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Paranoide Menschen

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von chocolade, 24. April 2014.

  1. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2012
    Beiträge:
    3.476
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    Wie geht man mit ihnen auf konstruktive Art um ?

    Ich verstehe den enormen Leidensdruck dieser Menschen, doch wie kann man ihnen erklären dass sie durch ihre ständige Feindseligkeit anderen eigentlich keine Chance lassen positiv oder wenigstens neutral mit ihnen umzugehen ?

    Ein paranoider Mensch sieht Feinde schliesslich nicht nur da wo sie sind, sondern auch da wo sie nur theoretisch sein könnten oder wo sie in der Vergangenheit mal waren.

    Wie erklärt man Menschen, ohne dass sie dieses abwertend finden, dass ihre Ängste zwar auf ihrer eigenen Ebene schon irgendwie real sind, aber eigentlich nicht wirklich im grösseren Sinne ?

    Es gibt leider paranoide Menschen (ohne verallgemeinern zu wollen), die mehr und mehr Schaden dadurch zufügen weil ihre eigenen Angriffe, ihr eigenes diktatorisches, tyrannisches Verhalten, ihre Rechthaberei oder mangelhafte Kommunikation für sie doch nur legitimer Selbstschutz ist...

    Und ich rede hier von mehreren praktischen Beispielen , die ich erlebt habe wo Geduld und Toleranz oder ein Ignorieren der Schwierigkeiten die Situation noch zu verschlimmern schienen.

    Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht (Verwandtschaft, Arbeit, Nachbarschaft) und habt ihr eine funktionierende Lösung gefunden ?
     
  2. elfenzauber111

    elfenzauber111 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Juni 2010
    Beiträge:
    3.013
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. April 2014
  3. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2012
    Beiträge:
    11.284
    ja, das ist ein schwieriges Unterfangen, ich habe eine alte Freundin die darunter leidet, dass sie meint die ganze Welt sei gegen sie und alles nur Schwarz sehen kann.
    Aber es gibt auch ganz viele "normale" Menschen die ab und zu solche Schübe haben, manchmal durch schlechte Erfahrung geschürt, das Leben kann schon auch etwas paranoid machen, da es wirklich viel Bedrohung gibt in der Welt.

    Was ich bei meiner alten Freundin oft sage sind Beispiele wo es mir auch so erging und es dann doch nichts bedrohliches war und jedesmal wenn sich bei ihr auch wieder heraus stellt, dass es nichts war, erinnere ich sie daran, dass es nun doch gut ging und sie versuchen soll beim nächsten mal mit ein zu beziehen, dass sie von vorne rein schwarz sieht wo es nicht unbedingt sein muss.
    Nützen tuts wenig im Moment, aber ich muss sagen mit den Jahren kann man dann schon sehen, dass man sie mit einem Gespräch auf die Erde holen kann, auch wenn ihre emotionalen Zustände immer wieder kommen, so beobachte ich doch, dass sie weniger sind und auch weniger heftig.

    Das Beste sind bei ihr die Beispiele die ich von mir gebe, da fühlt sie sich nicht angegriffen, weil jeder Vorwurf und selbst wenn es keiner ist und sie es so empfindet, führt bei ihr dazu in Emotionale Zustände auszubrechen, da sieht sie nichts mehr.....

    Ich weis nicht wie die moderne Psychiatrie damit heutzutage umgeht, ob es Medis gibt die dämpfen, oder so..?

    Meine alte Freundin war öfters mal in der Psychiatrie, früher, aber das wurde dort noch schlimmer, so dass sie sich heute, obwohl es da sicher Verbesserungen gibt, nie wieder in diese Hände begeben würde.

    Hast Du ein Familienmitglied das betroffen ist.

    Ich hab auch bei meinen Eltern als sie alt und gebrechlich wurden leichte paranoide Züge fest gestellt und mich dann in den Jahren des Ein und Aus im Altersheim so umgesehen/gehört und mir schien, dass dies ein Symptom ist was im Alter vermehrt auftrat.
     
  4. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2012
    Beiträge:
    3.476
    Hey ich danke dir.

    Ja, so ungefähr spielt sich das ab.
    Man scheint keine Chance zu haben, sie leben in ihrer eigenen Welt und wollen eigentlich nicht raus.

    Hält man den Kontakt, dann macht man sowieso alles falsch, bricht man den Kontakt ab, dann erst recht.
     
  5. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2012
    Beiträge:
    3.476
    Ich glaub bei Freundschaften, wo es eine stabile Grundbasis gibt, da ist das weniger schlimm. Man hat schon gute Zeiten miteinander erlebt und wie du sagst man erkennt das Muster und weiss dass es später wieder besser wird.
    Man tröstet sich mit den einfacheren Zeiten, die man hat.

    Bei relativ unbekannten Menschen ist das viel schwieriger diese Vertrauensbasis überhaupt zu entwickeln und dann scheint es einfacher zu sein die Flinte ins Korn zu werfen.

    Ich habe die Problematik in meiner Herkunftsfamilie und solche Kindheitsmuster wiederholen sich gerne in bestimmten Abständen mit neuen Menschen und dann ist man genauso hilflos/überfordert/wütend.

    :umarmen:
     
  6. Anevay

    Anevay Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2012
    Beiträge:
    32.598
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    Liebe chocolade,

    ich denke an die Buchempfehlung, die ich gestern gab, das Thema ist Doublebinding (Sauter, Wege aus der Zwickmühle).

    http://www.geistundgegenwart.de/2012/04/alles-verknotet-doublebind-als.html

    Versucht man sich so einer Kommunikation zu entziehen, wird die Gangart verschärft. Es kann ja nicht sein, dass der Gegenüber nicht mitzieht, Frechheit aber auch. Aber "irgendwie" kriegen wir denjenigen schon, schließlich sind wir die Guten. Jetzt in Bezug auf Schwiegereltern und ähnlich, die in sich so feste Strukturen und einen unbewussten Konsens in ihrer Kommunikation oft über viele Jahre aufgebaut haben.

    Die Kunst ist, sich nicht einbinden zu lassen. Und zuzulassen das Schwarze Schaf zu sein. Denn das ist man bei Menschen diesen Schlages immer, egal was man tut. :umarmen:

    Lg
    Any
     
  7. MrsStarfish

    MrsStarfish Mitglied

    Registriert seit:
    19. März 2014
    Beiträge:
    100
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    Berlin
    Da müßten wir erstmal klären, ob Du paranoide Symptome im Rahmen einer Psychose meinst oder Paranoia im Sinne einer paranoiden Persönlichkeitsstörung oder knapp drunter.


    Das was du schreibst, klingt mir eher nach einer paranoiden PS bzw. paranoiden Symptomen bei Menschen ohne Diagnose oder ohne diese Diagnose.

    Das Schlimme ist, daß der Leidensdruck bei Paranoikern (im Gegensatz z.B. zu Narzißten) durchaus hoch sein kann, durch die Art der Krankheit bedingt, es aber schlecht möglich ist, sich selbst Hilfe zu suchen.

    Deswegen ist die paranoide PS auch eine der schwerer zu therapierenden Persönlichkeitsstörungen.

    Ich kenne bzw. kannte mindestens zwei Personen mit paranoiden Symptomen in der "Querulanten-Ausprägung", das im Doccheck-Flexikon so beschrieben wird:
    Mit der einen Person war ich langjährig verpartnert, die paranoiden Symptome waren allerdings nur ein Teil verschiedener, sich überlappender psychischer Probleme, was sie für mich eher in den Hintergrund gestellt hat.

    Die andere Person ist rechthaberisch, cholerisch, reagiert vollkommen situationsunangemessen, bezieht alles auf sich & ist teils hochgradig aggressiv, wird aber allem Anschein nach vom Umfeld "getätschelt" & im pathologischen Verhalten noch unterstützt, indem sie in ihrem Opferstatus bestätigt wird. Viele sagen auch nichts, weil sie Angst haben.

    Mit beiden habe ich keinen Kontakt mehr & lege viel Wert darauf, daß das so bleibt, denn sie sind vollkommen krankheitsuneinsichtig, brechen Therapien entweder ab oder verweigern sich komplett.

    Ich bin da an meine Grenzen gestoßen, das gebe ich offen zu & da diese Leute auch mit schlafwandlerischer Genauigkeit immer meine wundesten Punkte getroffen haben & da nochmal reingetreten haben, sehe ich absoluten Kontaktabbruch als einzigen möglichen Selbstschutz.

    Zur Therapie habe ich jetzt nur kurz gestöbert, was dort steht, bestätigt den Ansatz, den ich intuitiv erfolgen würde:

    Als Basis eine kognitive Verhaltenstherapie, eventuell gekoppelt mit Soziotherapie/sozialpädagogischer Einzelfallhilfe, die die erhöhte Wachsamkeit reduziert & in der Soziotherapie begleitend Alltagsprobleme bearbeitet & auch Hilfestellung leistet, daß die Therapie nicht aus der Paranoia heraus abgebrochen wird.

    Der Therapeut sollte erfahren sein, was Paranoia anbetrifft & auch mit "schwierigen" Patienten umgehen können.

    Dem Umfeld kommt die äußerst schwierige Aufgabe, gleichzeitig achtsam zu sein, wenn es um die eigenen getriggerten Verletzungen durch den Paranoiden kommt, gleichzeitig aber auch Abgrenzung & klare Worte zu lernen.

    Was eine medikamentöse Behandlung betrifft, scheint sich das laut Internet auf eventuelle Komorbiditäten wie Depressionen, Angst & Zwang zu konzentrieren, bei einem Hang zu Wutausbrüchen & Erregungszuständen wäre eventuell auch an ein sedierendes mittelpotentes Neuroleptikum zu denken.

    Letzteres schreibe ich nur der Vollständigkeit halber, ich halte nicht viel von den überbordenenden Psychopharmaka-Verschreibungen in unserer Gesellschaft. Man muß aber auch sehen, daß es manchmal der Medikamente bedarf, um eine Person überhaupt therapiefähig zu machen.

    Eine vielsprechende Handlungsanleitung habe ich leider auch nicht parat, bei mir lief das wie gesagt rein über den Kontaktabruch.

    Ich denke allerdings, daß es wichtig ist, als Umfeld auf diesem furchtbar schmalem Grat zu balancieren, wo der Paranoide möglichst als Mensch angenommen & nicht nur auf sein krankheitsbedingtes Verhalten reduziert wird, andererseits aber auch die Angst zu überwinden ist, klare Worte zu finden & klare Grenzen zu ziehen.
     
  8. Gerald1130

    Gerald1130 Mitglied

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    407
    Ort:
    Wien
    Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Psychotherapie oder schamanische Interventionen hilfreich sein können wenn sie zugelassen werden.
     
  9. elfenzauber111

    elfenzauber111 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Juni 2010
    Beiträge:
    3.013

    und hier sitzt das Problem: man kann mit solchen Leuten nicht vernünftig reden, geschweige denen klar machen SIE sind ein Problem, sie haben ein Problem
     
  10. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2012
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    3.476
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    Ich meine paranoide Persönlichkeitsstörungen, die aber schubweise schon in die psychotische Richtung tendieren.
    Wenn sich ein erwachsener Mensch in stressbedingten Paranoia-Schüben selbst von einem Baby oder Kleinkind wirklich bedroht fühlt (und ich meine nicht überfordert) dass er genötigt sieht Gewalt anzuwenden um sich selber zu beschützen dann ist die Grenze wohl schon überschritten.


    Mein Vater war in den Momenten wo er zur Gewalt griff wie ein gehetztes Tier, das Leid ins Gesicht geschrieben schien er eine Art von Besessenheit abzureagieren. Und ich hab dann auch noch Mitgefühl empfunden.

    Das scheint mir trotzdem noch gesünder als nur hinter verschlossener Tür und mit respektabler Fassade ausgeführt weil diese Menschen immer noch Feedback bekommen können.

    Wenn Depressionen, Angststörungen, etc. dazukommen kann man vielleicht wenigstens diese behandeln und so den Stresslevel senken.

    Das kenne ich. Die Umgebung wird perfekt kontrolliert. Man umgibt sich nur mit Leuten, die einen nicht in Frage stellen und loyal sind, was aber eigentlich eine Art von Gehirnwäsche ist und die anderen werden in die "ausgedachte Bilderwelt"hineingezogen.

    Ich hatte meinen Eltern gegenüber sehr lange Schuldgefühle weil ich den Kontakt abgebrochen hatte, obwohl sie mir keine Wahl liessen.

    Wenn sie den wunden Punkt treffen, dann lösen sie Schmerz und Wut aus und dann können sie dir erzählen dass du völlig unangemessen reagierst und dringend Hilfe brauchst.


    Du kannst ihnen aber keine Grenzen setzen weil sie diese nicht respektieren.
    Sie sagen, sie wollen sich von dir nicht den Mund verbieten lassen oder sie haben ein Recht auf dieses und jenes Verhalten weil...tausend Worte.

    Je intelligenter der paranoide Mensch ist desto komplizierter all die Gefahren und Verschwörungstheorien und desto unmöglicher diese zu wiederlegen weil sie tonnenweise Bücher drüber lesen oder im Netz recherchieren und dich wehrlos reden.

    Das hilft in jedem Fall die Angehörigen besser zu schützen, wenn aufgrund mangelnder Einsicht andere Massnahmen versagen.

    Man möchte ja niemanden diskriminieren, nur wenn man wirklich an dem destruktiven Verhalten langsam kaputt geht und einfach keine Besserung in Sicht ist muss man für sich selber den Schlussstrich ziehen.
    Ich wurde von meinen eigenen Eltern damals praktisch in den Selbstmordversuch getrieben weil ich ihnen diesen ganzen Wahn abgekauft habe.
    Dann schämt man sich dafür aus einer gestörten Familie zu kommen, hat Angst dass einem nicht geglaubt wird und irgendwie wollte ich sie selbst zu diesem Zeitpunkt noch beschützen.
     
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