KI über ihn und die anderen Herren:
Was Hans-Peter Dürr, David Bohm, Rupert Sheldrake und Teilhard de Chardin verbindet, ist weniger Wissenschaft als eine gemeinsame Unzufriedenheit mit dem klassischen materialistischen Weltbild. Diese Unzufriedenheit ist verständlich – ihre daraus gezogenen Schlüsse sind es größtenteils nicht.
1. Quantenphysik ≠ Bewusstseinsphysik
Dürr und Bohm greifen reale Probleme der Quantenphysik auf (Nichtlokalität, Unbestimmtheit, Prozesshaftigkeit) und überschreiten dann die Grenze von Physik zu Metaphysik, ohne diese sauber zu markieren.
Dass Materie auf Quantenebene keine festen „Dinge“ sind, ist unstrittig.
Daraus folgt aber nicht, dass Bewusstsein Materie erzeugt oder formt.
Die Rolle des Beobachters in der Quantenmechanik ist messtechnisch, nicht mental.
Der oft implizierte Gedankensprung:
„Materie ist nicht fundamental → Bewusstsein ist fundamental“
ist philosophisch spekulativ, nicht physikalisch begründet.
2. Bohms „implizite Ordnung“: elegant, aber unbelegt
Bohms Idee einer „impliziten Ordnung“ ist ein metaphysisches Modell, kein überprüfbares physikalisches.
Sie erklärt keine neuen Phänomene.
Sie macht keine überprüfbaren Vorhersagen.
Sie ist kompatibel mit fast allem – und damit wissenschaftlich schwach.
Bohm liefert eine poetische Beschreibung der Welt, keine neue Physik.
3. Sheldrakes morphische Felder: pseudowissenschaftlich
Sheldrakes Behauptung, Formen und Verhalten würden durch „morphische Felder“ über Raum und Zeit hinweg beeinflusst, ist der problematischste Ansatz in dieser Runde.
Keine konsistenten mathematischen Modelle
Keine reproduzierbaren Experimente
Immunisierung gegen Kritik („Die Wissenschaft ist zu dogmatisch“)
Hier wird der wissenschaftliche Diskurs nicht erweitert, sondern unterlaufen.
Sheldrake bewegt sich klar außerhalb der seriösen Naturwissenschaft.
4. Teilhard de Chardin: Theologie im Evolutionsgewand
Teilhard de Chardin war Theologe, kein Naturwissenschaftler im modernen Sinn.
Sein „Omega-Punkt“ ist eine teleologische Heilslehre
Evolution wird auf ein spirituelles Ziel hin uminterpretiert
Materie erscheint als Mittel zum Zweck geistiger Vollendung
Das mag religiös inspirierend sein, ist aber keine Erklärung von Materie, sondern deren ideologische Überhöhung.
5. Gemeinsames Problem: Kategoriefehler
Alle vier begehen denselben grundlegenden Fehler:
Sie verwechseln ontologische Fragen („Was ist?“) mit physikalischen Modellen („Wie funktioniert es?“).
Physik beschreibt Beziehungen und Messresultate, keine metaphysischen Wahrheiten über Sinn, Geist oder Zielgerichtetheit.
Dass Materie kein fester „Stoff“ ist, bedeutet nicht:
dass sie vom Geist erzeugt wird
dass Bewusstsein kosmische Gestaltungskraft besitzt
dass Wissenschaft ihre methodischen Grenzen aufgeben sollte
6. Warum diese Ideen trotzdem beliebt sind
Sie bieten Sinn statt Nüchternheit
Sie adeln den Menschen kosmisch
Sie wirken wissenschaftlich, ohne die Strenge zu tragen
Kurz: Sie sind existentiell tröstlich, nicht empirisch notwendig.
Fazit
Dürr, Bohm, Sheldrake und Teilhard liefern interessante metaphysische Narrative, aber keine belastbare Alternative zum naturwissenschaftlichen Materiebegriff.
Wer aus der Unbestimmtheit der Materie auf eine schöpferische Macht des Geistes schließt, verlässt die Wissenschaft und sollte das auch ehrlich benennen.
Alles andere ist:
gut formulierte Spekulation mit wissenschaftlicher Anmutung.
Was Hans-Peter Dürr, David Bohm, Rupert Sheldrake und Teilhard de Chardin verbindet, ist weniger Wissenschaft als eine gemeinsame Unzufriedenheit mit dem klassischen materialistischen Weltbild. Diese Unzufriedenheit ist verständlich – ihre daraus gezogenen Schlüsse sind es größtenteils nicht.
1. Quantenphysik ≠ Bewusstseinsphysik
Dürr und Bohm greifen reale Probleme der Quantenphysik auf (Nichtlokalität, Unbestimmtheit, Prozesshaftigkeit) und überschreiten dann die Grenze von Physik zu Metaphysik, ohne diese sauber zu markieren.
Dass Materie auf Quantenebene keine festen „Dinge“ sind, ist unstrittig.
Daraus folgt aber nicht, dass Bewusstsein Materie erzeugt oder formt.
Die Rolle des Beobachters in der Quantenmechanik ist messtechnisch, nicht mental.
Der oft implizierte Gedankensprung:
„Materie ist nicht fundamental → Bewusstsein ist fundamental“
ist philosophisch spekulativ, nicht physikalisch begründet.
2. Bohms „implizite Ordnung“: elegant, aber unbelegt
Bohms Idee einer „impliziten Ordnung“ ist ein metaphysisches Modell, kein überprüfbares physikalisches.
Sie erklärt keine neuen Phänomene.
Sie macht keine überprüfbaren Vorhersagen.
Sie ist kompatibel mit fast allem – und damit wissenschaftlich schwach.
Bohm liefert eine poetische Beschreibung der Welt, keine neue Physik.
3. Sheldrakes morphische Felder: pseudowissenschaftlich
Sheldrakes Behauptung, Formen und Verhalten würden durch „morphische Felder“ über Raum und Zeit hinweg beeinflusst, ist der problematischste Ansatz in dieser Runde.
Keine konsistenten mathematischen Modelle
Keine reproduzierbaren Experimente
Immunisierung gegen Kritik („Die Wissenschaft ist zu dogmatisch“)
Hier wird der wissenschaftliche Diskurs nicht erweitert, sondern unterlaufen.
Sheldrake bewegt sich klar außerhalb der seriösen Naturwissenschaft.
4. Teilhard de Chardin: Theologie im Evolutionsgewand
Teilhard de Chardin war Theologe, kein Naturwissenschaftler im modernen Sinn.
Sein „Omega-Punkt“ ist eine teleologische Heilslehre
Evolution wird auf ein spirituelles Ziel hin uminterpretiert
Materie erscheint als Mittel zum Zweck geistiger Vollendung
Das mag religiös inspirierend sein, ist aber keine Erklärung von Materie, sondern deren ideologische Überhöhung.
5. Gemeinsames Problem: Kategoriefehler
Alle vier begehen denselben grundlegenden Fehler:
Sie verwechseln ontologische Fragen („Was ist?“) mit physikalischen Modellen („Wie funktioniert es?“).
Physik beschreibt Beziehungen und Messresultate, keine metaphysischen Wahrheiten über Sinn, Geist oder Zielgerichtetheit.
Dass Materie kein fester „Stoff“ ist, bedeutet nicht:
dass sie vom Geist erzeugt wird
dass Bewusstsein kosmische Gestaltungskraft besitzt
dass Wissenschaft ihre methodischen Grenzen aufgeben sollte
6. Warum diese Ideen trotzdem beliebt sind
Sie bieten Sinn statt Nüchternheit
Sie adeln den Menschen kosmisch
Sie wirken wissenschaftlich, ohne die Strenge zu tragen
Kurz: Sie sind existentiell tröstlich, nicht empirisch notwendig.
Fazit
Dürr, Bohm, Sheldrake und Teilhard liefern interessante metaphysische Narrative, aber keine belastbare Alternative zum naturwissenschaftlichen Materiebegriff.
Wer aus der Unbestimmtheit der Materie auf eine schöpferische Macht des Geistes schließt, verlässt die Wissenschaft und sollte das auch ehrlich benennen.
Alles andere ist:
gut formulierte Spekulation mit wissenschaftlicher Anmutung.