Mit der Seele im Einklang sein

Mutation: Das Ei war vor dem Huhn vorhanden. Eier gab es schon, keine Hühner.
Das sehe ich auch so - das Ei ist sozusagen ein Ur-Archetyp der Evolution und selbst wir Menschen entstehen ja aus einem Ei.
Als die Mutation eintrat, kam das erste Huhn zur Welt.
Naja da seh ich noch ein paar Entwicklungsschritte hin.
Hat es da eine "Idee" gegeben? Oder wurde es "vorher gesehen" -> Eines Tages wird es ein Huhn geben....?
Mir hat mal ein Bildhauer gesagt, wenn er anfängt ein Stück Holz oder Stein zu bearbeiten, dann muss er vorher schon das Ergebnis in diesem groben Klotz erkennen, sonst braucht er gar nicht erst anzufangen. Und wenn er anfängt zu arbeiten, dann ist sozusagen die Skulptur schon im Klotz und er schlägt einfach nur das weg, was zuviel ist.

Find ich genial

Wesenhaft ist der Ausdruck eines Wesens
Kann so sein, aber für mich ist das umfangreicher oder halt grenzenlos
Wesentlich ist das Sein des Wesens
Wenn etwas für mich wesentlich ist, dann ist das für mich wichtig oder wertvoll - somit hat dieser Begriff für mich eine ganz andere Bedeutung

LGInti
 
Werbung:
Bewusst sein-wer ist bewusst?
Hier ist ein Subjekt, ein bewusstes Subjekt.
Im Zentrum haben wir die Aufmerksamkeit, die sich in Wechselwirkung zum Beobachter (bewusstes Subjekt) befindet. Fehlt in dieser Dreieinigkeit noch das zu beobachtende Objekt, auf welches die Aufmerksamkeit aufmerksam wird.
Auch bei der Aufmerksamkeit kann man fragen, wer ist bewusst? Und was macht ein Zentrum zum Zentrum?

Was ist wenn sich das Subjekt in einen bestimmten Zustand versetzt und das Objekt (was ja u.U. einfach ein anderes Subjekt ist) auch in diesen Zustand geht. Sind dann beide im Zentrum? Sind evtl beide miteinander verbunden?

LGInti
 
Analog zu Henne/Ei könnte man sich auch fragen:
Was war zuerst da? Hochsprache oder Dialekt? Haben sich die verschiedenen Idiome aus der Hochsprache entwickelt? Ist Verschiedenes schlampiger ausgesprochen worden?
Oder sind verschiedene Dialekte zu einer einheitlichen Sprache zusammen gefasst worden?
Sieht man es als Idee/Bestimmung, waren Henne und Ei auf jeden Fall gleichzeitig da. Beides trägt in sich den Keim, das Potenzial des anderen. Was die Materialisierung betrifft, denkt man eher, dass sich Kompliziertes aus Einfachem entwickelt.
 
Mir hat mal ein Bildhauer gesagt, wenn er anfängt ein Stück Holz oder Stein zu bearbeiten, dann muss er vorher schon das Ergebnis in diesem groben Klotz erkennen, sonst braucht er gar nicht erst anzufangen. Und wenn er anfängt zu arbeiten, dann ist sozusagen die Skulptur schon im Klotz und er schlägt einfach nur das weg, was zuviel ist.

Find ich genial

Dann hat er bestimmt die Roman Biographie über Michelangelo gelesen (Luigi Ugolini - Der Titan aus Florenz)
 
Nur ist aber das Ich nicht die Seele.

Es gibt kaum eine Menschenseele die nicht im laufe des Lebens verletzt.

Die ist nur da und kann nichts tun. Sie kann sich nicht wehren gegen Übergriffe, das tut das ICH.

ICH BIN ist nicht das (reine) Sein nach meinem Empfinden, sondern nur das Bewusstwerden der Seele im ICH des Menschen, dass Beides vorhanden.

Das Sein bedeutet für mich "es ist wie es ist" das ICH wird zum Werkzeug der Seele und nicht das des Egos...
Ich bin halt wie ich bin hat somit zwei Gesichter.

Im Einklang mit der Seele würde somit bedeuten dass das Ich in der Mitte die Waage hält zwischen seinen Seelenanteilen und einem gesunden Egoismus.
Das griechische Wort Ego ist gleichedeutend mit dem Wort Ich. Der einzige Unterschied liegt also nur in der sprachlichen Herkunft. Mit dem Ich oder Ego wird eigentlich das Selbstbewusstsein (das Selbst) beschrieben. Neben diesem Ego gibt es dann noch das Es, mit dem unbewussten Triebhafte und das Über – Ich (das Gewissen).

Gerade dieses Über–Ich, das Es und in Teilen das Selbst sind eigentlich die einzigen freudschen Aspekte, die sich mit der Seele verbinden ließen. Was in diesem Konzept zur Seele noch fehlt, ist jedoch das Lebensspendende.

Mit diesem Konstrukt wird die Entfremdung und Abstraktion der Seele vom Menschen vollzogen. Die Seele wird zur Sache oder etwas Fremden degradiert, obwohl sie uns in Wirklichkeit bestimmt. Irgendwie erinnert mich diese Sprache der Entfremdung an Jeremia und Jesus, die auch schon gemahnt hatten:

Lukas 11[52] Wehe euch Schriftgelehrten, denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Ihr kommt nicht hinein und verwehrt es denen, die hineinwollen.

Wie schon bei Platon hatte auch Freud das Es als etwas Triebhaftes beschrieben, das überwunden werden muss. Das Logisticón Platons wird nun als das strahlende Ego als auf den Thron gehoben.

Platon und Freud haben sich aber auch von der Ratio täuschen lassen, denn immer mehr wird deutlich, dass diese Gedankenspiele so nicht stimmen können.

Wäre es denn eigentlich nicht einfacher, wir würden von der unbewussten Seelenwelt und dem Bewusstsein reden – aber da könnte dann ja ein jeder den Schlüssel für seine Seele selbst in der Hand halten.


Merlin
 
Was ist denn so schlimm daran, dass jemand das Schattendasein (Mayawelt) verlassen will, weil er gecheckt hat, dass er schon selbst fast zum Schatten geworden ist. Er dreht sich um und geht aus der Höhle, wo ihn das wahre Licht erwartet.

Die Maske, die aufgesetzt wird um zu gefallen oder zu täuschen also einerseits und der Schatten andrerseits.

Wer seine Höhle (Seele-zu Hause?) verlässt, weil die Schatten wohl unangenehm? So wird's damit Drinnen nicht hell, man wandelt im Licht - Außen - und die Schatten bleiben da wo sie sind, eine Flucht?, ein Verdrängen? - eine Maske?

Und wenn von Außen ein Lichtschein die Schatten wirft und ich sie ans Licht holen wollte, was würde bleiben da drin?
Irgendwie scheint das nicht zu funktionieren und nur noch eine Mauer die den Eingang versperrt ( denn manchmal ist es ja auch draußen recht düster um uns herum, näher oder weiter und die Schatten kommen über uns.)...scheint Ruhe zu geben, nur Dunkelheit, kein Licht was blendet oder/und Schatten wirft...

Wie wärs mit Licht hineinholen, bis das Innen durchflutet?

Das kam mir dabei in Erinnerung

Guten Schlaf dir, Mahuna :)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Auch bei der Aufmerksamkeit kann man fragen, wer ist bewusst? Und was macht ein Zentrum zum Zentrum?
Kann man ohne Bewusstsein achtsam sein? ich denke nicht.
Ein Kind was sich an der heißen Herdplatte verbrennt, wird nun aufmerksam - das ist heiß, erfährt es.
Nun rückt dies ins Bewusstsein und es kann nun achtsamer dieser Herdplatte gegenübertreten.
Also Aufmerksamkeit und Achtsamkeit sind zwei verschiedene Dinge, ja?

So kann Aufmerksamkeit auch nur dann bestehen, wenn etwas mein Interesse weckt oder fordert z.B. im Straßenverkehr.
Aber Achtsamkeit setzt sich aus der Summe der Erfahrungen, der Summe dessen was mein Interesse auf sich zieht zusammen und wie bewusst die erfahrenen Informationen verarbeitet werden?
 
Werbung:
Kann man ohne Bewusstsein achtsam sein? ich denke nicht.
Ein Kind was sich an der heißen Herdplatte verbrennt, wird nun aufmerksam - das ist heiß, erfährt es.
Nun rückt dies ins Bewusstsein und es kann nun achtsamer dieser Herdplatte gegenübertreten.
Also Aufmerksamkeit und Achtsamkeit sind zwei verschiedene Dinge, ja?
Ich bin mir da momentan nicht so sicher ob Achtsamkeit und Aufmerksamkeit so sehr verschieden sind. Achtsamkeit hat auch zu tun mit Behutsamkeit im Umgang und so wie dein Beispiel auch zeigt hat die Achtsamkeit auch zu tun mit praktischen Dingen. Aufmerksamkeit ist eher eine rein geistige Aktion, ein bewusst werden von dies und das. Dies steht aber wieder im Gegensatz zu der Aufmerksamkeit eines Tiere. Es ist beim Tier eher eine instinktive Aufmerksamkeit. Dem Tier ist das was es beobachtet auf eine bestimmte Art und Weise bewusst, aber das ist mit Sicherheit eine andere Bewusstheit, als sie ein Mensch hat. Oder es ist die gleiche Bewusstheit, aber der Mensch kann damit mehr anfangen, wie reflektieren und gedanklich bearbeiten, logische Schlüsse ziehen??

LGInti
 
Zurück
Oben