Der Vorteil an den Glauben an den Allerbarmer

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Jegliche Theologie kann gar nicht anders, als Gott zu vermenschlichen. Theologie verwendet Menschenworte und konstruiert damit für den menschlichen Verstand vorstellbares. Aber Gott erfasst sie damit nicht. Wenn eine Theologie einem Menschen auf seinem spirituellen Weg hilft, dann ist das aber sicher auch kein Problem. Zu irgendwas beten was man sich überhaupt nicht vorstellen kann ist ja schwierig. Wahrscheinlich hat jeder von uns irgendeine Vorstellung.
Ein riesiger Wattebausch der im Kern hell leuchtet. So könnte ich mir Gott vorstellen.
Das Gesetz lautet: Wer sich aufrichtig bemüht um die Liebe und liebevolles Tun, der ist qualifiziert in den Wattebausch einzutreten und das Licht nimmt einen auf wie der beste Papa des Universums.
 
Schon spannend zu beobachten, was so alles in ein Gottesbild gepresst wird.
Menschliche Emotionen, Ersatzpapi, die eigene Bequemlichkeit und Destruktivität sich selber absegnend.
Echt praktisch, wenn man sich für seine Faulheit und Defizite auf einen Gott Papa berufen kann, der das kurz mal durchwinkt.
Wo bin ich zu bequem oder faul? Wo berufe ich mich bei welchen Defiziten auf Gott?
 
Kennst du das Buch die Schachnovelle?
https://de.wikipedia.org/wiki/Schachnovelle

Da bekam einer in der Gefangenschaft eine Persönlichkeitsspaltung, weil er im Kopf immer Schach gegen sich selber gespielt hat.

:rolleyes:

Sorry, aber du hast die Schachnovelle entweder nicht richtig gelesen oder falsch verstanden - oder gar nicht gelesen.

Denn es ist ganz das Gegenteil, das Beschäftigung mit Schach hilft, den von den Nazis in Einzelhaft gefangen gehaltenen Dr. B., eben nicht durchzudrehen, sondern seine Isolation durchzuhalten.
Ihm wurde jegliche Beschäftigung und Ablenkung verwehrt, um ihn so zu brechen. Ein Buch über Schach, das er sich heimlich mit in sein Zimmer nehmen kann, sorgt dafür, dass er sich geistig beschäftigen kann.

 
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