Schizophrenie

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Jeder hat jederzeit das Recht, sich in Therapie zu begeben oder eben auch nicht und keiner soll sagen "der muß das " oder "der hat das nicht nötig", aber da hat Malve schon wertvolle Worte zu geschrieben.

Genau. Man darf Hilfe in anspruch nehmen, man sollte es auch wenn man das Gefühl hat es könnte was bringen, man braucht sich nicht genieren oder als Schwäche empfinden.
Aber man braucht sichs von niemandem einreden lassen - genausowenig wie ausreden.

Mir fällt grad ein, daß es zur Zeit sehr "schick" ist, Menschen gegenüber zu äußern "da mußt Du aber noch dran arbeiten ..." - ein grausames "Spiel" um sich selbst aufzuwerten und andere abzuwerten.

Hehe - schön dass das nicht nur mir auffällt.
Ich hab das mal als "pädagogische Aggression" bezeichnet - kam nicht wirklich gut an...

lg
P.

P.S: ich glaub ich mag Deinen Stil :)
 
Da kann man dann nur sagen: "Ich hole mir eine Zweitmeinung!"
Das können leider nur diejenigen Patienten tun, die ein wenig Ahnung von ihrer Erkrankung haben - die Anderen schlucken meistens die Diagnose ihres Arztes.

Und dazu evtl. noch Medikamente.
 
Es kann auch mit den eigenen Erfahrungen, mit eigenen Erlebnissen zusammenhängen, dass ein Psychiater etwas anders sieht und behandelt, als ein anderer. Wenn du soweit klar im Kopf bist, was ja auch wichtig ist, grad wenn es um so Diagnosen geht ...

Es gibt ja auch Psychologen, die an Reinkarnation und alles glauben, ein Buddha-Bild an der Wand hängen haben usw. Und Psychologen, für die das nichts ist, die da einen anderen Blickwinkel haben. Naja usw. usf.

Man sagt nicht um sonst, dass viele Köche den Brei verderben.
Einigkeit in der Wahrnehmung sollte schon irgendwo gegeben sein.
In meinem Fall war es mir damals wichtig, dass einer dieser Chirurgen endlich mal zum Punkt kommt, da mir mein Bein weh tat.

Mir kanns wurscht sein, welche Erfahrung ein Arzt gemacht hat, oder nicht.
Fakt ist: Kann er damit einen Kranken heilen, oder nicht?

Das mit den Erfahrungen bezog sich mehr auf so was wie übersinnliche Erlebnisse, Wahrnehmungen und/oder die eigene Meinung diesbzgl. dazu. Was für den einen Humbug ist, gehört für den anderen mit zum Leben dazu, bzw. gibt es da auch Menschen, die dem nicht abgeneigt sind. So egal ist das nicht, find ich. Letztendlich wirst du vielleicht wegen was behandelt, was nicht mal eine Krankheit ist ... (wenn du dich da nicht irgendwann mehr auf dich selbst besinnst.)

Da hat vermutlich auch jeder seine eigene Meinung, je nach Erfahrung.
 
Es kann auch mit den eigenen Erfahrungen, mit eigenen Erlebnissen zusammenhängen, dass ein Psychiater etwas anders sieht und behandelt, als ein anderer. Wenn du soweit klar im Kopf bist, was ja auch wichtig ist, grad wenn es um so Diagnosen geht ...

Es gibt ja auch Psychologen, die an Reinkarnation und alles glauben, ein Buddha-Bild an der Wand hängen haben usw. Und Psychologen, für die das nichts ist, die da einen anderen Blickwinkel haben. Naja usw. usf.

Es muß nicht mit Erlebnissen zusammenhängen, eine Psychologin hat mir das mal erklärt, Psychiater lernen nach/auf(?) verschiedenen Schulen, bei den einen ist Schizophrenie die Diagnose, bei anderen wieder was anderes.

Hat man das Pech, einen Psychiater zu haben, bei dem fast alles Schizophrenie ist, dann kriegt man auch diese Diagnose, und wenn es eigentlich eine Depression oder eine Posttraumatische Belastungsstörung ist.

:dontknow:

Hab ich noch nichts von gehört oder gelesen, wegen dem auf/nach verschiedenen Schulen, dass da verschiedenes gelehrt wird.
 
Beispiel:
1000 Menschen stehen vor einem Baum.
Alle 1000 sehen den Baum. Also ist der Baum real. Die Wahrnehmung ist an dieser Stelle bestätigt.
20 meinen darunter noch einen Geist oder Menschen zu sehen, was die restlichen 980 nicht sehen. Also haben diese 20 Menschen eine Wahrnehmungsstörung (Halluzination).
Nehmen wir an, diese 20 würden den gleichen Menschen unter dem Baum sehen, dann bestünde die Wahrscheinlichkeit, dass sie evtl. etwas sehen, wozu die 980 nicht fähig wären. Diese 20 müssten aber exakt das Gleiche sehen. Hier muss man auch darauf achten, dass die 20 sich nicht gegenseitig manipulieren. Naturtalente solls ja geben.
Wenn sie aber unterschiedliche Menschen bzw. Gestalten sehen, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 99,9 %, dass sie unter Wahrnehmungsstörungen leiden.

Wenn du daher wissen willst, ob du die Realität richtig wahrnimmst, frag 20 - 50 weitere, ob sie das Gleiche wahrnehmen.

Wenn mir von 100 Leuten 80 Leute erzählen, Jesus sei der wahre und einzige Weg, wegen meiner können mir das auch alle 100 erzählen, bin ich dennoch nicht der Meinung, dass das tatsächlich so ist. Genauso können mir 100 von 100 Leuten erzählen, dass der Mensch Fleisch braucht, auch wenn es nicht darum geht, ist nur ein Beispiel von vielen.

Dass da dennoch ein Abgleichen stattfindet und jeder das auch irgendwie für sich macht, da nachforscht, ist wahrscheinlich einfach nur menschlich, oder auch nicht, kann da nicht für alle sprechen. Manche nehmen manches ja auch einfach hin und gut is. So wie sich manche vielleicht auch erzählen lassen, dass sie krank sind, obwohl sie es vielleicht gar nicht sind.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob das tatsächlich so ist, dass diese Leute exakt das gleiche sehen müssen, um da sicher zu gehen, dass es keine Halluzinationen sind. Würde ich so von mir aus jetzt erst mal nicht sagen. Aber kann diesen Gedankengang verstehen, da wie gesagt wohl auch menschlich. Beweise, Sicherheiten usw.

Wegen diesem Gedanken noch ...

Wer weiß schon, wie viele Welten hier eigentlich überhaupt tatsächlich existieren. So was wie Parallelwelten.

Mir kommt manchmal eher das verschoben vor, was manche praktizieren, als das, was andere leben.
 
Das ist für mich ein Paradoxon. Und gerade in der Wissenschaft wird geforscht, und zwar unter anderem nach Ursachen.


Ja klar, es wäre ja auch schön und erleichternd für die Menschheit, für jedes Leiden eine eindeutige Ursache zu haben, es wäre dann viel einfacher zu behandeln.

Aber sie sind eben nicht immer eindeutig, weder im physischen noch im seelisch-geistigen Bereich. Wenn auch bei manchen psychischen Störungen sicher klarer, so dass sich ein eindeutiger Ansatz ergeben kann, wenn der Betroffene das will, wie beispielsweise bei Traumatisierungen durch Gewalt, um die es ja hier inzwischen vor allem geht.

So wie ich aber beispielsweise die Schizophrenieerkrankung meines Bruders einschätzte und erlebt habe, kamen da mehrere Faktoren zusammen. Dazu kam, dass er sich für nicht krank hielt, und nur beim Psychiater, resp. natürlich in der Klinik war, wenn es gefährlich wurde. Und wohl durch seine Schizophrenie bedingt, hat er auch das HIV geleugnet. Wir konnten ihm seine Medikamente dafür aber nicht eintrichtern , deshalb ist er letztlich an Aids gestorben.

Das Beispiel soll nur zeigen, dass zwar die Selbstbestimmung eines Kranken auch geachtet und letztlich akzeptiert werden muss. Wie krank aber jemand ist, zeigt sich nicht in unbedingt in seiner eigenen Einschätzung dazu, sondern am Ausmass seines Leidens und seiner Lebensführung.
 
Checkst du nicht das nicht uzm Zwagnsbehandlungen geht sondern darum das die Behauptung aufgestellt wird traumatische Erfahrungen haben nichts mit psychischen Krankheiten zutun ? Das die Leute gesund sind wenn sie nichts davon wissen wollen , wie du behauptest ?


Die letzte Aussage diesbezüglich war ja die:

Und: es gibt TATSÄCHLICH Menschen, die ganz Schlimmes erlebt haben und NICHT krank wurden (obwohl sie, verdammt noch mal, jedes Recht der Weilt darauf hatten!).

Wenn ich das lese, komme ich zum Schluss, dass dies Einzelne sein dürften. Es ist keine Verallgemeinerung, so wie du es gerade darstellst.
 
Was ist daran denn verrückt?

Es ist doch eigentlich der Normalfall, dass Mensch mit einem schlimmen Erlebnis selber klarkommt, bzw. mit Unterstützung von Angehörigen, Freunden etc.

Es ist eben nicht der Normalfall , woher nimmst du diese Annahme an ? woher hast du das ?
Woher glaubst du das zu wissen , was sind deine Referenzen ?

Der Normalfall so man überhaupt davon sprechen kann ist der das sich A männer z.b gar nicht trauen zuzugeben das sie Depressionen haben .
B : Viele die traumas erleben oder erlebt haben zuersteinmal versuchen selbst damit fertig zuwerden und irgendwann einmal schreitet die Schädigung so weit vor das sie immer subtiler wird immer unsichtbarer aber trotzdem da ist und lauert .

Du sprichst von Freunden und Familie ein Indiz dafür das du wenig bis keine AHnung hast wovon du eigentlich sprichst . Viele Opfer haben keine Familie oder Freunde denn zum einen wenden sich mit fortschreitender Depression die Angehörigen ab ( man zieht sich auch selbst zurück usw usw ) Ich könnte dir seitenlang davon berichten wie es mir ergangen ist dabei :rolleyes:
und zum anderen wie soll man seine Freundschaften pflegen wenn man sich den ganzen Tag nur am liebsten im Bett verkriechen will keinen ANtrieb mehr hat nicht mehr aufkommt und nur mehr dahinvegetiert . Deine AUssag eist schon in sich Falsch da sich ein Soziales Umfeld und Psychische Krankheit gegenseitig ausschließen - bei sehr vielen .


Nur im Ausnahmefall, wenn er eben nicht selber klarkommt, hat er selbstverständlich Anspruch auf Hilfe von einem Therapeuten.

Die wenigsten gehen zu einem Therapeuthen / Psychiater weil sie es müssen .
Selbst unter Opfern die schlimmstes erlebt haben gibt es die meinung : Was will mir der Trottel ( Therapeuth , Psychiater) erzählen .


Nur irgendwie scheint hier und heute die Auffassung eingerissen zu sein, dass alles und jedes unbedingt "therapiert" werden muss: irgendwo entgleist ein Zug, es gibt ein paar Tote, und schon kommen die Psychologen gerannt um die traumatisierten Fahrgäste zu betreuen, udglm.

Und irgendwie scheinst du der Auffassung zu sein das Psychotherapeuthen scheiße und unnütz sind .


Ja verflixt nochmal, früher sind die Leute doch auch von der Wildsau gefressen worden, und es kam kein Therapeut um die Angehörigen zu betreuen!


Nein , früher hat der Therapeuth den mittleren Gehirnstrang durchtrennt oder in den 50er Jahren wurden die Menschen lobotomisiert .


Irgendwann isses dann in USA losgegangen, dass es zum guten Ton und LifeStyle gehört dass man (wenn mans sich leisten kann) einen Psychotherapeuten hat, schon um die Probleme des ganz normalen Lebens zu bewältigen.

Und in welcher Relation stehen ganz alltägliche Probleme zu den Problemen die z,b misshandelte Heimkinder haben oder vergewaltigte Kinder ? .

Warum schießt du schon wieder übers Ziel hinaus und verlierst die Relation aus den Augen ?


Also entweder muss das Leben früher die absolute Hölle gewesen sein (weil es da ja auch Katastrophen, Kriege usw. gab, aber keine Therapeuten dafür)

WIllst du behaupten das war cool ? so ohne Internet dauernd der Strom, weg wenig bis gar keine Medien , was willst du überhaupt ?

, oder das Leben heute ist die absolute Hölle, weil ohne Therapie offenbar nicht mehr zu bewältigen.

Und wieder verlierst du die Realtion , den Blick fürs wesentliche .
Zu Leben bedeutet ja nicht verschiedene Traumata zu erleben die marke Lonley Fighter alleine durchzustehen, in einem Leben gibt es selten Traumatische Ereignisse / Erfahrungen . Mal abgesehen vom Tod nahestehender Personen . Und da ist es doch gut wenn ich jemandem an der Seite habe mit dem ich reden kann ?


Da sollte man mal drüber nachdenken...

Ja darüber solltest du wirklich ernsthaft nachdenken

mfg
 
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Klar hab ich gedacht : geht doch nicht, muß doch bearbeitet werden, Täter angezeigt und verurteilt usw., aber das waren nur MEINE Gedanken und NICHT die der Patientin.
Soll ich der Patientin nun sagen, sie MUSS das bearbeiten, sie MUSS den Täter anzeigen??? (und wer übernimmt für solche erneuten Übergriffe die Verantwortung?)

Von welchen Übergriffen sprichst du ? Macht das Opfer einen Übergriff wenn es den Täter anzeigt ? Glaubst du das tatsächlich ? Seöbstverstänldihc gehört es zur Therapie das sich das Opfer dem Täter stellt und sich dafür alle nur erdenkliche Hilfe holt . Gerade das Opfer muss das Bewusstsein bekommen das es eben nicht mehr ! alleine ist , das es nicht mehr alleine kämpfen muss ?!??

Währst du mein Therapeuth ich würde so Schlitten fahren mit dir du würdest danach selbst mehrere brauchen .
Mit dieser letzten Aussage gehst du entschieden zu weit, Tor von Gor!!!!!

Verbale Gewalt ... Gewaltandrohung ist auch schon Gewalt!!!!
Sie erzeugt... bzw. kann sehr starke Emotionen bei dem Bedrohten auslösen!


Seltsam - gerade du, der doch am eigenen Leibe so starke Gewalt erfahren hat, sollte sich doch da in andere hineinfühlen können, wie sich schon eine angedrohte Gewalt emotional anfühlt!!!!

Wenn du deine dir kaputt gemachte konstruktive Maskulinität reparieren willst (wie man ja deutlich durch deine drastische Ausdrucksweise über mehrere Threads verfolgen kann), dann doch nicht so!!!!!

Falls es dich interessiert, wie man das anders machen kann, kann ich dir dazu mal ein tolles Buch empfehlen?
--> Björn Leimbach: Männlichkeit leben: Die Stärkung des Maskulinen

... und hier seine Website dazu

:blume:
 
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