Der Punkt ist, dass diese Einstellung eine Glaubenssache ist. Das heisst aber noch lange nicht, dass dir irgendeine höhere Macht bei deiner Entscheidungsfindung geholfen hat. Und wenn man die Entscheidungsfindung dermaßen dem Zufall überlässt, dann muss man sich nicht wundern, wenn man nicht unbedingt die beste aller Lösungen findet. Und wenn du ein ernsthaftes Problem hast, dann ist es keineswegs so, dass du nicht sehr intensiv darüber nachdenken würdest. Das Ergebnis fällt dir durchaus nicht wie von selbst in den Schoß, sondern du denkt immer wieder einmal über den einen oder anderen Aspekt nach. Und genau in diesem Punkt setzt das Bewusstsein ein. Und zwar lässt es sich so weit in das Geschehen ein, wie der Mut der betreffenden Person es zulässt. Trifft der Mut auf Grenzen, die ihm Angst bereiten, die er nicht überwinden kann, dann kann derjenige auch nicht die ganze Situation erfassen, weil die Teile ausgeblendet bleiben, die zu angstbesetzt sind. Man sieht die Realität also verzehrt. Und aus dieser verzehrten Realität heraus, trifft man seine Entscheidungen.
Und vielfach geht man den Problemen einfach aus dem Weg, weil man jegliche persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich scheut. Wenn ich mir z.B. ansehe, wie manche Leute auf meine Beiträge reagieren, dann wundert es mich doch sehr, dass sie ihr eigenes Verhalten gar nicht hinterfragen. Sie reagieren teilweise ziemlich wütend und beleidigend. Und dann frage ich mich manchmal schon, warum die Leute es scheinbar nicht einmal bemerken, wie sie reagieren und warum sie sich nicht einmal die Frage stellen, warum sie eigentlich so reagieren. Das zeigt mir, dass die Menschen nicht wirklich frei sind, sondern wie aus einer Zwangsjacke heraus, aus der sie sich nicht befreien können, reagieren.