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Erleuchtung

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Isis, 13. Juni 2002.

  1. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2002
    Beiträge:
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    Ich weiß nicht wie oft mir dieser CRASSUS mit seiner Muräne als ein Spiegelbild meiner Selbst, über den Abgrund der Jahrhunderte hergeworfen, in den Sinn kommt. Nicht aber wegen dieser Antwort, die er dem DOMITIUS gab. Die Antwort brachte die Lacher auf seine Seite, so daß die Sache in einen Witz aufgelöst war. Mir aber geht die Sache nahe, die Sache, welche dieselbe geblieben wäre, auch wenn DOMITIUS um seine Frauen blutige Tränen des aufrichtigsten Schmerzes geweint hätte. Dann stünde ihm noch immer CRASSUS gegenüber, mit seinen Tränen um die Muräne.

    Und über diese Figur, deren Lächerlichkeit und Verächtlichkeit mitten in einem die erhabensten Dinge beratenden, weltbeherrschenden Senat so ganz ins Auge springt, über diese Figur zwingt mich ein unnennbares Etwas, in einer Weise zu denken, die mir vollkommen töricht erscheint, im Augenblick wo ich versuche, sie in Worten auszudrücken. Das Bild dieses CRASSUS ist zuweilen nachts in meinem Hirn, wie ein eingeschlagener Nagel, um den herum alles schwärt, pulst und kocht. Es ist mir dann, als geriete ich selber in Gärung, würfe Blasen auf, wallte und funkelte.

    Und das Ganze ist eine Art fieberisches Denken, aber Denken in einem Material das unmittelbarer, flüssiger, glühender ist als Worte. Es sind gleichfalls Wirbel, aber solche, die nicht wie die Worte der Sprache ins Bodenlose zu führen scheinen, sondern irgendwie in mich selber, und in den tiefsten Schoß des Friedens.

    Ich habe Sie, mein verehrter Freund, mit dieser ausgebreiteten Schilderung eines unerklärlichen Zustandes, der gewöhnlich in mir verschlossen bleibt, über Gebühr belästigt.

    Sie waren so gütig, Ihre Unzufriedenheit darüber zu äußern daß kein von mir verfaßtes Buch mehr zu Ihnen kommt, "Sie für das Entbehren meines Umgangs zu entschädigen". Ich fühlte mich in diesem Augenblick mit einer Bestimmtheit, die nicht ganz ohne ein schmerzliches Beigefühl war, daß ich auch im kommenden und im folgenden und in allen Jahren dieses meines Lebens kein englisches und kein lateinisches Buch schreiben werde: und dies aus dem einen Grund, dessen mir peinliche Seltsamkeit mit ungeblendetem Blick dem vor Ihnen harmonisch ausgebreiteten Reiche der geistigen und leiblichen Erscheinungen an seiner Stelle einzuordnen ich Ihrer unendlichen geistigen Überlegenheit überlasse: nämlich weil die Sprache, in welcher nicht nur zu schreiben, sondern auch zu denken mir vielleicht gegeben wäre, weder die lateinische noch die englische, noch die italienische oder spanische ist, sondern eine Sprache, in welcher die stummen Dinge zuweilen zu mir sprechen, und in welcher ich vielleicht einst im Grabe vor einem unbekannten Richter mich verantworten werde.

    Ich wollte, es wäre mir gegeben, in die letzten Worte dieses voraussichtlich letzten Briefes, den ich an FRANCIS BACON schreibe, alle die Liebe und Dankbarkeit, alle die ungemessene Bewunderung zusammenzupressen, die ich für den größten Wohltäter meines Geistes, für den ersten Engländer meiner Zeit im Herzen hege und darin hegen werde, bis der Tod es bersten macht.

    a.d. 1603. diesen 22ten August.

    Phi. Chandos.


    +Ende+
     
  2. Isis

    Isis Aktives Mitglied

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    Hallo Kvatar,

    bedanken möcht ich mich für deine Zähigkeit aber besonders auch für deine Wandlungsfähigkeit..:)

    Es ist doch sonnenklar, daß man über die Gewißheit nicht diskutieren kann.

    Man kann den Kuchen nicht haben und den Kuchen essen.
    oder
    Mit einem Pfeil kannst du nicht zwei Ziele zugleich treffen.

    Dieses war der erste Streich
    und der zweite folgt.........vielleicht.:D :D

    Alles Liebe
    Isis
     
  3. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

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    Morgen gibts den dritten Teil ! :cool:
     
  4. Isis

    Isis Aktives Mitglied

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    Saarland
    Hallo Kvatar,

    also wenn er so gut ist, wie dieser ellenlange Brief, dann freu ich mich drauf.
    Freunde?:)

    Isis
     
  5. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

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    Na, ein Brief isses nicht. Aber an jeden persönlich adressiert ist es schon - hier also der dritte Teil: ;)


    (Fortsetzung folgt)
     
  6. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

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    Eines Tages, im Augenblick deines Todes, wird dein ganzes Leben noch einmal an dir vorüberziehen. In ein paar Sekundenbruchteilen - denn die Gesetze der Zeit gelten jetzt nicht mehr - wirst du viele Ereignisse deines Lebens noch einmal vor dir sehen, um daraus etwas zu lernen. Und du wirst dir in deinem Bewusstsein dabei zwei Fragen stellen: Hätte ich in diesem Augenblick etwas mehr Mut zeigen können? Hätte ich ein bisschen mehr Liebe zeigen können? Dann wirst du erkennen, ob du dich von deinen Ängsten daran hindern ließest, zum Ausdruck zu bringen, wer du bist, was du empfindest oder was du brauchst. Du wirst sehen, ob du dich in diesen Augenblicken ein wenig ausdehnen und Liebe hast zeigen können oder ob du dich zusammengezogen hast.

    Wenn du lernen willst, den Weg des Kriegers zu gehen, dann warte nicht bis zu deinem Tod damit. Tue es jetzt – jeden Abend kurz vor dem Einschlafen. Lass den Tag nocheinmal an dir vorüberziehen und denk über die beiden Fragen nach dem Mut und der Liebe nach. Lerne aus jedem Tag etwas, damit du jeden Tag etwas mehr Liebe und Mut zeigen kannst. Wenn dir dann das nächste Mal eine Herausforderung begegnet, bist du ihr gewachsen; wenn du bei deinem Tod auf dein Leben zurückblickst, wirst du damit zufrieden sein.


    Du bist nicht auf der Welt, um aufzuwachsen, zur Schule zu gehen, zu arbeiten, Geld zu verdienen, zu heiraten, Kinder grosszuziehen und schliesslcih in den Ruhestand zu treten. Diese Beschäftigungen sind nur der Hintergrund, vor dem sich das Theater unseres Lebens abspielt. Sie sind die Verpackung, aber nicht das Geschenk - nur Werkzeuge deiner Ausbildung - wichtige Aspekte deines Lebens, aber nicht der Sinn, nicht das Ganze. Das Leben entwickelt genau die Eigenschaften in dir, die es von dir verlangt. Deine Probleme sind die spirituellen Gewichte, die du heben musst um stärker zu werden. Deine Aufgabe besteht darin, durch die unbedeutenden Kleinigkeiten des Lebens hindurchzuleuchten, und nicht, dich ganz auf sie zu konzentrieren. Und wenn dir das Leben Hürden in den Weg legt, mein Freund, dann musst du eben zum Hürdenläufer werden.

    Vielleicht kommt irgendwann der Tag, an dem du beginnst, unter die Oberfläche des Lebens zu schauen und zwischen den Zeilen den Sinn zu lesen. Vielleicht kommt der Tag, an dem dir die Hürden und Hindernisse des täglichen Lebens willkommen sind – denn durch sie erhältst du deine Ausbildung. Dann wirst du dem Leben für alles danken, was dir zuteil wird, egal, ob du es als gut oder schlecht, einfach oder schwierig bezeichnest. Dann hast du keine besonderen Präferenzen mehr und nimmst alles an, was ist.

    In deinem Leben gibt es Gipfel und Täler. Auf dem Gipfel fühlst du dich vielleicht sehr erhaben und dem Geist nahe, und er wird dir auch alles geben, was du brauchst, um diesen Gipfel zu nutzen. Dann wieder befindest du dich tief unten in einem Tal, und dieses Tal gibt dir die Möglichkeit, Kontakt zu den Fähigkeiten in deinem Inneren aufzunehmen, die dir gar nicht aufgefallen wären, wenn du dich immer nur auf dem Gipfel aufgehalten hättest. So kann dir jede Situation auf ihre Weise nützen.

    (Fortsetzung folgt)
     
  7. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

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    Wenn du auf dem Gipfel stehst und das nicht nutzt, dann musst du bis zum nächsten Gipfel warten, um wieder die gleiche günstige Gelegenheit zu haben.
    Dieses Leben bietet den meisten Menschen den Gipfel aller Gipfel, denn es ist eine ganz unglaubliche Zeit in der Geschichte unseres Planeten. Ihre Bedeutung geht weit über jedes menschliche Fassungsvermögen hinaus. Es wird Zeit, sich darauf vorzubereiten !
    Denn wenn du jetzt nur langsam dahinrollst, statt einen höheren Gang einzulegen, wirst du das bitter bereuen wenn du aus diesem Leben scheidest. Du wirst sagen: „Oh, mein Gott! In all den Leben zuvor haben wir alles gegeben um nur einen kleinen Fortschritt zu machen; und in diesem Leben war alles relativ einfach: viele Menschen sprachen von spirituellen Dingen, niemand hat uns den Kopf abgeschlagen oder uns auf dem Scheiterhaufen verbrannt, und diesmal gab es auch keinen Krieg und keine schlimme Hungersnot. Diesmal haben mich keine solchen Nöte abgelenkt; ich hätte ganz ich selber sein können, und zwar voll und ganz. Ich hätte alle meine Möglichkeiten verwirklichen können. Ich hatte den Spielraum, die Zeit und die Energie dazu. Und ich habe ja auch ein kleines bisschen dazugelernt – aber habe ich die Zeit, die Energie, das Leben wirklich genutzt?
    Was willst du dann sagen, wenn du auf dein Leben zurückblickst? Wirst du sagen, dass du zwanzig Prozent deiner Möglichkeiten verwirklicht hast? Oder vierzig Prozent?

    Jetzt ist es an der Zeit, bis an die äußersten Grenzen deiner Fähigkeiten zu gehen, doch gerade jetzt neigst du dazu, dich einfach nur treiben zu lassen, denn das ist leicht und bequem. Du willst abschalten, dir einen Becher Eiskrem aus dem Kühlschrank holen und den Fernseher anschalten. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Wir alle brauchen Ruhe und Entspannung.
    Doch die Notwendigkeit ist die Mutter der Erfindung, und in diesem Leben ist es nicht immer leicht, große Notwendigkeiten zu erkennen.

    Vielleicht meinst du, du hast schon genug damit zu tun, dich über Wasser zu halten, oder du hast einfach keine Zeit. Wenn du Rücken- oder Magenschmerzen oder Beziehungsprobleme hast, nehmen diese Sorgen leicht deine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Du denkst „ich habe keine Zeit für die Seligkeit, ich muss bis spätestens morgen mittag diesen Bericht abgegeben haben!“. Und so wird die Wahrheit, die dich befreien könnte, unter einem Stapel Papier im Eingangskorb begraben. Du suchst nach sofortigen Lösungen für die kleinen Probleme deines Lebens. Du ertrinkst in einer Flut von Nebensächlichkeiten und suchst an allem Halt, was schwimmt, obwohl du deinen Aufenthalt im Wasser eigentlich geniessen könntest – wenn du deine Aufmerksamkeit nur ein kleines bisschen verlagern würdest.

    (Fortsetzung folgt)
     
  8. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

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    Du stehst jetzt in diesem Augenblick, in jedem Augenblick deines Lebens - mitten in einem grossen Kampf ! Die Schatten der Angst und der Unsicherheit wollen dich in Schlaf lullen. Sie raten dir, dich in einen Kokon einzuspinnen. Die Versuchung ist groß, den Kopf in den Sand zu stecken, damit du deine Ruhe hast. Bequemlichkeit und Annehmlichkeiten, Träume und Illusionen sind die Ruhekissen des ICHs - falsche Hoffnungen und Märchen !
    Warum erkläre ich Dir das alles? Um dir klarzumachen, dass du noch gar nicht richtig lebst! Jedenfalls noch nicht. JETZT ist es an der Zeit aufzuwachen. Viele Menschen warten auf das Zeitalter des Wassermannes oder ähnliches - ich warte auf nichts. Die große Zeit, die Zeit des Kampfes, ist jetzt. „Armageddon“ ist bereits gekommen; es wird jetzt - in diesem Augenblick - in unserem Inneren ausgefochten. Es ist der Kampf mit den Mächten der Angst, des Selbstzweifels, der Teilnahmslosigkeit, Ignoranz und Unsicherheit in uns.
    Lass dich nicht überrumpeln. Jetzt ist die Zeit des grössten Wachstums, der grössten Chancen und auch der grössten Arbeit. Jetzt, in diesem Leben. Der entscheidene Zeitpunkt ist jetzt. JETZT !

    Und deshalb frage ich dich: wo bleibt dein Engagement? Nun, da du all dies weißt – was wirst du tun? Prüfe deine Möglichkeiten, schau über die Grenzen hinaus, die nur in deiner Einbildung existieren; erkenne deine Angewohnheiten, deine Süchte und deine Ängste. Entschliesse dich, über sie hinauszuwachsen und dann handle! Mach die Verpflichtung, über dich hinauszuwachsen, zum Mittelpunkt deines Lebens. Werde dir darüber klar, dass das tägliche Leben mehr ist, als es den Anschein hat. Mache dir dieses Leben zunutze. Finde den Mut und die Liebe, dich auf ein erleuchtetes Leben einzustimmen und es zu führen – nicht, weil du dadurch weiterkommst, sondern weil du den Weg begriffen hast.

    Ich und andere wie ich können eine Brücke zwischen dir und dem Herzen des Universums sein, so lange, bis du keine Brücken mehr brauchst – bis dir klar wird, dass du selbst das Universum und das Herz bist.

    Unser Leben ist ein Geheimnis, also gehe sanft und nachsichtig mit dir um. Sei so glücklich, wie du kannst. Denke weniger nach, fühle dafür mehr – wir haben nur diesen Augenblick.
    Viele Grüße,
    Kvatar
     
  9. Astroharry

    Astroharry Guest

    Du erstickst mit Deinen langatmigen Antworten jede Kommunikation.

    Gruß Willibald
     
  10. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    @Astroharry: Ich habe weiter oben bereits gesagt, dass ich zu diesem Thema zwar gerne Ideen liefere, (offene) Diskussionen über die Inhalte aber ablehne. Ich hab' meine Gründe, ob sie Dir passen oder nicht ist mir egal.


    Zur Beitragslänge: Ich bin nicht die BILD-Zeitung.
    Wenn Dich das Thema interessiert wirst Du ein wenig (Lese-)Arbeit akzeptieren müssen. Komplexe Dinge lassen sich nicht mit 2 Wörtern erklären.


    Lies es, oder lass es bleiben. Langweilen kannst Du Dich woanders.


    Grüsse,
    KTG
     
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