Aggressiv durch Meditieren

Guten Abend zusammen, seit fast 2 Jahren mache ich Yoga, dort werden auch geführte Meditationen gemacht. Seit zwei Wochen versuche ich zuhause zu meditieren. Im Großen und ganzen klappt es sehr gut. Jetzt zu meiner Frage, ich bin hinterher immer ziemlich aggressiv und schlecht gelaunt. Was mache ich falsch?
Durch die Meditation gehst du in dein Innerstes, da werden Gefühle freigesetzt die sonst verdrängt werden.

Es ist ganz wichtig, dass du dir dies anschaust, denn es ist auch ein Schutz, um sich zu verteidigen im Außen.

Die Aggression gibt uns die Kraft auch mal nein zu sagen.
 
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Jetzt zu meiner Frage, ich bin hinterher immer ziemlich aggressiv und schlecht gelaunt. Was mache ich falsch?
Hallo. Etwas muss nicht automatisch "falsch" sein, nur weil es sich vielleicht ungewohnt anfühlt oder unerwartet, unvorhergesehen passiert.

Ich finde es nicht naheliegend, das wahrgenommene Gefühl der Aggression, der durchgeführten Meditation als Ursache zuzuschreiben. Vielleicht ist genau das der Fehler, das du die Meditation als Verursacher für diese wahrgenommenen negativen Gefühle vermutest.

Nicht ausschließen würde ich hingegen, das diese "Aggression" schon über längere Zeit da war, aber von vielem im Alltag überlagert- ausgeblendet- vielleicht auch verdrängt wurde. Durch den Zustand in der Meditation wurde es dir ermöglicht, ohne Ablenkung das wahrnehmen zu können was da ist.
 
Dieser Satz gibt überhaupt keinen Sinn, man praktiziert ja, um etwas zu erreichen und nicht, um etwas zu erreichen, was man nicht erreichen kann ...

In der Theorie soll Meditation ja absichtslos sein, weil Erleuchtung durch nichts erreicht werden kann. Sprich:
Meditation als Ausdruck erleuchteten Seins.

In der Praxis sieht es aber oftmals so aus (zumindest hörte ich schon des öfteren davon), als würde Meditation aggressiv und hypersensibel machen.
Das Körper/Geist-System sensibilisiert sich und beschleunigt schneller auf 180. Die Fliege an der Wand kann einen schon ausrasten lassen. Ein spezieller Tonfall in der Stimme, reizt einen auf´s äußerste. U.s.w...
 
In der Theorie soll Meditation ja absichtslos sein, weil Erleuchtung durch nichts erreicht werden kann. Sprich:
Meditation als Ausdruck erleuchteten Seins.

ja, das ist mir schon klar... und ich bemühe mich ja auch, in meiner Meditation, keine Erwartungen zu haben; jedoch mit der Erleuchtung, das ist sowas, damit hab ich allein in der Vorstellung schon meine Schwierigkeiten; was bitte ist denn die Erleuchtung? Kann einem ja keiner beantworten und die Erleuchteten, also, Diejenigen, die vorgeben erleuchtet zu sein, die kommen mir sowas von unrund vor, da verzicht ich lieber auf die Erleuchtung...
Mir ging´s aber eher darum, dass ich - wenn ich anfange, etwas zu praktizieren, etwas zu lernen, sei es Meditation oder was auch immer (kann auch was ganz unspirituelles sein).. dann mach ich das ja, um irgendwas zu erreichen, um Wissen zu erlangen, um Erfahrung zu sammeln und meinen Horizont zu erweitern; sonst bräuchte ja Keiner mit irgendwas anfangen, wenn er von Anfang an nichts erwartet von dem, was er tut... wäre ja ziemlich bescheuert, oder?

In der Praxis sieht es aber oftmals so aus (zumindest hörte ich schon des öfteren davon), als würde Meditation aggressiv und hypersensibel machen

Kann ich so nicht feststellen; es kommen Emotionen hoch, wenn sich Blockaden lösen zB., ja .. und die können aber auch mal heftig sein, stimmt.. man sollte ihnen aber auch nicht allzuviel Beachtung schenken während der Med. Dass Aggressionen durch ne Meditationstechnik ausgelöst werden, denke ich nicht, wenn dann waren sie vorher schon da und wurden vielleicht unterdrückt.

Was ich sicher bejahen kann, ist zwar keine Hypersensibilität in dem Sinn von Empfindlichkeit, jedoch eine Sensibilisierung der Sinne erfährt man definitiv... es ist, als würde man einfach sensibler, was das Fühlen und Wahrnehmen anbelangt, was den Zugang zu sich anbelangt... und den Zugang zu ... naja, das würde jetzt zu weit führen und gehört auch hier nicht her...

Die Fliege an der Wand kann einen schon ausrasten lassen

Ach, Fliege an der Wand ist mir wurscht; Gelse im Schlafzimmer ist da schon eher was zum ausflippen :) .. nö, war jetzt ein Scherz... ich weiss schon, was Du meinst...
 
Ach - mir ist das nicht mehr so wichtig.
Ich genieße das Leben auch so. :)
Am kreativsten war ich sowieso immer dann, wenn es mir seelisch am miesesten ging.
War bei mir lange Zeit auch so..... aber das hat sich geändert und damit auch der Ausdruck der Kreativität ....
 
In der Praxis sieht es aber oftmals so aus (zumindest hörte ich schon des öfteren davon), als würde Meditation aggressiv und hypersensibel machen.
Mich hat die Meditation nie aggressiv im Sinne von gewalttätig (powervoll negativ) gemacht, aber sie hat mich oft sehr kraftvoll gemacht und sensibel hat sie mich auch gemacht. Mag sein, dass Menschen, die die Leichen in ihrem Keller gut versteckt hatten dann bei denen hochgespült wurden.

LGInti
 
ja, das ist mir schon klar... und ich bemühe mich ja auch, in meiner Meditation, keine Erwartungen zu haben;

Unnützer Energieaufwand - man ist auch ok, wenn man etwas erwartet.
Am besten akzeptieren, keinen Stress draus machen und falls man enttäuscht wird, die Enttäuschung akzeptieren. ;)
 
Mir ging´s aber eher darum, dass ich - wenn ich anfange, etwas zu praktizieren, etwas zu lernen, sei es Meditation oder was auch immer (kann auch was ganz unspirituelles sein).. dann mach ich das ja, um irgendwas zu erreichen, um Wissen zu erlangen, um Erfahrung zu sammeln und meinen Horizont zu erweitern; sonst bräuchte ja Keiner mit irgendwas anfangen, wenn er von Anfang an nichts erwartet von dem, was er tut... wäre ja ziemlich bescheuert, oder?
Ich denke, alles, was dir wirklich am Herzen liegt, praktizierst du nicht, um etwas zu erreichen.
Sei es die Meditation, Bücherlesen, Musizieren, oder was auch immer.

Es ist die Freude am Nicht-tun!
Denn bei Dingen, die aus tiefstem Quell geschehen, löst sich der Tuende im Geschehen auf.

Sei es beim Tennis, beim Bergsteigen, an der Theke in der Kneipe, oder beim Tanzen.

Wenn dich also meditieren aggressiver und hypersensibel macht, dann kann es sein, dass du etwas zu erreichen versuchst, was nicht erreicht werden kann.
 
Ich denke, alles, was dir wirklich am Herzen liegt, praktizierst du nicht, um etwas zu erreichen.
Sei es die Meditation, Bücherlesen, Musizieren, oder was auch immer.

Es ist die Freude am Nicht-tun!
Denn bei Dingen, die aus tiefstem Quell geschehen, löst sich der Tuende im Geschehen auf.

Sei es beim Tennis, beim Bergsteigen, an der Theke in der Kneipe, oder beim Tanzen.

Wenn dich also meditieren aggressiver und hypersensibel macht, dann kann es sein, dass du etwas zu erreichen versuchst, was nicht erreicht werden kann.

Warum nennt man das Freude am Nicht-Tun?
Für mich ist das Freude am Tun.
Wenn ich etwas tue, das mich freut, dann flutscht es und ich muss mich nicht anstrengen.
 
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