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Artikel: Zwei Professoren erhalten 129.000€ von der Pharmaindustrie

Dieses Thema im Forum "Gesundheit allgemein" wurde erstellt von KingOfLions, 30. August 2017.

  1. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

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  2. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

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  3. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

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    Ja und, was genau willst du damit jetzt aussagen? Dass die Pharmaindustrie Mediziner/medizinisache Einrichtungen/-Seminare/etc. sponsort ist ja nun wirklich allgemein bekannt.

    Es waren übrigens nicht 129.000€, sondern CHF, was dann nur ca. 113.000€für beide, also ca 56.500€ pro Person sind.

    Naja, wenn man sich anschaut wie viel Geld so ein dämlicher Fußballer nach Hause trägt (worüber sich nie jemand aufregt), finde ich es schon OK wenn Mediziner gefördert/gesponsort werden. Die leisten wenigstens was.

    R.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. August 2017
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  4. Emillia

    Emillia Sehr aktives Mitglied

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    Meinem Mann wurde mit Medikamenten und Bestrahlung geholfen,
    er ist jetzt Krebsfrei.
    Ein Verwandter lebt mit seiner MS dank der Medikamente die er nimmt, sein Leben ohne besondere Einschränkungen.
    Meine Mutter seit mehr als die Hälfte ihres Lebens mit einer Niere.

    Dass es Menschen gibt die einen besonderen finanziellen Nutzen von der Pharmaindustrie haben - jo mei!
    Soll´s doch. Wenn ich ein Medikament brauche, bin ich dankbar es zu bekommen.
     
  5. Gabi0405

    Gabi0405 Sehr aktives Mitglied

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    13.168
    Das Problem ist wohl, wenn Pharmafirmen wissenschaftliche Arbeit sponsern, dass Ergebnisse im Sinne des Auftraggebers produziert werden könnten oder das Krankheiten zum passenden Medikament "entdeckt" werden.

    Wissenschaft sollte m.E. unabhängig von wirtschaftlichen Interessen sein.
    Klar ist leider aber auch, dass das in keiner Weise der Fall ist.
     
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  6. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

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    Prinzipiel gebe ich Dir Recht. Wirtschaftliche Abhängigkeit bietet leider auch Anreiz für wissenschaftlichen Schmuh. U.a. darum sollen medizinische Forscher auch ihre möglichen "Interessenkonflikte" offenlegen. Die beiden Ärzte, die im Artikel namentlich genannt wurden, tun das auch, was im Artikel lobend bestätigt wird - diese beiden Ärzte (und ein paar weitere) werden eben NICHT kritisiert.

    Der Pubnkt ist aber auch, dass gute Forschung, in dem Umfang, wie sie heutzutage getätigt wird, wirtschaftlich unabhängig gar nicht möglich ist.

    Natürlich wäre es toll, wenn die Wissenwschaftlern an Universitäten und Forschungsinstituten unabhängig von wirtschaftlichen Vorgaben forschen könnten und würden. Aber wieviel Forschung wäre in einem solchen Rahmen möglich? Da müssen Geldgeber gesucht und gefunden werden. Und naheliegende Geldgeber sind dabei nunmal auch Pharmafirmen. Denn sie sind es, die Arzneimittel herstellen. Warum sollten sie das ohne wissenschaftliche Beratung machen? Warum sollten sie keine Wissenschaft fördern? Warum sollten sie keine Wissenschaft selbst durchführen?

    Wie stellst Du Dir das vor?

    Und, wenn ein Arzt/Wissenschaftler Dienste für eine Pharmafirma leistet, so ist es natürlich auch wichtig und richtig, dass er für seine Tätigkeit entlohnt wird.
     
  7. KassandrasRuf

    KassandrasRuf Sehr aktives Mitglied

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    Ein echtes Problem für ForscherInnen im gesponserten Bereich ist eher, dass Firmen negative Studienergebnisse NICHT veröffentlichen. Das führt zu einer starken Verzerrung etwaiger Ergebnisse, zum sogenannten Publication-Bias, aber auch zu Fehlinformation und (absichtlicher) Irreführung.
    Ein mögliches Mittel dagegen sind verpflichtende Studiendatenbanken. Dann könnte man zumindest erkennen, welche Studien zu welchem Thema angemeldet, aber nicht veröffentlicht wurden.
    Die Cochrane-Collaboration hat es vor einiger Zeit geschafft, dass ein Pharma-Unternehmen die Daten nicht-veröffentlichter Studien herausgeben musste (damals ging es um Tamiflu).

    Ein weiterer Punkt der Abhängigkeit ist, dass ForscherInnen die sich habilitieren möchten publizieren MÜSSEN. D.h., wenn Zeit und Arbeit in eine Studie gesteckt wird und Sponsoren bei negativen Ergebnissen nicht geneigt sind, diese zu veröffentlichen, bringt das die Beteiligten ziemlich unter Druck.
    Dabei gehe ich anhand der Datenlage weniger davon aus, dass Ergebnisse dann gefälscht werden. Aber bei manchen "Auftagsarbeiten" entsteht der Eindruck des Schönredens. Es gab schon einige Studien, da verschwand der primäre Endpunkt auf geisterhafte Weise und in der Diskussion wurden plötzlich die sekundären Endpunkte gefeiert (die gar nichts mit der eigentlichen Fragestellung zu tun haben, sondern dazu dienen, neue Hypothesen zu bilden).
    Auch hier hilft ein Blick in die Studiendatenbank, denn da müssen der primäre Endpunkt und die sekundären Endpunkte klar erläutert werden.

    Völlig unabhängig von wirtschaftlichen Einflüssen ist kaum möglich, zumal sich die öffentliche Hand gerade im Gesundheitsbereich immer mehr aus der Verantwortung stiehlt und Privatisierung (bei Studien nennt man das dann Drittmittelfinanzierung) als Allheilmittel für eh alles gefeiert wird - und selbst die Hauptfinanziers des Gesundheitsbereichs, nämlich die Versicherten fröhlich dazu nicken.
    Ich wünsche mir manchmal, Menschen würden sich für den Gesundheitsbereich genauso intensiv einsetzen, wie für Wasser - wie viele Gegenstimmen gab es, die EU über eine Lockerung der Privatisierung von Wasser spekulierte...

    Wichtig erscheint mir hier wesentlich mehr Transparenz. Solange die Offenlegung von Geldflüssen auf Freiwilligkeit beruht, ist das Ganze eine Farce.
    Mich stört nicht, dass ÄrztInnen, ProfessorInnen, div. Institutionen o.ä. Geld von Pharmaunternehmen erhalten. Mich stört, wenn nicht offengelegt werden muss, wofür genau wie viel an wen gezahlt wurde.
    Und ehrlich, auch wenn es mittlerweile einige "weiße Schafe" gibt, die ihre Finanzgebarungen offenlegen, denke ich dass Firmen und Empfänger nur mit gesetzlichem Druck und entsprechenden Konsequenzen in umfassenderer Weise dazu gebracht werden können.
     
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  8. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

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    Genauso ist es. Und deshalb haben wir ein gewaltiges gesellschaftliches Problem mit der Medizin. Dass nicht ethische und medizinische Faktoren die medizinische Entwicklung und Technik bestimmen, sondern weitgehend nur die Interessen der Pharmaindustrie.

    Die Auswirkungen wurden ja schon zur Genüge dokumentiert, von wirkungslosen Medikamenten die in den Markt gepusht werden bis hin zum Ignorieren "unwirtschaftlicher" Krankheiten und dem Desinteresse an gesunden Menschen.
     
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  9. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

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    ursprünglich mal Hamburg
    Haben wir so ein gewaltiges Problem?

    Wie sähe es denn idealerweise aus? Was wäre anders? Welche ethischen Richtlinien würden wie besser gehandhabt werden? Wie würde die Forschung aussehen und wie finanziert werden? Für welche Krankheiten hätten wir Heilmittel (und welche?) und für welche Kranheiten nicht?
     
  10. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

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    Nun, das haben wir ja eh schon diskutiert. Aus meiner Sicht gehört Forsschung unter staatliche Kontrolle und Finanzierung. Wenn Forschung weltweit koordiniert werden würde, würden nicht unnötig Ressourcen durch Doppelentwicklungen gebunden werden. Organisationen wie die WHO könnten problemlos die Koordination übernehmen.
    Pharmafirmen wären dann reine Produktionsunternehmen auf Bestbieterbasis. Medikamente sollten grundsätzlich public domain sein, und nicht durch Patente geschützt werden (was ja nur auf Grund der Entwicklungskosten bei den Pharmafirmen argumentierbar ist).

    Vorteil: bessere Ressourcennutzung, Kontrolle durch die Weltgemeinschaft und nicht auf Basis möglichst viel verdienen, soziale Aspekte werden berückichtigt, Marketing mit Falschmeldungen und Kosten fällt weg, Zulassungen zu ergaunern ist nicht mehr notwendig.

    Dann bleiben nurmehr die Probleme in der Wissenschaft zu lösen.
     
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