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Religiöser Beweis des Einsseins

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Goldlicht, 24. September 2016.

  1. Goldlicht

    Goldlicht Mitglied

    Registriert seit:
    29. August 2016
    Beiträge:
    41
    Ort:
    Saarland
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    Zingdad: Religiöser Beweis des Einsseins
    Veröffentlicht am 24. September 2016

    Zingdad (Arn Allingham), Die Aufstiegs-Schriften, Bd. 1
    Kapitel 5: Der religiöse Beweis des Einsseins

    Zingdad: J-D, ich gehe davon aus, dass wir auch nicht über alle Zweifel hinaus das Einssein von allem aus religiöser Sicht „beweisen“ wollen?

    Joy-Divine: (wörtl.: Göttliche Freude) Nein, du hast recht. Es spielt keine Rolle, wie wir dieses Thema angehen, die Menschen haben immer das Recht und die Fähigkeit zu zweifeln oder anders zu wählen. Hier geht es darum, eine Ansicht vorzustellen, die du und deine Leser/innen wählen können, wenn sie in eurem Herzen auf Resonanz stößt. Vorher habe ich das Thema aus atheistischer/wissenschaftlicher Sicht behandelt, nicht, weil ich in irgendeiner Weise solche Menschen angreifen oder überzeugen möchte. Überhaupt nicht. Sondern einfach nur, um einen Ausgangspunkt für eine stichhaltige Argumentation zu haben. Und jetzt werde ich dies wieder zu tun. Ich werde einen anderen Standpunkt einnehmen und dieselbe Argumentation aus diesem anderen Blickwinkel führen. Dieser neue Blickwinkel ist der der organisierten Religion. Für meine Zwecke möchte ich die Religionen in zwei Gruppen einteilen: diejenigen, die Gott als getrennt vom Selbst sehen und diejenigen, die das Selbst als eins mit Gott sehen. Die letzte Gruppe befindet sich bereits in Übereinstimmung mit dem Punkt, den ich hier behandle, sodass wir sie für den Zweck dieser Erörterung einfach auslassen können. Ich möchte also den Glauben der ersteren als Ausgangsposition nehmen: die Ansicht, dass es einen Gott gibt, aber dass dieser Gott getrennt oder außerhalb von der Schöpfung Gottes ist.

    Ich möchte gern einige Bemerkungen vorausschicken: Wenn jemand bereits an ein allmächtiges oberstes Schöpfer-Wesen glaubt, dann würde ich die folgende Behauptung aufstellen. Da es allmächtig ist, kann der/die/das Höchste Schöpfende tun, was Es will, richtig?

    Z: Umm. Nur einen Moment bitte. Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich glücklich mit der „Es“-Bezeichnung für Gott bin.

    J-D: Ja. Ich weiß. Es tut mir leid. Ihr habt kulturelle Vorstellungen, mit denen verbunden ist, dass „Es“ irgendwie minderwertiger sei als ER oder SIE. Nun, ich fürchte, ich werde auf diese Bezüge keine Rücksicht nehmen. Das Höchste Schöpfende hat kein Geschlecht. Es ist weit, weit jenseits von solchen kleinlichen Aspekten. Es ist beide und keins und vor allem sehr weit über jedes Geschlecht hinaus. Solange es also in der englischen Sprache kein besseres Wort gibt, das „Ihn, Sie und Es und jedes andere Geschlecht, das es möglicherweise in der gesamten Schöpfung geben könnte, und alle diese, und keins davon“ bezeichnet, werde ich stur mit „Es“ arbeiten. Dies ist so ziemlich das Gegenteil davon abwertend zu sein. Gott auf ein Geschlecht zu beschränken ist aus meiner Sicht weit geringschätziger. Doch um gekränkten Befindlichkeiten entgegenzukommen, werden wir den ersten Buchstaben des Wortes immer groß schreiben, also „Es“. Ist das in Ordnung?

    Z: Ja, perfekt, danke. Aber da ich schon unterbrochen habe und sehe, dass ich sehr pingelig bin, was ist mit der Bezeichnung „Gott“? Ich meine, unterstellt das nicht eine religiöse Sichtweise? Sollten wir nicht vielleicht „Quelle“ sagen oder… etwas weniger Einschränkendes?

    J-D: Ooooookay. Lass uns auch schnell darauf eingehen. Kein Name oder keine Bezeichnung, die du dir einfallen zu lassen wählen könntest, wird jemals ausreichen. Eine Benennung ist naturgemäß vermindernd. Sie schließt alles, was sie nicht trifft, aus. Keine Bezeichnung wird es jemals schaffen, Gott zu beschreiben, denn Gott ist alles und noch mehr als das. Gott ist jenseits jeden vollständigen Verstehens und Beschreibens. So sollten wir wahrscheinlich nur wählen, beim Thema Gott ganz still zu sein, denn alles, was du über Gott sagen könntest, ist eine Verminderung der Wahrheit. Kein Name und keine Beschreibungen und keine Versuche zu verstehen. Doch das wäre dumm. Sicherlich sollten wir zumindest versuchen, mit dem, was wir haben, Gott zu begreifen? Einen Anfang machen und unser Begreifen weiterhin verbessern, indem unsere Fähigkeiten zu begreifen zunehmen? Und da ihr auf dem Planeten Erde Sprache verwendet, um zu kommunizieren und eure Gedanken zu entwickeln, müssen wir irgendein Wort für Gott finden. Wenn wir alle Wörter nicht zulassen, dann ist es nicht möglich, über Es zu sprechen. Und wenn wir uns einen beschreibenden Begriff einfallen lassen dann ist das noch schlimmer, da das sogar noch einschränkender ist. Im Interesse also, dass dieses Gesprächs überhaupt stattfinden kann, wähle ich einfach den Namen, der in der Kultur, in der du derzeit lebst, die größte Resonanz hat. Wenn ich von dem mächtigen Zeelagzog (oder welchem erfundenen Namen auch immer) sprechen würde, würdest du fragen: „Wer?“ Wenn ich also stattdessen anfange von Gott zu sprechen, dann weißt du, von wem ich spreche, auch wenn ich danach klären muss, was meine Ansicht von Gott ist. Das ist genau das, was ich gerade tue. Wenn deine Ansicht von Gott ist, dass Es getrennt ist vom Rest von uns, dann bin ich hier und berichte dir von meiner Ansicht von Gott, nach der Es EINS ist mit uns und Allem-Was-Ist. Ich werde also den Namen „Gott“ verwenden und im Laufe der Zeit wirst du verstehen, was ich mit diesem Namen meine. Wenn dein Leser/deine Leserin einen anderer Begriff vorzieht, dann bitte ich bescheiden diesbezüglich um ihren Ermessensspielraum.

    Z: Okay, ich habe verstanden. Danke für die Klarstellung und Entschuldigung für die Unterbrechung. Können wir bitte noch einmal da anfangen, wo wir aufgehört haben?

    J-D: Ja, sicherlich. Ich machte die Beobachtung, dass, wenn Gott allmächtig ist, Gott dann tun kann. was immer Es will und erschaffen kann, was immer Es will, richtig?

    Z: Richtig.

    J-D: Wenn also solch ein Wesen die Welt aus deiner Sicht erfahren wollte, dann könnte Es das. Tatsächlich könnte Es, wenn Es wollte, die Welt gleichzeitig aus der Sicht eines jeden einzelnen Lebewesens erfahren, nicht wahr?

    Z: Ja. Ich vermute, das Wort „Allmacht“ bedeutet so ziemlich, dass du nicht eingeschränkt bist. Du kannst alles tun. Und dazu, bin ich mir sicher, alles aus jeder Sichtweise sehen.

    J-D: Dann also wäre nur noch die Frage, ob Gott dies wünschen würde. Würde Gott die Dinge genauso sehen wollen wie du (und jede/r andere) sie sieht oder würde Gott wünschen, die Schöpfung von „oben“ oder von einer „separaten“ Position anzuschauen? Ich möchte die Frage folgendermaßen beantworten: Was ist die liebevollste Sicht, die Gott einnehmen kann? Welche Sichtweise würde Gott einnehmen, die Gott die größte Liebe und das größte Mitgefühl für dich geben würde? Klar, damit Gott dich wirklich versteht, müsste Gott sich bereit erklären, so zu leben wie du. Sonst stünde Gott außerhalb von dir und würde auf deine kleinen Schwächen und Pannen sehen und dich als unzulänglich und gebrochen betrachten. Aber wenn Gott die Welt durch dich, als du erfährt, dann kann Gott ganz bestimmt für dich nichts anderes als Mitgefühl und Liebe haben. Ich gebe dir deshalb die Wahl: Glaubst du, dass dich Gott liebt oder nicht? Ich möchte ganz stark behaupten, dass Gott Liebe ist. Und ich unterbreite dir die einfache Wahrheit, dass die liebevollste Wahl für Gott ist, dass Gott sich nicht selbst als von dir getrennt sieht. Doch wenn Gott nur gewählt hat, die Dinge durch deine Augen zu sehen, doch immer noch weiß, dass Es Gott ist, dann, das wäre nicht deine Sichtweise. Deine Sichtweise ist genauso wie die Dinge sich für dich darstellen. Ich sage, dass das liebevollste, was Gott tut, ist, auch deine Sichtweise genau einzunehmen. Gott erfährt damit die Welt durch dich, als du! Auch wenn du nichts über die Existenz Gottes weißt oder an Gott oder was auch immer glaubst. Gott ist immer noch in dir. Und in jeder anderen möglichen Sichtweise. Gott tritt also nicht nur in bestimmte fromme und „göttliche“ Sichtweisen ein, wenn sie gut erzogen sind! Nein. Das ist bedingte Liebe. Und ich sage, dass Gott die bedingungslose Liebe ist.

    Z: Das sagst du. Aber kannst du es beweisen…, dass Gott uns bedingungslos liebt.

    J-D: Um es zu wiederholen, ich kann dir ein starkes Argument geben. Du wirst glauben, was du willst. Aber wenn du glaubst, dass Gott allgegenwärtig und allwissend ist, dann stimmst du mir schon definitionsgemäß zu.

    Z: Huh? Wie?

    J-D: Allgegenwärtig bedeutet, an jedem Punkt vorhanden zu sein. Es gibt nichts, wo Gott nicht ist. Einschließlich natürlich, wo du bist. Wenn du nun dein Verständnis über die Örtlichkeit erweiterst, dann wirst du verstehen, dass du nicht nur geografisch an deinem aktuellen Standort bist, sondern du bist auch geistig an dieser Stelle. Du bist geistig da, wo du bist, als Folge der Glaubenssätze/Überzeugungen und Ideen, die du über dich selbst, das Leben und Gott hast. Nun, Gott ist allgegenwärtig. Dies bedeutet, dass Gott auch an genau diesem Ort mit dir und überall sonst an jedem anderen Ort ist mit jedem anderen Wesen und jeder Sache in allem-Was-Ist.

    Z: Hmm. Guter Punkt.

    J-D: Und allwissend bedeutet „alles zu wissen“. Weißt du, wie es ist, ein Hund zu sein?

    Z: Nein…. nicht wirklich.

    J-D: Aber du hast doch Hunde, die bei dir Zuhause mit dir leben. Du liebst sie wie Kinder. Du beobachtest alles, was sie tun und studierst oft mit großem Interesse ihre Interaktionen und Prozesse. Warum weißt du nicht, wie es ist, ein Hund zu sein?

    Z: Weil ich ein Mensch bin! Ich habe keine Kenntnis davon, jemals ein Hund gewesen zu sein!

    J-D: Ah ha! Um wirklich zu wissen, wie es ist, jemand zu sein, musst du tatsächlich diese/r Jemand sein. Andernfalls weißt du nur etwas über dieses Wesen. Nun, mit Gott ist es genauso. Wenn Gott wirklich allwissend ist, dann kann Gott nicht nur etwas über dich wissen. Wenn Gott dich von außen beobachtet, dann wird Gott nie wirklich wissen, wie es ist, du zu sein. Stattdessen tut Gott Folgendes: Gott ist du.

    Z: Aber… ist das nicht ein lächerlicher, ichbezogener Standpunkt, anzunehmen –, dass ich Gott bin? Ich meine, Gott ist so groß und…

    J-D: Nein. Es kann nicht ichbezogen sein, für dich selbst zu beanspruchen, was du auch für alle anderen beanspruchst. Tatsächlich beanspruche ich dasselbe für jedes Tier, jede Pflanze, jedes Insekt, jeden Stein, jedes Molekül, jedes Atom… du erkennst, was ich meine. Aus dieser Sicht sage ich, du bist so groß wie das Universum, aber auch so groß wie eine Amöbe. Wie klingt das wie Ichbezogenheit? Dieser Standpunkt macht dich weder größer noch kleiner als irgendeins der anderen Wesen in Allem-Was-Ist. Doch er macht Gott viel größer.

    Z: Wie das?

    J-D: Offensichtlich ist ein Gott der/die/das unendliche Sichtweisen hat, überall ist, alles kennt und mit unendlicher Kraft und Fähigkeit ausgestattet ist, größer als ein Gott, der/die/das nur einige Sichtweisen hat und solange nur außerhalb von dir leben kann, bis du bestimmte „gute und heilige“ Dinge tust.

    Z: Hmm. Ein weiteres gutes Argument.

    J-D: Ich gebe dir also ein Rätsel. Wenn Gott allmächtig ist und wenn Gott Liebe ist, dann hätte es den Anschein, dass Gott eins mit dir sein muss. Und wenn Gott allwissend ist, dann muss Gott eins mit dir sein. Und wenn Gott allgegenwärtig ist, dann muss Gott eins mit dir sein.

    Jetzt hast du also die Wahl. Möchtest du deinen Glauben an diese Eigenschaften Gottes aufgeben? Ziehst du es vor zu glauben, dass Gott weniger als dies ist? Möchtest du sagen, dass Gott nicht allmächtig ist, keine Liebe ist, nicht allwissend ist und nicht allgegenwärtig ist? Oder möchtest du die unausweichliche Wahrheit annehmen, dass Gott eins ist mit allem und allen… einschließlich dir und jeder/jedem deiner Leser/innen, natürlich?

    Z: Ich bin sicher, es muss noch andere Argumente geben.

    J-D: Da hast du recht! Es gibt immer andere Argumente, denn es gibt immer Raum zu zweifeln oder um eine andere Sichtweise zu erzeugen. Damit kommt euer freier Wille der Wahl ins Spiel. Und wenn das die Richtung ist, in die dich dein Herz führt, dann musst du natürlich deiner eigenen Wahrheit folgen. Ich bin nicht hier, um dir zu sagen, was deine Wahrheit sein muss. Ich bin hier, um dir zu sagen, was meine Wahrheit ist. Ich stelle meine Argumente vor und begründe sie. Dann kannst du entscheiden.

    Z: Nein, warte einen Moment. Was ich verstehen möchte, ist, dass du gute Argumente hast, dass Gott alle Sichtweisen annimmt. Ich bin einverstanden, dass dies bedeuten könnte, dass Gott in der Lage ist, genau zu wissen, wie es ist, ich zu sein, und Dinge genauso erlebt wie ich sie erlebt habe und so. Aber das ist nicht dasselbe wie zu sagen, dass Gott mit mir eins ist.

    J-D: Wieso ist es das nicht?

    Z: Nun, ähm… Was wäre, wenn Gott mit mir Huckepack mit mir in meinem Kopf wäre… weißt du?

    J-D: Nein. Entweder erfährt Gott dein Leben genauso wie du es erfährst, oder die Erfahrung Gottes von deinem Leben unterscheidet sich von deiner Erfahrung. Beides ist nicht möglich. Egal wie klein der Unterschied wäre, jegliche Trennung würde die Regeln der Allwissenheit und Allgegenwart brechen......

    weiter im Link unten
    * * * * *

    Weitergabe gern, erwünscht und nur ungekürzt und unverändert mit folgenden Angaben:
    http://www.zingdad.com/publications/books/the-ascension-papers-book-1 (5. Religious Proof of Oneness)
    Copyright: © Zingdad
    Abb./Quelle: http://www.zingdad.com/publications/books/the-ascension-papers-book-1
    Übersetzung: Karla Engemann www.klang-weg.de/blog
    Den Originaltext und weitere Angebote dieses Autors finden Leser/innen auf http://zingdad.com

    Fortsetzung voraussichtlich am 1. Oktober
     
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  2. MichaelBlume

    MichaelBlume Sehr aktives Mitglied

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    schade ist das so lang, wird vielleicht nicht viele Leser haben.

    Die Beweise, die ich hätte, wären auch viel kürzer, z.B.
    Eph. 5,30 - Denn wir sind Glieder seines Leibes.

    1. Kor. 12,26:
    Und so ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und so ein Glied wird herrlich gehalten, so freuen sich alle Glieder mit.

    Römer 14,7 : Niemand von uns lebt für sich selbst, und niemand stirbt für sich selbst.
     
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    Wenn Menschen kompliziert sind, braucht es für ihre Komplexität längere Texte, weil sie den Gehalt eines kurzen Textes nicht erfassen. Wenn Menschen einfacher sind (zum Einssein bereits eine Nähe entwickelt haben) , erreichen sie auch einfache Texte.

    Der Titel ist etwas unglücklich, aber der Inhalt sinnig und nützlich.
     
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