Sexuelle Enthaltsamkeit

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Aber mir geht ausschliesslich darum, das höchste aller menschlichen Ziele zu verwirklichen.

Hallo Opti :)

Dann mach es doch endlich, anstatt dauernd darüber zu reden.

Was machst Du eigentlich so ganz praktisch, um das höchste aller menschlichen Ziele zu erreichen, ausser keinen Sex zu haben und irgendwelche, vermeintlich Erleuchtete, zu zitieren?

Das würde mich echt mal interessieren?

Liebe Grüße

Bonobo
 
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He Opti wir brauchen, na weist schon, .. einen langen Text!


Oder bist du heute gegen Yoga, weil das die Gelenke schädigt? :confused:

Ich habe auch gehört Astralreisen sollen bloß Einbildung sein.

Beim Kartenlegen soll man niemals über die Warscheinlichkeit kommen.

Seelenverwandschaften sind Blödsinn.

Engel und Drachen und aufgestiegene Meister und Dämonen und Dyaden sind Halluzinationen. :nudelwalk


Aber Sexuelle Enthaltsamkeit, die ist toll!:weihna1 :baden:

was du so alles hörst, ist eine ganze menge. so ein forum ist doch immer zu etwas nütze :clown:
 
Einer der krassen Widersprüche, die Opti offenbar nicht auffallen. Zum einen vertritt er einen ziemlich platten Materalismus, eine Weltkonstruktion, die ohne Gott, Seele, Jenseitswelten, außersinnliche Wahrnehmung usw. auskommen möchte. Wirklich ist, was sich nachweisen läßt. Auf der anderen Seite redet er nach wie vor von *Spirituaität* und *Erleuchtung*, ohne zu merken, daß dieses Gerede innerhalb seiner eindimensionalen Weltkonstruktion zu leeren Worthülsen geworden sind.

Wie soll *Spiritualität* und *Erleuchtung* denn ohne metaphysische Dimension aussehen?

:confused:

Was kann überhaupt noch Inhalt von Erleuchtung sein, wenn nur das, was sich anpacken läßt, ums mal plakativ zu sagen, als wirklich behauptet wird und alle Aspekte, die über das Handgreifliche hinausweisen, als Hirngespinste abgetan werden?

Eine erschreckend enge, kalte Welt, die da konstruiert wird, in der noch das letzte, was ein wenig Wärme spenden könnte, via Brahmacharya-Ideologie einkassiert werden soll.

Die Opti-Welt empfinde ich als ein einziges Gruselkabinett.
 
Brahmacharya aus der Sicht des Ayurveda I

Von den fünf Yamas, den fünf moralischen Werten des Rajayoga (Gewaltlosigkeit, Ehrlichkeit, Nichtstehlen, Brahmacharya (Enthaltsamkeit), Unbestechlichkeit) hat allein Brahmacharya eine physiologische Komponente, das durch die indische Medizin, dem Ayurveda, studiert wurde. Entsprechend Ayurveda gibt es sieben Dhatus, sieben Elemente, im menschlichen Körper.

Die sieben Dhatus:

1. Rasa = Nährstoffe
2. Rakta = Blut, Hämoglobinanteil des Blutes
3. Mamsa = Muskeln, Muskelgewebe
4. Meda = Fett, Fettgewebe
5. Asthi = Knochen, Knochengewebe
6. Majja = Knochenmark und Nerven
7. Shukra = Samen (weiblich: Eizelle)​

Die Nahrung, die wir essen, wird verdaut, in seine Nährstoffe (Rasa) umgewandelt, die vom Körper aufgenommen werden. Rasa wird in Blut, Blut in Fleisch, Fleisch in Fett, Fett in Knochen, Knochen in Mark und Mark in Samen (Eizellen), umgewandelt. Entsprechend dieser Theorie entspricht Samen dem 7. Dhatu, dem wichtigsten und am stärksten verfeinertem Dhatu. Der Samen (die Eizellen) ist (sind) also die Essenz aller sechs vorhergehenden Dhatus. Folglich kann man seinen Verlust als einen großen Verlust betrachten. Wird der Samen dagegen bewahrt, dann wird er vom Körper aufgenommen und in Ojas (spirituelle Energie) umgewandelt. Ojas ist noch subtiler (feiner) als der Samen. Ojas besitzt einen physischen, als auch einen feineren geistigen Aspekt. Es ernährt nicht nur den Körper, sondern auch das Gehirn und das Nervensystem. Es verleiht dem Menschen Charm und körperliche Ausstrahlung, es schärft den Intellekt, erhöht das Gedächtnis, verleiht ihm Heiterkeit, Gelassenheit und Seligkeit.

Quelle: Brahmacharya

Fortsetzung folgt.
 
Hallo Opti :)

Dann mach es doch endlich, anstatt dauernd darüber zu reden.

Was machst Du eigentlich so ganz praktisch, um das höchste aller menschlichen Ziele zu erreichen, ausser keinen Sex zu haben und irgendwelche, vermeintlich Erleuchtete, zu zitieren?


Nun ja, er missioniert. Und zwar mit einer Energie, die zur Bewunderung herausfordert.

Vielleicht ist doch was dran an dieser Sublimierungstheorie. Sexuelle Energie wird in Missionierungsenergie umgewandelt.

Nur als Idee, bin mit dieser These nicht verheiratet.

:)
 
Brahmacharya aus der Sicht des Ayurveda II

Entsprechend Ayurveda würde folglich ein übermäßiger Verlust des Samens, durch sexuelle Befriedigung, zur Schwächung der vorhergehenden sechs Dhatus (Nährstoffe, Blut, Muskeln, Fett, Knochen, Knochenmark) führen, da die Energie hauptsächlich für die Erzeugung neuer Samenzellen (Spermien) benötigt wird. Ausserdem würde es die Produktion von Ojas (spiritueller Energie) vermindern. Es wird daher ausdrücklich empfohlen, den Samen nur zur Zeugung zu nutzen und ihn nicht andersweitig zu vergeuden. Gibt es irgendwelche Entsprechungen dieser Theorie in der modernen Physiologie? Wahrscheinlich nicht. Es ist schwierig, für diese Theorie des Ayurveda in der schulmedizinischen Physiologie entspechende Bestätigungen zu finden. Beide Systeme, sowohl die moderne Schulmedizin, als auch Ayurveda, haben ihre eigenen Theorien und Konzepte, die völlig unterschiedlich zu einander sind und es gibt keinen vernünftigen Grund, ein Konzept mit Hilfe des anderen zu bestätigen.

Entsprechend der modernen Physiologie wird das periphere Nervensystem des Menschen durch zwei Nervensysteme, nämlich durch das somatische Nervensystem und das vegetative Nervensystem (autonomes Nervensystem), geregelt. Das periphere Nervensystem umfasst den Teil des Nervensystems, der außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks liegt. Das somatische Nervensystem steht unter der Kontrolle des Menschen. Es regelt die Motorik (Bewegung), die Oberflächensensibilität (Tastsinn) und die Tiefensensibilität (Eigenwahrnehmung des Körpers). Das autonome Nervensystem besteht aus zwei Komponenten, dem sympathischen (Sympathikus) und dem parasympathischen Nervensystem (Parasympathikus). Die Autonomie des vegetativen Nervensystems (VNS), bezieht sich auf den Umstand, dass über das VNS biologisch festliegende, automatisch ablaufende innerkörperliche Anpassungs- und Regulationsvorgänge ablaufen, die deswegen vom Menschen willentlich nicht direkt, also allenfalls indirekt beeinflusst werden können. Die meisten Organe werden von beiden Systemen, also vom Sympathikus, als auch vom Parasympathikus, gesteuert, die antagonistisch (mit entgegengesetzter Wirkung) wirken und dadurch eine äußerst feine Regulation der Organtätigkeit ermöglichen.

Sowohl der Sympathikus als auch der Parasympathikus werden im hohen Grade während des Geschlechtsverkehrs angeregt. Wann immer wir emotional beunruhigt sind, sei es durch Zorn, Angst oder in sexueller Erregung, wird das autonome Nervensystem aktiviert. Das Herz fängt an, schneller zu schlagen, die Atmung wird schnell und unregelmäßig, es bildet sich Schweiß und die Speichelabsonderung nimmt zu oder ab. Solche wiederholten unnatürlichen Aufregungen des autonomen Nervensystems, sowie des Herz-Kreislaufs-Systems und der Atmung, können dauerhafte Schäden dieser Organe nach sich ziehen.

Fortsetzung folgt.
 
Einer der krassen Widersprüche, die Opti offenbar nicht auffallen. Zum einen vertritt er einen ziemlich platten Materalismus, eine Weltkonstruktion, die ohne Gott, Seele, Jenseitswelten, außersinnliche Wahrnehmung usw. auskommen möchte. Wirklich ist, was sich nachweisen läßt. Auf der anderen Seite redet er nach wie vor von *Spirituaität* und *Erleuchtung*, ohne zu merken, daß dieses Gerede innerhalb seiner eindimensionalen Weltkonstruktion zu leeren Worthülsen geworden sind.

Wie soll *Spiritualität* und *Erleuchtung* denn ohne metaphysische Dimension aussehen?

Sowohl die Spiritualität als auch die Erleuchtung geben nicht das wieder, worüber ich eigentlich spreche, da die Spiritualität normalerweise mit übernatürlichen (göttlichen) Dingen identifiziert wird, und die Erleuchtung irgendwo ziemlich diffus im Raum steht. Deswegen spreche ich auch nicht gerne von Erleuchtung. Wenn man diese Ausdrücke allerdings benutzt, dann weiß eigentlich jeder sofort, wovon die Rede ist und man braucht keine großen Umschreibungen zu verwenden. Also benutzt man sie, um sich das Leben etwas einfacher zu machen.

Zur sogenannten Erleuchtung ist aber kein Gott erforderlich, jedenfalls soweit wie wir das beurteilen können. Die "Erleuchtung" beruht im Prinzip auf physiologischen Veränderungen. Zur "Erleuchtung", ich nenne sie eigentlich lieber Genesung, ist also keine methaphysische Dimension erforderlich. Ausserdem stelle ich mir die Frage, warum die Menschen sich eigentlich so massiv an das Göttliche klammern. Wir wissen gar nichts von diesem Göttlichen. Warum also klammern sich die Menschen so daran? Das kann man doch eigentlich nur noch psychologisch erklären.
 
Sowohl die Spiritualität als auch die Erleuchtung geben nicht das wieder, worüber ich eigentlich spreche, da die Spiritualität normalerweise mit übernatürlichen (göttlichen) Dingen identifiziert wird, und die Erleuchtung irgendwo ziemlich diffus im Raum steht. Deswegen spreche ich auch nicht gerne von Erleuchtung. Wenn man diese Ausdrücke allerdings benutzt, dann weiß eigentlich jeder sofort, wovon die Rede ist und man braucht keine großen Umschreibungen zu verwenden. Also benutzt man sie, um sich das Leben etwas einfacher zu machen.

Zur sogenannten Erleuchtung ist aber kein Gott erforderlich, jedenfalls soweit wie wir das beurteilen können. Die "Erleuchtung" beruht im Prinzip auf physiologischen Veränderungen. Zur "Erleuchtung", ich nenne sie eigentlich lieber Genesung, ist also keine methaphysische Dimension erforderlich. Ausserdem stelle ich mir die Frage, warum die Menschen sich eigentlich so massiv an das Göttliche klammern. Wir wissen gar nichts von diesem Göttlichen. Warum also klammern sich die Menschen so daran? Das kann man doch eigentlich nur noch psychologisch erklären.

Okay, das ist konsequent, daß du die Begriffe "Erleuchtung" und "Spiritualität" fallen läßt. So meinte ich es. Es ergibt sich zwingend aus deiner Philosophie. Sexuelle Enthaltsamkeit führt also zur Genesung und ist ein rein physiologischer Vorgang, wie du ja sagst. Im Wort "Genesung" ist zwar ein Werturteil enthalten, nämlich, daß der nicht-enthaltsame Zustand, in dem wir uns alle außer dir befinden, ein krankhafter Zustand ist, aber damit kann man leben.

Ich finde, diese wichtige Erklärung dürfte so einige Schärfe aus der Diskussion nehmen. Danke für die Erläuterung.

:)
 
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Okay, das ist konsequent, daß du die Begriffe "Erleuchtung" und "Spiritualität" fallen läßt. So meinte ich es. Es ergibt sich zwingend aus deiner Philosophie. Sexuelle Enthaltsamkeit führt also zur Genesung und ist ein rein physiologischer Vorgang, wie du ja sagst. Im Wort "Genesung" ist zwar ein Werturteil enthalten, nämlich, daß der nicht-enthaltsame Zustand, in dem wir uns alle außer dir befinden, ein krankhafter Zustand ist, aber damit kann man leben.

Ich finde, diese wichtige Erklärung dürfte so einige Schärfe aus der Diskussion nehmen. Danke für die Erläuterung.

:)

Ich denke, damit sind die Schwierigkeiten keineswegs beseitigt, wohl jedenfalls nicht in deinen Augen, denn wenn die Yogis von Erleuchtung sprechen, dann meinen sie im Grunde genommen dasselbe wie ich, obwohl sie es zumindest teilweise, speziell natürlich die Mönche, durch eine tiefe Religiösoität erlangt haben. Die buddhistischen Mönche dagegen, kennen wiederum keinen Gott.
 
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