damit wir die biographie des nazaräners heute besser verstehen können,
müssen wir uns unbedingt vor augen führen, dass er erst im 42. lebensjahr gestorben ist.
in den unmittelbar davor gelegenen jahren, die seiner mission von 3,5 jahren voran gegangen waren, dürfen wir davon ausgehen, dass er in den kreisen der essener zu suchen gewesen ist. dazu gibt es auch einige schriftliche bestätigungen aus dieser religiösen gemeinschaft.
das heisst also, er war etwa sieben jahre lang in einer entwicklungsphase innerhalb einer streng religiösen gemeinschaft seiner engeren heimat.
zusammen gesehen sind das etwa 11 oder 12 jahre vor seinem ende gewesen.
das führt uns zu einem zeitpunkt zurück, als er etwa 30 jahre alt war.
zu diesem zeitraum spielt sich die episode ab, wo er an einer hochzeit teilgenommen hatte, die so ganz nebenbei seine eigene gewesen ist, und ausser seiner persönlichen lebensgestaltung auch die vorbedingung war, damit seine geschwister ebenfalls diesen weg beschreiten konnten in der weiteren folge.
auf der anderen seite starb sein vater josef als der knabe 12 oder 13 jahre alt gewesen ist. darauf folgte eine zeit, wo er alle möglichen beschäftigungen annahm, damit die familie deren männliches oberhaupt er geworden war, die lebensnotwendigen mittel zur verfügung hatte.
übrig bleibt ein üppiger zeitraum, in den jahren zwischen dem 19. und 29. geburtstag. das war jener abschnitt in seinem leben, wo er "ein anderes königreich eroberte" und sich in den diensten als römischer soldat das brot verdiente, nicht nur für sich sondern auch für seine familie.
eine der besten möglichkeiten der damaligen zeit, um zu geld zu kommen.
so wie paulus hat er eine militärische karriere hinter sich und war zwar nicht hauptmann, aber konnte doch den rang eines kommandanten bekleiden.
heute vergleichbar mit
oberst und
leutnant.
womit er wieder so ganz nebenbei das recht eines römischen bürgers erworben hatte.
hast du ihn aber gefragt, was er davon in erinnerung behielt, dann hat er gesagt: "das beste aus dieser zeit war das meer." das mittelmeer.
betrachten wir die dinge so, dann ist nicht nur die historisch transportierte aussage, dass der nazaräner am kreuz gestorben war eine unmögliche tatsache, sondern auch rechtlich war das nicht gedeckt, wie uns das paulus sehr schön vorgeführt hatte.
ein römer dem ein vergehen vorgeworfen wurde, musste zwar vor die römische gerichtbarkeit gestellt werden, hatte aber auch das recht, sich an die oberste gerichtbarkeit in rom selbst zu berufen, was ihm nicht verwehrt werden konnte und sogar wegen strafandrohung nahegelegt werden musste, so nahe, dass er sogar gleich aus dem verfahren selbst nach rom geschickt werden musste.
die tatsächliche und logische folgerichtigkeit daraus ergibt:
der nazaräner wurde in einem religiösen konflikt innerhalb der tempelanlage getötet - wie ich es geschildert habe.
danach wurde von allen seine militärische tätigkeit vertuscht, die ihm das römische recht eingeräumt hatte, damit die reinwaschung der kreuzigung über die politische bühne gehen konnte.
besonders der beschriebene kreuzgang ist eine unmöglichkeit in sich - hier soll ein ehemaliger soldat, der sich vom militär abgewendet hatte, einen militärischen befehl durchgeführt haben (?).
aber nicht die möglichkeit in seinem sinneswandel im getöteten stelle ich hier in frage, sondern die nichtinanspruchnahme eines römischen rechtes ist es, die eine lebende person sehr wohl dazu benutzt, um seine seite und besonders seine wahrheit zu vertreten.
so wie uns das paulus schliesslich sehr schön taxativ demonstrierte.
mehr als unwahrscheinlich ist auch die variante, dass sich die aussenstelle des römischen rechtes in jerusalem etwas zu schulden kommen hat lassen, also eine abdeckung der falschen handlungen durch eine falsche bestätigung des jüdischen volkes erforderlich gewesen wäre.
so wie es die biblische darstellung notwendig machen,
wenn der tot durch kreuzigung eingetreten wäre.
ich denke hier besondern an die begebenheiten, wo die römischen staatszeichen, die römischen adler, im weiten bogen aus den religösen bereichen der tempeln und synagogen geflogen sind.
es liegt also auf der hand, oder besser gesagt unten an den stufen des ehemaligen tempels, dass das jüdische volk und da wieder vor allem die herrschende priesterschaft, hier nicht nur im motiv sondern auch in der tat federführend gewesen ist, und die abdeckung durch die römer erfolgte.
aber nicht umgekehrt.
diese angelegenheit sollte von römischer seite unter hadrian ein für alle mal erledigt sein, durch die hinrichtung von paulus und petrus in rom.
danach gibt es kein wenn und aber mehr - hat man gedacht.
aber erstens: "es kommt anderst,"
und zweitens: "als man es sich denkt."
die problematik war in rom danach sehr wohl bekannt.
genau so wie der tod des tiberius und sein eigener,
dem nazaräner schon davor.
DER NAZARÄNER WAR EIN RÖMISCHER SOLDAT,
UND HAT SEINEN HÖHEREN DIENST QUITIERT.
und ein
