Die größte Angst

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von east of the sun, 10. Oktober 2018.

  1. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

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    Hallo, ich hatte gerade den Gedanken : meine größte Angst ist es allein zu sein wenn ich Hilfe brauche.
    Das ist ganz neu für mich, denn bisher ging ich immer davon aus, dass irgendjemand dann schon da ist.
    Aber in letzter Zeit habe ich es mit der Einsamkeit und dem Gefühl verloren zu sein.

    Wer an Gott glaubt ist nie wirklich einsam. Aber ich glaube nicht.

    Welche Ängste habt ihr?
     
  2. SoulCat

    SoulCat Das Leben ist Veränderung Mitarbeiter

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    Ja das hatte ich zeitweise auch.
    Deshalb ist es sinnvoll, ein Handy immer bei sich zu haben, wenn man alleine in der Wohnung lebt.

    Wenn die Gebrechlichkeit fortschreitet, dann gibt es so Notrufbänder vom roten Kreuz.
     
  3. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Früher hätte ich vielleicht gesagt, dass es die Angst ist gesellschaftlich zu scheitern, und quasi für immer Außenseiter zu bleiben. In Wirklichkeit ist es aber vermutlich so, dass ich mehr (oder eher) Angst habe in einer normalen gesellschaftlichen Rolle zu sein. Und insofern konnte das wohl nicht gut gehen und ist es dann ja auch nicht.
    Oder ich wollte es wohl nie genug...
     
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  4. *Eva*

    *Eva* Sehr aktives Mitglied

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    In erster Linie Angst um andere.
    Aber ich habe die Demenz meiner Großeltern und meines Vater, ihn sehe ich täglich, und das 5 Jahre andauernde Wachkoma meiner Mutter hautnah miterlebt. Ich möchte so nicht enden.
    Ich schieb die Gedanken daran halt jetzt noch zur Seite.
     
  5. Alaera

    Alaera Guest

    Ich möchte nicht elend und qualvoll sterben.
    Vor dem Tod habe ich keine Angst, aber der Weg bis dahin.
    Ich habe miterleben müssen wie meine Freundin sehr qualvoll an Krebs gestorben ist.
    Ich habe sie bis zum Ende gepflegt.
     
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  6. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

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    Es geht mehr um die alltäglichen Dinge, nicht allein um die Notfallsituationen.
    In der Stadt leben massenhaft Menschen, aber ich bin mir nicht sicher ob ich wirklich Hilfe bekäme.
    Ich lebe ja nicht allein. Aber trotzdem habe ich diese Gedanken.
    Letztens habe ich einem Obdachlosen ein Brötchen gekauft. Sicher auch mit dem Hintergedanken, dass ich mich auch freuen würde. Mehr konnte ich nicht tun. Er stank so fürchterlich.
     
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  7. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

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    Diese Gedanken schiebe ich auch weg. Sind es vielleicht die Situationen in denen wir hilflos sind die und Angst machen?
     
  8. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

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    Ich denke nicht, dass es mit Wollen getan ist. Du kannst vielleicht nicht anders. Vielleicht beißt sich die Katze in den Schwanz.
     
  9. nicolina

    nicolina Sehr aktives Mitglied

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    Ich kann deine Angst sehr gut nachvollziehen, da ich in den letzten Jahren hautnah mitbekomme, wie es ist, wenn man auf einmal zu einem Pflegefall wird.
    Deswegen ist diese Angst vor dem Alleinesein gar nicht so unberechtigt, wenn man keine Familie um sich rum hat, die sich kümmern würde.

    Ich glaube dass es wichtig ist, dass man sich dann ein gutes Netzwerk aufbaut mit Freunden und Nachbarn.
    Außerdem bin ich ein großer Fan davon, dass man sich im Alter mit anderen zusammentut, eventuell eine WG gründet.

    Hat man keine Freunde, Bekannte für so ein Unterfangen dann denke ich, dass es sogar möglich sein kann, dass man sich mit fremden Menschen die in einer ähnlichen Situation sind zusammentut.

    Es gibt ja schon Projekte, die diese Idee aufgegriffen haben. Gibt sogar ganze Wohnhäuser, wo jeder noch in seiner eigenen Wohnung lebt, man aber gegenseitig ein Auge auf den anderen hat.
    Aber leider ist es oftmals eine Frage des Geldes - das finde ich schlimm.
     
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  10. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Ja, in gewisser Weise ist das wohl auch so, dass ich es nicht anders kann, und auch nicht anders weiß.

    Ich wollte hier sagen, dass mich die Ängste mehr dazu getrieben haben es eben nicht mit genug Zähigkeit zu versuchen, bzw. die Angst vor einem "normalen" Zustand war größer als die Angst in meiner Rolle zu verbleiben. Und mein Stress in annähernd normalen Situationen ist ja auch deutlich größer, als wenn ich (gerade) Einzelgänger bin, womit ich höchstens indirekt Probleme habe/hatte weil ich etwas oder jemanden vermisse, aber nicht weil es mich direkt stört allein zu sein. Ich bin mir da wirklich fast sicher, dass diese Isolations-Experimente erst in wirklich extremer Form ein Problem für mich wären.
     
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