Ich glaube dass die Frau hier den Verstand darstellt der uns immer zwischen grätscht. Das Märchen beginnt ja eigentlich mit einem zufriedenen Bewusstsein. Der Mann hat null Bestrebungen den Fisch auch nur den geringsten Handel aufzuzwingen . Diese Bedingungslosigkeit des Mannes, welche er zunächst an den Tag legt, beantwortet der Fisch ja mit exakt derselben Bedingungslosigkeit allen Begierden der Frau gegenüber. Als Papst ist sie zunächst nur der Stellvertreter Gottes auf Erden. Aber diese Stellvertreterfunktion reicht ihr irgendwann nicht mehr. Die Steigerung ist "wie Gott sein ". Jetzt ist die Frage beantwortet der Butt das mit einem Aufstieg oder mit einem Abstieg, mit einem Fall?
Ja.
Eine grundlegende Verdrehung irritiert mich an diesem Märchen.
Normalerweise steht "der Mann" für den Verstand, das Ego und
normalerweise steht "die Frau" für das Herz, die Herzensweisheit.
Hier ist es genau umgekehrt.
Der Fischer geht in die Tiefe, ins Unbewusste, in die Gefühle (Meer, See, Wasser)
und die Frau geht in die Höhe des Verstandes, des Egos, überhöht sich (Luft, Äther).
Vorgesehen ist auch, dass der Verstand dem Herzen folgt, der Verstand, das Ego die Wünsche des Herzens erfüllt, umsetzt. Der Verstand, das Ego in Zusammenarbeit mit dem Körper (Materie) ist (bestenfalls) für die Umsetzung der (echten, puren, reinen) Herzenswünsche zuständig.
In diesem Märchen unterstellt sich aber das Herz, die Gefühle, die Tiefe dem Verstand/Ego.
Also noch eine Verdrehung.
Die Antwort des Butt ist ein Fall aus den Vorstellungen des Egoverstandes. Das Ego fällt aus seinen Illusionen, seinen Hirngespinsten in die (göttliche) Wirklichkeit/Realität.
Für den Egoverstand, der gerade noch meinte, das Herz, die Liebe, die bedingungslose Hingabe des Fischers und des Butts "ausnützen" zu können, ist es ein (vom Ego so interpretierter) Abstieg.
In der göttlichen Wirklichkeit ist es die Möglichkeit (wir erfahren nicht, ob die Fru es kapiert hat) eines Aufstieges. Der Aufstieg lautet in etwa so, dass es, um göttlich zu sein, sich als Tochter/Sohn Gottes zu erkennen, keiner besonderen äusseren Bedingungen bedarf.