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Heimkinder

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von lumen, 2. März 2016.

  1. lumen

    lumen Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Dezember 2008
    Beiträge:
    7.471
    Ort:
    Weltenbummler
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    Anlässlich eines Filmes, den ich gestern sah möchte ich euch mal fragen wer ein Heimkind ist, bzw. ein Heimkind in den Ende 60 er Abgang 70er Jahre war.

    Was für Auswirkungen hat/te es auf euch?

    Lg
    Lumen
     
  2. Heidi Marley

    Heidi Marley Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. Januar 2015
    Beiträge:
    1.857
    interessantes Thema (ich hols wieder hoch)
    würde mich auch interessieren. Informationen aus erster Hand.
     
  3. baumlibelle

    baumlibelle Guest

    Das ist doch sehr müßig, diese Fragestellung, und nicht verifizierbar: welche unserer charakterlichen Ausprägungen sind schon bei der Geburt vorhanden und werden nur durch die Umwelt gespiegelt bzw in unserer eigenen Interpretation zu dem gemacht, wie wir es letztlich erleben?
    Zu sagen: "Das und das hatte diese und diese Auswirkungen" ist doch viel zu einseitig gedacht.
    Kann ich auch sagen: Das graue Wetter machte mich depressiv. Oder ich sage: Ich finde es toll. So kann ich mich meiner seelischen Innenwelt widmen statt einer mich blendenden Sonne.

    Ist zwar etwas OT, aber mir war danach, solche irreführenden Diskussionen lieber gleich im Keim zu ersticken.

    :X3:
     
  4. Heidi Marley

    Heidi Marley Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. Januar 2015
    Beiträge:
    1.857
    passt schon, baumlibelle :)

    ich finde das Thema wichtig genug, um darauf zu achten dass es nicht Totgeschwiegen wird.
    Diese Einrichtungen waren UND SIND angelegte(!) Brutstätten für gewalttätige Übergriffe und ungestrafte und ausufernde sexuelle Vergehensmöglichkeiten an Kindern.
    Versuche dir deinen Alltag in einem durchschnittlichen Kinderheim vorzustellen, baumlibelle. DARUM geht es.
    Dass das jeder mal selbständig durchdenkt. Nicht theoretisch akademisch und von fern. Sondern ganz ganz
    Nah.


     
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  5. SunnyAfternoon

    SunnyAfternoon Sehr aktives Mitglied

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    Ort:
    Ich war eines (1963 bis 1971).
    Es ist schwer für mich, das jetzt zu beurteilen, weil ich nicht weiß, wie mein Leben ausgesehen hätte, wenn ich in der Familie geblieben wäre, aus der ich raus musste.

    Das Thema Heimkinder war auch in Ö ein großes in den letzten Jahren. Viele meiner "Leidensgenossen" haben auch finanzielle Entschädigungen erhalten. Ich habe keine beantragt...ich wollte mich mit dieser Zeit nicht mehr so intensiv beschäftigen....

    Das Heim war eher ein Gefängnis, wobei Gefangene heute wahrscheinlich mehr Freiheiten haben als Heimkinder damals.

    Was ich allerdings als sehr positiv in Erinnerung habe, war der Zusammenhalt der Gruppe. Wir Mädels waren eine eingeschworene Gemeinschaft :D...sowas kann eine Familie nicht bieten :D.

    Auswirkungen?
    Was ich immer noch mit Schrecken an mir feststelle:
    Noch heute zucke ich zusammen, wenn mir auf der Straße eine Frau begegnet, die äußere Ähnlichkeit mit der damaligen Heimleiterin hat.
    Ich habe diese Frau derart gefürchtet...das werde ich wohl nie mehr aus mir rausbringen, obwohl sie schon seit Jahren tot ist.
     
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  6. lumen

    lumen Sehr aktives Mitglied

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    Danke Sunny.
    Furcht ist wohl das große Thema von Heimkindern der damaligen Zeit. Irgendwie werden meist die kirchlichen Organisationen verantwortlich gemacht, da die Träger und Angestellte kirchlich waren, doch mein Bruder z.b war in einem Heim mit nicht Nonnen, oder Brüder als Erzieher. Und auch er wurde ewig unter die kalte Dusche gestellt und weiteres.....Sein Leben ist. ich behaupte durch solche und weitere drakonischen Maßnahmen und Entzug der Liebe, vorzeitig beendet worden.


    Ich bin darauf gekommen weil ich es in dem Film zum Schluss sehr bewegend fand, wie es zum Ausdruck kam, dass ein Mann nach 40 Jahren immer noch unter der Angst litt. Das kenne ich.
     
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  7. lumen

    lumen Sehr aktives Mitglied

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    Doch es ist verifizierbar. Denn du entscheidest dich dein Leben lang anders wenn du vor bestimmtem Angst hast. Diese Angst ist keine natürliche Angst. Sie ist antrainiert und fast nicht wegzubekommen, auch wenn sie im späteren Leben noch so unsinnig ist.
     
  8. SunnyAfternoon

    SunnyAfternoon Sehr aktives Mitglied

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    Ort:
    Ich war auch in keinem kirchlichen, sondern in einem staatlichen Heim. Die Erziehungsmethoden waren dieselben, wie Du sagst.

    Ich kenne auch viele sehr traurige Geschichten von ehemaligen "Zöglingen", wie wir genannt wurden.
    Man musste psychisch schon sehr robust sein, um da halbwegs unbeschadet rauszukommen.

    Dennoch denke ich, dass diese Erzieher und alle, die mit den Kindern zu tun hatten, auch Kinder ihrer Zeit waren.
    Man soll sich nicht der Illusion hingeben, dass es Kinder im Elternhaus oft sehr viel besser hatten.
    Auch unter den Lehrern gab es jede Menge Sadisten in der Nachkriegszeit.....das kann man m.E. nicht isoliert betrachten.
     
  9. lumen

    lumen Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Weltenbummler
    Der Trick ist, dass du es als Heimkind damaliger Zeit nicht selber entscheiden kannst durch die seelischen Verletzungen die in dem Alter ,zwischen drei Jahren und Jugendlich, durch inkompetente Psychologen und Erzieher aufgesetzt wurde.
    Je früher du in die Klauen der damaligen Institution kamst ums größere Auswirkungen im Leben.
     
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  10. lumen

    lumen Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Weltenbummler
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    Ich finde eine Heimsituation dann doch noch etwas verschärft. Du hast keine Fürsprecher. Zu Hause ist immer noch eine Kontrollinstanz die hätte einschreiten können, da die Kinder ja zu Hause teilweise gebraucht wurden, viele Kinder wurden von ihren Eltern auch geliebt.........Aber wie dem auch sei.
    Vergangenheit......hoffentlich.
     
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