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Hexen und Magier - nur Geschäftsleute?

Dieses Thema im Forum "Magie" wurde erstellt von Hexer Maran, 20. Februar 2004.

  1. Hexer Maran

    Hexer Maran Mitglied

    Registriert seit:
    3. Dezember 2003
    Beiträge:
    187
    Ort:
    Nordrhein-Westfalen
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    Hallo zusammen,

    diesen Text gibt es schon in diesem Forum. Trotzdem halte ich meinen Beitrag (der eigentlich an anderer Stelle als Antwort gedacht war) für sinnvoll, weil er ja etwas Grundsätzliches darstellt, das auch öfter hinterfragt wird (Hexenlohn oder einfach nur Geschäfte).

    Man hat (an anderer Stelle) eingeworfen, dass „echte Magier und Hexen, die öffentlich arbeiten, kein Geld für ihre Dienstleistungen nehmen dürfen“, nach einem „Gesetz des Universums“. Ansonsten wären sie eben nicht authentisch, sondern nur Geschäftsleute. Ich fühlte mich zu diesem Text hingerissen, weil ich spirituell und magisch arbeite und dafür ein Honorar erhalte. Kräuterwissen gibt es bei mir natürlich gratis. Ich selbst verkaufe auch keine Kräuter. Ich empfinde mich bei all meinem Tun als authentisch. Man sollte - wie in allen Lebensbereichen - nicht verallgemeinern.

    Das sog. “Gesetz des Universums“, nach dem ein echter Magier oder eine echte Hexe niemals Geld für seine Dienste verlangen dürfe, ist natürlich eine Erfindung der Neuzeit. Damals 1954 veröffentlichte Gerald Brosseau Gardener das Buch "Witchcraft Today", die erste moderne Darstellung der alten Religion aus der Vorzeit, der ER (der Name ist also SEINE Erfindung!) den Namen Wicca gab und gründete einen eigenen Coven. Zur Wortbedeutung: Das Wort "wicca" selbst ist Altenglisch und bedeutet "männliche Hexe", im Gegensatz dazu bedeutet "wicce" "weibliche Hexe. Diese beiden Bezeichnungen sind abgeleitet von "wiccian", was soviel heißt wie "einen Zauber wirken". Der WICCA-Kult ist eine Naturreligion, die aus dem angelsächsischen, englischsprachigen, Bereich kommt. Auroren wie STARHAWK (eigentlich Miriam Simos), haben dazu noch ihre eigene Meinung getan und entsprechend dargestellt. Auch dass Hexen für ihre Dienste keine Entlohnung erwarten dürften gehört in die Riege der neuzeitlichen (Neu)Erfindung von Wicca. Andere Länder, andere Sitten. Man erwähnt heute leider nur allzu leichtfertig WICCA im gleichen Atemzug dem Hexentum. Das ist schon inhaltlich nicht korrekt, denn wir hatten im deutschsprachigen auch unsere eigene Hexentradition, die tausende von Jahren zurück geht. Und sich von der englischen Variante in einigen Dingen unterscheidet. Ich persönlich sehe die Hexenkünste auch nicht als Religion, sondern als Weltanschauung.

    Wir gehen nun einmal in die Zeit zurück, als Hexen und Hexer noch geachtete und angesehene Mitglieder der Dorfgemeinschaft waren. Von grausamer Verfolgung und dem „Hexenhammer“ war noch lange nicht die Rede. Wie auch heute, waren die Hexen Dienstleister. Sie waren neutraler Berater, Kuppler, Psychologen, Ärzte, Apotheker – alles in einer Person. Die Bereiche gingen und gehen oft (auch für den Berater) unmerklich ineinander über, verwischen sich. Nicht Diplome, sondern der Erfolg zählte. Die Hexe / der Hexer fragte nicht nach Entlohnung, man GAB sie einfach freiwillig. Es war eine Art ungeschriebenes Gesetz, etwa ein Zehntel (!) des eigenen Monatsertrages abzugeben (was oft kärglich genug war), wenn man sich an öffentlich (!) arbeitende Damen und Herren wandte. Im deutschsprachigen Bereich was das so und ich denke, nicht nur dort. Man bedenke, dass seinerzeit der Tauschhandel allgemein das Üblichere war. Gerade beim armen Volk gab es so gut wie kein Geld. Da war ein Sack voll Mehl (für Brot und anderes) u.U. der Lebensunterhalt einer ganzen Familie. Also bekam die dienstleistende Hexe davon ihren Anteil, oder vom Metzger ein Schinkenstück, das die Hexe wiederum gegen anderes Gut tauschen konnte. Ein reicher Gutsherr konnte dann schon ein „paar Goldstücke“ erübrigen – Wert heute: etwa ein paar tausend Euro. Wenn dies etwa der zehnte Teil seines Monatseinkommens war. Es brachte erwiesener maßen Unglück, der Hexe den gerechten Hexenlohn zu verwehren. Da Geld damals nicht verbreitet war, wich man eben auf den Tausch von Waren aus - dem damals üblichen Wertmittel. Heute gibt es andere Wert- und Zahlungsmittel, das Geld. Ich denke, mein freundlicher Bankier würde nicht schlecht stauen, wenn ich bitten würde, auf einen Stück Schinken heraus zu geben.

    Nun gehen wir noch in eine andere Zeit, in die Zeit Napoleons. Marie Anne Lenormand (ich nutzte gern ihr aussagekräftiges Kartendeck zur Divination) wird 1772 in der Normandie als älteste von insgesamt drei Geschwistern geboren. Bereits während der französischen Revolution betätigt sie sich als Wahrsagerin – und bietet auch gelegentlich ihre magischen Künste an. Durch ihre Beratertätigkeit am Hofe Napoleons (und der feinen Pariser Gesellschaft) gelangt sie schließlich zu finanziellem Reichtum (!) und Ruhm um als die „Sybille von Paris“ in die Geschichte einzugehen. Auch heute noch ist Madame Lenormand eine der größten und bedeutendsten Wahrsagerinnen – nicht nur ihrer Zeit! Nun, mit dieser Lady will und werde ich mich natürlich nicht messen lassen. Und dagegen nimmt sich mein Lohn für meine beratende und (auch magisch) unterstützende Tätigkeit eher bescheiden aus. Obwohl ich natürlich auch bekannte und prominente Personen (du würdest überrascht sein!) aus verschiedensten Anlässen (auch Firmen- und Finanzberatungen, Gesundheit, Lebensaspekte allgemein) in meinen Beratungen habe.

    Natürlich habe ich auch schon Menschen in drängender Not (Sozialhilfe) unkonventionell geholfen und dafür ein selbstgebackenes Brot und selbsthergestellte Marmelade) als meinen Hexenlohn erhalten. Das fand ich voll in Ordnung, sah mich sogar irgendwie in der Tradition der Westfälischen Hexen (ich stamme aus Nordrhein-Westfalen). Das kannst du natürlich nicht wissen, liebe Biene. Natürlich mache ich auch Beratungen gratis, wenn ich das Gefühl habe, es sollte so sein. Auf die Zeit schaue ich bei meinen Gesprächen ohnehin nicht (mindestens eine Stunde ist üblich, oft länger) so genau und biete üblicherweise für mein Honorar 3 (!) Nachgespräche zum gleichen Thema gratis (!) mit an. Auf kurze Anfragen meiner Klienten gehe ich (auch mal eben schnell übers Handy) ganz kurzfristig, unkompliziert und auch unentgeltlich ein. Das ist bei mir normal. Soviel zumindest zu meiner Person als „Geschäftsmann und Hexer“.

    Ich erhalte so „ausser der Reihe“ pro Tag etwa 8 bis 10 (!) Anfragen per Briefpost oder Mail – Beratungen am liebsten gratis! Dann bräuchte ich mich erst gar nicht mehr mit anderen Dingen beschäftigen, denn ich nehme meine Lebensberatungen sehr ernst. Ich gebe für die Beratungen ja nicht nur meine Zeit, sondern auch Energien ab. Beratungen, meine Dienstleistungen, mache ich grundsätzlich nicht nur auf einen Brief hin oder per Mail. Ich kann schon über die Stimme eines Menschen Kontakte aufbauen, Text allein ist mir zu unpersönlich (handschriftlich ist auch noch ausdrucksvoller). Und ich benötige natürlich Bilder von Personen, um die es geht. Da ich auch immer eine ganze Menge von mir einbringe (Zeit und Energien), sehe ich das so gar nicht mit dem Bereichern. Frage doch einfach einmal einen Arzt, einen Lehrer oder eine Sekretärin, warum sie denn entlohnt werden wollten. Weshalb sie ihre Dienste nicht gratis anböten. Was glaubst du, wie die Antwort sein wird? Vielleicht haben auch sie ganz besondere, vom Universum gegebene, Begabungen in ihren Bereichen.

    Na ja, und das mit dem „Gesetz des Universums“... Das Gesetz des Universums ist sicher nicht auf Menschen speziell ausgerichtet, mit den ganzen Unwegsamkeiten und zwischenmenschlichen Dingen des Lebens. Das „Ziel“ des Universums ist wie Ebbe und Flut, das Kommen und Gehen des Lebens, Werdens und Vergehens. Wir können uns durch das Universum (die Natur) gegebene Energien und Urkräfte (auch der Magie) bedienen und leiten. Zahlungsmittel, egal welcher Art, sind von Menschen geschaffen und nicht vom Universum. Der Umgang damit ebenso. Für das Universum gibt es auch kein „Gut“ oder „Böse“. Das liegt stets in der Absicht des Handelnden. Was für den Einen sehr gut ist, kann für einen anderen Menschen sehr negative Auswirkungen haben. Man bedenke auch den Wandel der Moralvorstellung der vergangenen Jahrhunderte. Während sich das Mittelalter sehr deftig und freizügig gab, war das 18. und 19. Jahrhundert sehr puritanisch und prüde. Das ist selbst heute noch so. In bester Sendezeit um 18 Uhr bekommen auch Kinder in unserer Gegend sog. „Bettszenen“ in Soap-Serien mit. Darüber regt sich heute auch kaum jemand mehr auf. Dagegen wird parallel die gesamte amerikanische Nation erschüttert, wenn (zu vorgerückter Stunde!) in einer Show teilweise der Busen von Miss Jackson freigelegt wird. Nur für wenige Sekunden. Das Universum schweigt dazu, weil es für die Ewigkeit nicht relevant ist.

    Ich für meinen Teil sehe mich als einen reellen Menschen, der manchmal sogar zu wenig Geschäftsmann ist. Manche nennen es Gutmütigkeit, andere eben auch Dummheit.

    Ich wünsche alles Gute in allen Lebenslagen, Maran
     
  2. hallo maran,

    ich denke die frage ist falsch gestellt. mit deiner fragestellung schiebst du hexen und magier alle in ein und dieselbe schublade. genauso wie es tatsächlich PSEUDO hexen und magier gibt, die aus der dummheit der leute kapital zu schlagen versuchen, genauso gibt es ernstzunehmende hexen und magier, die man als alles andere als "nur geschäftsleute" bezeichen kann.

    es ist wohl ein fluch der magie, dass gerade in den letzten jahren scharlartane die magie in verruf gebracht haben, allerdings ist dies ja nur eine seite. es gibt den betrüger und es gibt den, der sich betrügen lässt. aber das alles hat wohl mit wirklicher magie gar nichts zu tun.
     
  3. Hexer Maran

    Hexer Maran Mitglied

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    Nordrhein-Westfalen
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    Hallo DunklerWanderer,

    ich gebe dir in allen Punken Recht!

    Viele Grüsse, Maran



     
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