Mal wieder ein paar Gedanken zum Thema... zur Abwechslung
Der Link, mit dem Beere ihr Zitat be-quellt

, den hab ich mir selbstverfreilich angeschaut. Bin ja ein neugieriger Mensch.
*Senftube auf*
Die Worte, die da aus den diversen Lehrreden zitiert werden (schön selektiv, versteht sich - mühsam, da dem Kontext nachzugoogeln, aber es geht in den meisten Fällen, Internet ist ja groß und weit) - die richten sich, wie ich dem ergoogelten Kontext jeweils entnehme, an die Mönche. Wenn er sagt, "kann nicht mein Schüler sein" - dann heißt das explizit, kann mir nicht als Mönch auf meinen Wanderungen folgen.
Ich kann also sehr wohl sagen, ich bin Buddhistin - und ich esse Schnitzel. Ich kann dann nur nicht als ordinierte Bhikkuni leben. Will ich ja auch gar nicht - denn dann müßte ich ja auch Glatze tragen, dürfte nur zwei Mönchsroben besitzen und müßte Heim und Familie verlassen...
Es ist immer einfach, aus dem Zusammenhang gerissene Satzfetzen als Schlag-Worte zu verwenden - um damit dem anderen meine überzeugung um die Ohren zu hauen. Aber nicht sinnvoll. Denn gerade bei Buddha wissen man muß

- zu wem hat er grade gesprochen. Weil es ihm nicht um den Wortlaut ging, sondern um die mit den Worten erzielte Wirkung. Dann stolpert man nämlich auch nicht über scheinbare Widersprüche...
Das kann übrigens auch bei dem Herrn aus Nazareth nicht schaden... auch der hat zu seinen Jüngern in anderem Ton geredet als zu den Zöllnern.
Also. Buddhistisch gemeinter Begriff "Sangha" besteht aus ordinierten Ordensangehörigen und Laien. Gehen verschiedene Wege auf gleicher Grundlage. Im Rahmen meiner Möglichkeiten bewußt werdend. Und durchaus als Laie auch Fleisch essend. (Für Laien bedeutet "nicht töten" ausdrücklich "nicht andere Menschen töten"). In allen buddhistischen Ländern wird Fleisch gegessen... und keinem Mönch würde es einfallen, solch einen fanatischen Feldzug anzufangen. Er selbst hat sich entschieden, auf seinem Weg dieses nicht mehr zu tun, und gut ist.
*Senftube zu*
Gruß
Kinny