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Etwas über die astrologische Psychosynthese nach Assagioli.

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Arnold, 26. Juni 2016.

  1. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. Januar 2005
    Beiträge:
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    Roberto Assagioli – Psychosynthese und transpersonale Entwicklung.





    In diesem Beitrag möchte ich einige Kernsätze der Psychosynthese beschreiben, den Stoff so gut es geht verdichten. Trotzdem empfehle ich die Werke von Roberto Assagioli nachdrücklich. Man sollte zunächst klar definieren, was Psychosynthese eigentlich ist! Das Wort „Psychologie“ hört sich irgendwie so „psychologisch“ an, aber übersetzt bedeutet es so viel wie „Seelenkunde“. Im Wort „Psychoanalyse“ finden wir den Begriff der „Zerlegung“, während „Synthese“ Ganzheit bedeutet. Es gibt im Beruf der Psychologen ebenso Strömungen und Methoden, wobei die beiden oben erwähnten Begriffe sich doch stark unterscheiden! Roberto Assagioli gehörte denjenigen Psychologen an, die die Existenz Gottes und die Reinkarnation als etwas Selbstverständliches voraussetzten. Um keine religiösen Verwirrungen zu stiften, schuf er den Begriff „Höheres Selbst“, unter welchen sich ein jeder ganz spezifisch etwas vorstellen kann. Assagioli war ein Schüler von Alice Bailey. Diese wiederum war damals schon in den esoterischen Kreisen bekannt, und sie hat zahlreiche Bücher geschrieben, welche eine gewisse Grundlage der API Astrologie darstellen. Nach dem Krieg praktizierten Bruno und Louise Huber einige Jahre bei Assagioli, erlernten die praktische Anwendung der Psychosynthese. Assagioli beauftragte die Hubers die Psychosynthese in die Astrologie zu integrieren, was sie später mit viel Erfolg angingen.



    „Wer seine Seele kennt, der kennt auch die Seele seiner Mitmenschen!“ Dieser Kernsatz ist besonders für die Astrologie von großer Bedeutung. Daher ist ein gewisses Maß an Wissen wichtig, Psychosynthese und Astrologie ergeben einen ungemein feinen Deutungsschlüssel. Assagioli war mit Leib und Seele bei der Sache. Dabei fällt mir sein Buch „Psychosynthese und transpersonale Entwicklung“ ein. Zu Anfang ruft er die führenden Wissenschaftler seiner Zeit auf, sich mehr mit den geistigen Dingen und deren Hintergrund zu befassen. Seine Rede ist darin sehr emotional und voller Begeisterung gehalten. Er wusste von was er sprach, man bemerkt rasch die Macht und Vehemenz seiner Worte, und so entstand eine wichtige und anerkannte Methode der Psychologie. Nicht umsonst wird Assagioli „der italienische C. G. Jung“ genannt.



    Eingangs bemerkt Assagioli, dass es um das Wort „Spiritualität“ doch sehr unterschiedliche Meinung und Auffassung gibt. Er geht daher mehr wissenschaftlich vor, bezieht Erfahrung und Tatsachen auf, um hinterher zu interpretieren, mit dem Erlebten in Zusammenhang zu bringen. Es geht zunächst um die spirituelle Erfahrung und um das spirituelle ‚Bewusstsein. Seit Anbeginn der Menschheit existieren Berichte und Erfahrungen, sie berichten alle von höheren Bewusstseinszuständen, Visionen, die sich in ihrer Qualität deutlich von dem unterscheiden, was man als normale Wahrnehmung bezeichnet. Solche Berichte findet man in allen Epochen der Geschichte, ebenso Heilige wie Buddha, Krishna oder Jesus Christus. Sie alle sprachen von Wahrheit und Licht, Befreiung, von der Erlösung in das Paradies, in den Garten Eden oder in das Nirvana. Alle sind sich einig, dass diese Bewusstseinszustände realer sind, als die irdische Realität selbst.



    Es ist gut zu wissen, dass es Formen der Psychologie gibt, welche die Existenz Gottes ablehnen, und zwar ganz einfach deswegen, weil die Betreffenden ihn selbst nicht erfahren haben. Die Psychosynthese geht von der Existenz des „Höheren Selbst“ jedenfalls aus. Es handelt sich um Ebenen, die sich mit Worten nur umschreiben lassen, man kann eine Erfahrung nur machen, wobei Glaube doch ein wenig Voraussetzung ist.



    „Mir scheint, dass die äußeren Grenzen unseres Wesens in eine Dimension der Existenz hineinreichen, die von der fühlbaren und verstehbaren Welt, wie wir sie gewöhnlich erfahren, grundverschieden ist; sei es der mystische oder übernatürliche Bereich, wie man ihn auch nennen möge. Bis zu welchen Grad auch immer unsere idealen Impulse in diesem Bereich ihren Ursprung haben mögen ( und viele von Ihnen haben ihn, denn wir spüren, dass sie ein einer Weise von uns Besitz ergreifen, die nicht in Worte zu fassen sind ), wir gehören ihm jedenfalls in einem intimeren Sinne an, als wir der sichtbaren Welt angehören, denn wo unsere Ideale zugehörig sind, sind wir im eigentlichen Sinne zu Hause. Und doch ist der unsichtbare Bereich, um den es hier geht, nicht nur ein idealer, da er in dieser Welt Auswirkungen zeigt. Wenn wir uns in jenem Bereich bewegen, vollziehen wir praktisch eine Arbeit an unserer gesamten Persönlichkeit. Wir gehen als neue Menschen aus ihm hervor und werden uns, dieser regenerativen Veränderung entsprechend, in der natürlichen Welt anders verhalten. Was jedoch innerhalb einer Realität Wirkungen hervorbringt, muss selbst eine Realität genannt werden, und ich bin deshalb der Meinung, dass es keine philosophische Begründung gibt, die es rechtfertigen würde, die unsichtbare oder „mystische Welt“ als „irreal“ zu bezeichnen. Man kann diesen übergeordneten Bereich der Erfahrung und Realität nicht genug Bedeutung beimessen, und die bloße Hypothese seiner Existenz sollte den Wissenschaftlern Anreiz sein, für seine Erforschung ein Höchstmaß an Energie, Zeit und Eifer aufzubringen, wie es seinen humanen Wert angemessen ist.“ – Zitat Ende. Es stammt von William James, dessen Buch „The Varieties of Religious Experience“ ein Musterbeispiel für eine unvoreingenommene und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Thema ist. Er hatte ebenso auf die Realität und die Bedeutung der transzendenten Welt nachdrücklich hingewiesen.





    Das Überbewusste.





    Es ist wichtig zu betonen, dass das Überbewusste eine Realität darstellt. Vor allem in den Wissenschaften und in der Psychologie ist es für viele ein unerforschtes Neuland. Es ist eine direkte Erfahrung, so wie die einer Farbe, eines Klang oder eines Gefühls. Niemand ist in der Lage, Empfindungen wie Rot, Grün, Blau, Freude oder Schmerz „beweisen“ zu müssen – solche Erfahrungen sind eine psychische Realität. Wie kann man nun von Erfahrung oder Bewusstwerdung sprechen, wenn dieses sich außerhalb oder oberhalb des normalen Bewusstseins befindet? Die Antwort ist einfach und gilt auch für jeden anderen Aspekt und jede andere Ebene des Unbewussten. Psychische Elemente und Vorgänge, sowie Inhalte, können wir dann bewusst erleben, wenn sie in gewissen Situationen und Momenten oder unter gewissen Bedingungen in unser Bewusstsein treten. Zwischen Bewussten und Unterbewussten vollzieht sich ein ständiger Austausch, eine Art „Osmose“. In einem bestimmten Moment wird das was überbewusst war, zum Inhalt des Bewusstseins, bleibt für eine gewisse Zeit bestehen, um anschließend wieder zum Unterbewussten zurückzukehren. Man muss im Auge behalten, das die Adjektive „überbewusst“, „unbewusst“ und bewusst“ nur zeitlich begrenzte Zustände einer psychischen Gegebenheit bezeichnen.



    Der Eintritt des Überbewussten ins Bewusstsein kann auf zwei Arten geschehen. Die erstere und häufigere kann man als „die herabsteigende“ bezeichnen, sie ist das Eindringen von Elementen des Überbewussten in den Bereich des Bewusstseins, wie es bei Intuitionen, plötzlicher Erleuchtung oder Inspirationen der Fall ist. Dies geschieht meistens spontan und unerwartet, kann aber auch ein Reflex auf einen bewussten oder unbewussten Appell sein. Die zweite Art, die man „aufsteigend“ nennen kann, besteht in der Anhebung unseres Bewusstseinszentrums, des seiner selbst bewussten Ichs, zu höheren Ebenen bis hin zur Sphäre des Überbewussten. Die Erfahrung des Überbewussten wird in unzähligen Berichten aller Epochen bestätigt. Nicht alle dieser Erfahrungen sind von gleicher Art. Die meisten lassen sich dem religiösen Bereich zuordnen, vor allem die mystischen Erfahrungen. Aber es ist wichtig zu wissen, dass diese nicht die einzigen sind. Es gibt auch Erfahrungen des Überbewussten, welche nicht religiöser Art sind; sie sollten einer wissenschaftlichen Forschung zugänglich sein. Es gibt nur wenige Menschen, welche sich dem Studium des Überbewussten widmen. Das mag darin liegen, dass der westliche Mensch permanent äußerer Reizüberflutung ausgesetzt ist. Auch der Materialismus und dessen praktische Denkweise mögen dafür ein Grund sein. Der westliche Mensch ist stark extravertiert, sein Handeln zum großen Teil nach außen gerichtet. Die Innenwelt mit all ihren Erscheinungsformen macht ihm Angst, oder er fühlt sich zumindest nicht wohl darin. So mancher, der gewisse überbewusste Erfahrungen macht, fürchtet dabei den Verstand zu verlieren, besonders wenn solche Erfahrungen plötzlich und unvermittelt hereinbrechen.



    In diesem Bereich hatte Williams James geforscht und einer eingehenden Prüfung unterzogen. James selbst hatte keine solcher Erfahrungen gemacht. Ein anderer Arzt, Winslow Hall, sammelte Berichte über Erleuchtungserlebnisse, von Menschen „von der Straße“, die jedoch außerordentliche Erlebnisse hatten. Unter den modernen Psychologen ist es C. G. Jung, der von höheren, überpersönlichen Werten spricht. Diese existieren in dem, was er „kollektives Unterbewusstsein“ nennt. Der Soziologe Sorokin hat ein Kapitel seines Buches „Way and Powers of Love“ dem Überbewussten gewidmet. Der Wiener Neurologe Viktor Frankl erkennt die Existenz überbewusster Erfahrungen unumschränkt an. Der Psychiater Hubert J. Urban spricht von der „Höhenpsychologie“. Schließlich hat der amerikanische Psychologe Abraham Maslow eine Reihe wichtiger Daten mit Hilfe von Fragebögen und persönlichen Gesprächen gesammelt.



    Dies führt uns zur Frage nach den Methoden, die bei solchen Untersuchungen angewendet werden sollten. Ich ( Assagioli ) habe dreizehn solcher charakteristischen Merkmale aufgeführt, die man diesen höheren Ebenen zuschreiben kann. Die erste ist ein Gefühl von Vertiefung. Ein weiteres ist das Gefühl der Verinnerlichung, des Übergangs vom Äußeren zum Inneren – zu der Mitte unseres Wesens. Das dritte Merkmal ist die Erhebung des Aufstiegs, des Hinaufsteigens zu einer höheren Ebene. Die vierte Eigenschaft ist die Expansion, der oft schwindelerregenden Erweiterung des Bewusstseins. Die fünfte Eigenschaft ist die Entwicklung der Aktivierung. Das Gefühl, aus einem „Verwickelt sein“ herauszutreten, einen Schleier zu zerreißen, etwas zu überwinden, das einengt und behindert. Damit ist die fünfte Eigenschaft ein „Erblühen“, ein Emportauchen. Die sechste ist die der Stärkung, wir fühlen eine potentere Energie in uns wirksam werden. Die siebte Eigenschaft ist das Gefühl des Erwachens. In vielen Berichten findet man Aussprüche wie: „Ich bin in einer höheren Wirklichkeit erwacht“ – „Ich bin aus dem Schlafzustand des Lebens in eine höhere Wirklichkeit übergegangen.“



    Man erinnere sich, dass der Buddha ursprünglich Gautama hieß, und dass der Name Buddha „der Erwachte“ oder der „Vollkommen Erweckte“ bedeutet. Sehr häufig tritt auch das Gefühl der ERLEUCHTUNG im Sinne einer Lichtempfindung nicht irdischen Ursprungs ein, durch welche die ganze Welt in einem neuen Licht erstrahlt. Dieses Licht lässt auch die Innenwelt erstrahlen und erhellt und zerstreut dabei alle Probleme und Zweifel. Das Gefühl ist begleitet von Freude, die bis zum Zustand der GLÜCKSEELIGKEIT ansteigen kann. Oder es ist das Gefühl der ERNEUERUNG , der REGENERIERUNG, der „Geburt“ eines neuen Seins in uns. Dann gibt es noch das Gefühl der WIEDERERSTEHUNG, des Wiederemporsteigens zu einem verlorenen oder vergessenen Zustand; und schließlich das Gefühl der BEFREIUNG und der INNEREN FREIHEIT.



    Diese Eigenschaften entsprechen im Großen und Ganzen jenen, die in den von Maslow gesammelten Berichten genannt werden. Maslow hat vierzehn Eigenschafen aufgezählt, die er als „Bewusstseinswerte des Seins“ bezeichnet:



    Das Gefühl der Fülle

    Der Integration

    Der Vollkommenheit

    Der Vollständigkeit

    Der Vitalität

    Der Intensität des Lebens

    Des inneren Reichtums, das einhergeht mit Schlichtheit

    Der Schönheit

    Das Gefühl vom Guten

    Das sich nicht anstrengen müssen

    Die Spontaneität

    Die Freude

    Die spielerische Leichtigkeit, der Humor

    Das Gefühl von der Wahrheit und Realität dieser Erfahrung.



    Das Erlebte enthüllt eine Wahrheit, die höher ist als jene, die das gewöhnliche Bewusstsein erfahren kann, zuletzt das Gefühl der Unabhängigkeit, der inneren Freiheit – das heißt, ein Freisein von dem Bedürfnis, sich auf etwas zu stützen, eine Autarkie im höheren, spirituellen Sinn. Maslow sagt zutreffend, dass alle diese Manifestationen einander durchdringen und miteinander verbunden sind: „Sie sind keine einzelnen Teile, sondern eher unterschiedliche Aspekte des Seins.“



    Dies weckt natürlich Verlangen nach den faszinierenden Erfahrungen, und man wird sich fragen, wie man diese Ebenen erreichen kann, wie sich so eine Erfahrung herbeiführen lässt, sie begünstigen kann. Aber diesem Bild muss man einige düstere Tupfer hinzusetzen, da solche Erfahrungen auch Schwierigkeiten und Gefahren in sich bergen können! Das kann sein, sobald so eine Erfahrung regelrecht aus dem Nichts hervorbricht. Man kennt sie nicht und beginnt sich unter Umständen für verrückt zu halten, für nicht normal. Die Annäherung muss daher stetig und gezielt von statten gehen. Andererseits steht fest, dass solche Erfahrung zuletzt immer etwas Positives hervorbringen, doch das Neuland muss hier erst vertrauter werden, so dass man sich auf den entsprechenden Ebenen richtig verhalten lernt. Man stelle sich nur vor, jemand erfährt so etwas wie eine Lichtvision, und sofort beginnt der Verstand damit, diese Erfahrung unter Kontrolle zu bekommen. Das wäre fatal, da die überbewussten Energien dem menschlichen Verstand unendlich überlegen sind! Man kann sich bei so einer Erfahrung nur so gut es geht öffnen, sich im Strom dieser treiben lassen. Daher kennt Assagioli für solche Situationen entsprechende Übungen, damit man Kontraste schafft und das eigene Bewusstsein aus der Polarität in die Mitte kommt. Zum Beispiel der Spruch „Ich habe Gedanken, aber ich bin nicht meine Gedanken“ kann hier entscheidend solche Erfahrungen beeinflussen. Es ist auch so, sobald man meditiert, in sich hineinhört und lauscht, sieht man seine Gedanken wie kleine Bläschen aufsteigen – von einer tiefer liegenden Schicht des eigenen Bewusstseins.



    Man schafft mit obigen zitierten Satz auf jeden Fall wichtige Kontraste der Ebenen und Unterscheidungen für das eigene Bewusstsein. Solche Erfahrungen können im Grunde genommen zu jeder Zeit bei jedem Menschen auftauchen, wobei es natürlich hier besonders auf die Umstände ankommt. Yogis führen mit gezielten Methoden und Übungen solche Zustände absichtlich herbei. Aber genauso kann man so eine Erfahrung unter Schock, beim Wandern im Wald oder durch andere Umstände erleben. Sie kann sehr vielfältig sein und man darf nicht vergessen, dass sich solche Zustände nur umschreiben lassen. Es gibt eine Erfahrung, da „riecht, hört und schmeckt es sich selbst, es ist groß und klein zugleich, unendlich und immer gegenwärtig; es leuchtet heller wie alle Sonnen des Universums und trotzdem blendet es nicht.“ Es duftet anmutiger, als alle Blumen dieser Erde. Es ist eine ekstatische Kraft, in sich selbst seiend, ruhend und unvergänglich, aber es ist die Ursache aller Ursachen. Es schafft Leben und Tod, selbst ist es ewig und unvergänglich. Es schafft die Unterscheidungen und Zyklen und alle Polaritäten, selbst ist es unverrückbar in seiner Mitte. Diese Mitte kennen wir symbolisch als den leeren, kleinen Kreis in der Mitte des Horoskops. Daher werden dort auch keine Oppositionen durchgezeichnet, ganz im Gegenteil, da aus dieser Mitte die Energien strömen, welche das Aspektbild nähren und zur lebendigen Struktur gelangen lassen!



    Eine der häufigsten Ursachen für Leid und Fehlverhalten ist die Angst, sowohl die individuelle, als auch die kollektive. Solche Ängste haben schon immer die Menschen in Kriege getrieben. Man projiziert seine Ängste auf den „Feind“, baut Festungen, damit man vor ihm sicher ist. Andere wiederum greifen den Feind an bevor er gefährlich werden kann. Jegliches Gefühl ist unvereinbar mit der Erkenntnis der Fülle und der Dauerhaftigkeit des Lebens! Ein weiterer Urherd menschlichen Übels und menschlicher Fehler ist die Kampflust, die sich auf das Abgrenzungsbedürfnis, die Aggressivität und die Gefühle der Feindseeligkeit und des Hasses gründet. In der friedlichen Atmosphäre des Überbewussten können solche Impulse und Gefühle niemals bestehen. Ein Mensch, dessen Bewusstsein erweitert ist, der am Leben teilnimmt und das eine Gefühl des Eins Seins mit allen Wesen verspürt, kann nicht mehr kämpfen. Es wäre für ihn etwas Absurdes, es wäre wie ein Ankämpfen gegen sich selbst! Durch die Entwicklung, die Erweiterung und den Aufstieg des Bewusstseins zu einer höheren Realität werden so die schwierigsten Probleme und Ängste aufgelöst und beseitigt.



    Bevor wir unsere, wenn auch nur in groben Zügen angelegte Untersuchung des Überbewussten beenden, müssen wir den Unterschied zwischen dem Überbewussten und dem spirituellen Selbst nochmals deutlich hervorheben – ein Unterschied, der in unserem Schema der menschlichen Psyche zum Ausdruck kommt. Oft wird diese Unterscheidung nicht getroffen, da die Inhalte des Überbewussten, vor allem in seinen höheren Bereichen, dem Selbst sehr nahe stehen und im gewissen Maß an dessen Eigenschaften teilhaben. Aber es besteht ein fundamentaler Unterschied: Im Überbewussten gibt es Elemente oder „Inhalte“ verschiedener Art, die aktiv, dynamisch und wechselhaft sind und mit dem Strom des psychischen Lebens fließen. Das Selbst hingegen ist unveränderlich, unbeweglich, stabil, deshalb ist es unbedingt vom Überbewussten zu unterscheiden.



    Man sollte den erwähnten Unterschied im Auge behalten, weil diese Dauerhaftigkeit und Stabilität, obgleich nur in abgeschwächter und verschleierter Form, vom spirituellen Selbst auf sein Spiegelbild, das persönliche, bewusste Ich, übertragen wird. Das ist es, was uns über alle Veränderungen, Gemütsschwankungen und wechselhaften Inhalte des Bewusstseins hinweg ein Gefühl der Dauerhaftigkeit und der persönlichen Identität vermittelt. Wie sehr wir uns auch in den verschiedenen Rollen und Teilpersönlichkeiten identifizieren oder mit verschiedenen Gefühlen, von denen bald das eine, bald das andere unser Bewusstsein einnimmt, weiß doch jeder im Grunde, dass er immer er selbst ist. Gelegentlich mag jemand sagen: „Ich erkenne mich nicht wieder“, wenn in seinem Leben eine bedeutende Veränderung eingetreten ist. In Wirklichkeit will er sagen: „Das, womit ich mich zuvor identifiziert habe, ist verschwunden, und jetzt identifiziere ich mich mit etwas anderem“. Aber selbst in dem Ausspruch „Ich erkenne mich nicht wieder“ ist paradoxerweise ein Hinweis auf ein undeutliches, verborgenes Gefühl einer dahinter liegenden Kontinuität enthalten. Denn wenn es sie nicht gäbe, könnten wir nicht die Empfindung des Sich – nicht – Wiedererkennens haben, da diese sich auf einen Vergleich gründet, auf eine Gegenüberstellung von früherem und gegenwärtigen Bewusstseinszustand. Das wesentliche Merkmal des Selbst-Bewusstseins ist daher die Kontinuität, die Dauerhaftigkeit. Dies des bewussten Ichs ist jedoch nur eine blasse Reflexion der ewigen, unsterblichen Essenz des spirituellen Ich, des Selbst.



    Alles liebe!



    Arnold
     
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  2. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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  3. Icelady

    Icelady Sehr aktives Mitglied

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    @Arnold
    Danke für diesen Beitrag :blume:
     
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  4. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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    Ich danke dir für dein Interesse! :)
     
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  5. Dilbert

    Dilbert Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Arnold

    Nicht "Gott" ist das Problem, sondern die Elternrollenspieler die mit dem Begriff "Gott" agieren.

    Darum komme ich mit der Verbindung Astrologie und Transaktionsanalyse pragmatisch weiter als mit der API.

    D.
     
  6. afterlife

    afterlife Aktives Mitglied

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    Ist es nicht auch wichtig, Angst zu spüren, damit man nicht übermütig wird und achtsam bleibt?
    Ich kann schwer unterscheiden zwischen Angst und der Anspannung die es braucht, um aktiv zu werden in einer Sache.
    Meine Angst vor Versagen, vor Scheitern treibt mich schon an. So gesehen brauche ich die Angst als Motor.
    Was sagst du dazu?

    Lg
     
  7. Dilbert

    Dilbert Sehr aktives Mitglied

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    Angst ist in dem Maße ok, solange es dem Leben dient.
    Beispiel Autofahren:
    Keine Angst macht rücksichtslos.
    Zuviel Angst verunsichert bis zur Handlungsunfähigkeit.
    Gesundes Maß von Angst sorgt dafür sich der Situation entsprechend zu verhalten.

    D.
     
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  8. Mondauge

    Mondauge Sehr aktives Mitglied

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    Angst als Antrieb scheint mir eher Flucht zu sein oder auch Rücksichtslosigkeit gegen sich selbst?

    Ich weiß nicht, wie man ohne Angst rücksichtslos sein kann.

    Wenn ich Angst vorm Autofahren habe, bin ich rücksichtslos mir und den anderen Autofahrern gegenüber, wenn ichs dennoch tue. Dann ist es der Mut zur konzentrierten Aufmerksamkeit sich selbst und den Anderen gegenüber, was die Angst aufhebt.

    Mit Angst kann man sich meiner Meinung nach keiner Situation entsprechend angemessen verhalten, sie lähmt in jedem Fall oder führt zu Fehlhandlungen.

    LG
    Mondauge
     
  9. Skorpina

    Skorpina Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Zusammen


    Es ist gut zu wissen, dass es 9 "Fehlverhalten" gibt und nicht nur Angst und Feindseligkeit.

    Es gibt 9 Ego Fixierungen – Angst oder Feindseligkeit sind nur zwei Varianten. Die andern auch häufig anzutreffenden „Ursachen“ sind:


    Zorn (Perfektionismus)
    Hochmut (falschen Stolz)
    Lüge (Unechtheit)
    Neid und (Missgunst & Eifersucht)
    Geiz (Distanziertheit & Abgeschottet sein)
    Feigheit ( im Sinne von Angst & Feigheit)
    Gier (Völlerei)
    Verblendung (Machtmissbrauch Feindseligkeit))
    Verweigerung (Trägheit oder Unbeteiligt sein)


    Die Persönlichkeitsstruktur eines jeden Menschen macht sein psychologisches Verhaltensmuster aus, auch in den innerpsychischen und sozialen Konflikten deutlich. Darum ist es sehr nützlich, die inneren und äußeren Konflikte eines Typus und deren "Motive" möglichst genau zu kennen.

    Neben der (pathologischen) Angst gibt es eben auch dem oben von mir erwähnten Hauptmotiv. Und wenn man das erstmal erkannt hat, wie man selbst ´tickt ‘ - welcher Struktur am angehört - sind die Lösungswege ziemlich einfach. Zudem ist Angst ein Überlebensmechanismus, erst die pathologische Angst muss betrachtet werden.

    Diese Angst zeigt sich im Sinne von Feigheit (sich nicht trauen oder mangelndes Urvertrauen).

    Wer mehr dazu wissen möchte findet im Enneagramm Antworten. Wenn man von Psychosynthese stricht, kommt man um dieses Wissen nicht herum.

    Aber wo ist der Bezug zur Astrologie?

    So ist es und noch viel mehr für die Lehren des Enneagramm – weil es im Zusatz zur Astrologie auch den heilenden (Lösungs) Weg aufzeigt. Denn ich in der Radix nicht unbedingt finde. Sie gibt eben nicht für alle menschlichen Belange Auskunft.

    Da müssen dann andere Tools her: Transaktionsanalyse/ Enneagramm ect.

    Hier mal die Lösungswege für oben genannte ´Untugenden´ oder "Laster":

    - Reinheit / Friedfertigkeit 1 (Zorn - Perfektionismus)
    - Demut / Mitgefühl 2 (Hochmut - Stolz)
    - Echtheit / Bescheidenheit 3 (Lüge - Unechtheit)
    - Vergebung / Wahrhaftigkeit 4 (Missgunst - Eifersucht)
    - Absichtslosigkeit / Großzügigkeit 5 (Geiz - Gier)
    - Treue / Ausgeglichenheit 6 (Zweifel - Feigheit)
    - Freude /Entsagung 7 ( Leichtfertigkeit - Völlerei)
    - Lichtvolle Stärke / Milde 8 (Kontrolle - Verblendung)
    - Beständigkeit / Güte 9 (Verweigerung – Trägheit)


    Mit dem Enneragmm wird "die" Angst sehr schön erklärt - die eben nicht zum Überleben notwendig ist, denn Angst ist erst mal primär wichtig und jeder Mensch hat "Angst"
    "Angst ist ein Synonym für andere beängstigende Zustände, die er sich lohnt zu erforschen.

    Viele Grüße
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Juni 2016
  10. Dilbert

    Dilbert Sehr aktives Mitglied

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    Angst ist grundsätzlich ein subtiles und nicht definiertes Warnsignal. Ist es definiert, dann ist es Furcht, übertrieben Phopie.

    D.
     
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