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Grundlagen der Wahrheit

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Onthaline, 11. September 2014.

  1. Onthaline

    Onthaline Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Juli 2013
    Beiträge:
    1.845
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    Wahrheit basiert auf Erfahrung, denn Wahrheit impliziert ein aus Wahrnehmung gebildetes Werteurteil und dessen Kategorisierung in das persönliche Wertemuster. Aus dem persönlichen Wertemuster bildet sich das persönliche Weltbild. Ein hierarchischer Aufbau rund um das eigentliche Ich als zentraler Mittelpunkt.

    Heute sprechen wir gerne von den vielfältigen Möglichkeiten der Digital- und Printmedien. Sie sollen uns behilflich sein aktuelle Ereignisse im Weltgeschehen zu beurteilen.

    Durch die Diversifikation der Informationskanäle ist es heutzutage möglich jegliche Informationsbandbreite in sich aufzunehmen. Dennoch dienen die Kanäle nicht der Aufklärung. Sie werden in der Regel oft wie ein Fernsehprogramm genutzt, um das eigene persönliche Wertemuster zu bestärken. Vielmehr fungieren somit die Kanäle als ein Multiplikator, der das persönliche Weltbild bestärkt.

    Nun scheint das persönliche Weltbild dem eigenen Ich unterstellt.
    Das Ich ist ein Werkzeug zur Stabilisierung des eigenen Weltbilds. Ein Werkzeug, welches als Schutzmechanismus für eine unüberschaubare Realität gebildet wurde. Ein zentraler Punkt, der Navigation in der Informationsflut ermöglicht.

    Wenn wir uns die die verschiedenen Informationsquellen angucken,
    müssen wir immer differenzieren. Es gibt Informationscontainer, die uns eine Teilinformation der Quelle liefern können. Das ist dem Umstand geschuldet, daß Informationen von Individuen betrachtet, analysiert und gefiltert werden.

    Informationen erster Güte ist für das Individuum stets die direkte Selbstwahrnehmung. Jede andere Form ist bereits als Manipulation zu betrachten. Wenn dir ein Mensch erzählt wie Zucker schmeckt, wirst du niemals ein Verständnis für Zucker erhalten, wenn du es nicht selbst getestet hast. Auf Basis deiner Erfahrungen kannst du erahnen wie Zucker schmecken könnte, wenn du ähnliche Stoffe getestet hast.
    Wenn dieser Mensch sich sehr gut ausdrücken kann und dir viele Informationen dazu liefert, kannst du es dir besonders gut vorstellen,
    aber es ersetzt niemals die Wahrhaftigkeit, die entsteht, wenn du selbst vor Ort bist und diesen Ereignis für dich zelebriert hast.

    Doch ist das Wahrheit?
    Es ist deine individuelle Wahrheit, die von einer vorzüglichen Quelle gespeist werden kann. Absolute Wahrheit ergibt sich allerdings erst aus der Summe des Ganzen. Das würde bedeuten, daß jedes einzelne wahrnehmungsfähige Wesen dazu aufgerufen wäre vor Ort die Informationsquelle zu testen und sich mit anderen dabei auszutauschen. Ein schwieriges Unterfangen.

    Gehen wir zum Kern zurück.
    Das Ich ist ein auf persönlichen Wertemuster basierendes Weltbild.
    Das Ich tritt in der Funktion als Richter auf.
    Das bin ich und das bin ich nicht. Das erst ermöglicht das Weltbild.
    Die Wahrnehmung kann dadurch objektiviert werden und kategorisiert werden. Heutige Medien haben es verstanden diese Kategorieren anzusprechen. Gebildete Wertemuster besitzen starke Emotionen, weil Sie auf wahrgenommener Erfahrung basieren. Diese anzusprechen ist ein Multiplikator, der das eigene Wahrnehmungsbild trägt und deshalb gerne angenommen wird.

    Wahrheit kann somit kein Multiplikator sein. Wahrheit kann kein sich wiederkehrendes Wertemuster sein. Das kennen wir bereits.
    Wahrheit löst sich aus dem persönlichen Wertemuster und befreit sich von einer objektivierten Realität. Wahrheit ist ein unangenehmer Prozess, weil es das gewohnte Gebiet verlässt.

    Das ist ein Grund, warum die Grundlagen der Wahrheit auf Wahrnehmung basieren. Wahrnehmung ist ein fließender Aufnahmeprozess, der weder Urteil noch Selbstreflexion kennt. Doch dieser fließende Aufnahmeprozess wird von dem persönlichen Wertemuster als störend empfunden.
    Das Ich als zentraler Punkt wiederholt Wertemuster zum eigenen persönlichen Schutz. Es dient der Stabilität der eigenen Realität.
    Somit werden Abwehrmechanismen gebildet. Es werden Gedankenformen realisiert, die Gedankenketten bilden, die ähnliche Wertemuster an sich knüpfen sollen. Die Wahrnehmung reduziert sich somit wieder auf das eigene Weltbild und verstärkt es.

    Wahrheit ist eine reine Quelle. Wenn das Ego sie filtert und somit einschränkt, ist sie Manipulation. Somit ist zu hinterfragen ob Wahrheit jemals ausgesprochen werden kann, denn jedes Wort unterliegt einer persönlichen Wahrnehmung. Auch dieses geschriebene Wort.
    Doch besitzt jeder Mensch die Gabe sich selbst ein Bild zu schaffen oder sich von diesem zu lösen.

    Die Frage dabei ist nur, willst du dich auf deinen persönlichen Wertemaßstab verlassen und kannst oder willst du überhaupt die Mühe aufnehmen, verschiedene Ansichten einer Quelle zu betrachten?
    Es ist ein unangenehmer Prozess.
    In jedem Fall solange bis der egoische Widerstand gelöst ist.

    [ich bitte Logik- und Rechtschreibfehler zu entschuldigen. Der Text wurde frei geschrieben und nicht korrekturgelesen]
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. September 2014
  2. Solis

    Solis Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Oktober 2011
    Beiträge:
    2.909
    Ort:
    Nordrhein-Westfalen
    Steht man vor einem Baum, so sieht man nur eine Perspektive von vielen. Doch häufig wird gemeint, die gesehene Perspektive sei bereits das Ganze.
     
  3. Greenorange

    Greenorange Guest

    exakt.
     
  4. Semaya

    Semaya Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2011
    Beiträge:
    736
    "Um jede Wahrheit herum ist eine noch größere Wahrheit!"

    Das Problem an der Sache ist nur, unser aktives Bewußtsein ist begrenzt/eingeschränkt. Man kann zwar den "Horizont" und somit sozusagen "die Fläche" abdecken aber um wirklich alles zu verstehen müßten wir auch dementsprechend alles wissen. Und da sind Grenzen gesetzt in "Aufnahmemenge", "Zeit" und sogar in der "Möglichkeit".

    Das ganze hat den Hintergrund, dass es nur so zu einer "freien Willensbildung" kommen KANN. Und auch die eigenen Fehler erst ab einem bestimmten Fortschritt sichtbar werden.

    Früher hatten die Menschen das Problem, dass Wissen gehütet wurde wie ein Schatz, den Wissen ist Macht! Wer sich auskennt hat es definitiv leichter! Sei es das einfache Wissen eines Handwerks, oder schlicht das Wissen über Ebbe und Flut konnte Wissen sogar Lebensrettend sein.

    Heute leben wir in einer Zeit in der wir mit Informationen geflutet werden. Beliebt sind Werbeinformationen aber auch wichtige und interessante Texte sind in Hülle und Fülle vorhanden. So das wir diesmal nicht "alleine" dastehen sondern vor einem "Überangebot" und langsam sollte den Menschen klar werden, dass jede Information die persönliche Note des Überbringers trägt. Und je mehr Zusammenhänge man erkennt, desto größer das eigene Wissen über das Gesamtbild ist, desto einfacher lassen sich auch erst "unlogisch erscheinende" Handlungen einfügen.

    Das einfachste Beispiel ist ein Arbeitskollege. Man kann über ihn "urteilen" in dem man ihn rein als "Arbeitskollege" beobachtet. Aber um sein Verhalten verstehen zu können, muß man auch sein Privatleben betrachten, erst durch seine Erfahrungen in der Kindheit und seine Lebensweise werden einige Muster im Berufsleben klar.

    In Nachrichten ist es noch einmal etwas schwieriger. Jede Nachricht wird von einem Medium abgedruckt das einen Reporter hat der diese Nachricht irgendwo aufgenommen hat. Befragt er Zeugen, haben auch sie eine "eigene Meinung" die dann von der Meinung des Reporters wiedergegeben wird. Dies wird vom Chefredakteur noch einmal überprüft in wie weit es im Sinne des Verlags ist und seiner Meinung nach für die Leser interessant.

    Politik eines Staates ist auch von den Politik-machenden Personen abhängig. Der Charakter des Einzelnen fliest in politische Entscheidungen oder zumindestens in die Wortwahl ihrer Rechtfertigung mit ein. Selbst bei Entscheidungen die "banal" klingen können die Hintergrundüberlegungen sein: "Kosten der Entscheidung?", "Wie reagiert die Wählerschaft darauf?", "Wie reagiert die Wirtschaft darauf?", "Die Nachbarländer?" und natürlich auch die persönlichen Unterstützer des Politikers das wären dann die Partei, sowie die Wahlkampfspender.

    Letztlich kommen wir immer wieder auf den Punkt, wo das eigene Urteilsvermögen gefragt ist. Theoretisch hört sich das alles "einfach und logisch an!" in der Praxis stehen wir aber meist recht kurzfristig zwischen den Fronten wenn wir von zwei Personen gegensätzliche Meinungen und hören und uns jeder dazu bewegen will, ihm zu glauben.

    Letztlich gibt es EINEN guten Anhalt. Spiritualität! Und zwar in ihrer REINFORM frei von darüber lappenden Glaubens oder Ritualsysteme die uns einen "Anhalt" bieten die "richtigere" Entscheidung zu treffen und uns trotzdem die Wahl lassen.
     
  5. Onthaline

    Onthaline Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Juli 2013
    Beiträge:
    1.845
    Gibt es aus deiner Sicht eine richtigere Entscheidung?
     
  6. Semaya

    Semaya Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2011
    Beiträge:
    736
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    Rein Verstandsmäßig nein, Gefühlsmäßig natürlich!
     
  7. Onthaline

    Onthaline Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Juli 2013
    Beiträge:
    1.845
    Rein verstandesmäßig gibt es die Entscheidung.
    Das Gefühl ist eine Vorahnung bzw. Folgeerscheinung.
    Doch in beiden Fällen begrenzt durch das persönliche Wertemuster.
    Somit eine individuelle Wahrheit. Somit nicht richtiger oder falscher als jede individuelle Wahrheit.
     
  8. Semaya

    Semaya Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2011
    Beiträge:
    736
    Nehmen wir das Gefühl als Folgeerscheinung können wir doch sagen: "Wir merken schon was sich für uns besser oder schlechter anfühlt!" Der nächste Punkt: "Kann auch unsere Umgebung damit leben?"

    Und wenn wir Uns und unsere Umgebung in Einklang gebracht haben. Das Wort "Einklang" hört sich immer so... abgehoben an, sagen wir "In Übereinstimmung und friedvoll-glücklicher Co-Existenz"

    dann wäre das in meinen Augen richtig(er).

    Das ist natürlich meine Subjektive Wahrnehmung. Der reine Verstand würde sagen "Karmatechnisch ist es immer richtig weil auf jede Aktion früher oder später eine Reaktion erfolgt und so immer alles auf Null aufgeht!"

    Das stimmt so auch, aber das kann in Unzufriedenheit oder tiefer Zufriedenheit geschehen, je nach Wertevorstellung, persönlichen Baustellen und Verständnis der teilnehmenden Personen.
     
  9. Onthaline

    Onthaline Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Juli 2013
    Beiträge:
    1.845

    Ich offeriere dir eine andere Perspektive.
    Du kannst richtig und falsch als Wirkungsketten betrachten, denn die Richtigkeit hängt von deinem persönlichen Standpunkt und somit Wertemuster ab. In einer Welt mit unterschiedlichsten Wertemustern, kann deine persönliche richtige Auffassung mit anderen Mustern kollidieren.

    Richtig und falsch ist somit meistens eine Identifikation mit Gefühl und Verstand in Übereinstimmung mit objektivierter Umwelt.
    Es ist somit eine Egobestätigung.

    Doch Wahrheit ist nach meinen Erfahrungen die Loslösung von egoischer Bestätigung hin zu fließender Wahrnehmung.
    Richtig und falsch ist nur rückläufig betrachtbar über Selbstreflexion.
    Sie ist somit keine Wahrheit. Vielmehr ein entstehendes Weltbild der Selbstbestätigung.
     
  10. Semaya

    Semaya Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2011
    Beiträge:
    736
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    Das mag so sein, nur ist eine reine "Beobachtung" zugleich eine Handlungsunfähig da man selbst nur noch beobachtet und eben nicht "durchweg" durchführbar ist. Das Handeln und somit der Wille gehören genauso hinzu wie das Beobachten. Das Beobachten alleine ist wie die Theorie zu studieren. Erst durch das Handeln wird daraus ein Schuh. Denn theoretisch kann jeder alles, praktisch haperts an der Umsetzung.

    Und "Einklang" bedeutet ja, dass man "das man bewußt" und nicht nur "Ruhe in der Abgeschiedenheit" findet. Es ist in meinen Augen ein "Irrglaube" wenn Menschen der Meinung sind, sie müßten sich vom Leben "absondern" es geht vielmehr darum, es in die Spiritualität zu integrieren und umgekehrt herum, diese auch im Leben umzusetzen.
     
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