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warum fällt es mir schwer zuzuhören?

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Nerissa, 3. Dezember 2010.

  1. Nerissa

    Nerissa Mitglied

    Registriert seit:
    31. Oktober 2010
    Beiträge:
    161
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    Hallo Leute!

    Seit einigen Tagen ist mir bewusst geworden, dass ich überhaupt nicht meinem Gegenüber zuhöre.
    Ich gebe mir ja Mühe! Ich dachte eigentlich früher sogar, dass ich eine sehr gute Zuhörerin bin. Ich stufe mich als eine hilfsbereite und freundliche Person ein. Aber wenns ums Zuhören geht, muss ich passen.
    Ich versuche oft angestrengt hinzuhorchen. Im Unterricht hör ich meistens den Lehrern kaum zu. Manchmal weils mich einfach nicht interessiert, manchmal weil ich mit meinem Sitznachbar plaudere. Das Komische: Meine Sitznachbarin, die mich meistens anquatscht als ich sie, kriegt viel mehr vom Unterricht mit als ich, obwohl ich mir doch so Mühe gebe, aufzupassen!
    Aber nicht nur im Unterricht ist das so.
    Generell, wenn Leute mit mir reden, dann sind meine Gedanken oft interessanter. Ich weiß, das klingt jetzt sehr egozentrisch, vielleicht ist es das auch, aber ich bin nun mal ein sehr nachdenklicher Mensch, der sich oft in seiner Gedankenwelt verliert und mal hier und da mit dem Kopf über den Wolken schwebt. Und durch diese Gedanken hat das Zuhören, der neue Stoff, kein Platz mehr im Kopf. Auch kommentiere ich schon während der Gegenüber mir was sagt/erzählt, das erzählte im Kopf als ihm richtig hinzuhorchen.
    Ich krieg oft dann von meiner Sitznachbarin zu hören:"Sag mal hörst du denn nie zu??" oder auf die frage ob sie das vorher gesagte wiederholen könnte bzw das was der lehrer grad gesagt hatte wiederholen könnte "Bin ich denn dein Kassettenrekorder die du auf und abspielen kannst??"
    ....ich hab mich "Ja" geantwortet xD

    ...
    Wie gesagt, das ganze entwickelt sich zu einem ganz schönen Problem und ich weiß nicht, wie ich die Balance halten soll. Denn auf der einen Seite muss man ja zuhören aber auf der anderen auch reden. mir fällt dieses umswitchen, dieses umstellen zwischen reden und zuhören schwer.
    was kann ich dagegen tun?
     
  2. riana

    riana Mitglied

    Registriert seit:
    28. November 2010
    Beiträge:
    140
    Ort:
    Garmisch-Partenkirchen
    Hallo Nerissa.
    Also ich höre schon den Leuten zu... Aber was ich nebenbei noch mache, ist in meinen Kopf ständig zu vergleichen, zu suchen nach Erfahrungen und bereits vorhandenen Speicherungen zu dem Thema. Damit ich fragen kann, meine Erfahrungen in das Gespräch einbringen kann, damit ich der Sache überhaupt folgen kann.
    Dadurch höre ich zwar zu, aber nicht richtig, weil meine Gedanken in der Festplatte rumkramen und ihren Senf dazugeben wollen.
    Wenn mir jemand etwas erzählt, von dem ich keine Ahnung habe, keine Erfahrung, keine Speicherung, dann bin ich absolut unfähig es aufzunehmen, ich krame dann, finde nichts und die Person redet und ich kriege gar nichts mit.
    Wenn man Sohn mich vollredet, dann höre ich zwar zu, aber nicht wirklich. Denn daweil denke ich an Dinge, die mich interessieren, die ich noch erledigen muss. Nicht, dass mein Sohn uninteressant ist für mich, aber seine Geschichten fesseln mich nicht, und ich habe noch so viel zu tun.

    So ist es in meinen Kopf.

    Ich kann gar nicht so frei zuhören, weil ich ständig in meinen Kopf krame. Und auch schon meine, dass Ergebnis der Geschichte zu kennen, und das Ende hinzuschmeissen, während der Geschichte.

    Und wohin fliegen Deine Gedanken??

    Ein Freund von mir, fliegt glaube ich auch immer in seinen gedanekn und verwickelt sich darin.. in so viele Gedanken, dass er gar nicht da ist. Er schwebt woanders und nimmt nichts richtig war. Und vor allem, speichert er nichts. Alle Informationen fliessen nur durch als "Smalltalk Geplapper" und werden gar nciht gespeichert.
    Er hört zwar zu, aber speichert nichts...

    So verschieden kann es sein.
    Schöne Grüße Angelika
     
  3. Nerissa

    Nerissa Mitglied

    Registriert seit:
    31. Oktober 2010
    Beiträge:
    161
    mir ergeht es so ähnlich.
    wo meine gedanken sind? das ist unterschiedlich. mal bezieht es sich auf das vom gegenüber gesprochene, dann auf etwas ganz anderes.
    mir fällt das zuhören schwer wenn
    - das thema mich nicht interessiert
    - mir etwas eingefallen ist was ich unbedingt sagen muss und mein gehirn nicht dafür geeignet ist, das so lange mir zu merken bis der andere fertiggeredet hat
    - wenn ich dem gesprochenen nicht folgen kann (zb reden andere was sie alles am wochenende unternommen haben, wen sie getroffen haben und das sind meist leute die ich überhaupt nicht kenne und mich daher nicht interessieren)

    also wenn ich mir das so durchlese denke ich , dass ich mich für meine mitmenschen kaum interessiere. aber das stimmt nicht! ich bin nun mal eine Beobachterin. ich reagiere mehr auf visuelle reize als auf akustische.
     
  4. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.195
    na dann hast du hier doch eh schon deine Antwort. Dein "Zuhören" geschieht halt auf einer anderen Ebene. Wer sagt denn, dass das nur über die Ohren zu geschehen hat ?
     
  5. johsa

    johsa Guest

    Warum?
    weil dein Unterbewußtsein besser weiß als du, daß das Geplapper um dich herum uninteressant oder falsch ist,
    auch bzw. erst recht das in der Schule,
    vermutlich erspürst du eher Situationen, als sie zu sehen und zu hören, oder? (google mal nach Wahrnehmungsarten)

    versuche nicht, dir mit Gewalt das Gesagte einzuprägen, bleib bei dir und achte darauf, daß du dich wohl fühlst
    wenn du für Prüfungen lernen mußt und du den Lehrern nicht zuhören kannst, dann lern zu Hause nach deinen Büchern

    was andere zu dir sagen, ist doch nicht wichtig, deine Gedanken sind das Wichtigste und die solltest du dir bewahren,
    du bist doch nicht verpflichtet, irgendwem zuzuhören, also wo ist das Problem?
     
  6. Annie

    Annie Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Mai 2005
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    23.378
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    Also so wie ich das wahrnehme, was sie beschreibt, ist genau das das Problem, dass sie ihre eigenen Gedanken sowieso schon für das Wichtigste hält, und genau deswegen fällt es ihr so schwer, anderen wirklich zuzuhören und das aufzunehmen, was sie zu sagen haben. Wer mit seinen eigenen Gedanken ausschliesslich nur um sich selbst kreist, ist ja gar nicht in der Lage, fremde Gedanken aufzunehmen; genau das ist das Egozentrische. Irgendwann braucht man sich dann auch nicht zu wundern, wenn keiner mehr mit einem reden will. Kommunikation bedeutet Austausch, und nicht egozentrisches Kreisen um seine eigenen Gedanken.

    Stimmts @Nerissa?
    Es ist aber schon mal klasse, dass du das so an dir beobachten kannst, damit ist schon der erste Schritt getan und du gewinnst Abstand von und Nähe zu dir selbst zugleich (paradox, nicht wahr?).
     
  7. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2008
    Beiträge:
    12.711
    Hallo Nerissa,

    mache dir keine Gedanken worüber du dir keine Gedanken machen mußt.
    Die oben drei von dir aufgeführten Dinge sind teils normal und sicher bist du erstmal am wichtigsten und das ist doch nicht schlimm.
    Du brauchst dir deswegen nicht einreden lassen du würdest dich nicht für deine Mitmenschen interessieren. Selbst wenn es so wäre, auch nicht tragisch.

    LG
    flimm
     
  8. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.195
    Die eigenen Gedanken sind auch das Wichtigste. Oder bist du tatsächlich der Meinung, dass die Gedanken oder Worte der anderen für dich wichtiger wären als deine eigenen ?
    Und wenn egozentrisch gleich "mir nicht jeden Schmarrn anhören müssen", "mich nicht für alles interessieren zu müssen, wofür andere sich interessieren" ist, ja dann bin ich aber tatsächlich sehr gerne egozentrisch.

    Die psychologischen Begriffe dazu wären "schizoid" (der Egozentriker, der sich nur um sich selbst dreht) und "depressiv" (der Bindungsmensch, der sich nur um die anderen dreht). Das Ideal ist und bleibt dennoch die Mitte der beiden Pole zu finden, denn sich nur um sich selbst drehen macht einsam, sich nur um andere drehen macht abhängig. Genauso haben aber eben beide Pole ihre gegenteilige positive Entsprechung oder eben ein Potential, beim Schizoiden ist es die persönliche Unabhängigkeit und beim Depressiven das Mitgefühl und die Hilfsbereitschaft. Sobald man einen Pol als "gut" und den anderen als "schlecht" beurteilt, beginnt man eben jenen "schlechten" Teil in sich selbst abzuspalten, was lediglich dazu führt, dass dir genau dieser abgespaltene Teil im Außen nur noch stärker entgegen tritt oder man eben dazu neigt diesen Teil nur noch bei den anderen wahrzunehmen und bei sich selbst zu leugnen. Das eigentlich Paradoxe ist aber, dass man am anderen immer nur das wahrnehmen kann, was man selbst in sich trägt. Somit ist alles was ich an anderen nicht mag, lediglich das was ich an mir selbst nicht mag oder nicht annehmen kann, was wiederum zu einer inneren Spaltung führt, welche man dann als Neurose bezeichnet. Der Frieden liegt in der Mitte, nicht im Extrem.

    LG
    Stern
     
  9. marlon

    marlon Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. August 2008
    Beiträge:
    2.573
    wer anderen nicht zuhören kann will sich noch zu sehr selbst hören, sei es durch seine Gedanken oder eben Worte...erst wer sich selbst richtig gefunden hat ruht in seiner Mitte...kann dann frei anderes annehmen.
     
  10. Nerissa

    Nerissa Mitglied

    Registriert seit:
    31. Oktober 2010
    Beiträge:
    161
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    Naja, ich finde jetzt meine gedanken nicht das wichtigste, aber für mich kommt an erster stelle gott, und dann die menschheit.
    altruismus ist etwas schönes, ich bin auch ein altruist (manchmal ein wenig zu viel, eine zeit lang hab ich mich total ausnutzen lassen).
    das hat jetzt alles überhaupt nichts mit egoismus, selbstbeweihräucherung oder arroganz zutun.
    ICh will auch nicht von wem wie ein stück dreck behandelt werden und ausgenutzt werden. das wär schrecklich für mich.

    mir fällt lediglich das zuhören schwer. und auch teils das gesunde interesse an menschen.(?)
    und das liegt wie du richtig erkannt hast, an meinen vielen gedanken.

    Ich weiß einfach nicht, wie ich die goldene Mitte finden soll. Weil wenn ich dann mal zuhöre (wenn zb Freundinnen über ihre Beziehungsprobleme mit mir reden) dann bin ich so sehr darauf konzentriert zuzuhören, dass mir dann nicht zum Reden einfällt und dann zwing ich mich dazu, mir was einfallen zu lassen und dann gehts erst recht nicht.
    Dieses schnelle Umschalten zwischen Reden und Zuhören krieg ich nicht hin.

    Das mit dem egozentrischen kreisen um mich und meine Gedanken klingt wirklich hart, aber es stimmt schon glaube ich.
    Ich habe Angst, von wem abhängig zu werden. Ich will stolz kommen und stolz gehen. ich will stark sein.
    Aber ich bin keine arrogante oder ignorante person. ich bin ein ganz lieber mensch, mit dem man über alles reden kann. meinen freunden gegenüber bin ich sehr loyal und ich bin auch hilfsbereit. nur beim zuhören happerts.
    tja, und dadurch bin ich auch nicht sehr kommuniativ und krieg vieles nicht sofort mit. bin einer dieser "langsamchecker" xD

    aber jetzt hab ich genug um den heißen brei geredet. wie kann ich das trainieren?
     
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