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Blutsverwandtschaft

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von Elbareth, 20. April 2005.

  1. Elbareth

    Elbareth Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. April 2005
    Beiträge:
    5
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    Hat hier schon einmal jemand gehört, dass es nicht ethisch vertretbar sei, Menschen aufzustellen, die nicht anwesend und womöglich nicht einverstanden sind mit der Aufstellung, weil sie das als übergriffig empfinden oder nicht wollen, dass etwas "herauskommt".
    Ich habe einen konkreten Fall erlebt, wo ein Vermieter nicht wollte, dass er aufgestellt wurde und sich beschwert hat, als er es erfahren hat. Übrigens ein Vermieter mit spirituellem Hintergrund und Wissen.
    Nun sagen auf einmal viele, die auf der Aufstellung waren und auch Aufstellungen gut kennen, das sei doch altbekannt, dass man nur Blutsverwandte aufstellen darf und es bei allen anderen Menschen - es sei dennn, sie stimmen zu - ein Übergriff sei.
    Mich würde die Meinung hier interessieren und vielleicht weiß auch jemand, was Hellinger dazu sagt.
    Danke
    Elbareth
     
  2. Christoph

    Christoph Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2004
    Beiträge:
    1.488
    Ort:
    Kiel, Schleswig-Holstein (D)
    Hallo Elbareth,


    also so etwas habe ich bisher noch nicht gehört. Immerhin geht es doch um die Wirkungen, die sich zwischen Personen ergeben und nicht darum, jemanden auszuspionieren. Allerdings kann es sein, dass es sinnvoll für den Aufstellenden und dessen System ist, einem Wunsch danach, bei einer Aufstellung ausgeblendet zu werden, nachzukommen. Dann wäre der Verweigernde verantwortlich für die weiteren Folgen (bei Familiensystemen möglicherwiese den Tod des Menschen mit dem Aufstellungsanliegen) und der wäre dann das Schicksal dessen, der aufstellen will.

    Aufstellungen aus Neugier oder um an verborgene Informationen zum Zwecke der Intrige und Manipulation zu kommen funktionieren m.W. nicht.

    Was ich tatsächlich übergriffig fände (und was auch keine brauchbaren Ergebnisse gibt) ist, das System eines anderen aufzustellen. z.B. eines Lebenspartners oder gar in einer Organisationsaufstellung bei einem Untergebenen den Vorstand des Unternehmens mit allen Hintergründen.

    Hier hat es wesentlich positivere Wirkungen, die Verantwortung in der Aufstellung einfach dort zu lassen wo sie hin gehört. Also beispielweise:

    Es zeigt sich in einer OA, dass die Vorgesetzten des Aufstellenden ein Problem haben, dann darf das nicht in seiner Aufstellung gelöst werden, sondern nur in Bezug auf ihn - er gibt es zurück an die Chefs.

    Für mich stellen sich dabei allerdings eher ganz pragmatische als ethische Fragen.

    Viele Grüße
    Christoph
     
  3. angus

    angus Guest

    Liebe(r) Elbareth,

    genau diese Bedenken hatte ich bei dem Aufstellen eben auch. Das man in sehr tiefe Bereiche von Menschen vordringt, die keine Ahnung davon haben, was geschieht und dann noch das Verändern von Positionen der Betroffenen. Sie spüren die Auswirkungen im Unbewussten schließlich auch.

    Heute meine ich, daß alle Menschen, die mit mir und meinem Leben zu tun haben auch gestellt werden dürfen, sofern es für die Bewusstwerdung und Auflösung von Verstrickungen notwendig ist. Aber nur so und in einem solchen Fall, der wirklich mein eigenes Leben betrifft.

    Verwerflich fände ich nach wie vor, aus Neugierde Dinge entdecken zu wollen oder für andere Menschen eine Aufstellung vornehmen zu lassen. Also z. B. wenn Mütter für erwachsenen Söhne oder Töchter in Bezug auf Partnerschaft Aufstellungen machen lassen wollten. Oder um Menschen manipulieren zu wollen, also zu versuchen, einem Prozess eine von Dir gewünschte Richtung zu geben.

    Nur blutsverwandt ist schwierig. Hätte ich Eheprobleme, müsste ich logischerweise auch meinen Mann aufstellen. Oder evtl. seine Mutter. Oder evtl. einen vorherigen Partner von mir oder Partnerin von ihm. Oder stell Dir vor, Du hättest am Arbeitsplatz massive Probleme mit einem Kollegen
    oder Deinem Chef.

    Generell denke ich, daß man sehr verantwortungsvoll mit diesen Dingen umgehen sollte, weil man sich wirklich in sehr tiefe Schichten vorwagt. Und dafür braucht man einen guten Familiensteller, für dessen Suche man sich ruhig ein bischen Zeit nehmen sollte. Ich glaube, man muß auch offen und bereit sein, die eigene Position in Frage zu stellen. Wenn diese Voraussetzungen stimmen, kann man sich dem Prozess auch vertrauensvoll zuwenden.

    Ich denke, ein wirklich kompetenter Familiensteller lässt sich auch gar nicht auf irgendwelche Dinge ein, die nicht unmittelbar zur Lösung Deiner Problemstellung notwendig sind.

    Das ist aber meine eigene (Laien)Meinung. Bestimmt können Dir andere hier professionelle Auskunft geben.


    Liebe Grüße

    angus
     
  4. Elbareth

    Elbareth Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. April 2005
    Beiträge:
    5
    lieber christoph, danke für deine antwort.

    ich war mal bei einer aufstellung dabei, wo eine frau probleme mit ihrem partner hatte, weil der sich nicht so richtig einließ.
    die aufstellerin stellte nun die familie des partners auf, der halbwaise war und sehr unter dem tod seines vaters und danach seines stiefvaters gelitten hatte.
    diese aufstellung war dann wohl auch nicht so ganz im sinne des erfinders, oder? ich fand die aufstellerin eigentlich sehr kompetent und gut und das ergebnis der aufstellung, nämlich dass die frau sich wohl damit abfinden soll, dass der mann sie nicht wirklich will, traf auch zu.

    manchmal verselbständigt sich das ganze ja auch, dann kommen auf einmal sachen heraus, die vorher niemand geahnt hätte und ohne dass sie herausgekommen wären hätte vielleicht niemand protest erhoben.

    in meinen augen kann man ja nichts erzwingen und was passiert, das passiert eben, weil die menschheit verbunden ist und die getrenntheit eine illusion. natürlich gibt es immer welche, die dagegen protestieren.


    vielen dank für deine gedanken
    elbareth
     
  5. angus

    angus Guest

    Oh, ich sehe, daß Du gerade schon eine kompetente, professionelle Auskunft bekommen hast. Prima.


    l.g.

    angus
     
  6. Marie_A

    Marie_A Mitglied

    Registriert seit:
    5. Oktober 2004
    Beiträge:
    237
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    hi,


    ich hab das miterlebt, was du beschreibst hier elbareth, eine mir bekannte person, aufsteller, hat das system des wunschpartners ( selber klient beim aufsteller ) aufgestellt, ohne sein wissen um ihn aus der "blockade" herauszuholen.

    resultat gleich null, eher noch mehr chaos! ich bin in meiner arbeit völlig neutral, wenns irgendwie geht, halt also persönliche meinung zurück. eher klagemauer ... aber da zuckt bei mir jegliche zelle innerlich zusammen!

    ich find auch das gehört in den thread von missbrauch des familienstellens ...
     
  7. Christoph

    Christoph Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2004
    Beiträge:
    1.488
    Ort:
    Kiel, Schleswig-Holstein (D)
    Hallo Angus,


    ich stimme dir zu.

    Viele Grüße
    Christoph


    Hallo Elbareth,

    Ich habe neulich auch so eine Aufstellung gesehen und ich weiß aus meinen Anfangszeiten, wie verlockend das ist (zumal wenn man "nur zu Übungszwecken" das eigene Jetzt-System - allerdings mit Anliegen - aufstellt).

    Solche Ansinnen - Aufstellung um den Partner zurecht zu biegen z.B. - sind absurd. Der Betreffende und sein System werden eine erhebliche Gegenbewegung machen. Und dazu braucht derjenige gar nicht wissen, dass er aufgestellt wurde.

    Viele Grüße
    Christoph
     
  8. friedl

    friedl Mitglied

    Registriert seit:
    14. April 2005
    Beiträge:
    212
    Ort:
    österr
    Hallo..
    diese frage stellt sich bei so ziemlich jeder praktik.. darf ich über jemanden anderen pendeln, horoskope erstellen, kartenbilder legen, wenn er es nicht will?

    ich halte es so, dass ich vorher frage... wenn es für meine ganz persönliche Entwicklung wichtig ist... (wie die frage, wie bin ich verstrickt, was hab ich aufzulösen) dürfte es kein problem sein.
    aber selbst, wenn ich für neugeborene aus dem bekanntenkreis horoskope mache, frage ich vorher die eltern, ob sie das möchten..

    manchmal fühle ich mich so, als ob ich ein tagebuch lesen würde, das mich eigentlich nix angeht (schließlich kommt auch bei solchen methoden sehr viel intimes zu tage, das oft nicht einmal die betreffende person weiß).

    eine weitere frage ist: kann ich mit einer antwort umgehen?
    wenn ich bei einer aufstellung etwas über "fremde" personen erfahre, schaffe ich es, es neutral zu nehmen, nicht zu bewerten und auch die betreffende person nicht damit zu konfrontieren...

    fragen über fragen, die einen sehr verantwortungsvollen umgang brauchen. schließlich reicht unsere freiheit nur soweit, dass sie die freiheit anderer nicht einschränkt!

    bin sehr gespannt auf die weiteren meldungen zu dem thema!

    liebe grüße
    nina
     
  9. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
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    5.379
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    Graz
    sicher eine bedenkenswerte frage... die versuchungen der neugier sind groß, und es gilt wohl auch für diese gier das sprichwort "die gier ist ein schwein".

    was den übergriff betrifft, so meine ich dennoch, dass diese befürchtung wohl eher bei denen besteht, die keine realen erfahrungen mit dem stellen haben. da entsteht dann leicht der eindruck, was sich in den aufstellungen zeigt, wäre ein abbild der realen fakten. und ich hab's erlebt, dass das in einer aufstellung so quasi als vaterschaftstest missbraucht wurde... schlimm.

    es geht um die systemischen beziehungen der aufstellenden person zu ihrem system, und die zu betrachten, ist wohl in keiner weise indiskret oder ein übergriff auf die sphäre dritter. "ich liebe madonna!" kann ich jedem sagen, das ist auch kein übergriff auf madonna. "madonna liebt mich!" wäre hingegen eine übergriffige unterstellung. "ich empfinde meinen vermieter als einen, mit dem ich teile meiner vater-thematik wiederhole" ist eine aussage über mich, die dem vermieter nichts antut. "mein vermieter ist ein schuft, weil er mich genauso behandelt wie mein vater" ist ein übergriff und im übrigen alles andere als ein lösungsansatz.

    der missbrauch beginnt überall dort, wo faktische behauptungen aufgestellt werden bzw. einsichten in innere dynamiken mit faktizität beanspruchenden aussagen über dritte verwechselt werden.

    und schließlich gibt es noch das risiko, dass jemand behauptungen über dritte aufstellt, die übergriffig sind. das kann in einer aufstellung genauso passieren wie am wirtshaustisch und hätte auch - etwa im falle einer verleumdung - die gleichen folgen. eine aufstellung ist kein geschützter raum, in dem ich verleumden darf.

    wir haben das ja in diesem forum in anderen zusammenhängen schon oft und oft vorgeführt bekommen ... all diese anfragen um partnerzauber und um astrologische auskünfte, ob er/sie/es mich liebt und ob in den karten steht, wer mir böses will etc. --- die verlockungen, die lösungen im außen zu suchen statt bei mir, sind nun einmal groß. wenn das beim systemischen stellen versucht wird, geht es genauso daneben wie überall sonst.

    alles liebe, jake

    p.s.: was mir überhaupt nicht in den kopf will: warum sollte ein übergriffiges verhalten bei blutsverwandten weniger schlimm sein?
     
  10. Elbareth

    Elbareth Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. April 2005
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    5
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    ja, ich bin auch der Meinung, dass Übergriffe genauso bei Blutsverwandten möglich sind und zu unterlassen sind.
    Ich wurde selbst aufgestellt bei dieser besagten Aufstellung, wo sich der Vermieter beschwert hat und habe kein schlechtes Gefühl dabei gehabt. Ich fand es nicht übergriffig.
    Es ist auch nichts herausgekommen, was nicht eh schon bekannt war.
    Die Liebe sollte halt wieder fließen.
    Hat aber nichts funktioniert.
    Meiner Meinung nach lag das daran, dass die Aufstellerin zu zögerlich war und keine wirklichen Lösungen zuließ. Sie ließ alles offen. Genauso war es ja vorher auch.
    Nunja, es wird schon seinen Sinn haben
    Nochmals danke
    Elbareth

    PS: Wieso steht unter meinem Namen "neugierig"?
     

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