Noch etwas möchte ich dazu sagen:
Du schreibst, Ihr werdet das NIEMALS verstehen....etc. Das klingt so, als wäre es eine weltverändernde Erkenntnis, die uns da entgeht, ein Punkt, an dem man ankommt, ein Ziel.
Wie schaut es dann mit den Menschen aus, die dieses "Ziel" hinter sich gelassen haben, weil sie sich weiterentwickeln, so wie z.B. Durga? Wenn es das "Ziel" wäre, warum ist dieses Abstandnehmen von Sai Baba DANACH überhaupt möglich? Darüber solltest Du einmal nachdenken.
Liebe Grüße
Reinfriede
Liebe Reinhilde,
schau, es geht nicht um ein ZIEL. Es geht nur um eine ERFAHRUNG. In Deinem Leben mag es unwichtig sein, solch eine Erfahrung zu machen. Deshalb machst Du sie auch nicht. Sie ist nicht relevant. Ein Guru hat lediglich die Aufgabe, den inneren Gott in uns zu erwecken, ihn in uns selbst erfahrbar zu machen. Der Guru bildet hier das nach außen projezierte Bild des inneren Lehrers. Ist diese Aufgabe erfüllt, ist der Guru erledigt.
Dies ist ein Mysterium. Man kann nur darüber sprechen, wenn man selbst eingetaucht ist. Das ist, was ich meine, wenn ich sage....."Ihr werdet es nie verstehen." Das ist so, ist aber auch nicht für jeden lebensnotwendig. Es ist nur Voraussetzung für gleichwertigen Austausch.
Und es ist einfach schwer, aus meiner Position mit Menschen zu sprechen, die diese Erfahrung nie gemacht haben. Und für Euch ist es schwer, mit mir zu sprechen, mich zu verstehen oder auch mir auch nur ansatzweise innerlich zuzunicken.
Was das Abstand nehmen betrifft, so halte ich das für gesund und wichtig. Es ist Teil des spirituellen Prozesses. Mit Anklagen gegenüber dem Guru oder ohne!
Ich bin längst nicht mehr so nah an der Sache, wie ich es mal war. Ich war 7 Jahre nicht mehr in Indien, ich besuche grundsätzlich keine Baba-Gruppen und bin auch nicht Teil der Sai-Organisation. Das bedeutet, alles, was mit Baba zu tun hat, wird nicht von außen genährt.
Doch es gibt nach wie vor noch Träume, es gibt nach wie vor Gebete, und es gibt nach wie vor die Erkenntnis Seiner Handschrift in meinem Leben. Wenn ich an ihn denke, empfinde ich Dankbarkeit und Liebe. Es bereichert mich selbst. Die Zeit, die ich in Indien verbracht habe, war die schönste, intensivste und aufregendste Zeit meines Lebens, und auch die Zeiten zwischendrin, in denen ich ausreisen mußte. Das Leben hat mich nach Deutschland zurückkatapultiert, und ich bin damit einverstanden!
Sai Baba, das, was er mir geschenkt hat, was ich bei ihm erleben durfte, wird immer in meinem Herzen wohnen und ein Lächeln auf mein Gesicht zaubern. Und ich werde ihm immer verbunden sein.