Loop
Dauntless Banana
- Registriert
- 10. Oktober 2008
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- 42.059
Lies bitte alles! ... und interpretiere es auch in dem Sinne, wie ich es geschrieben habe, ich hab mich hier schon viel zu oft wiederholt, ein letztes Mal:
Ja, ich habe ganz persönlich traumatisierte Personen erlebt, die den glasklaren Auftrag an mich stellten:
"ich will davon nichts mehr hören, will dazu nichts sagen, ich will endlich ein normales Leben führen und das schlimmste für mich wäre, wenn alle Leute mich nur noch als armes Vergewaltigungsopfer sehen würden"
Klar hab ich gedacht : geht doch nicht, muß doch bearbeitet werden, Täter angezeigt und verurteilt usw., aber das waren nur MEINE Gedanken und NICHT die der Patientin.
Soll ich der Patientin nun sagen, sie MUSS das bearbeiten, sie MUSS den Täter anzeigen??? (und wer übernimmt für solche erneuten Übergriffe die Verantwortung?)
Und: es gibt TATSÄCHLICH Menschen, die ganz Schlimmes erlebt haben und NICHT krank wurden (obwohl sie, verdammt noch mal, jedes Recht der Weilt darauf hatten!).
Sollen wir sie jetzt so lange quälen, bis sie endlich einsehen, daß sie doch bitteschön krank werden müßten/ müssen?
Meine Güte, JEDER der was schlimmes erlebt hat, will ein normales Leben führen und nicht mehr daran denken, auch nachdem es passiert ist und diejenigen noch im Krankenhaus liegen, da wollen die allermeisten es nur noch vergessen und so tun, als wäre nichts gewesen.
Das heißt doch nicht, daß solche Erlebnisse nichts mit krank sein zu tun haben, es heißt nur, daß die Leute noch nicht bereit oder in der Lage sind, darüber zu reden!
Würdest du Dich wirklich mit Traumata auskennen, dann wüsstest Du das, das weiß heutzutage eigentlich jeder Psychologe, daß es eben NICHT heißt, daß das Opfer einer Straftat gesund ist, nur weil es nicht drüber reden will und es wegschiebt!
Bitte informiere Dich mal über sowas.