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Faydit
Guest
Will damit sagen, was unterscheidet die Taten von einem der z.B. gegen ein tyrannisches System rebelliert vom Tyrannen? Der Rebell handelt ideologisch und sieht sich dem Guten verpflichtet, für ihn handelt der Tyrann böse.
Der Tyrann unterdrückt andere Mensche, zwingt ihnen seinen Willen auf und denkt vielleicht Gutes zu tun, weil er glaubt, dass seine Ansicht die einzig wahre ist und es allen Menschen damit gut geht.
Beide töten z.B. um ihr Ziel zu erreichen. Sind nun beide Taten gleich gut, gleich böse? Wie werten wir das? Meistens empfinden wir den Rebellen als den Guten und den Tyrannen als den Bösen, aber ist das wirklich so?
Sind nicht beide in gewisser Weise Mörder und die Folgen der Taten die gleichen?
Zu dem Thema finde ich Frank Herberts "Wüstenplaneten"-Buchreihe interessant. In der geht's in der Quintessenz eigentlich darum, dass, weil das anscheinend systemimmanent ist, die "Befreier" letzlich, sobald sie selbst an die Macht kommen, wiederum zu Tyrannen werden. Unabhängig von der eigentlich ursprünglichen Absicht. Das also eine Art Kreislauf ist, der, zumindest dem Konzept nach, nicht wirklich durchbrechbar ist.
Reales Beispiel wäre die kommunistische Idee eines Karl Marx und die praktische Umsetzung derselben von Lenin und Stalin. Auch das "yes we can!" eines Barack Obama entpuppt sich inzwischen als großteils hohle Rhetorik, die nicht umsetzbar ist, an der Realität des Systems selbst scheitert.
Wenn nun aber der "Fehler" im System selbst liegt, stellt sich natürlich auch die Frage, inwieweit wir selbst da wirklich etwas beeinflussen oder verändern können und sollen, ebenso wie die Frage, wie "göttlich" kann ein derartiges System letzlich sein? Oder wo läuft eben doch was schief?
Was also führt dazu, dass aus besten Absichten doch so selten was wird, und im Gegenzug dazu, sowas wie hemmungsloser Egosimus, Eigennnutz einiger "Cleverer" auf Kosten aller anderer doch wieder den Ton angibt?
Ist das, kann sowas göttlich, gottgewollt sein? Warum scheint das zu funktionieren, und das Gegenteil trotz vielem Bemühens so viel weniger?
Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte: sind "Gut und Böse" nicht einfach die beiden Seiten der gleichen Medaille und irgendwie nur Illusion?
Mag man so sehen, klar. Soferne jemand die Zusammenhänge verstehen mag. Also aus übergeordneter Sicht. Nur, gilt das dann eben auch hier? Was hat das für Auwirkungen? Akzeptieren was ist? Weil es sich nunmal nicht ändern lässt?