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Selbstbestimmung

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von guguus, 11. August 2008.

  1. guguus

    guguus Mitglied

    Registriert seit:
    11. August 2008
    Beiträge:
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    Hallo zusammen

    Ich bin für mich zu dem Punkt gekommen, dass das Leben eigentlich nur aus Selbstbestimmung bestehen kann. Und zwar bis ins kleinste Detail. Für mich wird mit dieser Aussage irgendwie alles so logisch, was ich sehe. So wird die Welt zusammen gehalten.

    Das meint die Bibel, wenn sie davon spricht, dass Gott uns nach seinem Ebenbild gemacht hat. Wir haben die Möglichkeit, zu erschaffen. Das Leben ist eine forwährende Schöpfung. Wir ent-decken unser Leben nicht, wir er-schaffen es in jedem Moment.

    Das ist mein Glaube.

    Was haltet ihr davon? Gibt es für diesen Glauben auch so was wie eine Kirche? -bevorzugt in Westdeutschland, nicht in Indien.. :sekt:
     
  2. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
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    19.296
    Ich sehe das ähnlich. Allerdings ist es eine Frage der Bewusstheit. Ich meine, man ist sich ja nur in seltenen Fällen bewusst, wie entsteht was man wahrnimmt, und oft genug fühlt man sich als Opfer und eigentlich immer als Suchend. Ich würde schon sagen, dass wir das Leben entdecken, aber eben innerhalb des Schöpfungsprozesses. Ich sage dazu eher: Erfahren... Sich selbst, das Leben... In Wirklichkeit besteht zwischen "sich selbst" und "Leben" sowieso kein Unterschied.

    Und Selbstbestimmung sehe ich ebenfalls als einen Fakt an. Wobei man natürlich auch da wieder darauf schauen muss, wie bewusst einem das ist. Die Verantwortung ist total. Niemand anders hat sie, bis ins kleinste Detail. Das betrifft sogar das Verhalten anderer Menschen einem selbst gegenüber. Und auch wenn man das bestreitet, nicht glauben kann oder nicht will, dass das wahr ist, so ist es definitiv für einen selbst am Besten, wenn man bereit ist die Verantwortung vollkommen zu übernehmen. Ich glaube, dass es bei dieser Erfahrung "menschliches Leben" gerade darum geht, auch Leid erfahren zu können. Um leiden zu können, ist die Möglichkeit Opfer zu sein Voraussetzung. Der Weg aus dem Leiden ist der Weg in die Verantwortung, und praktisch gesehen geschieht das m.A.n. dadurch, dass man die Überzeugungen hinterfragt, die einen glauben lassen, man sei das Opfer von etwas oder jemandem. Allerdings ist das nicht einfach, weil man irgendwann an einem Punkt ist, wo man die Schuld von außen auf sich selbst verlagert, bestimmte Prinzipien zu sehen glaubt die dann auch nicht wirklich zutreffend sind... Vor allem Zeit ist da etwas das schwer zu verstehen ist. Aber interessant bleibt es. Ich persönlich halte das für die einzig wahre Wissenschaft die es gibt.

    VG,
    C.
     
  3. guguus

    guguus Mitglied

    Registriert seit:
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    hi condemn

    ja, du sprichst da etwas interessantes an. die opfer-frage..

    ich glaube, vor allem bei krankheiten machen da viele einen rückzieher. ist man doch, sobald man krank ist, ohne schuld. da kann man nun wirklich nichts für. man entzieht sich der verantwortung.

    und wie du auch sagst, hat man, wenn man das mal erkannt hat, das nächste problem.. wohin mit der schuld? wenn man sich der verantwortung entzieht, ist man zumindest auch die schuld los.

    ich bin dabei, zu lernen, dass es gar keine schuld gibt.

    und die bewusstheit. das ist wohl dann die höchste stufe des lebens. vollkommene bewusstheit. meisterstufe...:guru:
     
  4. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.296
    Hi Guguus!

    Du sprichst da auch etwas Interessantes an. Erstens Krankheit, zweitens Schuld. Zu Krankheit: Ich persönlich habe gerade dadurch die Erfahrung gemacht, dass man irgendwann nicht darum herum kommt, die Verantwortung zu übernehmen. Ich bin selbst nicht wirklich gesund, und das woran ich leide ist nicht so einfach auszumachen. Bzw., es gibt keine eindeutige Ursache zu finden. Am Anfang sucht man oft eher außen, Umwelteinflüsse, dann glaubt man vielleicht die Ursache sei genetisch, dann beschäftigt man sich mit den psychologischen Wirkungen der Krankheit, man erkennt vielleicht Muster und gewisse Überzeugungen. Auf jeden Fall kommt man nicht daran vorbei, sich irgendwann mit sich selbst zu befassen. Auch wenn man vielleicht noch nicht glauben will, dass man selbst die Ursache ist, so muss man es doch schon alleine deshalb tun, um es überhaupt durchzustehen. Und nach und nach lernt man. Ich persönlich halte da Krankheiten für "besser", für eindeutiger, als z.B. das Leiden das einem vordergründig gesehen v.a. von anderen zugefügt wird. Menschen, die etwa unter einem tyrannischen Vater gelitten haben, haben es sicher weit schwerer die wahre Ursache zu erkennen, als jemand der krank ist.

    Was Schuld angeht... Das sehe ich genauso wie Du. Es gibt sie nicht. Weder ist jemand anders Schuld, noch man selbst. Es gibt sie schon alleine deshalb nicht, weil nichts, auch man selbst nicht, in der Weise existiert wie man es/sich wahrnimmt. Gleichzeitig ist die Frage von Ursache und Wirkung lange nicht so wie man sie wahrnimmt. Das Schuld-Konzept entsteht aus dem Ursache-Wirkungs-Konzept, das wiederum aus der Zeit. Und nicht einmal Zeit existiert objektiv. Das ist es auch, was das Erkennen und Verstehen so schwer macht. Alles erscheint vollkommen anders als es in Wirklichkeit ist, gleichzeitig muss man die Wahrheit immer mehr in diese "falsche Welt" bringen, um das Leiden zu beenden. Meiner Meinung nach, geht es wirklich nur darum. Leiden und Glück. Alles ist darauf ausgerichtet. Man kann sagen, jeder versucht nach bestem Wissen und Gewissen sein Glück zu finden und Leiden zu verhindern bzw. zu beenden. Und jeder tut das innerhalb eines gewissen Status Quo, seiner individuellen Perspektive, die von diesem Punkt (immer Jetzt) sein Denken und Handeln bestimmt. Nirgendwo ist da Schuld zu finden, auch ohne das man jemand anderen vollkommen verstehen kann, kann man wissen das aus dessen Perspektive alles sehr verständlich ist. Aus der eigenen auch. Und das ist vielleicht mit das Wichtigste auf dem Weg zur Heilung ("geistig" gemeint)... Schuld nehmen, Ablehnung aufheben, Irrtümer über vermeintliche Ursachen erkennen. Das ist auch der einzige Weg, um aus dem Opfer-Sein heraus zu kommen. Denn das fiese ist ja, dass wenn man überzeugt davon ist es zu sein, auch die manifeste Realität einem genau diese Überzeugung als "Film" vorspielen wird, genau wie jede andere Überzeugung auch.

    VG,
    C.
     
  5. Destructus

    Destructus Mitglied

    Registriert seit:
    6. August 2008
    Beiträge:
    60
    hm - die totale selbstbestimmung im kleinsten detail ...?

    ich glaube diesen glauben nennt man http://de.wikipedia.org/wiki/Solipsismus
     
  6. guguus

    guguus Mitglied

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    hallo condemn

    ja, das ist geil was du sagst!

    ich selbst habe die schuld-frage für mich insoweit beantwortet, als dass mir vor einiger zeit wirklich klar wurde, dass jeder mensch, in der situation, in der er ist, das bestmögliche tut. ob das nun die nachbarin ist die im piyama zum kiosk schlurft oder der bösewicht, der kriminell ist. jeder kommt an genau diesen punkt durch eine fortlaufende abhandlung von entscheidungen, die getroffen werden. bis zu diesem zeitpunkt. bei jedem von uns. schaut euch JETZT an und um. das ist unsere realität, die einzige, die es gibt.

    die sache mit dem leiden sehe ich allerdings etwas anderes. ich glaube nicht, dass es um leiden geht. wir leiden nur weil wir reagieren. auf umstände, zustände, situationen, die so sind. ich glaube daran, dass uns nur engel geschickt werden, und dass wir nur in der dunkelheit unser eigenes licht wirklich erkennen können, und ich sehe anstatt leiden möglichkeiten...

    aber zufriedenheit ist auch ein gutes thema.

    eigendlich doch das höchste.. glücklichkeit...
    wir alle erhoffen uns in der erleuchtung die langfristige zufriedenheit.. und erhoffen sie uns durch güter, die wir uns anschaffen, menschen, die uns lieben sollen oder der neuen diätmargarine. und oft erhalten wir auch etwas, was uns zufrieden macht.. 2 minuten.. ok, eine halbe stunde... und dann haben wir etwas neues, was wir wollen wollen...

    kennst du eckhart tolle?
    "der mensch wäre zwei minuten in die paradise und würde sich sagen.. hmm.. ok.. nice... und jetzt?? hehe.. "

    aber vielleicht ist ja auch genau das das leben selbst??? dieses STREBEN..

    ist dir schon mal aufgefallen, dass du nicht nach etwas streben kannst, dass du hast?

    also schiebt der vorgang des strebens das gewünschte von mir weg..

    ... und wir sind wieder im JETZT gelandet. es dreht sich alles um das jetzt.

    was die heilung betrifft, so glaube ich übrigens, dass es nicht zwingend das grosse erkennen sein muss, welches eine heilung bewirkt.

    gerade bei langfristigen krankheiten ist es doch vielmehr oft das kleine, unscheinbare, worum es geht. die dinge, die man eben nicht bewusst tut. die kleinen gewohnheiten, die man gar nicht mehr bemerkt.. WIE man zb. im auto sitzt.. was man währenddessen macht/denkt/schöpft.. ich habe zb. vor kurzem angefangen andersrum im bett zu liegen. mein bekannter hält mich für total bescheuert, aber ich bin überzeugt dass ich an der für mich richtigen stelle anknüpfe. denn gerade die sind es doch, die wir nicht sehen, deren wir uns nciht bewusst sind, und die würden sich dann in anderer weise zeigen.. wie zum beispiel in form von einer krankheit..


    gruss
    Sylvia
     
  7. guguus

    guguus Mitglied

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    hi Destructus

    danke für den wiki-link, solipsismus also.. aber das ist es nicht ganz, was ich damit meine.. ich glaube, dass jeder von uns so lebt. das macht die sache ja erst interessant. wenn um mich rum bloss alles marionetten wären, dann wäre das relativ einfach. aber dadurch, dass jeder einzelne selbstbestimmt ist, gibt das muster und verlenkungen, die bis hin zur perfektion reichen.. *schwelg

    die solipsisten glauben da glaub ich was anderes..

    trotzdem danke!
     
  8. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    19.296
    Ja, sehe ich genauso. Aus der Perspektive eines jeden ist die Verantwortung gleichzeitig vollkommen die, der betreffenden Person, bzw. aus meiner Perspektive immer meine, aber gleichzeitig hat das nichts mit Schuld zu tun. Schuld würde voraussetzen, dass man erstens weiß und zweitens fähig ist, etwas besser zu machen als man es macht. Und das ist nicht der Fall. Entweder fehlt das Wissen oder die Fähigkeit oder beides. Das man die volle Verantwortung trägt, bleibt trotzdem eine Tatsache, denn nichts und niemand anders hat sie und das Potential zur Veränderung liegt ausschließlich in jedem selbst. Es geschehen so gesehen keine Wunder, es geschieht keine von außen kommende Befreiung wenn das Innere nicht dazu passt. Das wirklich zu verstehen und als wahr zu erkennen, kann schon einiges ändern.

    Ich sehe auch das nicht anders, v.a. das "wir leiden nur weil wir reagieren" ist sehr wahr, aber die Wenigsten haben das durchschaut.

    aber zufriedenheit ist auch ein gutes thema.

    Ich glaube, dass jeder Wunsch, egal wie profan er sein mag, aus einem grundsätzlichen Gefühl des Mangels entsteht. Dieses Gefühl das etwas fehlt schickt einen auf die Suche um es zu beseitigen, dieses Loch zu füllen. Da man nicht die wahre Ursache kennt, versucht man das auf viele verschiedene Arten, immer wieder glaubt man dieses oder jenes oder diese Person wäre der Schlüssel zum Glück und würde dieses grundsätzliche Gefühl zu Leiden beenden. Aber immer wieder erkennt man nach meistens kurzer Zeit, dass es nicht so war und so bleibt man in Bewegung.


    Ja, ich kenne E. Tolle. Finde sein Buch "Jetzt. Die Kraft der Gegenwart" sehr gut. Habe es schon öfter gelesen. Und ja, ich bin davon überzeugt, dass das Leben genau daraus besteht... dem Streben nach Glück, dessen Basis das Bedürfnis danach ist, weil eben eine Art grundlegender Mangel besteht. Ich glaube, dass dieser Mangel durch die Trennung von sich selbst geschehen ist, und vielleicht ist das sogar gewollt. Wenn man sich mal vorstellt, das ein unendliches Bewusstsein sich selbst erfahren möchte, dann kann es alles... Aber es kann nie Opfer sein und daher nie leiden. Es kann auch keine Trennung erfahren, keine Individualität und Unterschiede. Das Alles geht nur, wenn es sich selbst vergißt, vergißt was es ist und das es Einheit ist. Sich scheinbar von sich selbst in die Vielheit trennt und aufspaltet und basierend auf einem grundlegenden Bedürfnis, wahrscheinlich dem Bedürfnis wieder zurück zu finden, diese Erfahrung der Individualität, des Getrenntseins, der Möglichkeit Opfer zu sein und zu leiden, der Machtlosigkeit usw. macht. Wie ein Glücksritter.

    Ja... Und ich könnte mir vorstellen, dass ein SEIN das alles umfasst, alles und Nichts ist, auch alles erfahren möchte, immer wieder neu - werden. Sozusagen das Ewige verändern. Die Gleichzeitigkeit von Bedürfnislosigkeit und Bedürfnis. Die Gleichzeitigkeit von allem... Das ist das Faszinierende an diesem grundlegenden SEIN. Es ist alles und nichts und paradox und nicht mal das und es ist sogar was es nicht ist. Da jedes Wissen darüber, daraus gemacht ist, kann wahrscheinlich kein Gedanke es wirklich erfassen. Allerdings halte ich persönlich die oft gemachte und gehörte Aussage von vielen die sich mit dem Thema beschäftigen, dass darüber keine Aussage gemacht werden kann, das man "es" nicht verstehen kann, für möglicherweise falsch. Ich weiß es nicht, aber ich glaube das es möglich ist. Ich glaube, dass es durchaus einen Zustand des vollkommenen Verstehens geben kann.

    Ja, das Suchen verhindert die Erkenntnis das hier und jetzt alles da ist, dass kein Mangel wirklich existiert. Die Suche basiert auf einer Überzeugung, der Illusion eines Bedürfnisses, erzeugt durch eine Illusion der Trennung, wodurch das Eins-Sein angestrebt wird, selbst wenn man nicht mal weiß was man eigentlich letztlich wünscht. Es ist kein Zufall, dass so ziemlich alles was ein Mensch tut letztlich seinen Sinn darin hat, sich mit "anderem" Bewusstsein zu vereinen. Man denkt, das man sich Geld wünscht, dass man sich wünscht reich zu sein. In Wirklichkeit hat jeder Wunsch einen Sinn dahinter und letztlich geht es immer um Liebe, um Aufmerksamkeit. Und unglaublich viel ist durch die Angst vor Ablehnung motiviert. Meiner Ansicht nach läßt sich alles darauf zurückführen. Der grundlegende Zustand des ungeteilten SEINs, als ein Zustand der Vollkommenheit, trennt und teilt sich in die Vielfalt, erzeugt einen grundlegenden Mangel und das Bedürfnis ihn zu beheben und innerhalb der illusionären Welt der Vielheit dreht sich alles darum, sich zu "vereinigen"... Liebe zu erfahren, gleichzeitig begleitet von der Angst vor Ablehnung und Isolation/Einsamkeit. So spiegelt die Welt sowohl das Potential der Einheit und Vollkommenheit, wie auch das Potential des Mangels, der Trennung... Und durch letzteres kommt es überhaupt erst zu Erfahrung, zu Aktivität.

    Ja. Auch die Frage der Zeit ist sehr interessant. Denn die Illusion stützt die Illusion, das Falsche versucht sich sozusagen fortzupflanzen. Angst z.B. kann nur innerhalb des Denkens in Zeit existieren. Angst ist immer ein Zurückgreifen auf Erfahrung und/oder vermeintliches Wissen (in Wirklichkeit Überzeugung) aus der Vergangenheit und die Vorstellung einer Ursache für zukünftiges Leiden. Und Denken ist letztlich Angst. Denken ist Angst-motiviert und strebt vom Jetzt weg. Durch Denken entsteht Zeit, durch den Glauben an Zeit wiederum Angst, Angst drückt sich in Gedanken aus, Zeit ist Angst. Vollkommenes Vertrauen würde keinen Gedanken an die Zukunft verschwenden. Nicht mal der Vorfreude wegen.

    Ja... wobei eine kleine Erkenntnis natürlich eine große Bedeutung bekommen kann, wenn daraus eine sehr positive Veränderung geschehen sollte. Letztlich ist eine Erkenntnis häufig eher unscheinbar, ich kenne es eigentlich nur in der Form dass sich eine negative Überzeugung auflöst und ich erkenne dass ich an einen Irrtum glaubte... das Erkennen eines "So muss es ja gar nicht sein..." Das verrückte ist, dass man das einerseits vollkommen verstanden haben kann, aber trotzdem noch an begrenzende Überzeugungen glaubt. Man weiß, dass sie nicht wahr sind, und doch glaubt man daran. Das finde ich wirklich seltsam...

    VG,
    C.
     
  9. guguus

    guguus Mitglied

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    hi C.

    vieles ist wohl einfach zu schön, um wahr zu sein. wir haben unsere matrix bekommen, die gesetzen untersteht. wenn unsere überzeugung so stark wäre dass wir uns unserer göttlichkeit vollkommen bewusst wären, dann wäre das spiel zu ende. es geht darum, zurück zu finden. und zu erinnern. erst mal zu erkennen dass wir nichts lernen müssen, und dann zu verstehen, dass wir alles schon haben was wir brauchen. und dafür haben wir doch einen coolen spielplatz bekommen... :schaukel:

    wie du so schön beschrieben hast glaube ich auch an die trennung des Alles, um sich selbst zu erfahren. und deshalb ist es nur natürlich, dass wir alle irgendwo nach unseren anderen teilen streben. aber dann müssen wir auch wieder loslassen und zurückweichen, was vielleicht die angst ist, die du meinst.. um wieder angezogen zu werden. durch dieses anziehen-abstossen wird es überhaupt erst zum leben. die energie zwischen den getrennten teilen wird immer hin und her gegeben. der puls des lebens sozusagen...

    ich glaube, angst und liebe bestehen auf der gleichen skala.. auf der gleichen linie. sie sind zwei verschiedene stärken desselben gefühls. zwei verschiedene.. frequenzen...
    wie beim oben erwähnten pulsieren ist angst bloss die abwesenheit von liebe. wie die dunkelheit die abwesenheit von licht ist.da sich dieses Alles, was ist, trennte, hat es sich in all die facetten geteilt, und und dazu gehörte auch das gegenteil von allem. die dualität war geboren. im menschlichen bereich ist alles dual, da-dort. mann-frau, oben-unten, geburt-tod
    im "spirituellen" ist alles dreifach. unter-über-und bewusstsein, vater-sohn-heiliger geist, hier-dort-!und der raum dazwischen!

    diesen raum dazwischen habe ich mal bei e.tolle richtig begriffen.


    :beer3:


    du sagst:

    Und Denken ist letztlich Angst. Denken ist Angst-motiviert und strebt vom Jetzt weg. Durch Denken entsteht Zeit, durch den Glauben an Zeit wiederum Angst, Angst drückt sich in Gedanken aus, Zeit ist Angst. Vollkommenes Vertrauen würde keinen Gedanken an die Zukunft verschwenden. Nicht mal der Vorfreude wegen.
    .

    du hast sicher recht, denken bringt einem aus dem jetzt. keine frage. aber ich nutze mein kopfkarussell unterdessen für intensive reisen durch meinen körper und nenne es meditation. und das hat mich schon oft ins jetzt gebracht. behaupte ich.
    denken ist ein instrument. darauf würde ich mich einigen. man kann es nutzen... oder nicht...


    dein abschlussatz:

    Man weiß, dass sie nicht wahr sind, und doch glaubt man daran. Das finde ich wirklich seltsam...


    vergiss nicht, was dir nur die ersten paar jahre deines lebens eingetrichtert wurde! da hast du nur aufgenommen. alles.. alle schwingungen um dich herum. jahrelang, ohne dass du "dich wehren konntest". wir unterschätzen das, was uns in fleisch und blut übergegangen ist, wir man so schön sagt... ausserdem sollen wir uns ja amüsieren, auf diesem spielplatz.. ich glaube das war ursprünglich der plan.. ernsthaft.. :welle:


    so long
    Sylvia
     
  10. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
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    Hi Guguus!

    Glaube wir sehen die Dinge ziemlich ähnlich.

    Auch was Du über Denken sagst....
    ...sehe ich ähnlich. Das Denken Angst ausdrückt, bzw. Angst als Motivation hat, sehe ich zwar wirklich so, aber nicht unbedingt nur negativ. Ich meine, es ist ja auch einfach notwendig um überhaupt Bewegung und Aktivität und Veränderung zu bringen. Die Möglichkeit überhaupt zu Streben. Und dazu kann man das Denken natürlich nutzen, also sehr positiv. Lediglich die Motivation das überhaupt zu tun, ist ja das etwas fehlt, man etwas (erreichen) will was man nicht hat. Und das Denken wird feiner... oder irgendwie klarer... Läßt sich nicht mehr so sehr von vielem ablenken das man für wichtig hält, sich aber als unwichtig herausstellen wird. Man denkt mehr auf das Wesentliche hin ausgerichtet und man weiß auch, wann man die Dinge nicht zerdenken sollte. Wobei... letzteres wäre wohl immer richtig, was aber auch nicht ganz so einfach ist. Immerhin kann man nicht mal einfach sgen: Okay, ich denke nicht mehr. Das finde ich übrigens auch ziemlich seltsam. Ich meine die Tatsache das wir unsere Gedanken nicht im Griff haben. Sie reagieren teilweise wie wildgeworden, wie eine Art Computersystem das man angestellt hat und das reagierend auf Sinneswahrnehmungen und andere Gedanken, ein schwer zu durchschauendes Programm abspult, gleichzeitig Auskunft über sich selbst gibt. Denn was mich deutlich nach vorne brachte war die Erkenntnis: Wenn ich wissen will wie es ist, muss ich mich nur fragen: Was denke ich? Damit meine ich: Nichts IST objektiv einfach so... und wahr oder falsch. Gar nichts. Aber in jedem Moment ist es sozusagen genau so wie man denkt, wie man überzeugt ist. Und wenn man das verstanden hat, kann man sich immer fragen, was man denkt. Immer mehr auch eingeschlossen all das, was man noch gar nicht als "selbstgedacht" erkennen.


    Ja... aber ich denke, das Argument kann nicht mehr sein, wenn man über einen gewissen Punkt ist. Es kann nicht sein, dass man objektiv in irgendeiner Art so konditioniert ist, dass es nicht theoretisch möglich sein müsste, das in einem Moment aufzuheben. Aber: Das ist sowieso vollkommen paradox, weil das was aufgehoben werden soll, sowieso nicht objektiv existiert. Ist schon ein seltsames System das zur Existenz führt ;)

    VG,
    C.
     

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