Von dem Fischer und seiner Frau

Like mit Vorbehalt - vielleicht findet der Fischer keinen Job?

Fischer ist ja eigentlich ein Job. Fragt sich, ob er den einigermaßen geschäftstüchtig angeht.
Klingt in der Geschichte eher nicht so. Für mich klingts eher so, als dödele er mehr nur herum.
Ein Fischer lebt davon, daß er Fische fängt und sie verkauft und nicht vom meditativ dasitzen.
Daß die Frau im weiteren Verlauf viel zu weit geht, ist natürlich total daneben. Aber den Part
von ihrem Mann finde ich ebenfalls nicht so rühmlich, wie er üblicherweise dabei wegkommt.
 
Werbung:

on dem Fischer und seiner Frau​

Ein Märchen der Brüder Grimm
8.8/10 - 841 Bewertungen
Es war einmal ein Fischer und seine Frau, die wohnten zusammen in einer kleinen Fischerhütte, dicht an der See, und der Fischer ging alle Tage hin und angelte: und angelte und angelte.

So saß er auch einmal mit seiner Angel und sah immer in das klare Wasser hinein: und so saß er nun und saß.

Da ging die Angel auf den Grund, tief hinunter, und als er sie heraufhohe, da holte er einen großen Butt heraus. Da sagte der Butt zu ihm: "Hör mal, Fischer, ich bitte dich, laß mich leben, ich bin kein richtiger Butt, ich bin ein verwunschener Prinz. Was hilft's dir denn, wenn du mich tötest? Ich würde dir doch nicht recht schmecken: Setz mich wieder ins Wasser und laß mich schwimmen." - "Nun," sagte der Mann, "du brauchst nicht so viele Worte zu machen: einen Butt, der sprechen kann, werde ich doch wohl schwimmen lassen." Damit setzte er ihn wieder in das klare Wasser. Da ging der Butt auf Grund und ließ einen langen Streifen Blut hinter sich. Da stand der Fischer auf und ging zu seiner Frau in die kleine Hütte.

"Mann," sagte die Frau, "hast du heute nichts gefangen?" - "Nein," sagte der Mann. "Ich fing einen Butt, der sagte, er wäre ein verwunschener Prinz, da hab ich ihn wieder schwimmen lassen." - "Hast du dir denn nichts gewünscht?" sagte die Frau. "Nein," sagte der Mann, "was sollte ich mir wünschen?" - "Ach," sagte die Frau, "das ist doch übel, immer hier in der Hütte zu wohnen: die stinkt und ist so eklig; du hättest uns doch ein kleines Häuschen wünschen können. Geh noch einmal hin und ruf ihn. Sag ihm, wir wollen ein kleines Häuschen haben, er tut das gewiß." - "Ach," sagte der Mann, "was soll ich da nochmal hingehen?" - "I," sagte die Frau, "du hattest ihn doch gefangen und hast ihn wieder schwimmen lassen - er tut das gewiß. Geh gleich hin!" Der Mann wollte noch nicht recht, wollte aber auch seiner Frau nicht zuwiderhandeln und ging hin an die See.

Als er dorthin kam, war die See ganz grün und gelb und gar nicht mehr so klar. So stellte er sich hin und sagte:
"Männlein, Männlein, Timpe Te,
Buttje, Buttje in der See,
Meine Frau, die Ilsebill,
Will nicht so, wie ich wohl will."
Da kam der Butt angeschwommen und sagte: "Na, was will sie denn?" - "Ach," sagte der Mann, "ich hatte dich doch gefangen; nun sagt meine Frau, ich hätt mir doch was wünschen sollen. Sie mag nicht mehr in der Hütte wohnen, sie will gern ein Häuschen." - "Geh nur," sagte der Butt, "sie hat es schon."

Da ging der Mann hin, und seine Frau saß nicht mehr in der kleinen Hütte, denn an ihrer Stelle stand jetzt ein Häuschen, und seine Frau saß vor der Türe auf einer Bank. Da nahm ihn seine Frau bei der Hand und sagte zu ihm: "Komm nur herein, sieh, nun ist doch das viel besser." Da gingen sie hinein, und in dem Häuschen war ein kleiner Vorplatz und eine kleine reine Stube und Kammer, wo jedem sein Bett stand, und Küche und Speisekammer, alles aufs beste mit Gerätschaften versehen und aufs schönste aufgestellt, Zinnzeug und Messing, was eben so dazugehört. Dahinter war auch ein kleiner Hof mit Hühnern und Enten und ein kleiner Garten mit Grünzeug und Obst. "Sieh," sagte die Frau, "ist das nicht nett?" - "Ja," sagte der Mann, "so soll es bleiben; nun wollen wir recht vergnügt leben." - "Das wollen wir uns bedenken," sagte die Frau. Dann aßen sie etwas und gingen zu Bett.

So ging es wohl nun acht oder vierzehn Tage, da sagte die Frau: "Hör, Mann, das Häuschen ist auch gar zu eng, und der Hof und der Garten ist so klein: der Butt hätt uns auch wohl ein größeres Haus schenken können. Ich möchte wohl in einem großen steinernen Schloß wohnen. Geh hin zum Butt, er soll uns ein Schloß schenken." - "Ach Frau," sagte der Mann, "das Häuschen ist ja gut genug, warum wollen wir in einem Schloß wohnen?" -"I was," sagte die Frau, "geh du man hin, der Butt kann das schon." - "Nein, Frau," sagte der Mann, "der Butt hat uns erst das Häuschen gegeben. Ich mag nun nicht schon wieder kommen, den Butt könnte das verdrießen." - "Geh doch," sagte die Frau, "er kann das recht gut und tut es auch gern; geh du nur hin." Dem Mann war sein Herz so schwer, und er wollte nicht; er sagte zu sich selber: "Das ist nicht recht." Aber er ging doch hin.

Als er an die See kam, war das Wasser ganz violett und dunkelblau und grau und dick, und gar nicht mehr so grün und gelb, doch war es noch still. Da stellte er sich hin und sagte:
"Männlein, Männlein, Timpe Te,
Buttje, Buttje in der See,
Meine Frau, die Ilsebill,
Will nicht so, wie ich wohl will."
"Na, was will sie denn?" sagte der Butt. "Ach," sagte der Mann, halb betrübt, "sie will in einem großen steinernen Schloß wohnen." - "Geh nur hin, sie steht vor der Tür," sagte der Butt.

Da ging der Mann hin und dachte, er wollte nach Hause gehen, als er aber dahin kam, da stand dort ein großer steinerner Palast, und seine Frau stand oben auf der Treppe und wollte hineingehen: da nahm sie ihn bei der Hand und sagte: "Komm nur herein." Damit ging er mit ihr hinein, und in dem Schloß war eine große Diele mit einem marmornen Estrich, und da waren so viele Bediente, die rissen die großen Türen auf, und die Wände waren alle blank und mit schönen Tapeten ausgestattet, und in den Zimmern lauter goldene Stühle und Tische, und kristallene Kronleuchter hingen von der Decke; alle Stuben und Kammern waren mit Fußdecken versehen. Auf den Tischen stand das Essen und der allerbeste Wein, daß sie fast brechen wollten. Und hinter dem Haus war auch ein großer Hof mit Pferde- und Kuhstall, und Kutschwagen: alles vom allerbesten; auch war da ein großer herrlicher Garten mit den schönsten Blumen und feinen Obstbäumen, und ein herrlicher Park, wohl eine halbe Meile lang, da waren Hirsche und Rehe drin und alles, was man nur immer wünschen mag. "Na," sagte die Frau, "ist das nun nicht schön?" - "Ach ja," sagte der Mann, "so soll es auch bleiben. Nun wollen wir auch in dem schönen Schloß wohnen und wollen zufrieden sein." - "Das wollen wir uns bedenken," sagte die Frau, "und wollen es beschlafen." Darauf gingen sie zu Bett.

Am andern Morgen wachte die Frau als erste auf; es war gerade Tag geworden, und sah von ihrem Bett aus das herrliche Land vor sich liegen. Der Mann reckte sich noch, da stieß sie ihn mit dem Ellbogen in die Seite und sagte: "Mann, steh auf und guck mal aus dem Fenster. Sieh, können wir nicht König werden über all das Land? Geh hin zum Butt, wir wollen König sein." - "Ach Frau," sagte der Mann, "warum wollen wir König sein?" - "Nun," sagte die Frau, "willst du nicht König sein, so will ich König sein. Geh hin zum Butt, ich will König sein." - "Ach Frau," sagte der Mann, "was willst du König sein? Das mag ich ihm nicht sagen." - "Warum nicht?" sagte die Frau, "geh stracks hin, ich muß König sein." Da ging der Mann hin und war ganz bedrückt, daß seine Frau König werden wollte. Das ist und ist nicht recht, dachte der Mann. Er wollte nicht hingehen, ging aber dann doch hin.

Und als er an die See kam, war die See ganz schwarzgrau, und das Wasser drängte so von unten herauf und stank auch ganz faul. Da stellte er sich hin und sagte:
"Männlein, Männlein, Timpe Te,
Buttje, Buttje in der See,
Meine Frau, die Ilsebill,
Will nicht so, wie ich wohl will."
"Na, was will sie denn?" sagte der Butt. "Ach," sagte der Mann, "sie will König werden." - "Geh nur hin, sie ist es schon," sagte der Butt.

 
Antwort 1
Es war ein griechischer Fischer, der fuhr aufs Meer und fischte einige Fische. Einen Teil der Fische verkaufte er an die Restaurants und einen Teil isst er selbst und seine Familie. Er sitzt im Hafen in einem Lokal, trinkt einen Wein und kommt mit einem Touristen ins Gespräch.
"Warum fängst Du nicht mehr Fische?"
"Wozu?"
"Dann kannst Du Dir ein grösseres Boot kaufen."
"Wozu?"
"Dann kannst Du mehr Fische fangen."
"Wozu?"
"Dann kannst Du noch Leute einstellen, um mehr Fische zu fangen."
"Wozu?"
"Dann kannst Du ein noch grösseres Boot kaufen, mehr Leute einstellen und noch mehr Fische fangen."
"Wozu?"
"Du kannst ein zweites Boot kaufen und brauchst selber nicht mehr rausfahren, und noch ein drittes Boot."
"Wozu?"
"Dann kannst Du im Hafen sitzen und einen Wein trinken, während die anderen für Dich arbeiten."
"Aber das kann ich doch heute schon."
 
Ganz kurz umrissen:
Der Putt - ein verzauberter Prinz ( also einer " von denen oben"),
wird gefangen - kommt den Fischer nicht mehr aus, aber er Fischer lässt sich erweichen - von schönen Worten -und gibt ihn frei.
Die Frau ist da cleverer, will auch was haben von den Regenten.
Nicht nur in der Fischerhütte wohnen,
( ihr gutes Recht)
aber da spielt die Natur gleich Granada
( Parallelen zur Umweltverschmutzung, welche entsteht, wenn auch alle kleinen Leute dieser Erde menschenwürdige Umstände haben). :ironie:
Moral der Geschichte: das arme Fischerehepaar soll keine Forderungen stellen, weil sonst alles aus dem Lot gerät.....
Naja, wenn man es sooo wörtlich nimmt, stellt sich die Frage, wieso es ihr Recht sein sollte, einen "am Leben gelassenen" nun für den Rest seines Lebens aussaugen zu können nach Belieben? Im russischen Pendant zu diesem Märchen ist der letzte Wunsch der Frau nicht Gott zu werden, sondern das Meer zu beherrschen in welchem sie von nun an wohnen wolle und der Fisch sei ihr ewiger Diener und Wunscherfüller.

Und der Mann in der Geschichte ist ja nun ... sehr einfach gestrickt. Selbst der Fisch scheint es zu sein. Einen Klassenkampf kann ich da schwer erkennen. Es gibt oder gab wohl die Interpretation einer Parodie auf Napoleon ( ließ mal im Wiki verschiedene Deutungsansätze).
 
Undine Weltsch und Jens Grünewald verstehen das Märchen als ein Geschehen auf geistiger Ebene.[5] Der Fischer und seine Frau seien gegensätzliche Strebungen, die in jedem Menschen zu finden seien. Sie sehen zunächst in der Gestalt des Fischers, der in das „klare Wasser“ des eigenen Geistes hineinblickt „und angelt und angelt und sitzt und sitzt“, die Darstellung eines Meditierenden. Die Angel geht „auf Grund“, und fördert von dort die Erkenntnis des Wesens der Welt in der Gestalt des wundersamen, wunscherfüllenden Butts ins Bewusstsein. Dem geistig suchenden Fischer genügt das. Er ist wunschlos. Jetzt greift aber die menschliche Gier in der Gestalt der Fischersfrau in das Geschehen ein. Das Habenwollen trübt das Wasser des Geistes immer mehr und wühlt es auf. Weltsch und Grünewald verweisen hierbei auf Jesus und Buddha, die beide in der Habgier eine Vergiftung des menschlichen Geistes gesehen hätten.(Lk 12,15 EU) Diese Gier sei es, die den Menschen immer wieder unzufrieden werden lasse, ihn aufstachele und weitertreibe. Die beiden Autoren gehen aber davon aus, dass auch der letzte Wunsch der Frau des Fischers erfüllt worden sei. Sie sei im Märchen entgegen der üblichen Erwartung ja nicht bestraft worden. Sie setzen die Formel „Geh nur hin, sie ist es schon“, mit welcher im Märchentext die Wunscherfüllung angekündigt wird, gleich dem beim letzten Wunsch benutzen Ausdruck „Geh nur hin, sie sitzt schon wieder in ihrem Pissputt“. Nur die verbreitete Erwartung, „zu sein wie Gott“ bedeute eine weitere Steigerung der Reihe Fürst, König, Kaiser, Papst, werde als Wahn bloßgestellt und enttäuscht. Sie verweisen auch hier auf die Beispiele von Jesus und Buddha, die beide als Vertreter des Göttlichen in äußerer Armut gelebt hätten. Tatsächlich gehe aber die Erwartung, zu sein wie Gott, in ihrer ärmlichen Hütte in Erfüllung – und das sei auch davor schon so gewesen. Hierzu führen Weltsch und Grünewald noch eine weitere Parallele zu religiös-geistigen Auffassungen an, indem sie auf die Ähnlichkeit der Formulierungen „Geh nur hin, sie ist es schon“ und der in der Chandogya-Upanishad verwendeten Formulierung „Du bist das“ (Tat Tvam Asi) hinweisen, womit im Vedanta die Identität von wahrem Selbst und absoluter Realität behauptet würde
 
Antworten 2
Der Mensch darf sich etwas wünschen.
Der Mensch darf darin leben. Und es hat Konsequenzen.
Und es gibt ein System in dem etwas und alles am rechten Platz ist.
[Diese 4 Sätze können für ein unterdrückerisches System stehen oder für ein dem Menschen förderliches System. Ich selber gehe vom für den Menschen förderlichen System aus.]

Gott lebt in der kleinsten Hütte = Gott ist überall [drinnen].
Die Welt, die Gott für den Menschen erschuf ist schon das [Start-]Optimum.
Der Mensch kann die Schöpfung als Mitschöpfer konstruktiv erweitern und destruktiv [egoistisch].

Das lese ich heraus.
 
Mich würde interessieren, welche Rolle Gott in diesem Märchen zukommt.

Da wünscht sich also jemand immer mehr und mehr. Und ohne jede Ethik oder moralisierende Vorhaltungen, ohne weitere Bedingungen oder verhängnisvolle Verstrickungen bekommt dieser Jemand ständig noch den größten Wunsch erfüllt. Keiner der erfüllten Wünsche macht glücklich, erfüllt oder befriedet. Die Karriere verläuft vom armen Fischer zum Gutbürgerlichen, zum Adeligen Schloßbesitzter, zum König, zum Kaiser, zum Papst, vor dem sich sogar der gesammelte Adel verneigt und nun soll es endgültig Gott selbst sein. Oder "wie Gott". Und schwupp, sitzen sie wieder in ihrem ollen, ärmlichen Pisspott als Herr und Frau Fischer. Denn auch dieser Wunsch wurde erfüllt.
 
Antworten 2
Der Mensch darf sich etwas wünschen.
Der Mensch darf darin leben. Und es hat Konsequenzen.
Und es gibt ein System in dem etwas und alles am rechten Platz ist.
[Diese 4 Sätze können für ein unterdrückerisches System stehen oder für ein dem Menschen förderliches System. Ich selber gehe vom für den Menschen förderlichen System aus.]

Gott lebt in der kleinsten Hütte = Gott ist überall [drinnen].
Die Welt, die Gott für den Menschen erschuf ist schon das [Start-]Optimum.
Der Mensch kann die Schöpfung als Mitschöpfer konstruktiv erweitern und destruktiv [egoistisch].

Das lese ich heraus.

Aber in dem Märchen ist es die Ausgangslage, aus der heraus die Geschichte sich entwickelt. Ist es Gott selbst, der also gierig ist wie diese Frau, aber auch bescheiden wie der Mann, der der Frau hörig ist?

Es gibt auch noch die Lesart, in welcher sich in diesem Märchen über Gott lustig gemacht würde. Nämlich, jeder Wunsch wird dir erfüllt... willst du aber sein wie Gott, entscheidest du dich selbst für dein "Elend".
 
Aber in dem Märchen ist es die Ausgangslage, aus der heraus die Geschichte sich entwickelt. Ist es Gott selbst, der also gierig ist wie diese Frau, aber auch bescheiden wie der Mann, der der Frau hörig ist?

Es gibt auch noch die Lesart, in welcher sich in diesem Märchen über Gott lustig gemacht würde. Nämlich, jeder Wunsch wird dir erfüllt... willst du aber sein wie Gott, entscheidest du dich selbst für dein "Elend".
Naja, alle Weisen leb(t)en in einfachen Hütten und nicht in Palästen.
Budha verlässt sogar den Palast. Jesus verweigert den Palast, reitet auf einem Esel = König der einfachen Menschen.
Jeder Wunsch nach mehr als Dir IM MOMENT zusteht erzeugt ein Ungleichgewicht in der Natur (Schöpfung).
Gott ist nicht vollautomatisch in den Schöpfungen des Mitschöpfers Mensch (König, Kaiser, Papst) vorhanden,
wenn Du aber sein willst wie Gott, reicht eine Hütte. Ich sehe da kein "sich drüber lustig machen". Gott hat nicht Elend gedacht für seine Kinder, sondern Überfülle (Abundance), es gibt von allem zuviel.

Gott selbst handelt meiner Meinung nach nicht, Gott ist Sein und sie erschuf ihre Kinder, damit sie im Tun die göttliche Schöpfung erfahren und es ist erlaubt und erwünscht Fehler zu machen, auf Abwege zu geraten. Daraus lernt die Menschseele. Vielleicht ist der Butt die Seele des Fischers selber.
 
Werbung:
Naja, alle Weisen leb(t)en in einfachen Hütten und nicht in Palästen.
Budha verlässt sogar den Palast. Jesus verweigert den Palast, reitet auf einem Esel = König der einfachen Menschen.
Jeder Wunsch nach mehr als Dir IM MOMENT zusteht erzeugt ein Ungleichgewicht in der Natur (Schöpfung).
Gott ist nicht vollautomatisch in den Schöpfungen des Mitschöpfers Mensch (König, Kaiser, Papst) vorhanden,
wenn Du aber sein willst wie Gott, reicht eine Hütte. Ich sehe da kein "sich drüber lustig machen". Gott hat nicht Elend gedacht für seine Kinder, sondern Überfülle (Abundance), es gibt von allem zuviel.

Gott selbst handelt meiner Meinung nach nicht, Gott ist Sein und sie erschuf ihre Kinder, damit sie im Tun die göttliche Schöpfung erfahren und es ist erlaubt und erwünscht Fehler zu machen, auf Abwege zu geraten. Daraus lernt die Menschseele. Vielleicht ist der Butt die Seele des Fischers selber.

Ja, der Butt, aber auch die Frau und der Mann können als unsere eigenen Inneren Anteile gelesen werden. Ich persönlich würde darin kein "sich lustig machen über Gott" erkennen. Vielmehr, die Entlarvung des Gottesbildes als der "Allmächtige, Machttrunkene" dem wahren Wesen Gottes gegenübergestellt als "der einfachste unter uns". Nur gibt es eben auch die andere Seite der Medaille aus dem Blickwinkel des Materialismus.

Eine indirekte Wertung des Geschehens gibt es aber ja schon auch im Märchen enthalten. So wird mit jedem Mal der Steigerung der Gier das Meer oder die See dunkler, verfaulter, schwarz und stinkig.

Der Butt und die Frau haben keinen Kontakt, die Kommunikation verläuft ja nur über den Mann als Mittler. Jedes Mal ist ihm das Ansinnen seiner Frau unangenehm peinlich. Aber jedesmal, nachdem der Butt den Wunsch erfüllt hat, bestärkt er die Frau, wie schön sie jetzt sei. Und je schöner und strahlender und angenehmer das Leben und die Frau wird, desto stinkender und fauliger wird der See.
 
Zurück
Oben