Das kann man jetzt annehmen oder nicht - aber ich setz es mal rein.
http://www.sinnfindung.info/meister01.html
Jo. Das ist eine Erklärung des Lehrer-Schüler-Verhältnisses, das sich stark an der indischen Lehrtradition orientiert. Dort ist das so. Es gibt natürlich andere Traditionen auch, im tantrischen Buddhismus besteht allerdings auch eine sehr starke Lehrer-Schüler-Beziehung, in den Texten der Vergangenheit geht das tatsächlich so weit, daß vom Schüler verlangt wird, wenn er einmal Tschela eines Lamas geworden ist, hat er niemals mehr schlecht über ihn zu denken, ihn nicht zu kritisieren und sich niemals von ihm abzuwenden. Das sind sehr widersprüchliche und vor allem leicht mißzuverstehende Passagen, über die Lama Yeshe allerhand erhellendes gesagt hat in seinem kurzen Leben. Das war im Osten eben eine lang geübte Tradition, und daraus entstehen im Westen allerhand Probleme, wie ich sehe.
Über Lehrer-Schüler-Beziehung im Westen gäbe es jetzt natürlich auch einiges, dazu sag ich nochmal was. Jetzt im Moment will ich dich was anderes fragen. Du sagst, die Dinge, die du hinsichtlich der dunklen Seite gelesen und erfahren hast, machen dich ratlos. Jetzt stell ich dir die Frage noch einmal, die ich dir schon einmal zu stellen versucht habe, aber da war rundum vielzuviel Getöse, in uns und um uns, da ging das offenbar nicht. Warum bereitet es einem so viel Mühe, einfach zu sagen, wenn er das gemacht haben sollte, wäre das einfach unmöglich. Warum kommt dieser Satz nicht und nicht über eure Lippen? Wo liegen da die inneren Widerstände? Wenn ihr doch nun schon erkannt habt, wie ihr sagt, Sole und du habt das jetzt mehrfach betont, ihr wißt jetzt, das alles ist in uns selbst zu finden - warum dann diese Mühe damit, Sachen beim Namen zu nennen?
Du hast einmal den Vergleich verwendet, was würden wir tun, wenn unsere Söhne sowas täten. Ich liebe meine Söhne, ich würde sie weiterlieben und hätte dennoch keine Mühe, zu sagen, was sie getan haben, war unmöglich.