Für mich hat es eine Menge mit Selbstwertschätzung, Selbstachtung und in gewisser Weise einer beginnenden Souveränität zu tun, ob und an wen ich letztlich gerate bzw. an wem ich mich orientiere, wenn es denn so ist.
Wir wissen ja, wie das mit der Resonanz funktioniert und ungeachtet dessen, daß Gott in uns allen ist, also auch in einem Hitler, Stalin, Bush u. Co., also natürlich auch in einem Sai Baba, so stellt sich für mich die Frage, warum ich mir ausgerechnet solch einen aussuchen sollte, welcher mit jeder Menge Makeln behaftet (ist) oder zu sein scheint, um Gott dort in genau diesem erkennen - und zwar in einem wohl höchst unerleuchteten Zustand. Das ist zwar ein extremes Beispiel, aber warum eigentlich nicht. Es geht ums Prinzip, welches ich gerade zu ergründen versuche.
Und zwar geht mir um die grundsätzliche Frage, warum sich jemand eine solch augenscheinlich ambivalente Person als Guru aussucht? Wird diese dunke Seite eigentlich komplett mit Erfolg ausgeblendet? Oder sucht man sich so jemanden ganz bewusst, um zu lernen *Gott in allem* zu sehen?
Was spiegelt eine solche Wesenheit für einen persönlich wider?
Und ist es ein bewusster Akt oder ein weitestgehend unbewusster?
Ich vermute mal ins Blaue, es wird es da keine eindeutigen Antworten geben, was dann allerdings auch wieder Antwort genug ist. Ansonsten bin ich interessiert, dies zu erfahren.
Grüße