Yogurette
Sehr aktives Mitglied
Als Bibelstelle paßt hier dann wohl Matthäus 6.
"Ihr könnt nicht Gott dienen UND dem Mammon"
"Ihr könnt nicht Gott dienen UND dem Mammon"
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Ich mach mal munter weiter:Ja, der Butt, aber auch die Frau und der Mann können als unsere eigenen Inneren Anteile gelesen werden. Ich persönlich würde darin kein "sich lustig machen über Gott" erkennen. Vielmehr, die Entlarvung des Gottesbildes als der "Allmächtige, Machttrunkene" dem wahren Wesen Gottes gegenübergestellt als "der einfachste unter uns". Nur gibt es eben auch die andere Seite der Medaille aus dem Blickwinkel des Materialismus.
Eine indirekte Wertung des Geschehens gibt es aber ja schon auch im Märchen enthalten. So wird mit jedem Mal der Steigerung der Gier das Meer oder die See dunkler, verfaulter, schwarz und stinkig.
Der Butt und die Frau haben keinen Kontakt, die Kommunikation verläuft ja nur über den Mann als Mittler. Jedes Mal ist ihm das Ansinnen seiner Frau unangenehm peinlich. Aber jedesmal, nachdem der Butt den Wunsch erfüllt hat, bestärkt er die Frau, wie schön sie jetzt sei. Und je schöner und strahlender und angenehmer das Leben und die Frau wird, desto stinkender und fauliger wird der See.
Da hat die Ilsebill über ihr Ziel hinaus geschossen, keine Frage!Naja, wenn man es sooo wörtlich nimmt, stellt sich die Frage, wieso es ihr Recht sein sollte, einen "am Leben gelassenen" nun für den Rest seines Lebens aussaugen zu können nach Belieben? Im russischen Pendant zu diesem Märchen ist der letzte Wunsch der Frau nicht Gott zu werden, sondern das Meer zu beherrschen in welchem sie von nun an wohnen wolle und der Fisch sei ihr ewiger Diener und Wunscherfüller.
Ich habe auch die Interpretationen im Wiki gelesen.Und der Mann in der Geschichte ist ja nun ... sehr einfach gestrickt. Selbst der Fisch scheint es zu sein. Einen Klassenkampf kann ich da schwer erkennen. Es gibt oder gab wohl die Interpretation einer Parodie auf Napoleon ( ließ mal im Wiki verschiedene Deutungsansätze).

Spontan fallen mir 2 Sachen ein.Als sie schließlich fordert, wie der liebe Gott zu werden, wird sie wieder zurück in die armselige Hütte versetzt, wie am Anfang. („Ga man hen. Se sitt all weder in’n Pissputt.“)
Erinnert sehr an die Fußwaschung.Als sie schließlich fordert, wie der liebe Gott zu werden, wird sie wieder zurück in die armselige Hütte versetzt, wie am Anfang.
Inwiefern? Du meinst die Fuswaschung Jesu? Mit dem Streit der Schwestern?Erinnert sehr an die Fußwaschung.
Erst will sie ne Hütte, dann will sie Geld, Reichtum und nen Titel, dann will sie noch mehr Reichtum und Macht.Meinem Empfinden nach ist in dem Märchen kein größeres Geheimnis um Gott herum mit drin.
Die Fischerfrau will immer mehr, immer doller und doller, und schon daß sie Papst sein will, ist ja absurd.
Eine Frau kann nicht Papst sein, und Papst wird man nicht mal eben, sondern das ist ein aufwändiger Akt.
Daß ihr letzter Wunsch dann Gott zu sein ist, setzt einfach nochmal einen obendrauf und sagt aus, daß
sie absolut keine Grenze kennt. Es ist ein Märchen, in dem es um den Menschen geht und nicht um Gott.