Lässt sich aus Beiträgen das Geschlecht des Autors ableiten?

Kann ich sagen, ob ein Beitrag von Frau oder Mann verfasst wurde?

  • nö, geht nicht

    Stimmen: 6 7,5%
  • manchmal habe ich Vermutungen...

    Stimmen: 41 51,3%
  • mache ich mir nie Gedanken drum

    Stimmen: 13 16,3%
  • ist doch klar, das geht

    Stimmen: 20 25,0%

  • Umfrageteilnehmer
    80
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Hmmm, jetzt wird's aber konkret. Also:

Ich sag's dir, wenn du mir überzeugend darlegst,
dass diese Information für die Antwort wichtig ist.

Aber man sieht schon:
die Sache ist bei professionellen Schreiberlingen
nicht ganz einfach.

Danke
LB
 
Naja, überzeugend kann ich das glaub ich nicht argumentieren...wenn es eine romanische Sprache ist, würde ich auf gewisse Dinge schauen...es ist nur so ein Gefühl, vielleicht würde es helfen...besser kann ich's nicht sagen!
 
Wie kommst du zu dieser Vermutung?

Danke
LB

Der Text erinnert an klassische Abenteuergeschichten, und da wüsste ich auf die Schnelle keine Frau, die so etwas schreibt. Wenns ein Krimi ist, sieht die Sache wieder anders aus - da gäbs genug Frauen. Brutale Beschreibungen sind nicht Männern vorbehalten.

Auch der Detailreichtum und die großzügige Verwendung von Eigenschaftswörtern - gemeinhin Frauen zugeschrieben - liefert keinen brauchbaren Hinweis. Erstens sollte ein Autor über Beobachtungsgabe und plastisches Vorstellungsvermögen verfügen, zweitens werden solche Dinge in jedem x-beliebigen Schreibkurs vermittelt.

Solange sich ein Autor nicht wie Bukowski als Riesenmacho darstellt, also sehr bewusst in diese Richtung schreibt, glaube ich nicht, dass ein Leser zwischen männlich-weiblich unterscheiden kann.

Mein Tipp beruht daher nur auf den Anklang an die Abenteuergeschichten. Geraten.
 
Mein Tipp beruht daher nur auf den Anklang an die Abenteuergeschichten. Geraten.
Sehr gute Analyse. Zusatzinfo geb ich gern:

das Werk ist eher ein Krimi als eine Abenteuergeschichte.

Also, ehrlich gesagt, es IST ein Krimi.

Schon ist die Vermutung dahin... :D

Sowohl der Autor ist weltbekannt als auch der "Held"
des Krimis.

Jetzt hab ich schon zuviel verraten. Es reicht.

Solange sich ein Autor nicht wie Bukowski als Riesenmacho darstellt, also sehr bewusst in diese Richtung schreibt, glaube ich nicht, dass ein Leser zwischen männlich-weiblich unterscheiden kann.
Genau das glaube ich auch! Jedenfalls nicht anhand
dieser drastischen Textstelle.

Gruss LB
 
Genau das glaube ich auch! Jedenfalls nicht anhand
dieser drastischen Textstelle.
Hier noch eine ganz andere Stelle.

Keine Aktion ohne jedes Gefühl, sondern Gefühle
ohne jede Aktion.

Man erahnt, warum der gute Slimmie dran glauben
wird müssen. Oder nicht?

Gruss LB

»Wie alt ist Slimmie denn eigentlich jetzt?« fragte er.
»Er ist fünfundzwanzig.«

Ich auch, dachte Tailor. Wahrscheinlich lebte Slimmie
da drüben wie der Herrgott in Frankreich. Ein
Einkommen, ein Haus, ein Schiff. Warum sollte er
sich denn nach Hause zurückwünschen? In Tailors
Erinnerung nahm Slimmies Gesicht genauere Konturen
an: Er hatte ein breites Lachen, helles Haar mit
krausen Locken, ein unbekümmertes Gesicht. Slimmie
war glücklich. Und er selber mit seinen fünfundzwanzig
Jahren, was machte er?

Er lebte von einer Woche zur anderen. Kein Bankkonto.
Machte neuerdings einen Bogen um Polizisten, zum ersten
Male in seinem Leben. Er war mathematisch begabt.
Warum zum Teufel zahlte sich das nicht aus,
irgendwie? Tailor spürte, daß sich jeder Muskel seines
Körpers gespannt hatte; die Streichholzschachtel
zwischen seinen Fingern war zerquetscht, beinahe
platt. Er hatte es satt, verflucht und zugenäht,
er hatte es satt, satt, satt! Am liebsten wäre er
aufgesprungen und wortlos gegangen.
 
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