Ja, Faydit, wo bliebe denn dann die Möglichkeit für Entwicklung? Nehmen wir mal an, dass es stimmt, was man liest, dass Gott sich in uns erfahren möchte, dann geht es doch darum das Leben zu schmecken und zu spüren mit allen Facetten, mit allem was dazu gehört. Dazu gehört es auch böse zu sein, zerstörerisch, um daraus Neues entstehen zu lassen.
Genau! Das wäre ein weiteres Problem, mit dem ich mich herumschlage. Denn, von außerhalb von Raum und Zeit betrachtet, gibt, gäbe es sowas wie Entwicklung überhaupt nicht.
Aus der Perspektive ist alles längst fertig, geschehen, vollbracht. Egal in welcher Version, Variante. Es gibt, gäbe also im Grund genommen gar nichts (mehr) zu tun. Was aber tun wir alle dann überhaupt (noch) hier? Wenn es nicht um sowas wie Entwicklung, die ja dann gar nicht möglich wäre, geht?
Der Urknall, war das einzigartig, passiert es immer wieder? Das wissen wir nicht, aber schau dir an, was sich aus dieser "zerstörerischen" Kraft entwickelt hat - ein Universum mit einer unglaublichen Ordnung und es hat sich erst so entwickeln müssen und entwickelt sich immer noch.
Wenn nun auch der Satz stimmt "Wie im Großen, so im Kleinen", dann durchlaufen alle Planeten, alle Lebewesen, eben alles was ist, diese Entwicklung.
Erste Frage: War der Urknall, so gesehen, bebasichtigt, oder eine Art Panne?
Zweite Frage: Was lässt darauf schließen, dass das was wir als Universum wahrnehmen, auch mit so etwas wie Gottes Schöpfung ident wäre? Vielleicht gäbe es ja auch noch eine ganz andere, oder überhaupt einige, oder viele ganz andere? Woanders?
Die einzige Ausgangsposition, die wir dafür haben ist, das wir hier, innerhalb davon sind.
Es gibt schwarze Löcher. Wohin führen die? Es gibt eine kosmische Hintergrundstrahlung, was könnte hinter dieser sein? Es gibt nonmaterielle Ebenen. Was wäre mit denen. Es gibt proportional gesehen, in deisem universum, je nach Modell ca. 5 -20% das, was wir Materie und Energie nennen. Der Rest wäre dunkle Energie und dunkle Materie. Für uns unsichtbar. Was wäre in der?
Darüber haben wir großteils überhaupt keine Ahnung. Wäre also noch eine ganze Menge Spielraum für alles mögliche gegeben.
Um meinen Faden weiterzuspinnen, zu Entwicklung gehören Fehler und falsche Richtungen dazu, man muss ausprobieren und manchmal endet man auch in einer Sackgasse - auch das gehört dazu.
Im Kontext einer Entwicklung durchaus. Man könnte sogar davon ausgehen, dass Entwicklung ohne Fehler nicht möglich wäre. Die Frage wäre weniger die der Fehler selbst sondern der Verhältnismäßigkeit. Lernen wir so schwer aus Fehlern, dass wir sie so oft wiederholen müssen?
Verstehst du unter göttlich nur das Gute und Perfekte? Wäre das dann nicht starr und unbeweglich?
Tolle Frage! Die ist gar nicht so unbegründet. In letzter Konsequenz wäre sowas eine Möglichkeit.
Ich schrieb dazu mal was, auch wenn's keinen Anspruch auf Wahrheit erheben mag, sodnern eher eine Art durchaus individueller Denkanstoß ist:
https://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?t=131139&highlight=Gottes+zweiter+Gedanke