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wenn man andere Menschen verletzt...

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Chiara-Lena, 25. Dezember 2012.

  1. Chiara-Lena

    Chiara-Lena Mitglied

    Registriert seit:
    11. Juli 2005
    Beiträge:
    365
    Ort:
    Schweiz
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    Hallo liebe Forumsmitglieder!

    Im Moment beschäftigt mich das Thema so sehr, weil in meinem Umfeld und bei mir selbst vieles in diese Richtung läuft. Mich würde eure Meinung dazu Interessieren.
    Wart ihr auch schon mal in der Situation das ihr jemanden wahnsinnig lieb habt, dass ihr diesen Menschen aber verletzen müsst damit eure eigenen Bedürfnisse nicht untergehen? In der Liebe ist es zum Beispiel oft so. Egal ob Frauenfreundschaft, Männerfreundschaft oder in Beziehungen. Du magst jemanden sehr und dieser Mensch liegt dir am Herzen, er empfindet für dich aber mehr und hätte gerne etwas von dir, dass du ihm aber nicht geben kannst denn die Liebe deinerseits ist auf einer anderen Basis. Du kannst nicht für ihn da sein wie du dir das vorstellst weil du im Leben im Moment andere Prioritäten hast oder deine Zeit der Familie widmest die dich noch mehr braucht.
    Du möchtest für diese Person da sein und ihr alles geben aber es geht einfach nicht. Kennt ihr das? Wenn du die andere Person zwar sehr magst, Sie dir aber ungefragt so nahe kommt das du Sie nur zurückweisen kannst weil du die nähe schlichtweg nicht möchtest.
    Die Situation ist recht schwierig weil du die ganze Liebe spürst die diese Person bereit ist zu geben aber du willst Sie einfach nicht. Es passt einfach nicht und vielleicht engt es dich sogar ein.
    Nun siehst du wie die Person Tränenüberströmt und voller Schmerz, von dir zurückgewiesen worden zu sein, sich abwendet. Du weisst da es dieser Person nicht gut geht und das du ihr weh getan hast. Du möchtest wirklich niemanden verletzten aber du kannst einfach nicht das geben was die andere Person möchte. Da ist so eine unüberwindbare Grenze. Die einzige Möglichkeit wäre sich darauf einzulassen dem anderen zuliebe, seine Bedürnisse zurück zu stecken und selber unglücklich zu werden. Aber wer will das schon? Du siehst diesen Menschen gebrochen vor dir und du scheinst die einzige zu sein die ihm helfen kann. Aber du kannst einfach nicht...
    Dann hast du ein total schlechtes Gefühl in dir weil du ja schuld daran bist das es dem anderen nicht gut geht und du hast ihn ja schliesslich verletzt. Aber was soll man tun????
    Wie seht ihr das?
    Ich komme auch darauf weil eine Freundin von mir ein Verhältnis mit dem Mann einer anderen Freundin hatte. Jetzt kam alles raus. Ich habe mit beiden geredet und die eine sagt, dass Sie unglaublich enttäusch ist von der anderen und das Sie dies nie gedacht hätte. Ich kann Sie total verstehen. Von einer Freundin mit dem eigenen Mann betrogen zu werden ist schlimm.
    Mit der anderen habe ich auch Geredet und Sie hat geweint und gesagt das Sie das nie wollte, aber das die Gefühle einfach kamen und das Sie diesen Mann unglaublich liebt und er anscheinend Sie. Die Liebe die es braucht das sich beide Frauen ihrem Schicksal widmen (die eine, dass Sie ihren Mann gehen lässt weil er ja eigentlich ihre Freundin liebt) und die andere das Sie mit dem Mann zusammen sein kann den Sie liebt ohne schlechtes Gewissen gegenüber der anderen Freundin zu haben, ist schlichtweg fast unüberwindbar. Zwischen den beiden wird es ewig ne Spannung geben und mir tun ehrlich gesagt beide leid.
    Sie verletzten sich gegenseitig und eigentlich will das niemand. Wenn der Mann und die Frau aber sich nun lieben, dann ist es doch besser wenn er die jetzige Freundin verlässt. Wer will schon mit einem Mann zusammen sein der dich nicht liebt??? Aber das zu akzeptieren fordert eine unglaublich starke Liebe die grösser ist als alles andere.
    Was denkt ihr darüber? Wie geht ihr damit um wenn ihr genau wisst das ihr etwas tut, dass jemand anderen verletzt... ihr wollt das zwar nicht aber es geht einfach nicht anders wenn man sich nicht selbst total für den anderen aufopfern will und kann....
    Oft ist es doch so, dass wenn wir mit jemandem zusammen sind nur weil wir ihn nicht verletzen wollen, dass wir dann oft unbewusst dem anderen die Schuld daran geben das es uns selber nicht gut geht dabei weil wir das so eigentlich gar nicht wollen. Dann tut man jemandem anderen etwas zuliebe und lässt die ganze Wut und den ganzen Frust auf eine andere Art am Mitmenschen aus. Wie geht man damit um?
     
  2. bornfree

    bornfree Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2012
    Beiträge:
    1.858
    Jeder ist für seine eigenen Gefühle und Handlungen verantwortlich. In dem oben genannten Beispiel wurde niemand verletzt, es wurde von der anderen nur die wahren Gefühle ausgesprochen. Jemand FÜHLTE sich verletzt, er hätte ja auch die Wahl treffen können , die Entscheidung des anderen zu akzeptieren. Aber er/ sie entschloss sich das nicht zu tun und anstatt ein grosses Drama auszuspielen. Und mehr ist es nicht, nur Drama. Was wollte er damit erreichten? Vielleicht um die Meinung des anderen zu ändern, ihn zu manipulieren ?
    Im zweiten Beispiel ist es wieder das Gleiche, blos verzwickter, da mehrere Leute darin verwickelt sind. Bevor man handelt ist es immer eine gute Idee darüber nachzudenken, wie es sich auf alle Betroffenen auswirkt, nicht immer nur an sich selbst denken.
     
  3. PPMc

    PPMc Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. September 2011
    Beiträge:
    2.329
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    Terra
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    Tja, liebe Chiara-Lena, das scheint wohl ein schwieriges und schon oft aufgekommenes Thema zu sein. Mein spiritueller Lehrer hat in diesem Zusammenhang von "Krämerseelen" gesprochen, die die Liebe in allerlei Stückchen aufzuteilen versuchen um jedem das zuzumessen was ihm vermeintlich zusteht.
    Liebe ist umfassend und kennt keine Beschränkungen.

    Der Wunsch, jemand nicht zu verletzen, hat nichts mit Liebe zu tun, sondern ist Mitleid - und damit schon von vorneherein verletzend.
    Liebe dagegen bedeutet Hingabe, und das bedeutet dass man selber einbezogen ist, dass man sich selber dadurch verändern wird - und vor Veränderung haben viele Menschen Angst. Also versuchen sie, dem Gegenüber mit Achtung und Verständnis zu begegnen "um ihm nicht wehzutun", und dabei auf sich selber zu beharren und Nähe/Berührung/Begegnung/Einlassen zu vermeiden. Das will aber niemand wirklich.
    "Longing for love, not for sympathy"

    Das ganze mag damit zusammenhängen, dass viele Menschen begebracht gekriegt haben, dass sie "lieb sein" sollen - dass sie einem Gegenüber freundlich und verständig begegnen und "seine Gefühle nicht verletzen" sollen.
    Das hat aber überhaupt nichts mit Liebe zu tun, es ist vielmehr nur ein antrainiertes Verhaltensmuster - und es hat zur Folge dass man sich selber und seine inneren Regungen blockiert, um stattdessen diesem Anspruch gerecht zu werden. Mit so einer Blockierung ist aber richtige Hingabe, wirkliches sich-einlassen ohnehin nicht möglich.

    Allein die Idee, "betrogen" zu werden, zeigt schon, dass "Liebe" da als eine Ware gesehen wird, als etwas das einem gehört (und um das man folglich betrogen werden kann).
     
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