Hallo Fhedor,
danke für Deine ausführliche Beschreibung!
Hallo PPMc,
ja...ok...
ich danke dir auch für deine ausgiebige und für mich ergiebige Entgegnung... deine konstruktive Analyse... deine Antithesen...und deine Synthesen fördernden Anregungen!!!
Es war für mich ein tolles Gefühl, dich zu lesen!
Weißt du, es ist ja ein überaus komplexes Thema...Sinn und Zweck und Prozess des Seins und Bewusstseins... in so einem
kurzen 
Essay alle Facetten des Themas zu beleuchten und so eloquent zum Ausdruck zu bringen, dass der Gesprächspartner auch genau das so versteht, wie man es eigentlich gemeint hat!!!
Mir fällt es nicht so leicht, immer alles so differenziert und genau zutreffend zu formulieren... und so habe ich durch deine Entgegnungen erst gemerkt, wo ich zu ungenau formuliert habe. Ich finde es viel leichter in einem mündlichem Gespräch zu diskutieren, weil man da ja gleich die Fehlformulierungen von dem Gesprächspartner zurückgemeldet bekommt, und man dann nachbessern kann!
Ich habe den Eindruck - nach deiner Entgegnung - dass ich mit dir und deiner Sicht zu 98% übereinstimme... und dass die restlichen 2% auch nur auf einem Missverständnis beruhen, u.zw. denke ich, geht es um dieses:
Es geht also NICHT darum, einen Gipfel erstmals zu erklettern, sondern darum, die Verbundenheit mit der Schöpfung wiederzuerlangen (re-ligare). Der ganze Ausflug in die Individualität dient lediglich dazu, Selbst-Bewusstsein zu erlangen. Nicht die Gipfelerfahrung ist der Ausflug, sondern der Weg durch die Individuation ist der Ausflug, von dem wir Selbst-Bewusstsein mitbringen - und die Gipfelerfahrung ist ein Hinweis auf die Grundlage und die Rückkehr.
Die ganze Eskapade der sterblichen Existenz ist mithin umschlossen von der wirklichen, göttlichen Existenz, und in gewissem sinne auch beschützt. Es ist NICHT erforderlich, sich vor Gott zu schützen - das war lediglich die alte Lüge der Priester!
Ja genau - so sehe ich es auch!!!
Aber es scheint doch einen Unterschied zu geben???
Dieser ganze Individuationsweg zurück zum Einheitsbewusstsein ist aus meiner Sicht ja mit einem Zweck der Schöpferischen Intelligenz verbunden, sonst wäre es ja ... ähm... nur Spielerei... oder ... Fopperei... oder ähm... Zeit-Strukturierung ... (hat "ER" Langeweile???

)
Ich bin gerade von einem Satz sehr fasziniert in dem Buch, das ich gerade lese (Alice Bailey: "Verblendung: Ein Weltproblem").
Da heißt es, bezogen darauf, dass wir (das Bewusstsein!) ja "eingekleidet" sind, in einen physischen Körper (als Bewusstseinsträger auf dieser physischen Ausdrucksebene des Seins):
Und diese ganze Substanz wird durch den Tätigkeitstrieb der menschlichen Familie unaufhörlich erlöst und zur Höhe hinangezogen, bis wir eines Tages die Verklärung dieser Substanz und die "Verherrlichung der Jungfrau Maria" - des Mutteraspektes der Gottnatur erleben werden.
Also, das heißt für mich, dass wir nicht einfach nur zurückkehren brauchen zu unserem Ausgangspotenzial, sondern dass wir durch unser persönliches "Abplagen" in unserer Ent-wicklung des Ursprungspotenzials etwas Neues (mit-)erschaffen (müssen) bei unsere "Rückkehr".
Bist du schonmal auf mein
Diagramm über die Entwicklung von Weltall und Mensch gestoßen, das ich hier schon öfters ins Forum reingestellt hatte?
Stammt aus der Richtung Theosophie/Anthroposophie/Bailey und passt m.E. gut zu meiner Vorstellung von Ent-wicklung des Seins und Bewusstsein.
Unter diesem Link kannst du das Diagramm finden!
