Schizophrenie

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Lies bitte alles! ... und interpretiere es auch in dem Sinne, wie ich es geschrieben habe, ich hab mich hier schon viel zu oft wiederholt, ein letztes Mal:
Ja, ich habe ganz persönlich traumatisierte Personen erlebt, die den glasklaren Auftrag an mich stellten:
"ich will davon nichts mehr hören, will dazu nichts sagen, ich will endlich ein normales Leben führen und das schlimmste für mich wäre, wenn alle Leute mich nur noch als armes Vergewaltigungsopfer sehen würden"

Klar hab ich gedacht : geht doch nicht, muß doch bearbeitet werden, Täter angezeigt und verurteilt usw., aber das waren nur MEINE Gedanken und NICHT die der Patientin.
Soll ich der Patientin nun sagen, sie MUSS das bearbeiten, sie MUSS den Täter anzeigen??? (und wer übernimmt für solche erneuten Übergriffe die Verantwortung?)

Und: es gibt TATSÄCHLICH Menschen, die ganz Schlimmes erlebt haben und NICHT krank wurden (obwohl sie, verdammt noch mal, jedes Recht der Weilt darauf hatten!).
Sollen wir sie jetzt so lange quälen, bis sie endlich einsehen, daß sie doch bitteschön krank werden müßten/ müssen?


Meine Güte, JEDER der was schlimmes erlebt hat, will ein normales Leben führen und nicht mehr daran denken, auch nachdem es passiert ist und diejenigen noch im Krankenhaus liegen, da wollen die allermeisten es nur noch vergessen und so tun, als wäre nichts gewesen.

Das heißt doch nicht, daß solche Erlebnisse nichts mit krank sein zu tun haben, es heißt nur, daß die Leute noch nicht bereit oder in der Lage sind, darüber zu reden!

Würdest du Dich wirklich mit Traumata auskennen, dann wüsstest Du das, das weiß heutzutage eigentlich jeder Psychologe, daß es eben NICHT heißt, daß das Opfer einer Straftat gesund ist, nur weil es nicht drüber reden will und es wegschiebt!


Bitte informiere Dich mal über sowas.
 
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In den 50er Jahren hatten die meisten Psychiatrieinsassen die Diagnose "Schizophrenie", heute haben es nur noch die wenigsten, dafür liegen ADHS und Borderline voll "im Trend" (zumindest ADHS gab es früher gar nicht ... ich glaub bis heute nicht an diese Krankheit, ist aber nen anderes Thema).


Nicht nur in den 50er Jahren, auch heute noch.
 
Ich kenne den Menschen sehr genau, auch seine Lebensgeschichte.

Ich weiß genau, daß das Unrecht ist, aber wehr Dich mal gegen einen Psychiater! Außerdem weiß es ja schon die Krankenkasse, die kriegen ja die Diagnose.

Wenn die Kasse bezahlt, hast du ständig einen Vormund der dazwischen funkt. Die bezahlen die Rechnungen. Nur vergessen die, wer sie im Grunde bezahlt, gell? Daran sollte dein Freund auch denken. Krankenkassen kann man auch wechseln.
Gut ist bei Psychotherapien, wenn man privat hingeht. Kann sich aber leider auch nicht jeder leisten.:rolleyes:

Nun muss man auch schauen, ob überhaupt ein Psychologe von Nöten ist?
Wenn der Mensch nach einem Traumata nicht direkt für sich oder andere gefährlich ist, sollte er erstmal direkt von den nächsten Angehörigen und Freunden betreut werden. Viel Liebe hat noch nie geschadet. Da öffnet sich so manch einer eher, als bei einem fremden Therapeuten, der auch noch mit Diagnosen kommt.
 
Meine Güte, JEDER der was schlimmes erlebt hat, will ein normales Leben führen und nicht mehr daran denken, auch nachdem es passiert ist und diejenigen noch im Krankenhaus liegen, da wollen die allermeisten es nur noch vergessen und so tun, als wäre nichts gewesen.

Das heißt doch nicht, daß solche Erlebnisse nichts mit krank sein zu tun haben, es heißt nur, daß die Leute noch nicht bereit oder in der Lage sind, darüber zu reden!

Würdest du Dich wirklich mit Traumata auskennen, dann wüsstest Du das, das weiß heutzutage eigentlich jeder Psychologe, daß es eben NICHT heißt, daß das Opfer einer Straftat gesund ist, nur weil es nicht drüber reden will und es wegschiebt!


Bitte informiere Dich mal über sowas.

Also WAS?
... fixieren (geht nicht, macht GOTTSEIDANK kein Richter mit), zwangsmedizieren darf man GOTTSEIDANK in so einem Fall auch nicht, also - einreden, daß sie jetzt schwerst traumatisiert sind und gefälligst Therapie machen müssen, weil sie sonst nicht in Dein Raster passen????

(ich spreche nur von denen, die nicht wollen!!!)

Ab welchem Punkt/ Übergriff/ Straftat genau ist man denn in jedem Falle krank (das muss aber absolut sicher und immer gültg sein, sonst tut man einigen Patienten Unrecht)?
 
Genau das ist der Punkt: es geht nicht freiwillig zum Therapeuten, der Therapeut wurde gerufen, um mit dem Opfer zu sprechen (nach der Straftat und ggfs. nach ein paar Tagen Krankenhausaufenthalt, weil das Opfer so schlimm zugerichtet war) und das Opfer sagte GEANU DAS, was ich beschrieben habe.
Das sind seltene Fälle, aber die gibt es!!

Und noch einmal: wenn das Opfer seine Meinung ändert, darf es das jederzeit, aber kein Therapeut wird sagen: sie MÜSSEN sich aber jetzt unweigerlich in Therapie begeben, dürfen nicht zu ihrer Familie und ihrem Arbeitsplatz zurück, ja ein Therapeut würde noch nicht einmal sagen: sie MÜSSEN das bearbeiten, er würde sagen, sie haben jederzeit das absolute Recht, Hilfe einzufordern.


Nur weil ein Opfer noch nicht bereit ist, über etwas zu reden heißt es nicht, daß es gesund ist, darum geht es!

Du hast behauptet, ein schlimmes Erlebnis hat nichts mit krank werden zu tun, und stützt diese Behauptung darauf, daß manche Opfer sagen, es geht ihnen gut, sie wollen nichts mehr davon hören?

Das ist absolut verrückt!

Und kann auch noch Schaden anrichten, wenn Du sowas einem Opfer sagst, daß das Erlebnis nichts mit seinen Beschwerden zu tun hat, damit kannst Du Menschen sehr sehr weh tun, verstehst Du das nicht?
Damit verpasst Du ihnen noch mal einen Tritt genauso wie der Täter, indem Du den Grund relativierst, das heißt dann doch nichts anderes, als selber schuld, wenn es dir schlecht geht, das Erlebnis und damit der Täter hat damit nichts zu tun und ist auch nicht schuld!

Dir ist wohl echt nicht klar, was Du damit anrichten kannst, was?
 
Wenn die Kasse bezahlt, hast du ständig einen Vormund der dazwischen funkt. Die bezahlen die Rechnungen. Nur vergessen die, wer sie im Grunde bezahlt, gell? Daran sollte dein Freund auch denken. Krankenkassen kann man auch wechseln.
Gut ist bei Psychotherapien, wenn man privat hingeht. Kann sich aber leider auch nicht jeder leisten.:rolleyes:

Nun muss man auch schauen, ob überhaupt ein Psychologe von Nöten ist?
Wenn der Mensch nach einem Traumata nicht direkt für sich oder andere gefährlich ist, sollte er erstmal direkt von den nächsten Angehörigen und Freunden betreut werden. Viel Liebe hat noch nie geschadet. Da öffnet sich so manch einer eher, als bei einem fremden Therapeuten, der auch noch mit Diagnosen kommt.


Krankenkasse wechseln, sehr lustig. Wohin denn, hier gibt es ja nicht grad viel Auswahl, und eine private nimmt einen ja nicht mehr, schon vergessen? :rolleyes:
 
Also WAS?
... fixieren (geht nicht, macht GOTTSEIDANK kein Richter mit), zwangsmedizieren darf man GOTTSEIDANK in so einem Fall auch nicht, also - einreden, daß sie jetzt schwerst traumatisiert sind und gefälligst Therapie machen müssen, weil sie sonst nicht in Dein Raster passen????

(ich spreche nur von denen, die nicht wollen!!!)

Ab welchem Punkt/ Übergriff/ Straftat genau ist man denn in jedem Falle krank (das muss aber absolut sicher und immer gültg sein, sonst tut man einigen Patienten Unrecht)?


Es geht darum, daß DU gesagt hast, krank sein hat nichts mit schlimmen Erlebnissen zu tun!

Daß die Leute gesund sind, nur weil sie nichts mehr davon wissen wollen!

Um Zwangsbehandlung ging es hier nie, natürlich muß man den Willen des Opfers ernst nehmen, aber man darf deswegen nicht sagen, es sei gesund!
 
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