Das mit dem geistig Vereinnahmen stimmt....da du schreibst: "nett ausgedrückt": Ich würde schon gerne wissen, was dir da sonst noch vorschwebt (weniger nett ausgedrückt oder besser auf den Punkt gebracht), denn auch wenn man mir das vorwerfen kann so bin ich doch auch andererseits sehr zur Eigenreflektion fähig und überdenke gut formulierte Kritik.
Zudem, keine Ahnung warum, kann ich selbst vereinnahmende Menschen nicht besonders gut ab und entziehe mich denen wenn es anders nicht geht. Zuerst ist da aber schon eher gegenseitiges Verständnis in meinem Fokus. Wenn nicht, dann eben halt nicht.
Hi Cayden, ich noch mal….
Als Plutoniker mit ME/PL und SO/PL-QUA besteht Deine Lernaufgabe darin, andere Menschen und deren Meinungen und Ideen ohne Einmischung stehen lassen zu können, also ohne zu versuchen, sie von deinen Ideen zu überzeugen. Das ist sicher schwer, denn in Deinem Inneren brodeln sehr große Kräfte, die dich antreiben, andere Menschen zu transformieren, also quasi zu „verändern“ oder sie von der Sicht deiner Dinge zu überzeugen. Dabei geht Deine Wesenheit davon aus, dass dieser Kampf und dieser großer Einsatz nötig ist. Dabei wird vergessen oder verdrängt, dass Nicht-Plutoniker ganz anders ticken.
Ein Beispiel aus meiner Familie: Ich habe ein Sonne-PL-Trigon, kann also sehr überzeugend auftreten. Meine Tochter hat ihre Krebs-Sonne im 12-ten Haus – einem Neptunhaus – stehen. Auch ihr Merkur steht dort. Wenn ich also mit meinen „gut gemeinten“ Überzeugen daherkam, anfing zu diskutieren, das Für und Wider darlegte, dann stürzte sich meine Tochter nicht etwa ins Gefecht mit mir – wie es eigentlich zwischen Töchtern und Müttern seit jeher so Brauch ist. Nein, sie war und ist eine Meisterin im Negieren: Lächelte freundlich, sagte etwas wenig verbindliches oder ausweichendes und machte dann stets das, was sie von vornherein für richtig hielt – natürlich war das fast immer genau die gegenteilige Position, die ich ihr geraten hatte. Für mein Ego war dies eine heilsame Lehre.
Hätte ich ein SO/PL-QUA, würde ich sie wohl noch extremer überzeugen wollen, was indes überhaupt nichts bringen würde. Gar nichts. Was ich damit sagen will, ist:
Letztendlich ist es nur unser Ego, welches uns andere von unserer Position überzeugen möchte. Dabei wissen wir doch gar nicht, ob die Leute, die uns zustimmen (und dann eine gewisse Befriedigung in uns auslösen), es wirklich ernst meinen oder einfach nur ihre Ruhe haben möchten? Oder sie konnten im Moment des Disskutierens einfach nicht optimaler antworten, um ihre Sache besser darzulegen, weil die richtigen Worte fehlten? (Oder ihnen erst am nächsten Tag einfielen). Vielleicht scheuten sie auch einfach nur das Zusammentreffen mit einer „stärkeren“ (plutonischen) Dominanz?
Falls Du also das Gefühl hast, in einem Rede-/oder Schreibe-Duell Dein Gegenüber „Schachmatt“ gesetzt zu haben, so ist das fast immer eine Illusion. Allerdings eine Illusion, die dem Ego schmeichelt.
Die Eigenreflektion kann einem da heraushelfen - insbesondere, wenn wieder einmal bitter registriert werden muss, dass zwischen der Umwelt und Dir/uns mehr kaputtgegangen ist, als beabsichtigt.
Liebe Grüße
Urajup