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unterbrochene Hinbewegung

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von pluto, 4. Januar 2005.

  1. pluto

    pluto Aktives Mitglied

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    Beiträge:
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    Hallo,

    in den Aufstellungen, in denen ich bisher war, ist mir aufgefallen, dass es die sogenannte "unterbrochene Hinbewegung" nur selten gibt. (verschiedene Therapeuten) Viel zu oft wird auf die Toten geschaut, um diese ins System zu integriert. Werden dann die Darsteller gegen die echten Personen ausgetauscht, gibt es oft eine Stagnation im System.

    Ist es überhaupt notwendig die Personen auszutauschen? Meiner Meinung nach wäre es sinnvoller, dies nicht zu tun. Denn genau dann, kamen viele Aufstellungen ins Stocken und wurden abgebrochen.

    Oftmals weiß man gar nicht, dass man früh in der Kindheit sich einmal allein gelassen gefühlt hat und deswegen wird gar nicht richtig hingeschaut. Und dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn es im zwischenmenschlichen Bereich nicht klappt. Oder dass dann der Partner Vorwürfe abkreigt, die gar nicht zu ihm gehören.

    Wie habt ihr diesen Punkt erlebt?

    Liebe Grüße pluto :)
     
  2. Demia

    Demia Mitglied

    Registriert seit:
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    Ort:
    Coburg
    wenn die unterbrochene Hinbewegung ihren Grund bei einem Toten hat, so muss erst der Tote "aufgeräumt" werden und dann die Hinbewegung erfolgen.
    Wenn die Hinbewegung aber andere Gründe hat und ist nicht vollzogen, so nutzt auch ein "Aufräumen" der Toten nichts, weil die Hinwendung zum Leben dann wieder unterbrochen erlebt wird.

    So meine Erfahrungen. Vieles greift ineinander und sollte genau betrachtet werden.

    Abgebrochene Aufstellungen brauchen vordergründig die Lösung für den Abbruch, da er sich sonst wiederholt.

    Liebe Grüsse
    Gaby
     
  3. pluto

    pluto Aktives Mitglied

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    5.652
    Ort:
    dort, wo es schön ist
    Hallo Gaby,

    Was meinst du damit? Würdest du ein Beispiel nennen?

    Liebe Grüße pluto
     
  4. Demia

    Demia Mitglied

    Registriert seit:
    22. November 2004
    Beiträge:
    755
    Ort:
    Coburg
    ein Beispiel:

    eine Frau kam zu mir und erzählte mir, dass ihre Aufstellungen immer abgebrochen werden mit dem Kommentar, dass nicht genügend "Energie" für das Thema da sei oder ein anderes Thema Vorrang hatte.

    Nach einem längeren Gespräch stellte sich heraus, dass das vordergründige Thema war, dass Autoritäten ihr öfters "reinquatschten" und es besser zu wissen glaubten.

    So lösten wir erst den Hintergrund für die Abbrüche - falsches Autoritätsverständnis und "zu seinen Bedürfnissen stehen" und dann klappte es auch ohne Abbrüche.

    Vorher lies sie sich von ihrem Weg abbringen..

    Nur ein Beispiel von vielen.

    Liebe Grüsse
    Gaby
     
  5. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
    5.652
    Ort:
    dort, wo es schön ist
    Hallo Gaby,

    ist schon traurig, welch horrende Summen verdient werden, und nichts kam dabei heraus, bzw. man fühlt sich danach, als ob alles falsch an einem sei.

    Taj, autoritätsgläubig sind viele Menschen, denke ich. Ohne dass sie es wahrhaben wollen oder gar wissen.

    Bleibt immer noch der Punkt, unterbrochene Hinbewegung. Wird dies wirklich zu selten bemerkt?

    Liebe Grüße pluto
     
  6. Christoph

    Christoph Neues Mitglied

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    15. Januar 2004
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    Hallo Gaby, hallo Pluto,

    ob nun unbedingt so ein generelles Urteil angemessen ist, kann ich so nicht sagen.

    Ich selbst halte es so, dass ich bei Beziehungsproblemen grundsätzlich nachfrage, ob es ein frühes Trennungsereignis gegeben hat. Dabei achte ich mehr auf die unbewusste physiologische Reaktion als auf die verbale Antwort. Bekomme ich ein "Ja-Signal" und habe zusätzlich das innere Bild oder Gefühl aus der Mitte, dass "da was ist", dann teste ich es anhand der Stellvertreter: Aufstellung von Aufstellendem und seinen Eltern. Oft zeigt es sich dann.

    Ja, Pluto, das kann vorkommen. Es kann aber eine Unmenge an gründen dafür geben. Oft ist es so, dass der Aufsteller zu schnell auf die gute Lösung hin wollte und nicht mit der tatsächlichen Bewegung gegangen ist. Dies geschieht oft bei Aufstellern mit starken Helferambitionen, welche das vermeintlich Schlimme dem Aufstellenden aus unterschiedlichen (oft auch pekuniären) Gründen nicht zumuten können oder wollen.

    Oft habe ich solche Gegenteils-Effekte bei Aufstellern gesehen, die "auf Teufel komm raus" unbedingt mit dem Aufstellenden arbeiten wollten, ja ihn sogar entgegen klar wahrnehmbarer Signale zur Aufstellung quasi "überredet" haben.

    Manchmal ist aber der Aufstellende (und manchmel sogar der Aufsteller) einfach nicht so weit, dass er die Lösung annehmen kann und er braucht tatsächlich einfach noch Zeit zur Integration.

    Ich hab die Erfahrung gemacht: besser ein Abbruch mit Schrecken, als ein forciertes Lösen.

    Es gibt Aufstellungen, da ist es so dramatisch und es wird (v.a. von "erfahrenen" Stellvertretern) geweint und geheult, dass die Tapeten von den Wänden kommen und im Alltag des Aufstellenden passiert nichts.

    das kommt sehr darauf an, wie die Aufstellung gelaufen ist und was die Dynamik war. Zudem ist u.a. entscheidend, in welchem Repräsentationssystem (Sehen, Hören, Fühlen usw.) und Metaprogramm der Aufstellende "Realität" codiert bzw. wo er seinen "Stresskanal" hat. Ich wäre mit so einer grundsätzlichen Aussage lieber vorsichtig.

    Ich bin nicht sicher ob "sich allein gelassen fühlen" für nur kurze Zeit per se für die Dynamik einer unterbrochene Hinbewegung ausreicht. Aber das ist sicher individuell verschieden. Ein gutes ergänzendes Werkzeug ist da die Arbeit mit der inneren Time-Line nach Tad James.

    Das, liebe Gaby, wage ich zu bezweifeln. Die Frage ist aber: aus welchen Gründen und mit welcher Wirkung wurde abgebrochen und hat es einen Anstoß in der Seele gegeben?

    Ich hab mal erlebt, wie bei mir VOR dem entscheidenden Punkt eine Aufstellung abgebrochen wurde. Es war genau, als es endlich spannend wurde. Und dann wurde gesagt: "Das ist jetzt eine andere Ebene und das stellen wir dann ein nächstes Mal" (mit erneuter Bezahlung versteht sich). Also bevor, das Schlimme entborgen wurde. Also bei mir gibts das nicht.

    Hier hingegen, liebe Gaby kann ich dir unumwunden zustimmen. Oft ist ja der Elternteil, zu dem die Hinbewegung unterbrochen war, durch eine Verstrickung mit einem Toten gebunden und danach dann frei für das Kind. Es kann aber auch sein, dass der Aufstellende anerkennt: das Geschenk des Lebens reicht mir.

    Dein Beispiel finde ich einleuchtend und bewegend. Es lohnt sich tatsächlich auf die Vordergrund-Hintergrund-Thematik zu achten.

    Das kenn ich auch schon mal... zum Glück für meine Teilnehmer gibt es bei mir ein anderes Problem in den Seminaren: die sind nach den Aufstellungen gelöst und 'müssen' nicht mehr wiederkommen :D. Leider auch nicht als Stellvertreter. Vor Weihnachten war es ein ganzer Schwung, die mir dann wunderschöne Urlaubskarten schrieben: endlich neuen Partner/Job gefunden, umgezogen, mit den Eltern oder dem Partner versöhnt usw. Ich freue mich dann. Und andererseits kann ich mir vorstellen, dass Kollegen diesen Effekt unbewusst befürchten. Ich kenne diesen Anteil auch, welcher der Verlockung ausgesetzt ist... Da empfiehlt sich dann die selbstkritische Lektüre von "Ordnungen des Helfens".

    Liebe Grüße
    Christoph
     
  7. pluto

    pluto Aktives Mitglied

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    dort, wo es schön ist
    Hallo Christoph,

    dass eine Hinbewegung nicht gelingen kann, wenn derjenige Elternteil mit einem Toten verbunden ist, wusste ich nicht, und ist mir bis jetzt auch nie aufgefallen. Nicht in diesem Zusammenhang. Heißt das dann, dass gar keine Unterbrechung durch Krankheit z.B. stattgefunden hat?

    Liebe Grüße pluto
     
  8. Christoph

    Christoph Neues Mitglied

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    Hallo Pluto,


    ich würde den Begriff der unterbrochenen Hinbewegung in dieser Weise gern erweitern wollen, ja. Ein Elternteil, der innerlich nicht zur Verfügung steht kann mitunter ebenfalls solche Wirkungen haben, wie jene Situationen, die wir klassischerweise als Auslöser der unterbrochenen Hinbewegung ansehen, also
    • früher Tod eines Elternteils
    • frühe Trennung von einem oder beiden Elternteil/en für (i.d.R.) mehrere Tage durch Krankenhausaufenthalte, längere Reisen usw. bis zum Alter von ca. 3 Jahren
    Ich habe schon Aufstellungen gesehen, wo die Verstrickung eines - dann das Kind ablehnenden - Elternteils ähnliche Wirkungen hatte.

    Vielleicht ist die unterbrochene Hinbewegung in gewisser Weise Bestandteil oder Folge nahezu jeder wesentlichen elterlichen Verstrickung? Immerhin ist in einer Aufstellung der Vollzug der erneuten Hinbewegung zu einem "befreiten" Elternteil ein ganz wichtiges und wesentliches lösendes Element.

    Liebe Grüße
    Christoph
     
  9. pluto

    pluto Aktives Mitglied

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    Hallo christoph,

    Da könnte was dran sein. (1. Satz)
    Jedenfalls werde ich jetzt genauer hinschauen, ob die Bewegung des Kindes auf die Eltern zu, einfach nur langsamer zugelassen werden muss. Und nicht so schnell, wie ich es bisher erlebt habe. Dann hat die Seele schon gleich Zeit den Schritt wirklich zu integrieren.

    Liebe Grüße pluto :kiss3:
     
  10. Christoph

    Christoph Neues Mitglied

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    Ja, Pluto.


    Danke für deine Erinnerung! Ich werde heute Abend gleich besonders darauf achten.

    Ich hab es oft eroebt, dass Stellvertreter "hilfreich" für den Prozess oder den Aufstellenden oder gar den Leiter sien wollten und solche Bewegungen viel zu schnell und allfällig vollzogen haben. Da ist größte Achtsamkeit angebracht, denke ich.

    Liebe Grüße
    Christoph
     
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