dann kannst du im hier und jetzt VERGEBEN. Und das ist die (einzige) Lösung.
Warum das sind doch 2 Paar schuhe ?!? WIe sollst du jemandem vergeben der dir deien Kindheit gestohlen hat ? der dir ZUneigung Nestwärme Geborgenheit gestohlen hat ? Vergeben ist keine Lösung sondern Selbstbetrug .

Ja, vollkommen richtig!
Solche Sichtweise hört man (von mehr religiösen ? Leuten) immer wieder.
Aus meinen therapeutischen Erfahrungen her führt das zu gar nichts ... oder
höchsten erst dann ein wenig... gewissermaßen als "Abrundung" - nach einem viel wichtigeren Bearbeitungsprozess der traumatischen Erlebnisinhalte!!!!
Beispiel aus der Praxis: (allerdings vermute ich mal, dass du dieses Beispiel für dich als unrelevant ansiehst, weil es um eine Past-Life-Bearbeitung geht... aber vielleicht können andere was damit anfangen).
Wir (ich mit einem Medium als Substitut für die Patientin) bearbeiteten das Trauma eines früheren Lebens, in dem die Patientin als kleinens Mädchen vom Vater fast täglich missbraucht worden war.
Ich brauchte in der Anfangsphase ca. 6/7 Sitzungen (in denen sie überhaupt nichts sagte... nur zusammengekauert, sich selbst umklammernd da saß), bis sie langsam Vertrauen zu mir bekam und langsam aufmachte.
Um es abzukürzen: irgendwann - ich weiß nicht mehr in welcher Sitzung - aber sicher weit über 10 - begann sie den Hass auf den Vater rauszulassen... in der Form, dass sie ihn aufschlitzen wollte, wie sie es von ihrer damaligen Oma sah, wenn diese Fische zum Mittagessen bereitete.
Sie hatte zwar Abneigung vor dem Blut, aber es gelang dann gut, als ich ihr half (in der Vorstellung), das Blut mit einem Wasserschlauch wegzuspülen. Sie fühlte sich dadurch sehr unterstützt von mir.
Diese Prozedur wiederholten wir ziemlich oft... und sie wurde von mal zu mal vitaler... fing in ihren bildhaften Vorstellungen das Hüpfen und später sogar das Singen an.
Dann war sie frei von aller Belastung - verhielt sich wie ein fröhliches Mädchen, als wäre nichts gewesen! Eine Vergebung war überhaupt nicht nötig...
der Vater spielte überhaupt keine Rolle mehr!!!
Es mutete mich damals fast pervers an, dem Mädchen zu irgendeinem Zeitpunkt eine Vergebung dem Vater gegenüber einfordern zu sollen!!!
Zu welchem Zeitpunkt hätte das was gebracht???? - Einfach eine Zumutung!!!
Das gleiche erlebte ich mit einer erwachsenen Patientin, die auch vom Vater als Kind missbraucht worden war. Mit ihr arbeitete ich mit der KIP-Methode (bildhaft-symbolische Vorstellungen).
Bei ihr war es ähnlich... ab einem bestimmten Zeitpunkt war sie soweit,
dass sie in ihrer Vorstellung den Vater kastrierte, dass das Blut nur so spritzte!!!!
Das Resultat:
Schon gegen Ende der Therapie forderte sie den Vater zum Rededuell raus... und nahm ihn sich zur Brust!!!
Auch da war eine (explizite) Vergebung nicht nötig.
Ihre Genugtuung, die sie während der symbolischen bildhaften und späteren gesprächsmäßigen "Kastration" empfand war das eigentlich Heilsame!!!!
Man kann sich vom Kopf her so einiges zurechtlegen oder was auch immer, aber die Gefühle in Verbindung mit dem Erlebten, die bleiben ja trotzdem, die sind da - bis sie vielleicht irgendwann aufgelöst werden.
Oder eben nur verdrängt ... aus dem Bewusstsein ausgelagert, bzw. abgespalten sind!!!
Unterbewusst behalten sie dann aber doch ihre Wirkung!!!
...in Form von irgendwelchen unerklärlichen Symptomen....Kraftlosigkeit... Depressivität... Ängsten... oder sonst was!!!
Ich kenne keinen Menschen, dessen Gefühle immer gleich sind.
...
In diesem Erkennen aber liegt die große Chance, etwas zu verändern.
Wenn sich Emotionen nämlich nicht nur einmalig, sondern nachhaltig zu ändern beginnen, verändert sich die Erinnerung und damit auch der evtl. vorhandene Schmerz an eine Erinnerung. Unsere Wahrnehmung sagt uns plötzlich, dass man gar nicht mehr weiss, wieso man so und so gewesen ist- schliesslich würde man das doch jetzt anders angehen.
Nie gehabt?
Genau ... es geht um dieses Erkennen ... aber nur in einem ersten Schritt.
Vorsicht!!!!! Oftmals ist dieses Nachlassen eben nur der Schutzmechanismus, um das Leben überhaupt noch wenigsten einigermaßen zu überstehen!!!
Solche seelischen Verletzungen, unbewältigten Konflikte und Traumata müssen als "eingefrorenes Erlebnis-Bewertungs-Konglomerat" angesehen werden, welches vom Betroffenen aus seinem Bewusstsein "ausgelagert" wird.
Letztlich gehört das Erfahrungsgut dieses "Konglomerates" (i.d.R.
durch intensives Durcharbeiten) in das Gesamterfahrungsgut (bzw. ins Bewusstsein) übernommen
bzw. integriert und die eingefrorene negative Gefühlssubstanz recycelt
(siehe dazu das Schaubild)
Bei noch einigermaßen zugänglichen Verletzungen (=die dunkleren Einschlüsse der ei-mäßigen Gefühlssphäre) helfen oftmals einfache Mittel, wie z.B. Gespräche oder die Bachblüten (deshalb helfen Bachblüten besonders gut bei Kindern (weil die Ursachen ihrer Verletzungen i.d.R. nicht so tief verdrängt sind).
Bei tiefer verdrängten Konflikten (= 1. Auslagerungsebene) ist die Methode der PSE von Dr. Banis besser...
siehe mein kürzliches Posting diesbezüglich!
Bei noch tiefer sitzenden Traumen, wie z.B noch aktiven Traumen aus früheren Leben (=2. Auslagerungsebene) helfen i.d.R. die PSE-Mittel aber auch nicht mehr - diese Ursachen müssen durch Rückführungen oder mittels anderer Past-Life-BearbeitungsMethoden aufgelöst werden.
Und falls die psychischen oder psychosomatischen Symptome durch Besetzungen (= der "Schattenmann") (mit-)bedingt sein sollten, müssen diese natürlich (auch) bearbeitet werden!
