Ist Jesus am Kreuz gestorben?

Ist Jesus am Kreuz gestorben? was meint ihr?

  • Ja

    Stimmen: 22 44,9%
  • Nein

    Stimmen: 16 32,7%
  • Bin mir nicht sicher

    Stimmen: 11 22,4%

  • Umfrageteilnehmer
    49
@ Teigabid

Wo hast du deine Informationen her? Für mich klingt das alles sehr wirr, was du schreibst ...


Liebe Grüße

Hallo Dolphins Mind, hallo Teigabid,

Die Information, dass Jesus nicht gekreuzigt worden ist, habe ich von einem rechtgläubigen Moslem. Ich müsste selbst den Koran durchsuchen um Dir genaueren Bescheid zu geben.

Teigabid schreibt wie immer sehr interessant, aber leider verwirrend. Ich möchte ihn bitten, sich etwas präziser auszudrücken damit es auch die weniger in Religion Gebildeten verstehen können.

Vielen Dank und herzliche Grüße

eva07
 
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Hallo Dolphins Mind, hallo Teigabid,

Die Information, dass Jesus nicht gekreuzigt worden ist, habe ich von einem rechtgläubigen Moslem. Ich müsste selbst den Koran durchsuchen um Dir genaueren Bescheid zu geben.

(...)

Vielen Dank und herzliche Grüße

eva07



Ja, das würde mich interessieren ... Danke!


Liebe Grüße
 
damit wir die biographie des nazaräners heute besser verstehen können,
müssen wir uns unbedingt vor augen führen, dass er erst im 42. lebensjahr gestorben ist.

in den unmittelbar davor gelegenen jahren, die seiner mission von 3,5 jahren voran gegangen waren, dürfen wir davon ausgehen, dass er in den kreisen der essener zu suchen gewesen ist. dazu gibt es auch einige schriftliche bestätigungen aus dieser religiösen gemeinschaft.

das heisst also, er war etwa sieben jahre lang in einer entwicklungsphase innerhalb einer streng religiösen gemeinschaft seiner engeren heimat.
zusammen gesehen sind das etwa 11 oder 12 jahre vor seinem ende gewesen.
das führt uns zu einem zeitpunkt zurück, als er etwa 30 jahre alt war.
zu diesem zeitraum spielt sich die episode ab, wo er an einer hochzeit teilgenommen hatte, die so ganz nebenbei seine eigene gewesen ist, und ausser seiner persönlichen lebensgestaltung auch die vorbedingung war, damit seine geschwister ebenfalls diesen weg beschreiten konnten in der weiteren folge.

auf der anderen seite starb sein vater josef als der knabe 12 oder 13 jahre alt gewesen ist. darauf folgte eine zeit, wo er alle möglichen beschäftigungen annahm, damit die familie deren männliches oberhaupt er geworden war, die lebensnotwendigen mittel zur verfügung hatte.

übrig bleibt ein üppiger zeitraum, in den jahren zwischen dem 19. und 29. geburtstag. das war jener abschnitt in seinem leben, wo er "ein anderes königreich eroberte" und sich in den diensten als römischer soldat das brot verdiente, nicht nur für sich sondern auch für seine familie.
eine der besten möglichkeiten der damaligen zeit, um zu geld zu kommen.

so wie paulus hat er eine militärische karriere hinter sich und war zwar nicht hauptmann, aber konnte doch den rang eines kommandanten bekleiden.
heute vergleichbar mit oberst und leutnant.
womit er wieder so ganz nebenbei das recht eines römischen bürgers erworben hatte.
hast du ihn aber gefragt, was er davon in erinnerung behielt, dann hat er gesagt: "das beste aus dieser zeit war das meer." das mittelmeer.

betrachten wir die dinge so, dann ist nicht nur die historisch transportierte aussage, dass der nazaräner am kreuz gestorben war eine unmögliche tatsache, sondern auch rechtlich war das nicht gedeckt, wie uns das paulus sehr schön vorgeführt hatte.

ein römer dem ein vergehen vorgeworfen wurde, musste zwar vor die römische gerichtbarkeit gestellt werden, hatte aber auch das recht, sich an die oberste gerichtbarkeit in rom selbst zu berufen, was ihm nicht verwehrt werden konnte und sogar wegen strafandrohung nahegelegt werden musste, so nahe, dass er sogar gleich aus dem verfahren selbst nach rom geschickt werden musste.

die tatsächliche und logische folgerichtigkeit daraus ergibt:

der nazaräner wurde in einem religiösen konflikt innerhalb der tempelanlage getötet - wie ich es geschildert habe.
danach wurde von allen seine militärische tätigkeit vertuscht, die ihm das römische recht eingeräumt hatte, damit die reinwaschung der kreuzigung über die politische bühne gehen konnte.

besonders der beschriebene kreuzgang ist eine unmöglichkeit in sich - hier soll ein ehemaliger soldat, der sich vom militär abgewendet hatte, einen militärischen befehl durchgeführt haben (?).
aber nicht die möglichkeit in seinem sinneswandel im getöteten stelle ich hier in frage, sondern die nichtinanspruchnahme eines römischen rechtes ist es, die eine lebende person sehr wohl dazu benutzt, um seine seite und besonders seine wahrheit zu vertreten.
so wie uns das paulus schliesslich sehr schön taxativ demonstrierte.

mehr als unwahrscheinlich ist auch die variante, dass sich die aussenstelle des römischen rechtes in jerusalem etwas zu schulden kommen hat lassen, also eine abdeckung der falschen handlungen durch eine falsche bestätigung des jüdischen volkes erforderlich gewesen wäre.
so wie es die biblische darstellung notwendig machen,
wenn der tot durch kreuzigung eingetreten wäre.
ich denke hier besondern an die begebenheiten, wo die römischen staatszeichen, die römischen adler, im weiten bogen aus den religösen bereichen der tempeln und synagogen geflogen sind.

es liegt also auf der hand, oder besser gesagt unten an den stufen des ehemaligen tempels, dass das jüdische volk und da wieder vor allem die herrschende priesterschaft, hier nicht nur im motiv sondern auch in der tat federführend gewesen ist, und die abdeckung durch die römer erfolgte.

aber nicht umgekehrt.

diese angelegenheit sollte von römischer seite unter hadrian ein für alle mal erledigt sein, durch die hinrichtung von paulus und petrus in rom.
danach gibt es kein wenn und aber mehr - hat man gedacht.

aber erstens: "es kommt anderst,"
und zweitens: "als man es sich denkt."

die problematik war in rom danach sehr wohl bekannt.
genau so wie der tod des tiberius und sein eigener,
dem nazaräner schon davor.


DER NAZARÄNER WAR EIN RÖMISCHER SOLDAT,
UND HAT SEINEN HÖHEREN DIENST QUITIERT.


und ein :weihna1
 
Lieber Teigabid!


Das ist eine interessante Variante, welche Du hier schreibst...

Ja, Jesus war politisch hochbrisant tätig--- darauf steht nach dem römischen Recht der Tod durch Kreuzigung. Immerhin beanspruchte er den Thron des Königs der Juden.

Daß der beschriebene Hergang so nicht gewesen sein konnte, ist schon klar... Sich nur auf die Aussagen Paulus (pardon... der ist mir immer noch nicht koscher!) zu berufen, scheint mir zuwenig zu sein.

Immerhin war Joseph von Arimathäa ein einfluß- und geldreicher Mann, welcher schützend die Hand über Jesus hielt, resp. halten wollte... jedoch dieser wurde verraten... aus dem inneren Kreis...


...daß Jesus nicht am Kreuz gestorben ist und auf den Privatgrund des Arimathäa (dort stand die vielzitierte 'Auferstehungsgruft') gebracht wurde, mag ja ein anderes Thema sein!


Mercie
La Dame
 
Für den Mystiker ist der historische Jesus ohne Bedeutung,
da die ganze Geschichte methaphorisch, als Entwicklungsweg verstanden wird.
Du mußt dir selbst sterben, um neu geboren zu werden.
Die Dornenkrone symbolisiert diesen schmerzhaften Weg.

Doch wer stirbt,
bevor er stirbt,
stirbt nicht,
wenn er stirbt.
 
La Dame hat folgendes geschrieben:

Das ist eine interessante Variante, welche Du hier schreibst...

bemerkenswert ist vielleicht die tatsache, wenn diese "variante",
wie du es nennst, greift, dann ergibt sich die typische win-win-situation :) :)

ein werdegang in einem menschen, der so typische stationen durchwanderte,
wie militär, hochzeit und religiöse laufbahn,
verbietet die bezeichnung eines solchen menschen als gottessohn selbst in der mythischen anwendung des genannten menschen und muss wohl ab einen bestimmten zeitpunkt mit der bezeichnung "medium" vorlieb nehmen.

anderseits garantiert die doppelte und unmittelbare verwendung von zwei ehemaligen römischen soldaten in einer neuen jüdisch begründeten religion die tatsächliche und wirkliche existenz jeden der beiden.

gut. einige der uns bestens bekannten sätze aus der bibel stehen mit einem male in einem seltsam weissen weichen licht da:

joh 2, 4

Jesus erwiderte ihr:
"Was willst du von mir, Frau?
Meine Stunde ist noch nicht gekommen."


wonach zwar praktiken die bereits zuvor beim militär erlernt wurden, gefallen gefunden haben und auf suggestiver basis funktionierten, später gar in den religiösen bereich einfluss hatten und eher nicht umgekehrt, und selbst in der sogenannten "messiasmission" zum tragen kamen bei den wunderheilungen.

für mich ist es ohnehin schleierhaft, warum die autoren der bibel auf die möglichkeit des zusammenhanges vom nazaräner zum hesekil verzichten konnten, wo doch hier dieser zusammenhang offensichtlicher ist, als sonst irgendwo.
da wurde in den aufzeichnungen eine neue berichterstattung kreiert, wo mit "jesus" eine meinung kund getan wurde, die von allen beteiligten gleichermassen befürwortet wurde in der gemeinsamen vergangenheit.
oder mit der verwendung "petrus" eine form des sprechens gewählt wurde, wo die meinungen und das verhalten der apostelbruderschaft zu verstehen ist, aber mit ausnahme des nazaräners selbst.
was zum beispiel sehr schön bei der verleugnungsszene zum ausdruck kommt.

darauf wirst du wohl anspielen,
wenn du von einem verrat im inneren kreise sprichst.
hier, da bin ich ganz bei dir!

aber die überlegung, dass reiche leute ihr geld erst dann ausgeben, wenn es zu spät sein könnte, und nicht schon vorbeugend davor,
oder der vergleich eine grabvilla in bester lage, gleich neben der hinrichtungsstätte selbst errichten zu lassen,
das entspricht durchaus auch religiösen praktiken ohne geld,
wenn man einem messiasbild nachjagt,
in dem zwar seine eltern unschwer zu erkennen sind,
aber dessen population der popularität weichen muss.

darüber konnte sich nostradamus auch nur wundern,
und hat das in seinem werk
mit dem helden "henry" für hebräer bemängelt,
seine marmelade dazu gegeben.

am ende zeichnete er dafür ein anderes,
so etwas wie eine schablone,
ein viel schöneres.

und ein :weihna2
 
Ich selber hab mich kaum mit dem Thema auseinandergesetzt, aber ich kann sehr wohl bei denen hineingucken, die da mehr Einsicht hatten als ich ... wie z.B. Rudolf Steiner, der ja auch einmal bei den Theosophen war. Es gibt hier ein Werk mit dem Titel: "Das Christentum als mystische Tatsache", und interessanterweise habe ich da einige Stellen gefunden, die zum Thema passen und die mystische Seite der Kreuzigung besser aufzeigen. Ich halte es also für durchaus möglich, dass es darum gegangen ist diese mystische Seite zu vermitteln ... und wir sind heute mit unserer Auslegung möglicherweise extrem oberflächlich.

Kommen wir zur Sache

Steiner schrieb:
Plato erzählt ja das Makrokosmische: Gott hat auf den Weltleib in Kreuzesform die Weltseele gespannt. Diese Weltseele ist der Logos. Soll der Logos Fleisch werden, so muß er im Fleisches-Dasein den kosmischen Weltprozess wiederholen. Er muß ans Kreuz geschlagen werden und auferstehen. Als geistige Vorstellung war dieser wichtigste Gedanke des Christentums in den alten Weltanschauungen längst vorgezeichnet. Als persönliches Erlebnis machte es der Myste bei der «Einweihung» durch. Als Tatsache, die für die ganze Menschheit Geltung hat, mußte es der «Mensch gewordene Logos» durchmachen.

Die Seele ist also an den Körper gebunden und DAS ist die goldene Chance des Menschen um Erlösung aus dem Rad der Wiedergeburten zu erlangen. Bei den Essenern war die Taufe der Akt der "Einweihung" bei dem der Mensch diese "Geburt aus dem Geiste" empfangen hat. Aber so eine Geburt kann nur einer geben der die Kompetenz hat und über allen Illusionen steht. Die (religiösen) Gemeinschaften praktizieren so etwas noch über die Jahrhunderte weiter und es fehlt aber ein Gottesmensch, der überhaupt imstande ist diese "Einweihung" durchzuführen ... und so verkommt sie zu einem bloßen Ritual.

An anderer Stelle schreibt Steiner über das Werk Timaios von Plato:

Aus Weltleib und Weltseele hat der Vater die Welt gemacht. Harmonisch, in vollkommenen Proportionen hat er die Elemente gemischt, die entstanden, als er sich selbst vergießend ein eigenes besonderes Sein hingab. Dadurch [66] wurde der Weltleib. Und gespannt auf diesen Weltleib ist in Kreuzesform die Weltseele. Sie ist das Göttliche in der Welt. Sie hat den Kreuzestod gefunden, auf daß die Welt sein könne. Das Grab des Göttlichen darf also Plato die Natur nennen. Doch nicht ein Grab, in dem ein Totes liegt, sondern ein Ewiges, für das der Tod nur die Gelegenheit gibt, die Allmacht des Lebens zum Ausdruck zu bringen. Und derjenige Mensch erblickt diese Natur in dem rechten Lichte, der vor sie hintritt, die gekreuzigte Weltseele zu erlösen. Auferstehen soll sie von ihrem Tode, aus ihrer Verzauberung. Wo kann sie wieder aufleben? Allein in der Seele des eingeweihten Menschen. Die Weisheit findet ihr rechtes Verhältnis damit zum Kosmos. Die Auferstehung, die Erlösung Gottes: das ist die Erkenntnis.

Das Leben ist also ein Kreuz das uns irgendwie auferlegt wurde. Die Seele ist an das Weltliche gebunden und wir erfahren Leid und Schmerz. Aber jeder kann Erlösung erfahren. Das hat heute noch immer seine Gültigkeit. Und die Erlösung liegt insbesondere in der Selbsterkenntnis (Mensch erkenne dich selbst). Deswegen ist der der Größte, der sich selbst erkannt hat. Kontemplation und Inversion ist dabei ein ganz wichtiger Faktor - Die Sinnesströme vom Vergänglichen (Illusorischen) zurückziehen und nach innen sammeln.

lg
Topper
 
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keine ahnung, ich war nicht dabei, daher kann ich es auch nicht sagen und mal ganz ehrlich, wer kann das schon nach 2000 jahren................???
 
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