Eben... und das hat was mit ICH-Reife zu tun!
Wie erklärst denn du solche Reife-Unterschiede, wenn nicht mit der Häufigkeit von Wiedergeburten?
Um einem deiner möglichen Argumenten zuvor zu kommen:
Wieso gibt es diese Ungerechtigkeit, das der eine in solche mitverursachenden Umwelten ... Familien... Heimaufenthalte ... ect.
reingeboren wird... und eine andere Person hat viel besser Startbedingungen????
Oder noch die Gene???
Das fände ich, wäre ebenfalls ein sehr ungerechtes Weltbild!
Diese scheinbaren Ungerechtigkeiten können durch das Re-Inkarnationsmodell logisch erklärt werden!
Biete du doch mal ein anderes Modell, bzw. Welt- und Menschenbild an, das den geheimen Groll gegen solche Ungerechtigkeit beschwichtigen könnte!
Einfach "Humbug" sagen.... und fertig????
Nö, da kam gerade ein Bedürfnis, das mir helfen wollte: Ich musste zwischendurch mal aufs Klo.
Es wäre gelogen, wenn ich schreiben würde, ich verstehe ALLES.
Ich verstehe das, worin ich selbst Erfahrungen habe und wo ich die Welt relativ objektiv beobachten kann.
Warum das Leben manchmal für den Einen unglücklich verläuft und bei einem anderen relativ besser glückt, darüber habe ich mir natürlich auch Gedanken gemacht.
Meine Beobachtungen haben Folgendes ergeben:
Aus Naivität und Angst
In meinem Blog habe ich, was mir diesbzgl. auffiel, in einigen Texten kurz zusammen gefasst.
Warum mir gewisse Dinge manchmal schneller auffallen, könnte damit zusammen hängen, dass ich mich in meiner Kindheit fast schon selbst erzogen habe. Alle in meinem Umfeld waren schwer beschäftigt und manche haben gearbeitet und keiner war da, der mich nach unserer heutigen Auffassung darüber erziehen konnte. Ich war immer schon mein eigener Herr und Meister, seit meiner frühesten Kindheit und musste mein Leben entsprechend selbst organisieren. Geschwister habe ich auch keine. Das war nicht immer einfach, es hat mir aber sehr viel an Erfahrung gebracht, worauf ich in meinem Leben bauen konnte.
Wohlbehüteten Menschen, denen Entscheidungen abgenommen werden, denen diktiert wird, wie sie zu sein haben, fällt dies schwer.
Mit dem Gedanken an Reinkarnation kam ich bisher nie zu einer Lösung, zumal es nicht den geringsten Beweis dafür gibt, der dazu beitragen könnte, einen solchen Gedanken anzunehmen.
Jung beschreibt in seinem Buch die Kausalität und die Synchronizität und beide kann ich voll annehmen, denn sie entsprechen meinen Erfahrungen.
Um Reinkarnation als These gelten zu lassen, müsste ich
sehr weit in die Welt der Fantasie eintauchen. Das will ich aber nicht.
Das mit den Genen ist genau so, wie mit den Gedanken. Es gab mal auf N-TV eine Doku darüber, die ich sehr interessant fand. Es wurden eineiige Zwillinge als Versuchspersonen herangezogen und an ihnen bewiesen, dass fast identische Gene nicht identische Erfahrungen und Leben bedeuten müssen.
Daher muss auch nicht das Kind dort versagen, wo die Eltern versagt haben. Es kann, aber es muss nicht. Dabei kommt es drauf an, wie die entsprechenden genetischen Schlüssel im Umfeld und Lebenslauf stimuliert werden.
Das Leben ist persönlich und unpersönlich zugleich. Wenn man den Menschen verstehen möchte, dann sollte man m.E.n. sein ganzes Umfeld ebenfalls verstehen. Sonst kann man die Zusammenhänge nicht erkennen und trifft falsche Schlussfolgerungen, die sich nachteilig auswirken können.
LG
Justi