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birgit1
Guest
Hallo
Eigentlich geht es ja beim Problemkreis Jesus Christus gar nicht anders, als in der persönlichen Beurteilung und Beziehung des Christentums streng zwischen äußerem Kirchenleben und dem inneren Glauben zu unterscheiden.
Man muss festhalten, dass man selber all das Ungute von Menschen, die sich Christen nennen und gleichzeitig dämonisch zwiespältig sind, mit seiner ganzen persönlichen Einstellung verabscheut. Und man muss den Mut finden, damit nichts zu tun haben zu wollen. Seien es die jüngst gemeldeten Misshandlungen, seien es geschichtlichen Gräuel inklusive Glaubenskriege. Man muss sich von allem distanzieren, um einen klaren Trennstrich ziehen zu können.
Man muss echt erkennen, dass das alles hat nichts mit der reinen Gestalt Jesu und seiner reinen unschuldig mystischen Seite zu tun. Ebenso wenig hat all das Ungute der Scheinchristen etwas zu tun mit der echten Lehre der Nächstenliebe, die so menschlich ist.
Doch wenn man das erkannt hat, dann ist es folgerichtig, eine wichtige Seite aufzuspüren. Es ist das Geheimnis der Kraft, die von Jesus bzw. seiner Gestalt bis heute ausgeht.
Es darf ruhig auffallen, dass sich sehr "schlimme" Menschen auf Jesus Christus als Retter berufen, wenn sie sich rapide ändern. Ihnen ist Jesus Christus als Retter näher als Gott, denn Jesus scheint um vieles greifbarer, weltlicher als Gott zu sein.
Natürlich können sich sehr verirrte Menschen auch ohne Jesus Christus eines Besseren besinnen und sich ändern. Aber es ist und bleibt eine merkwürdige Erscheinung, dass nach einer "Bekehrung" schwere Kriminelle zu braven Staatsbürgern werden, dass Alkoholiker und Suchtgiftsüchtige mit der "Einwohnung" Jesu vollständig geheilt werden. Zwar nicht schnell, aber nachhaltig.
Trifft man auf solche Menschen, dann bleibt immer eine schöne Erinnerung. Für viele Menschen ist Jesus eben eine Person, die immer nahe ist, die Kraft, Segen und Befreiung ausstrahlt und in die Menschen einsenkt. So kann man zum Schluss kommen:
Mit Sicherheit gibt es Menschen, in denen Jesus Christus weiterleben zu scheint. Jesus lebt aber nicht nur in solchen Menschen weiter, die sich durch seine Nähe wieder aufgerafft haben. Es gibt Menschen, die haben von Jugend weg eine besondere Beziehung zu Jesus. Sie kennen noch nicht einmal seine gesamte Frohbotschaft und Lehre. Aber auf einmal gibt es hier und da einen stigmatisierten Menschen und dort einen Visionär, einen Herzensblicker, einen Wunderheiler durch die Kraft seines Gebetes.
Und im Gewöhnlichen Fall trifft man eben Leute an, die nicht fanatisch - aber furchbar und unerklärlich sympathisch sind. Sie prahlen nicht, sie haben nur die Spur von Jesus Christus in ihrem Herzen.
LG - reinwiel
hallo Reinwiel,
dem kann ich nur zustimmen,
in jedem von uns leuchtet ein Christusfunke, manchmal kann es sein, dass er weit nach außen strahlt und manchmal ist er fast erloschen.
Je nachdem, wie man es eben empfindet oder wie man sich im Leben verhält.
Jesus ist für mich ein unsichtbarer Mensch, der aber in meiner Vorstellung existiert, der in meinem Herzen einen festen Platz hat und dem ich einfach vertraue.
Ich fühle mich dadurch geborgen und beschützt.
Ich denke, wenn er im Herzen wohnt, kann man sich nie verirren.
Leider gibt es auch negative Kräfte, die einwirken und manche von ihrem Glauben abbringen, ich meine, den inneren Glauben, nicht das vorherbestimmte Christentum, das ist ein Menschenwerk mit üblen Machenschaften.
Man sieht und hört ja, was daraus entsteht, das schlimmste, was man tun kann, tun "scheinheilige" Christen.
Und diesen sollte man zuhören in der Kirche, sie sollten ein Vorbild sein für die Menschheit.........
Es gibt natürlich auch Ausnahmen,
ich dachte schon oft darüber nach, wie es war, als die Hl Johanna von Orleans diesen Krieg geführt hat, ob das wirklich von Gott geführt war?
ich glaube nicht, dass Gott wirklich einen Krieg mit Tod und Verdammnis wollte, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er Frauen, die anderen helfen wollten, als Hexe verbrannt hätte.
Viele Fragen und nie eine wirkliche Antwort, aber ein inneres Gefühl dafür, dass Gott nie getötet oder gemordet hat, das war ein Werk des Menschen.
Viele Menschen haben auch heute Eingebungen, aber ob die stimmen?
Es gibt Kräfte, die da einwirken und nicht immer sind es gute Kräfte.
Jesus war doch auf die Welt gekommen, er musste sehr leiden, weil er die Menschheit erlösen wollte.
Wie es auch sei, ich fühle für mich den Glauben an Gott und Jesus in mir,
jeder empfindet das auf seine Weise.....
lg Birgit