Hütte lässt das Märchen ja offen. Das darf vielleicht jeder Leser für sich selbst reflektieren, ob er unter diesen Umständen noch zufrieden sein könnte.
Der Mann ist zufrieden (zeitweise), das sagt nichts über die Fru.
Die äussert sich nicht zu ihrem Ziel, sie hat nur weiter Wünsche.
Der Mann fragt seine Frau, ob sie zufrieden ist, bzw. er sagt sowas wie "Lass uns zufrieden sein.", aber sie sagt nicht dass sie zufrieden ist oder es ihr tatsächlich um Zufriedenheit geht. Das lese ich nicht.
 
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Mich erinnert das ganze übrigens an diese Geschichte von den Spuren im Sand. Auf Anhieb liest sich diese wie eine Geschichte des Trostes oder des göttlichen Beistands in der Not, aber der Inhalt gibt einfach nur frei, dass du selbst Jesus bist.
Wie im Märchen: werden kannst. Du kannst alles erreichen.
Mit Wünschen wirds auf der anderen Seite der Waage mies.
Wenn Du es Dir erarbeitest, wenn Du es wächst, dann bist Du es.

Ein Baum beginnt als Keimling, den jede Schnecke fressen könnte.
Der junge Baum kann von einer Maus gekappt werden.
1000 Jahre später ist es ein Allmachtsbaum, eben: gewachsen an allen Achsen.
 
Ich glaube dass die Frau hier den Verstand darstellt der uns immer zwischen grätscht. Das Märchen beginnt ja eigentlich mit einem zufriedenen Bewusstsein. Der Mann hat null Bestrebungen den Fisch auch nur den geringsten Handel aufzuzwingen . Diese Bedingungslosigkeit des Mannes, welche er zunächst an den Tag legt, beantwortet der Fisch ja mit exakt derselben Bedingungslosigkeit allen Begierden der Frau gegenüber. Als Papst ist sie zunächst nur der Stellvertreter Gottes auf Erden. Aber diese Stellvertreterfunktion reicht ihr irgendwann nicht mehr. Die Steigerung ist "wie Gott sein ". Jetzt ist die Frage beantwortet der Butt das mit einem Aufstieg oder mit einem Abstieg, mit einem Fall?
Für mich heisst das Märchen ganz klar:
- Mensch Du darfst wünschen.
- Manche Wünsche gehen in Erfüllung.
- Wünsche haben ihren Preis.
- Das Leben ist ein Erfahrungsschatz.
 
Ich glaube dass die Frau hier den Verstand darstellt der uns immer zwischen grätscht. Das Märchen beginnt ja eigentlich mit einem zufriedenen Bewusstsein. Der Mann hat null Bestrebungen den Fisch auch nur den geringsten Handel aufzuzwingen . Diese Bedingungslosigkeit des Mannes, welche er zunächst an den Tag legt, beantwortet der Fisch ja mit exakt derselben Bedingungslosigkeit allen Begierden der Frau gegenüber. Als Papst ist sie zunächst nur der Stellvertreter Gottes auf Erden. Aber diese Stellvertreterfunktion reicht ihr irgendwann nicht mehr. Die Steigerung ist "wie Gott sein ". Jetzt ist die Frage beantwortet der Butt das mit einem Aufstieg oder mit einem Abstieg, mit einem Fall?

Sie war schon immer wie Gott, daher wird sie zurück zum Ursprung gebracht, um zu erkennen, dass sie es nie nicht war.
 
Ich glaube dass die Frau hier den Verstand darstellt der uns immer zwischen grätscht. Das Märchen beginnt ja eigentlich mit einem zufriedenen Bewusstsein. Der Mann hat null Bestrebungen den Fisch auch nur den geringsten Handel aufzuzwingen . Diese Bedingungslosigkeit des Mannes, welche er zunächst an den Tag legt, beantwortet der Fisch ja mit exakt derselben Bedingungslosigkeit allen Begierden der Frau gegenüber. Als Papst ist sie zunächst nur der Stellvertreter Gottes auf Erden. Aber diese Stellvertreterfunktion reicht ihr irgendwann nicht mehr. Die Steigerung ist "wie Gott sein ". Jetzt ist die Frage beantwortet der Butt das mit einem Aufstieg oder mit einem Abstieg, mit einem Fall?
Ja.
Eine grundlegende Verdrehung irritiert mich an diesem Märchen.
Normalerweise steht "der Mann" für den Verstand, das Ego und
normalerweise steht "die Frau" für das Herz, die Herzensweisheit.
Hier ist es genau umgekehrt.
Der Fischer geht in die Tiefe, ins Unbewusste, in die Gefühle (Meer, See, Wasser)
und die Frau geht in die Höhe des Verstandes, des Egos, überhöht sich (Luft, Äther).

Vorgesehen ist auch, dass der Verstand dem Herzen folgt, der Verstand, das Ego die Wünsche des Herzens erfüllt, umsetzt. Der Verstand, das Ego in Zusammenarbeit mit dem Körper (Materie) ist (bestenfalls) für die Umsetzung der (echten, puren, reinen) Herzenswünsche zuständig.
In diesem Märchen unterstellt sich aber das Herz, die Gefühle, die Tiefe dem Verstand/Ego.
Also noch eine Verdrehung.

Die Antwort des Butt ist ein Fall aus den Vorstellungen des Egoverstandes. Das Ego fällt aus seinen Illusionen, seinen Hirngespinsten in die (göttliche) Wirklichkeit/Realität.
Für den Egoverstand, der gerade noch meinte, das Herz, die Liebe, die bedingungslose Hingabe des Fischers und des Butts "ausnützen" zu können, ist es ein (vom Ego so interpretierter) Abstieg.
In der göttlichen Wirklichkeit ist es die Möglichkeit (wir erfahren nicht, ob die Fru es kapiert hat) eines Aufstieges. Der Aufstieg lautet in etwa so, dass es, um göttlich zu sein, sich als Tochter/Sohn Gottes zu erkennen, keiner besonderen äusseren Bedingungen bedarf.
 
Eine grundlegende Verdrehung irritiert mich an diesem Märchen.
Normalerweise steht "der Mann" für den Verstand, das Ego und
normalerweise steht "die Frau" für das Herz, die Herzensweisheit.
Hier ist es genau umgekehrt.
Der Fischer geht in die Tiefe, ins Unbewusste, in die Gefühle (Meer, See, Wasser)
und die Frau geht in die Höhe des Verstandes, des Egos, überhöht sich (Luft, Äther).
Wundert mich gar, dass dich diese Verdrehung verwirrt,
da dieses Märchen gar keine spirituelle Bedeutung hat, sondern eine andere - meiner Ansicht nach.
Spirituelle Auslegungen waren zur damaligen Zeit gar nicht erwünscht,
sondern der Glaube wurde von der Kirche diktiert.
Spirituelle Auslegungen war den Geheimbünden vorbehalten
und deren Mitglieder wurden - wenn sie erwischt wurden - verbrannt oder geköpft.....:rolleyes:
 
Wundert mich gar, dass dich diese Verdrehung verwirrt,
da dieses Märchen gar keine spirituelle Bedeutung hat, sondern eine andere - meiner Ansicht nach.
Spirituelle Auslegungen waren zur damaligen Zeit gar nicht erwünscht,
sondern der Glaube wurde von der Kirche diktiert.
Spirituelle Auslegungen war den Geheimbünden vorbehalten
und deren Mitglieder wurden - wenn sie erwischt wurden - verbrannt oder geköpft.....:rolleyes:
Was erwünscht ist oder nicht, spielt aber keine Rolle. Wenn ein Schriftsteller im Flow ist und einfach niederschreibt, was ihm zufließt, ohne, dass er sich schwer Gedanken darüber macht, was er jetzt dringend mitteilen möchte, dann kommt das Göttliche zum Ausdruck.
Interpretieren kann die Dinge natürlich jeder, wie er mag... entsprechend des geistigen Zustandes eben.
 
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Wundert mich gar, dass dich diese Verdrehung verwirrt,
da dieses Märchen gar keine spirituelle Bedeutung hat, sondern eine andere - meiner Ansicht nach.
Spirituelle Auslegungen waren zur damaligen Zeit gar nicht erwünscht,
sondern der Glaube wurde von der Kirche diktiert.
Spirituelle Auslegungen war den Geheimbünden vorbehalten
und deren Mitglieder wurden - wenn sie erwischt wurden - verbrannt oder geköpft.....:rolleyes:
Es geht ja gar nicht darum, was zu irgendeiner damaligen Zeit wieso was bedeutete. Sondern darum, was dir das Märchen hier uns heute, jetzt im wahrsten Sinne des Wortes be-deutet.

Deine Antworten auf dieses Märchen bedeuten mir auch etwas:
A Story about an Artist! ❣️
 
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