Probleme mit Autoritäten

  • Ersteller Ersteller fetterKater
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"Du hast mich nicht getriggert, aber ich habe dich getriggert."
"Nein, hast du nicht."
"Hab ich doch."
"Hast du nicht."
"Hab ich DOCH!"

...

Öhm. Also.

Um zum eigentlichen Thema zurückzukehren: Meines Erachtens haben längst nicht alle Menschen, die immer mal wieder Autoritätskonflikte erleben, irgendwelche spezifischen astrologischen Konstellationen. Sondern oft auch einfach nur: einen wenig ausgereiften Charakter. Sich irgendwo unterordnen zu können ist eine Kunst, die erst einmal gelernt sein will. Zu unterscheiden, wann die Anwendung dieser Kunst angebracht ist und wann nicht, ist eine noch höhere Kunst.
 
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Hallo Foris,

mich würde mal interessieren welche Aspekte im Radix auf eine Persönlichkeit deuten, die sich von Autoritäten (in der Schule Lehrern, Zuhause Eltern, später Behörden) nichts sagen lässt und mit den letzteren (Behörden) als Erwachsener immer wieder Auseinandersetzungen hat.

Welche Ideen habt ihr dazu?

LG

kat

Uranus in 10.
 
Klar fühlst du dich durch mich nicht getriggert, weil ich (bis jetzt) kein Verhalten an den Tag legte, dass dich irgendwie nervt. Zu sagen, dass du mich getriggert hast wäre übertrieben. Deine vereinnahmende Art zu schreiben kann nerven, aber es ist erträglich (da gibt es weit schlimmere ;) ). Ich verstehe auch, dass es dir um die Sache an sich geht, ich habe mich auch nicht durch dich provoziert gefühlt, aber du hast dich in dieser Sache an mich gewendet und für mich war sie nach einer Antwort eigentlich schon gegessen; für dich aber nicht. Mir war nicht klar warum du so sehr nachbohrst, weil es so wichtig ja doch nicht schien, verstehst du?

Ja, ich verstehe dich. Für dich schien es nicht wichtig, für mich schon;).
 
Genau das ist doch auch meine Frage an Urajup gewesen. Ich selbst werde - und das gebe ich zu - kein Verhalten akzeptieren, das mich in meiner persönlichen Freiheit und Autonomie einschränkt. Ich akzeptiere Menschen, die andere vereinnahmen wollen, aber aus der Ferne, weil ich weiß, dass eine nähere Verbindung nicht passen würde. Das was du beschreibst ist Selbstverleugnung. Man muss auch Grenzen setzen können, sonst kann man sich gleich überrollen lassen.
Ja und hier genau gibst du Macht ab und weichst (solchen Menschen) einfach nur aus. Wenn das Problem überwunden wird, hast du keinen Grund mehr diese Menschen nur aus der Ferne zu akzeptieren/Kontakt zu vermeiden (was an sich ja gar kein echtes Akzeptieren, sondern wie gesagt nur ein Vermeiden einer Konfrontation mit Diesen darstellt) da du dir selbst bewußt bist, dass keiner deine Autonomie und Freiheit wirklich einschränken kann (außer vllt. mit Gewalt-was aber wiederum was anderes ist). Da mußt du dann auch keine Grenzen setzen, da du dich dann automatisch so verhältst, dass diese von Anderen nicht mehr überschritten werden. Du merkst dann höchstens ein Herumgezappel des Anderen, für das du aber eher Verständnis aufbringst, da du es von dir selber (von Früher) kennst. Ist keine Selbstverleugnung sondern nur ein anderer Blickwinkel und Tun der/das aus einer befreienden Erkenntnis resultiert.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Genau: die eigenen Fixierungen halten einen in einem entsprechenden Erlebnisraum "gefangen". Am besten ist gefangen in Freiheit :D Da kann einen nichts triggern/nerven.
Wie recht du da hast. Hatte da letztens (vor einem Jahr) eine richtig befreiende Einsicht (im Bezug auf etwas ganz Anderes als hier besprochen) die mein Leben ab dem Zeitpunkt in einem ganz anderen Licht und Qualität mich erleben läßt. Man kann sagen: ich bin ein anderer Mensch als zuvor. Wenn ich das hier auch noch hinkriege (übergreifend durchschauen und anders dadurch wirken kann), wird das nochmal einen gewaltigen Sprung für mich bedeuten. Dachte zuerst nicht, dass sich der Thread für mich dahingehend so aufschlußreich gestalten wird. Freu mich jetzt total darüber.:)
 

yes. Allerdings wird das Thema hier sehr einseitig angegangen. Autoritätsproblem kann auch heißen, dass die Autoritäten selbst ein Problem mit Menschen haben, die Autoritäten auf deren Stagnation, Reformunwillen, Langweiligkeit, Desinteresse an Neuerungen etc... hinschubsen. Sowas tut jemand mit Uranus in 10 - oft ohne es zunächst zu bemerken.

Mit Mond in Jungfrau bin ich sehr anpassungsfähig und in der 2. Reihe fühle ich mich sehr wohl. Obwohl Widder, bin ich nicht scharf auf Auseinandersetzungen, ich gehe ihnen dann, wenn es mir wichtig erscheint, aber auch nicht aus dem Weg. Wenn allerdings mein Uranus in 10 die Unruhe kriegt, weil sich nichts, aber auch gar nichts bewegt und nur - mal überspitzt gesagt - langweilige, selbstherrliche Sesselfurzer ihrer Unkündbarkeit entgegenstreben, dann ist für mich eine Mission beendet. Dabei grolle ich diesen Herrschaften nicht, es ist nur so, dass ich erneuern möchte, aktivieren möchte, Spass haben möchte, meine kleine Welt von meinen Ideen inspirieren möchte (ich kann nichts dafür, wenn ich sehe, wie es anders laufen könnte :zauberer1 ) - Uranus in 10 kann nicht warten, bis irgendein Chef oder eine sonstige Autorität mal den Mut findet, etwas zu verändern.... dann verändere eben ich mich und das gefällt den Autoritäten dann ganz und gar nicht - meist verändert sich aber oft grundlegend was, wenn ich mich oder das was ich tue verändert habe. ;) Sogesehen - es gibt Konstellationen anderer Menschen, die bei Autoritäten für Probleme sorgen.

Das mal als andere Seite der Medaille. :)
 
"Du hast mich nicht getriggert, aber ich habe dich getriggert."
"Nein, hast du nicht."
"Hab ich doch."
"Hast du nicht."
"Hab ich DOCH!"

...

Öhm. Also.

haha du übertreibst. So war es doch überhaupt nicht.

Um zum eigentlichen Thema zurückzukehren: Meines Erachtens haben längst nicht alle Menschen, die immer mal wieder Autoritätskonflikte erleben, irgendwelche spezifischen astrologischen Konstellationen. Sondern oft auch einfach nur: einen wenig ausgereiften Charakter. Sich irgendwo unterordnen zu können ist eine Kunst, die erst einmal gelernt sein will. Zu unterscheiden, wann die Anwendung dieser Kunst angebracht ist und wann nicht, ist eine noch höhere Kunst.

Und genau das ist der Punkt. Es geht mir aber nicht um sinnvolles Unterordnen wie z.B. im Krankenhaus vor der OP, für dich nüchtern antreten muss, oder im Flugzeug, bei dessen Start ich mich anschnalle. Es geht um Prinzipienreiterei, deren m.E. keine Logik zugrunde liegt. Menschen, die denken, sie müssten andere missionieren, weil sie denken sie hätten die Wahrheit mit Löffeln gefressen usw.
 
Ja und hier genau gibst du Macht ab und weichst (solchen Menschen) einfach nur aus. Wenn das Problem überwunden wird, hast du keinen Grund mehr diese Menschen nur aus der Ferne zu akzeptieren/Kontakt zu vermeiden (was an sich ja gar kein echtes Akzeptieren, sondern wie gesagt nur ein Vermeiden einer Konfrontation mit Diesen darstellt) da du dir selbst bewußt bist, dass keiner deine Autonomie und Freiheit wirklich einschränken kann (außer vllt. mit Gewalt-was aber wiederum was anderes ist). Da mußt du dann auch keine Grenzen setzen, da du dich dann automatisch so verhältst, dass diese von Anderen nicht mehr überschritten werden. Du merkst dann höchstens ein Herumgezappel des Anderen, für das du aber eher Verständnis aufbringst, da du es von dir selber (von Früher) kennst. Ist keine Selbstverleugnung sondern nur ein anderer Blickwinkel und Tun der/das aus einer befreienden Erkenntnis resultiert.

Nein das stimmt so nicht. Ich habe Erfahrung mit solchen Menschen und auch viele Auseinandersetzungen mit ihnen; ich ziehe sie aber nicht mehr in mein Leben. Ich habe auch nicht gesagt, dass ich den Kontakt vermeide; das hast du so verstanden. Das habe ich auch nie (sonst hätte ich wie gesagt nie Kontakt mit ihnen gehabt). Wenn ich sage ich akzeptiere sie aus der Ferne, dann meine ich damit eine Koexistenz auf einer gewissen Distanz, weil beide spüren, dass eine Verbindung egal welcher Art mit dem anderen nicht fruchtbar wäre. Und natürlich können mich z.B. Behörden sehr wohl in meiner Autonomie einschränken. Privat kann das sicherlich keiner, aber offizielle Stellen können das sehr wohl. Hab ich auch Erfahrung mit. Und das was ich als zweites fett angestrichen habe: was meinst du damit? Ich kenne von mir selbst kein "Herumgezappel"...
 
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Das mit dem geistig Vereinnahmen stimmt....da du schreibst: "nett ausgedrückt": Ich würde schon gerne wissen, was dir da sonst noch vorschwebt (weniger nett ausgedrückt oder besser auf den Punkt gebracht), denn auch wenn man mir das vorwerfen kann so bin ich doch auch andererseits sehr zur Eigenreflektion fähig und überdenke gut formulierte Kritik.:)

Zudem, keine Ahnung warum, kann ich selbst vereinnahmende Menschen nicht besonders gut ab und entziehe mich denen wenn es anders nicht geht. Zuerst ist da aber schon eher gegenseitiges Verständnis in meinem Fokus. Wenn nicht, dann eben halt nicht.

Hi Cayden, ich noch mal….

Als Plutoniker mit ME/PL und SO/PL-QUA besteht Deine Lernaufgabe darin, andere Menschen und deren Meinungen und Ideen ohne Einmischung stehen lassen zu können, also ohne zu versuchen, sie von deinen Ideen zu überzeugen. Das ist sicher schwer, denn in Deinem Inneren brodeln sehr große Kräfte, die dich antreiben, andere Menschen zu transformieren, also quasi zu „verändern“ oder sie von der Sicht deiner Dinge zu überzeugen. Dabei geht Deine Wesenheit davon aus, dass dieser Kampf und dieser großer Einsatz nötig ist. Dabei wird vergessen oder verdrängt, dass Nicht-Plutoniker ganz anders ticken.

Ein Beispiel aus meiner Familie: Ich habe ein Sonne-PL-Trigon, kann also sehr überzeugend auftreten. Meine Tochter hat ihre Krebs-Sonne im 12-ten Haus – einem Neptunhaus – stehen. Auch ihr Merkur steht dort. Wenn ich also mit meinen „gut gemeinten“ Überzeugen daherkam, anfing zu diskutieren, das Für und Wider darlegte, dann stürzte sich meine Tochter nicht etwa ins Gefecht mit mir – wie es eigentlich zwischen Töchtern und Müttern seit jeher so Brauch ist. Nein, sie war und ist eine Meisterin im Negieren: Lächelte freundlich, sagte etwas wenig verbindliches oder ausweichendes und machte dann stets das, was sie von vornherein für richtig hielt – natürlich war das fast immer genau die gegenteilige Position, die ich ihr geraten hatte. Für mein Ego war dies eine heilsame Lehre.;)

Hätte ich ein SO/PL-QUA, würde ich sie wohl noch extremer überzeugen wollen, was indes überhaupt nichts bringen würde. Gar nichts. Was ich damit sagen will, ist:
Letztendlich ist es nur unser Ego, welches uns andere von unserer Position überzeugen möchte. Dabei wissen wir doch gar nicht, ob die Leute, die uns zustimmen (und dann eine gewisse Befriedigung in uns auslösen), es wirklich ernst meinen oder einfach nur ihre Ruhe haben möchten? Oder sie konnten im Moment des Disskutierens einfach nicht optimaler antworten, um ihre Sache besser darzulegen, weil die richtigen Worte fehlten? (Oder ihnen erst am nächsten Tag einfielen). Vielleicht scheuten sie auch einfach nur das Zusammentreffen mit einer „stärkeren“ (plutonischen) Dominanz?

Falls Du also das Gefühl hast, in einem Rede-/oder Schreibe-Duell Dein Gegenüber „Schachmatt“ gesetzt zu haben, so ist das fast immer eine Illusion. Allerdings eine Illusion, die dem Ego schmeichelt.
Die Eigenreflektion kann einem da heraushelfen - insbesondere, wenn wieder einmal bitter registriert werden muss, dass zwischen der Umwelt und Dir/uns mehr kaputtgegangen ist, als beabsichtigt.

Liebe Grüße
Urajup
 
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