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Ist das Christentum eine (jüdische) Sekte und gar keine Religion?

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von naturverbunden, 11. April 2018.

  1. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

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    Die Ausgangsfrage, so denke ich, ist falsch. Zu Jesu Zeiten, war das möglicherweise eine (jüdische) Sekte. Alle "Apostel" und nachfolger von Jesus, waren aussschliesslich Juden. Aber dann kam Paulus ... und diese "jüdische Sekte" hat aufgehört eine jüdische Sekte zu sein. Einige Lehren des Christentum gehören nicht mehr zu Judentum: Jungfragdeburt, Trinität Gottes, oder die Verbreitung des Christentums durch Missionieren....

    Judentum kennt kein Missionieren, und Gott hat kein "Stellvertreter" auf Erden. Jude wird man durch Geburt und nicht durch Taufe und/oder bekehrung. Judentum kennt auch die "Trinität Gottes" nicht. Der Ewige (wie es in der liberalen Judentum Gott genannt wird) ist eine Einheit.

    Was auch in Judentum sehr wesentlich ist: Judentum ist ein "Lern - Relligion". Ein jeder/e Jude/Jüdin ist angehalten lebenslang zu Lernen und Erkennen. Deswegen mussten Juden und auch viele Jüdinnen Lesen und Schreiben Lernen und mit den Inhalten der Thora auseinandersetzen. Es wurden zwar die Jüdinnen unterdrückt, aber es gab auch immer Jüdinnen die lesen und schreien konnten und Weisheit erlangten.
    Nach jüdischer Überlieferung War Esther so eine Gelehrte peron und schrieb auch. Auch später in der Diaspora gab es Jüdinnen, die weise Kaufleute waren...

    Heute lässt sich nicht mehr behaupten, dass Cristentum eine jüdische Sekte ist. Die Ausnahmen ist: Die "Judenchristen", das ist eine typische Sekte...Sie sind Juden, aber erkennen auch Jesus als den Messias... Es sind "merkwürdige" Leute (die sich anmassen, alle Juden bekehren zu müssen...).

    Shimon
     
    parsival, DruideMerlin und LalDed gefällt das.
  2. Crowley

    Crowley Sehr aktives Mitglied

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    Ich finde die sehr interessant.
    Hab da mal einen ihrer umfangreichen Kommentare zum Neuen Testament gelesen, sehr aufschlussreich hinsichtlich der Ansichten, die die ersten Judenchristen, also die Urchristen bevor Heiden zugelassen wurden, damals wohl auch so gehegt haben dürften.
     
  3. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

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    Lieber Shimon,

    im Prinzip stimme ich dir zu, aber im eigentlichen Sinne stellen auch die Heidenchristen und die Christen eine Sekte der jüdischen Lehre dar. Das liegt darin begründet, weil sich die christliche Lehre auf das Alte Testament aufbaut.

    Das mit der jungfräulichen Geburt des Messias ist auch nicht ganz richtig, denn die bezieht sich auf die Prophezeiungen Jesajas:

    Jesaja 7[14] Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel* [15] Butter und Honig wird er essen, wenn er weiß, Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen. [16] Denn ehe der Knabe lernt Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen, wird das Land verödet sein, von den zwei Königen, vor denen es dir graut.
    (*Gott ist mit uns).

    Ich hoffe Du siehst mir meine Einwände nach.


    Merlin
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. April 2020
  4. parsival

    parsival Sehr aktives Mitglied

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    nun ja, wenn man die sicht des judentums als " den eigentlichen sinn" ansieht,
    dann mag das wohl stimmen.

    der begriff " sekte" hat seit dem altertum eine erhebliche verwandlung durchgemacht,
    die scheinbar immer auch von der vorherrschenden weltsicht abhing.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Sekte

    zum einen ist die " jungfräuliche geburt" kein zentraler christlicher inhalt,
    bzw. die art wie die jungfräuliche geburt von der katholischen kirche interpretiert wird,
    die nicht unbedingt dasselbe ist was jesaia vorverkündigt hatte


    zum andern besagt die prophezeiung des jesaia nichts anderes als eine vorankündigung
    auf ein ereignis, das erst als es eintrat seine erfüllung fand.
    das ist ein weiterer beleg dafür, dass die bewegung des alten testmentes eine vorbereitende war.
    in dem augenblick als das was sie vorbereiten sollte, das kommen des christus, erfüllt wurde,
    war zugleich auch die mission dieser alttestamentarischen bewegung erüllt.

    ein zentraler christlicher inhalt ist allerdings, eine religion für alle menschen weltweit zu sein.
    dem gegenüber wäre dann umgekehrt das judentum eine sekte,
    weil dieses sich auf ein einzelnes volk bezieht.
    das judentum wäre zudem auch noch in dem sinne wie du das hier auf das christentum anwendest eine sekte,
    weil das judentum selbst auf andere vorangehende strömungen des alterums aufbaut.

    für die ägypter etwa, musste moses als sektierer erscheinen, weil er in die ägyptischen mysterien eingeweiht wurde,
    und daraus eine " splittergruppe" - sein eigenes volk da herausgeführt hat, um eine neue religiöse bewegung zu gründen.
     
  5. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

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    Das ist schon richtig, nur schöpften die Juden nicht aus dem ägyptischen Brunnen. Es gibt da nur wenige Punkte, die sich mit Ägypten verbinden ließen. So zum Beispiel der Psalm 104. Dieser Psalm wurde fast wörtlich aus der Anbetung des ägyptischen Gottes Atons übernommen (unter Pharao Echnaton [ca. 1353–1336 v. Chr.]).

    Es ist auch vorstellbar, dass der Gedanke zur Bundeslade aus dem Ägyptischen entlehnt worden sein könnte. Die jüdische Tradition schöpfte mehr aus den Lehren Mesopotamiens, semitischer Nomaden, Persern und besonders den Phöniziern Kanaans.

    Vor einiger Zeit hatte ich zum Thema „Wer ist Jahwe? Wo kommt er her?“ einige Beiträge geschrieben, so zum Beispiel der Beitrag #17. In diesem Beitrag geht es auch um Moses.


    Merlin
     
  6. parsival

    parsival Sehr aktives Mitglied

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    ja nun, da sie 400 jahre lange in ägyptischer gefangenschaft waren
    kann man schon davon ausgehen, dass sie durchaus einiges mehr aus
    dem ägyptischen brunnen schöpften.
    moses selbst wurde ja der ägyptischen einweihung teilhaftig,
    was nur möglich sein konnte, wenn er sich eine tiefere und
    intimeren kenntnis eben dieses brunnens aneignete.

    was aber wesentlich ist, wäre aus meiner sicht die frage, was macht eigentlich
    HEUTE aus einer bewegung, ob nun religiös, spirituell, politisch usw., eine sekte?

    für meine begriffe wird eine solche dann sektierisch, wenn sie spezial- oder auch sonderinteressen verfolgt.
    also etwas das ethisch nicht für alle menschen gleichermassen gelten soll oder kann.

    dabei ist der "brunnen" nicht etwa eine religion, politische bewegung usw. sondern die menschheit selbst.
    etwas das allen menschen gleichermassen im förderlichen sinne dienen kann und nicht auf kosten anderer geht,
    wenn es die menschen selber nur wollen, kann nicht als sekte bezeichnet werden.

    dagegen finde ich dass schon eine staatsverfassung, die nur auf das wohl der angehörigen eines einzelnen staates
    auf kosten anderer dient durchaus als "sekte" zu bezeichnen wäre.
    oder auch eine " neue weltordnung" die zwar alle menschen betrifft, aber nur dem wohl einiger weniger auserwählter
    in wahrheit dient, ebenso.

    da könnte man noch einige beispiele nennen..
     
  7. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

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    Als Sekten werden im eigentlichen Sinne Strömungen bezeichnet, die sich von einer Lehre abspalten. Gerade weil einige Israeliten als recht- und heimatlose Sklaven in Ägypten lebten, ist es nicht wahrscheinlich, dass sich die Israeliten gerade an den Ägyptern orientierten.

    Wo siehst Du denn marginale Gemeinsamkeit zwischen den völlig unterschiedlichen Lehren? Schon alleine die Seelenvorstellungen und der Totenkult können nicht unterschiedlicher sein. Wie bei Moses sehr trefflich beschrieben wird, kommt dieser Gott JHWH aus den Wüsten der Nomaden. Lese doch einfach einmal, was ich in dem besagten Link alles geschrieben hatte: #17.

    Merlin
     
  8. parsival

    parsival Sehr aktives Mitglied

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    der begriff " sekte" hat seit dem altertum einige verwandlungen erfahren.
    dazu habe ich oben auch den artikelt aus wiki zitiert.

    woher nimmst du also den " eigentlichen sinn" für eine solche?

    ich habe oben beschrieben was es für mich bedeutet, und weiss
    auch dass ich nicht alleine damit da stehe.

    ich habe oben geschrieben, dass es für die ägypter so erschienen sein mag.
    sklaven gehörten nunmal zu dem " ägyptischen brunnen", der für sie auch das
    mass aller dinge war.
    wenn sich nun ein teil davon abtrennt um eigene wege zu gehen..

    sorry, aber ich habe schon so viel von deiner auffassung über diesen gott gelesen,
    dass ich mich nicht unbedingt veranlasst fühle links zu folgen, in denen du mehr davon beschreibst.

    aber mal zurück zum thema: das christentum als sekte zu bezeichnen,
    weil es aus dem judentum hervorgegangen ist, scheint mir bei näherer prüfung nicht haltbar zu sein.

    ich habe oben auch argumente geliefert, nach denen es letztendlich anders herum sein müsste,
    wenn es nun tatsächlich darauf ankäme das eine oder andere als sekte zu bezeichnen.
     
  9. Xonolil

    Xonolil Sehr aktives Mitglied

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    Wien
    Ich hab' jetzt nicht alles gelesen, aber ich vermute

    dass das Christliche mindestens so viele Elemente aus dem Heidnischen und der Griechischer Mythologie übernommen hat, wie von der ägyptischen Sekte.
     
  10. Mellnik

    Mellnik Sehr aktives Mitglied

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