Sai Baba

Eigentlich wollte ich jetzt was anderes schreiben, aber da wir beim Autobeispiel sind....
Wenn man das Innenleben eines Trabbis mit der Außenhülle eines Ferraris umgibt, dann sieht man auf den ersten Blick einen solchen und nicht den darunter verborgenen Trabbikern.
Was das nit dem baba zu tun hat? Nun er ist der Autoverkäufer, der uns den Trabbi als Ferrari verkauft und uns einredet, daß der keine 250km/h macht, weil wir nicht in der Lage sind, den Wagen richtig zu fahren.
Wenn man über ein gewisses Maß an psychologischen Fähigkeiten verfügt, eine "Ferrari"ausstrahlung hat, kann man auch als Trabbi Erfolg haben.
Baba hat sich selbst zum "Gott" erklärt und er führt sich wie ein despotischer Herrscher auf oder wie der alte Zeus, der sich ja auch gern mit irdischen Freuden die Zeit vertrieben haben soll.
Natürlich ist es nicht leicht, der Rolle als Guru wirklich gerecht zu werden, denn das menschliche Ego meldet sich auch bei diesen "besonderen" Menschen ab und zu. Und es gehört eine Menge Selbstdisziplin dazu, den angebotenen Versuchungen zu widerstehen. Aber ist das nicht gerade das, was einen Meister/Guru ausmacht, daß er in der Lage ist, zu widerstehen?
Und genau da hat der Baba versagt.



Sage
 
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Eigentlich wollte ich jetzt was anderes schreiben, aber da wir beim Autobeispiel sind....
Wenn man das Innenleben eines Trabbis mit der Außenhülle eines Ferraris umgibt, dann sieht man auf den ersten Blick einen solchen und nicht den darunter verborgenen Trabbikern.
Was das nit dem baba zu tun hat? Nun er ist der Autoverkäufer, der uns den Trabbi als Ferrari verkauft und uns einredet, daß der keine 250km/h macht, weil wir nicht in der Lage sind, den Wagen richtig zu fahren.
Wenn man über ein gewisses Maß an psychologischen Fähigkeiten verfügt, eine "Ferrari"ausstrahlung hat, kann man auch als Trabbi Erfolg haben.
Baba hat sich selbst zum "Gott" erklärt und er führt sich wie ein despotischer Herrscher auf oder wie der alte Zeus, der sich ja auch gern mit irdischen Freuden die Zeit vertrieben haben soll.
Natürlich ist es nicht leicht, der Rolle als Guru wirklich gerecht zu werden, denn das menschliche Ego meldet sich auch bei diesen "besonderen" Menschen ab und zu. Und es gehört eine Menge Selbstdisziplin dazu, den angebotenen Versuchungen zu widerstehen. Aber ist das nicht gerade das, was einen Meister/Guru ausmacht, daß er in der Lage ist, zu widerstehen?
Und genau da hat der Baba versagt.

Sage

Danke für Deine Gedanken.
Es geht aber nicht um Trabbi oder Ferrari-Außenhülle, es geht auch nicht um Trabbikern oder Ferrarikern. Das ist nämlich der springende Punkt.

Es gibt eine Essenz, die den Trabbikern und den Ferrarikern überhaupt anspringen lassen und in dieser Essenz gibt es keinen Unterschied zwischen Trabbi und Ferrari. Wer nun jetzt behauptet, ein Trabbi sei weniger wert als ein Ferrari, der irrt. Ja, der Ferrari ist schneller, aber die Essenz benötigt diese Geschwindigkeit für ihre Zwecke. Und sie benötigt den lahmen Trabbi für andere Zwecke. Wenn nun der Trabbi denkt, er sei *zu* langsam und möchte gerne schneller sein, dann hat er sich von der Essenz schon wegbewegt. Denn dieser Vergleich entsteht im Verstand und der kategoriert und strebt Veränderung an, die ihm in seinem Ruf, ein gutes, brauchbareres Auto zu sein, unterstützt.
Ist der Trabbi mit der Essenz in Kontakt, wird er seine langsame Vorgehensweise in den Dienst eben dieser stellen, und sich keine gedanken machen, was besser oder schlechter ist. Er weiß, daß die Essenz die treibende Kraft ist und er als Trabbi im Grunde lediglich ein Puzzlestück ist, das die Essenz benötigt, um das ganze Bild herzustellen. Der Ferrari hingegen, mit der Essenz verbunden, denkt genauso und wird sich nicht über den Trabbi stellen. Auch, wenn er mehr Kraft zur Verfügung hat, wird er wissen, daß er und der Trabbi ein und dasselbe sind, denn ohne die essenz bewegen sich beide nicht und verrosten ganz einfach.

:-)
 
Der Körper ist insofern wichtig, als das wir, wenn wir mit der Aufmerksamkeit auf den Körper gerichtet sind, in das Auge des Hurricans geschleudert werden, während wir, wenn unsere Aufmerksamkeit auf den Verstand gerichtet ist, in die Peripherie - nämlich dahin, wo der Hurrican tobt - gelangen.

Trixi schrieb:
Unser esoterikforum hier: eine Eiterblase.

Danke euch für die Bilder :liebe1:
 
Das Wort Devotion bringt ja nun schön die Polarität zum Ausdruck, die diesen Thread hier zum Renner macht.
Wenn ich mir das Video betrachte, welches Denska nochmal an die Oberfläche geholt hat, dann mag ich mich nicht identifizieren mit den sehnsuchtsverzehrten Gestalten, die nach der Aufmerksamkeit ihres Gurus lechzen.
So wie Pyare die Beziehung zum Guru erklärt, gehen da aber innere Bewegungen vor sich, die nicht auf einem Video darstellbar sind. Und die möchte ich mal nicht unterschätzen.

Ergebenheit, Hingabe ------------- Unterwürfigkeit Gefügigkeit

das sind zwei Seiten eines Begriffs.

Ein Guru hat die Aufgabe, den Devotee zur "Aufgabe" zu bringen. Das ist ja das Geheimnis der mystischen Einswerdung, dass dieses vielzitierte Ego ausgelöscht wird... In einem Erfahrungsbericht von einem Osho-Jünger wird das auch ausführlich geschildert, wie jeglicher persönlicher Stolz systematisch gedemütigt wurde. Bei Irina Tweedie ist zu lesen, wie sie bei ihrem Sufi-Guru bitter gelernt hat, alle persönlichen Eitelkeiten aufzugeben. Um nur mal zwei zugängliche Beispiele zu nennen... Der Kreis MUSS um den Guru (der leer bzw. gotterfüllt ist) gezogen werden, denn der Devotee braucht diesen Mittelpunkt als Ziel der Hingabe, die eben in diesem Prozess angestrebt wird. Wenn das im besten Fall irgendwann gelingt, dann wird IM Devotee diese Kraft aufgehen, die er beim Guru zuerst erspürt hatte. Die Wege mit Guru sind nicht die einzigen gangbaren, aber, wenn sie nicht dazu führen in den Willenssog eines andren Egos zu geraten, immerhin möglich.

Jeder mystische Weg führt in die Hingabe. Es wird hingegeben, was Maya ist und der Zugang zur Kraft des reinen Seins geöffnet. Der eigene Wille geht in den Schöpferwillen über. Das ist auch der Grund, warum mit einem hingegebenen Moslem nicht zu diskutieren ist, denn über Hingabe lässt sich nicht diskutieren. Er spürt ja die Kraft und Führung in sich, die ihm Beweis ist. Wie gesagt, die Gefahr liegt darin, dass man sich neuen Programmen hingibt, die alte ersetzen, dass man hörig wird für den Willen einer politischen Gruppierung oder einer Sektenideologie oder dem Meisterego.

Wahre mystische Einswerdung ist aber ein Weg in die absolute Freiheit.
 
Naja, es ist schon schwere Arbeit *grins*
Ohne Arbeit is nix.


Das Ding mit dem "Denk nicht an die Affen" halte ich für ein bißchen überspitzt. Mein Zitat ist ja aus einer Rede entnommen, natürlich geht er auch anschließend auf das ein, was angesprochen werden darf.

Wir nähern uns dem Kern des Pudels. Erinnerst du dich an meinen Hinweis auf die Geschichte mit den geschmuggelten Fahrrädern? Es geht nicht darum WAS und WIE irgendwie angebetet werden DARF oder SOLL oder auch nicht. Es geht um den TerminusANBETEN, es geht um den Vorgangn des ANBETENS. Da hakts.

Ok. Nun zum Thema *Körper*.
Der Körper produziert Gefühle, die vom Verstand initiiert werden. Lies mal das Buch von Yogi Bhajan, "Der Verstand". Darin wird beschrieben, daß sogar Schmerzempfinden vom Verstand hervorgerufen wird. Unser wahres Sein ist jenseits des Verstandes und auch jenseits des Körpers.
Natürlich kann der Körper genutzt werden, soll er ja auch und er soll auch anständig behandelt werden als der Tempel, der er ist. Aber er ist Tempel, und warum sollten wir einen Tempel anbeten? Es geht ja um das, das den Tempel bewohnt.

Ich kenne die Ansichten indischer Yogis zum Thema Körper, damit hab ich mich einige Zeit lang auseinandergesetzt, du darfst also drauf vertrauen, daß nicht die Blinde von der Farbe redet, wenn ich jetzt gleich weiterquassle :). Also. Wir kommen der Sache noch einen Schritt näher (das ist jetzt endlich die Ebene, auf der Austausch erstens Sinn hat und zweitens Spaß macht). Zu dem fettgemachten Satz hörst du von mir einfach "nein". DAS ist Maya, diese Ansicht haargenau ist Maya, darin besteht die Täuschung, Pyare. Und über genau diese Täuschung ist der Buddha hinausgegangen. Deshalb heißt es im Prajnaparamita-Sutra, Form ist Leere und Leere ist Form und Leere ist nicht unterschieden von Form. Deswegen schreiben all die Lamas ellenlange Abhandlungen und erzählen stundenlang Geschichten über das konventionelle und das Letztliche Bestehen, um am Ende zu erklären, daß Samsara und Nirvana nichts voneinander Geschiedenes sind, sondern LETZTLICH dasselbe. Es gibt nix jenseits. Es IST, ALLES. Reines bewußtes Sein. Und da ist der Knackpunkt. solange du noch glaubst, da gäbe es irgendwas außerhalb, solange kann ein Guruguru sein Abhängigkeitsspielchen spielen und du wirst hingerissen, entzückt und begeistert sein. Und deinen Körper als Tempel erleben und glauben, daß du ihn bewohnst.

Und jetzt kommt der Satz, den ich blau gemacht habe. Da steht es jetzt ganz deutlich lesbar, was ich die ganze Zeit zu sagen versuche. Es gibt nichts schöneres als die Sprache, da kommt alles ans Tageslicht irgendwann. Die Frage ist richtig, Pyare. Warum sollten wir anbeten. Und zwar irgendwas???? Warum? Solange du irgendwas anbetest, betest du irgendwas an, völlig wurscht, was. Du wirst dich immer wieder nur im Kreis drehen, betend. Anstatt im Sein zu sein. Und all die Gurugurus, die lehren einen irgendwas ANZUBETEN. Da tauscht du halt das eine gegen das andere aus, aber du betest an. Auf dem Altar eines buddhistischen Mönches steht ein Buddha, richtig, aber ER BETET IHN NICHT AN. Er steht dort, um ihn daran zu erinnern, daß er das selber ist. Erst wenn du aufhörst, was anzubeten, wirst du frei SEIN können.

Der Körper ist insofern wichtig, als das wir, wenn wir mit der Aufmerksamkeit auf den Körper gerichtet sind, in das Auge des Hurricans geschleudert werden, während wir, wenn unsere Aufmerksamkeit auf den Verstand gerichtet ist, in die Peripherie - nämlich dahin, wo der Hurrican tobt - gelangen.
Das bleibt im Käfig dieses "Der Körper ist nicht wirklich wichtig, sondern nur insofern..." stecken. Das Auge des Hurricans - die bewegte Ruhe im Sturm - ist haargenau dort, wo Verstand und Körper sich berühren. Nur der Körper allein funktioniert nicht, und nur der Verstand allein kann nicht. "They have to come together and to help each other" ist der wahrste Satz, den ich je dazu gehört habe. Each other - beide gleichberechtigt einander beistehen.

Lt. Baba: Der Körper ist das Auto, Du bist der Fahrer.
Ja. Das sagen sie, die Gurugurus. Das ist das Problem, das sie haben, und anschließend dann ihre Devotees. Es ist 2500 Jahre her, da hat ihnen einer gesagt, daß sie damit auf dem Holzweg sind, aber sie wolltens ja nicht glauben. :) (Übrigens, vielleicht hat OSHO das damit ad absurdum führen wollen, mit seinen hunderten Rolls Royce! Wäre eine nette Vorstellung ;))
 
*LACH Ojeee. :-))

Zu Deiner Info. Pyare ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet "Geliebte/r".
Pyar ohne "e" heißt Liebe.

*es ist schon erstaunlich, was hier so alles passiert* :morgen:
ja, weißt Du, deshalb liebe ich die Sprachen so.

im sanskrit ist pyar die Liebe, im Lateinischen ist Py die Keimsilbe für den Eiter und das Ar ist das Land. Und diese Arier haben es immer mit dem Land und wollen den "Eiter" aus der Menschheit vertreiben und die Menschheit in ein Einheitsbewußtsein überführen. Auf dieser Geschichte baut ja alles auf, was sich dann im spiritus santus so abspielt. Die Swastika mit ihren beiden Drehrichtungen, die wie beim Flugzeugpropellor aber beide sichtbar werden in Abhängigkeit davon, wie schnell sich der Propellor dreht. Der Propellor aber dreht sich tatsächlich nur in Eine Richtung.

Und das ist ein ganz gutes Bild, weil wir alle in nur einer Richtung unterwegs sind. Wir sitzen nämlich auf der Erde und die dreht sich. Das ist mal das grundsätzliche unseres Wesens: es vergeht Zeit.

So. Und wenn ich jetzt objektiv bin, dann sehe ich, daß die Erde eitert. Die Erde eiert auch, da gibt es ein Kinderlied drüber. Aber daß sie quietscht und eiert, das wird keiner verändern. Was man als Mensch-heit (nicht als Einzelner) durchaus vermag, das ist den Eiter auf der Erde abzustellen.

Und was das bedeutet, das ist natürlich multidimensional. Sicherlich eben, den eigenen Eiter der Vergangenheit und Gegenwart im eigenen Leben zu finden und ihne "auszudrücken". Aber nicht mit spitzen Fingernägeln, sondern mit Worten...

Dafür muß der Eiter selber letztendlich "drinnen gelassen werden wollen". Denn das will er ja. Die Ursache für ihn, die Bakterie (eine mangelhafte gesundheitliche Information, die auf den Organismus trifft), die will ja nicht heraus, daher kann man auch nicht wirklich davon sprechen, daß der Eiter heraus will.

Er bildet erst ein Ei, dann eine Kapsel, weil der Körper sich gegen den Eiter abgrenzt. Und dann reift letztlich die Kapsel- wie eine Frucht- und dann entleert sich altes gelbes Material. Dann blutet es zur Reinigung der Wunde. Und dann schöpft der Körper neues Gewebe und zwar durch Lesen.

Das ist das erste, was passiert, der Körper liest zuerst und dann baut er Gewebe und danach kann ich mir dann die geheilte Wunde angucken, wo der Eiter war. Er liest zuerst. Er bildet sich erst mal in sich selber, in seinen eigenen Genen: wie baue ich eigentlich eine solche Zelle, wie sie da hingehört, wo die Eiterblase war? Und dann liest er und baut die Zellen nach, die Er benötigt.

Wenn jetzt an einer Stelle immer und immer wieder eine Entzündung auftritt, dann werden die kleinen Leser in den Zellen, die sich mit dem Studieren der Gene beschäftigen, unruhig. Sie werden gestreßt, kann ich Dir sagen. Ständig dieses Gezimmere hier in diesem Haus...
naja und dann wird man schlampig. Der Körper liest nicht mehr akkurat, er will jetzt einfach Erfahrungen machen. Früher war es so schön- da war alles in Ordnung. Eine neue Zelle für jede Zelle alle sieben Jahre- das war noch angenehmes arbeiten. Früher war alles besser. Aber heute wo da immer wieder dieser Eiterpickel ist- das ist alles doch sehr stressig, dieses Lesen und Bauen und Lesen und Bauen--- und irgendwann bauen die kleinen Leser wie wir alle mal "Scheisse" und lesen einen Text, der ihnen gerade gefällt. Der Text des Gens morpht, die Zelle entartet. In der neuen Zelle ist schon der entartete Text und der wird von noch schlampigeren Lesern gelesen, die eh schon keine Chance mehr haben, weil der Text unvernünftig geordnet ist, den sie lesen sollen.

Von daher bin ich überzeugt, daß es EINEN Text für die gesamte Menschheit gibt, der ALLE "über"-Zeugungen aus den Angeln hebt.
Und jetzt ist z.B. die Frage intelligent, welche Worte dieser Text enthalten müßte.

Zunächst einmal meine ich, er müßte den menschlichen Körper in seiner Funktionsweise objektiv und ganzheitlich darstellen. Lernen könnte ein Wort sein, das darin vorkommt. naja, da würde mir schon noch Mehreres einfallen.
 
Das Wort Devotion bringt ja nun schön die Polarität zum Ausdruck, die diesen Thread hier zum Renner macht.
Wenn ich mir das Video betrachte, welches Denska nochmal an die Oberfläche geholt hat, dann mag ich mich nicht identifizieren mit den sehnsuchtsverzehrten Gestalten, die nach der Aufmerksamkeit ihres Gurus lechzen.
So wie Pyare die Beziehung zum Guru erklärt, gehen da aber innere Bewegungen vor sich, die nicht auf einem Video darstellbar sind. Und die möchte ich mal nicht unterschätzen.

Ergebenheit, Hingabe ------------- Unterwürfigkeit Gefügigkeit

das sind zwei Seiten eines Begriffs.

Ein Guru hat die Aufgabe, den Devotee zur "Aufgabe" zu bringen. Das ist ja das Geheimnis der mystischen Einswerdung, dass dieses vielzitierte Ego ausgelöscht wird... In einem Erfahrungsbericht von einem Osho-Jünger wird das auch ausführlich geschildert, wie jeglicher persönlicher Stolz systematisch gedemütigt wurde. Bei Irina Tweedie ist zu lesen, wie sie bei ihrem Sufi-Guru bitter gelernt hat, alle persönlichen Eitelkeiten aufzugeben. Um nur mal zwei zugängliche Beispiele zu nennen... Der Kreis MUSS um den Guru (der leer bzw. gotterfüllt ist) gezogen werden, denn der Devotee braucht diesen Mittelpunkt als Ziel der Hingabe, die eben in diesem Prozess angestrebt wird. Wenn das im besten Fall irgendwann gelingt, dann wird IM Devotee diese Kraft aufgehen, die er beim Guru zuerst erspürt hatte. Die Wege mit Guru sind nicht die einzigen gangbaren, aber, wenn sie nicht dazu führen in den Willenssog eines andren Egos zu geraten, immerhin möglich.

Jeder mystische Weg führt in die Hingabe. Es wird hingegeben, was Maya ist und der Zugang zur Kraft des reinen Seins geöffnet. Der eigene Wille geht in den Schöpferwillen über. Das ist auch der Grund, warum mit einem hingegebenen Moslem nicht zu diskutieren ist, denn über Hingabe lässt sich nicht diskutieren. Er spürt ja die Kraft und Führung in sich, die ihm Beweis ist. Wie gesagt, die Gefahr liegt darin, dass man sich neuen Programmen hingibt, die alte ersetzen, dass man hörig wird für den Willen einer politischen Gruppierung oder einer Sektenideologie oder dem Meisterego.

Wahre mystische Einswerdung ist aber ein Weg in die absolute Freiheit.

Wenn´s nur darum geht, kann man sich den Weg nach Indien sparen und gleich hier in ein Kloster eintreten.
Demut und Armut bekommt man auch dort und den Armen helfen darf man ebenfalls.
Und da es ja unter den Priestern und Nonnen auch Irregeleitete gibt, bekommt man vielleicht auch noch sein Quantum an sexuellem Mißbrauch ....

Aufgabe. Was soll ich aufgeben? Mich selbst?
Wozu?
Damit ein Guru sich bereichern kann? Damit ich aufsteige?
Wohin führt dieser Aufstieg? Kann ich dadurch besser rechnen? Kann ich dadurch fliegen?
Werde ich dadurch ein "Wunderheiler"? Bringt es irgendjemandem irgendetwas?
Letztendlich sind es doch alles Theorien. Der eine glaubt den Aufstieg durch permanenten Sex zu erreichen, ein anderer schwört auf Enthaltsamkeit, andere diskutieren über Fleisch essen ja oder nein und jeder hat oder kennt einen, der überzeugende? Argumente für die vertretene Meinung hat.
Wer kann mit absoluter Sicherheit beweisen, daß die Selbstaufgabe, Hingabe, Unterwürfigkeit nicht nur ein neuer Trick des verpönten Ego(n)s ist, um uns fertig zu machen?




Sage
 
es ist schon erstaunlich, was man aus solchen Zeilen machen kann. :-) Spannend irgendwie.
Es geht nicht drum, was draus zu machen. Es geht darum, daß es für jemanden anderen anders aussieht, und ich hab geschildert, wie es aussieht. Spannend ist das schon. Austausch ist immer spannend, sobald man aufhört, sich vorher schon ein Bild zu machen von dem, was zu sein hätte.

Es geht hier in diesem Gedicht vornehmlich darum, daß die Kraft Gottes - laß sie jetzt mal von der Form Babas ganz weg - die komplette Führung übernimmt und alles verbrannt wird, was dem entgegensteht. Berühre mich, hülle mich ein - laß mich verschwinden in Dir und laß Dich, Gott, in mir so groß werden, daß nur noch Gott in mir ist.
Genau davon red ich seit Tagen. Programmiert darauf, sich selbst und Gott als etwas grundsätzlich Verschiedenes zu erleben, das irgendwie vereint werden muß, laufen sie alle den Gurugurus in die Arme, die ihnen genau diese Programmierung anbieten. Nämlich daß das Göttliche etwas ist, zu dem man hingeführt und in dem man verschwinden und sonst was kann und muß. wie sollten die Gurugurus auch was anderes tun. Sie fahren ja genau dieses Programm.

Dann ist Gott nicht in mir, sondern Gott und ich sind eines.
Nicht erst DANN. Immer. Immer. Immer. Das ist der springende Punkt, von dem ich rede. Wir müssen nirgends hinverschwinden, und wir dürfen an nix anhaften, an NIX. Das einzige, was es zu finden gibt, ist die Erkenntnis, daß wir schon DA sind. Immer.
 
Von daher bin ich überzeugt, daß es EINEN Text für die gesamte Menschheit gibt, der ALLE "über"-Zeugungen aus den Angeln hebt.
Und jetzt ist z.B. die Frage intelligent, welche Worte dieser Text enthalten müßte.

Zunächst einmal meine ich, er müßte den menschlichen Körper in seiner Funktionsweise objektiv und ganzheitlich darstellen. Lernen könnte ein Wort sein, das darin vorkommt. naja, da würde mir schon noch Mehreres einfallen.
Und wo in mir find ich diese Worte? Wo drücken sich meine Eindrücke aus?
 
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Wohin führt dieser Aufstieg? Kann ich dadurch besser rechnen? Kann ich dadurch fliegen?
Werde ich dadurch ein "Wunderheiler"? Bringt es irgendjemandem irgendetwas?

Schöne Frage! Genau darüber sollten wir mal Pyare anhören. Wohin sie dieser Weg innerlich gebracht hat und was es für sie bedeutet!

Wenn wir Pyramidenmeditation praktizieren, dann könnten wir uns auch lang dran aufhalten zu diskutieren, ob das überhaupt möglich ist, in einer Pyramide zu meditieren, die für äußere Sinne unsichtbar ist. Wir könnten diskutieren, ob das überhaupt denkbar ist, dass Menschen über Raum und Zeit kommunizieren, ob ob ob. Und wer entsprechende Erfahrungen nicht gemacht hat, kann sich diskutierend die Birne einrennen und es wird keinen Schritt voran geben, bis nicht eigene Erfahrung dazu kommt. Was verändert sich, welche Energien werden mobilisiert und was bewirken die? .. Das ist viel interessanter, als ein Prinzip zu verteufeln.
Dass ich nicht nach Indien fahren muss, um mystische Erfahrungen machen zu können, das stimmt. Indienfahrer kommen aber mit speziellen Erfahrungen zurück, die hier nicht ohne weiteres geboten werden. Ist Sache der Resonanz, ob man das erleben möchte...
 
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