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Pantheismus oder Naturalismus

Dieses Thema im Forum "Wissenschaft und Spiritualität" wurde erstellt von solution88, 23. August 2015.

  1. solution88

    solution88 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. April 2012
    Beiträge:
    7
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    Mit was würdet ihr euch identifizieren?

    Diese beiden Definitionen habe ich bei Wikipedia gefunden:

    Pantheismus:
    Der Ausdruck Pantheismus oder Pantheïsmus (von altgriechisch πᾶν pān „alles“ sowie θεός theós „Gott“)[1] bezeichnet die Auffassung, dass Gott eins mit dem Kosmos und der Natur ist. Das Göttliche wird im Aufbau und in der Struktur des Universums gesehen, es existiert in allen Dingen der Welt bzw. ist mit der Welt identisch.[2] Ein personifizierter, allmächtiger Gott ist somit nicht vorhanden. Stattdessen wird zumeist ein durch geistige Eigenschaften definierter Urgrund als einziges Grundprinzip (Monismus) angenommen. Der von seiten der Theologie häufig vorgebrachte Einwand, dass er identisch mit dem Atheismus sei, ist nur in dem Sinne gerechtfertigt, dass in der Tat kein von der Welt verschiedener Gott angenommen wird; keineswegs jedoch, dass überhaupt kein Gott bzw. göttliches Prinzip angenommen wird.[3]

    Schwierig zu unterscheiden vom Pantheismus ist der Kosmotheismus: Während sich das Göttliche für den Pantheisten in der Vielfalt der Welt einmalig und einzigartig ausdrückt, ist die Welt für den Kosmotheisten nur eine Erscheinungsform des göttlichen Seins, neben der es noch andere geben könnte.

    Natualismus:
    Der Naturalismus ist die Auffassung, dass die Welt als rein naturhaftes Geschehen zu begreifen ist. Diese Annahme, die oft auch durch den Spruch Alles ist Natur pointiert wird, lässt für sich genommen offen, wie der Begriff der Natur zu umgrenzen ist. Versteht man unter „Natur“ allein die physische Natur, so ergibt sich aus dem Spruch Alles ist Natur eine materialistische oder physikalistische Position. Derartige Theorien vertreten, dass auch der Geist oder das Bewusstsein Teil der physischen Natur sei oder, alternativ, gar nicht oder höchstens als Illusion existiere.

    Die naturalistische Position geht auf die griechische Antike und insbesondere auf Aristoteles zurück: Natur (physis) bezeichnete hier all das, was nicht vom Menschen geschaffen ist. Der Mensch selbst ist ein Naturwesen wie alle anderen Kreaturen auch. Auch spätere Veränderungen eines natürlichen Gegenstandes (z. B. pflügen, zerlegen, hegen) machten aus ihm keinen Kulturgegenstand. Dies galt allein für das komplexe Zusammenfügen natürlicher Komponenten zu vollkommen neuen Werken (z. B. Werkzeuge, Kunstwerke, Bauwerke). Die aristotelische Naturvorstellung entspricht der intuitiven Leitkategorie des alltäglichen Denkens.[1]

    Als Naturalismus kann seit dem frühen 17. Jahrhundert jede Lehre bezeichnet werden, die allein die Natur zum Grund und zur Norm aller Erscheinungen erklärt. Dies entstand vor allem aus der Motivation heraus, sich von übernatürlichen Phänomenen im religiösen Sinne abzugrenzen. Ein so verstandener Naturalismus lehnt etwa die Existenz von Wundern und übernatürlichen Wesen ab.

    Bei modernen naturalistischen Theorien seit Anfang des 20. Jahrhunderts steht jedoch oft der Begriff der Naturwissenschaft und nicht der Begriff der Natur im Vordergrund. Dabei wird argumentiert, dass die Naturwissenschaften zu den grundlegenden Beschreibungen der Strukturen der Welt führen würden und in diesem Sinne philosophischen, geisteswissenschaftlichen und alltäglichen Methoden überlegen wären. Für einen Naturalisten in diesem Sinn sind die Naturwissenschaften für die Beschreibung und Erklärung der Welt „das Maß aller Dinge“.
     
  2. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    12.236
    Ort:
    Nordhessen
    Den Hauptunterschied (die gröbste erste Unterteilung) sehe ich darin, ob Geist als Ursprung gesehen wird, oder die Physis. Die Naturalisten und in der Folge die Naturwissenschaft steht für die zweite Hypothese. Alle Religionen und religiöse/spirituelle etc. Gruppierungen stehen für die erste Hypothese.

    Die erstere Gruppe kann dann noch unterteilt werden in die, welche einen oder mehrere persönliche Gott/Götter benennen/erkennen, oder welche den einen alles durchdringenden und alles seienden Gott annehmen, wie es bei den Pan- oder Kosmotheisten der Fall ist.

    Für mich kommt der Pan- oder auch Kosmotheist in Frage, auch wenn ich die Möglichkeit nicht ausschließe, dass sich Gott in einzelnen physischen Aspekten (Kraftplätze, Heilige) besonders ausgeprägt zeigen kann.

    LGInti
     
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  3. Tide

    Tide Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. September 2013
    Beiträge:
    2.911
    Ich fasse mal zusammen: Pantheismus heißt "Gott oder Götter in der Natur", Naturalismus heißt "Nur Natur, kein Geist".

    => Weder noch. Ich verstehe auch nicht, wie du hier auf Naturalismus kommst als Gegensatz zum Pantheismus. Willst du vlt fragen: Haltet ihr die Natur für beseelt/begeistigt, oder nicht?

    Ich kann aus Aufstellungen her sagen: Sogar Orte haben sowas wie Geist oder Wille, und das muß noch nicht einmal ein Kraftort sein, Inti. Auch ein Bauernhof bestimmt mit, wer ihn bekommt. Fakt. Ich war der Bauernhof und habe im Hintergrund die Fäden gezogen!^^

    Dinglichkeit hat also Seele, speichert sogar Daten ab, du kannst an Orten von Verbrechen immer noch die Energien vorfinden!

    Und damit sind wir in der Quantenphysik, beim Thema - eingefaltete Information.
     
  4. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

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    Hamburg
    Ich würde mich als Anhänger eines naturalistischen Weltbildes auffassen.

    Den Pantheismus finde ich aber als gedankenspiel sehr spannend. Nach dem naturalistischem Weltbild ist unser Bewusstsein - unsere Gedanken, Gefühle, Wahrnehmungen etc. - ja eine reine Hiornfunktion; ein Ergebnis des äußerst komplexen Zusammenspiels der extrem vielen Gehirnzellen. Im Kosmos gelten die naturgesetze, und die Himmelskörper interagieren auf kosmischen Skalen miteinander. Ich finde den Gedabnkeengang spannend, ob diese Interaktionen auch eine Art Bewusstsein hervorrufen könnten. Das wäre eine Art kosmisches Bewusstsein, und wir wären ein klitze-kleines Teilchen davon. Gedanken in diese Richtung könnte man einen "naturalistischen Pantheismus" nennen.
     
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  5. taftan

    taftan Sehr aktives Mitglied

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    Dabei dachte ich immer, dass du auch mit dem Monismus symphatisierst. Naja, sind nur kleine Unterschiede und sowieso einfach nur Konzepte. Hoffentlich kommen wir alle bald dahin, wo wir keine Konzepte mehr brauchen.
    lg
     
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  6. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

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    das finde ich, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Nur gedacht und nicht erlebt, aber immerhin.

    LGInti
     
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  7. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Nordhessen
    :)
    Tja man ist schnell in einer Schublade verschwunden.

    Aber du hast schon recht - Ich sehe den Pantheismus auch nur als Aspekt des Monismus. Alles ist Gott, Gott ist Eins, aber er/sie/es zeigt sich in der Vielfalt. Somit sind die vielen Götter nur der unterschiedliche Ausdruck des Einen.

    LGInti
     
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  8. taftan

    taftan Sehr aktives Mitglied

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    Hessen
    Na Gott, das gefällt mir wieder:umarmen:
     
  9. MeteoRitenMann

    MeteoRitenMann Mitglied

    Registriert seit:
    3. August 2015
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    34
    Ort:
    Nähe Wien
    und was soll denn gott sein?

    irgeindein allwissendes oder allmächtiges ding?

    allmächtig ist ja schon von den scholastikern im 13. Jh. als unsinn widerlegt worden:

    kann gott einen felsen machen, der so schwer ist, dass er ihn nicht heben kann?
    ja ==> ist nicht allmächtig, weil er ihn ja nicht heben kann
    nein ==> ist nicht allmächtig, weil er ihn nicht machen kann

    genauso kann man mit "allwissend" argumentieren

    also, was soll denn dieser "gott" sein?

    wahrscheinlich nur ein mythos, den es nicht gibt...

    und wozu soll man den dann "innerhalb" oder "außerhalb" der materie verorten wollen???



    beim "naturalismus" hingegen hab ich den verdacht,
    dass die natur zu automatisch gefasst ist.
    was, wenn sie intelligenter ist, als wir es uns denken können,
    aber eine art von intelligenz, die wir nicht verstehen?

    wunder sind dann bloß etwas,
    was unserem **bisherigen** verständnis widerspricht



    vielleicht sind pantheismus und naturalismus bloß zwei beschreibungen,
    von etwas, das wir nicht besser beschreiben können, wie...

    welle und teilchen bloß zwei beschreibungen von etwas sind,
    das weder welle noch teilchen ist.



    ach ja:
    logisch gibt es vier antwortmöglichkeiten auf so eine frage:
    1: a) ist richtig
    2: b) ist richtig
    3: weder a) noch b) sind richtig
    4: sowohl a) als auch b) sind richtig

    vielleicht gibt es auch noch eine fünfte der fuzzylogik, die irgendwo zwischen 3 und 4 liegt...
     
  10. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

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    das ist die grundsätzliche Frage für wen ist er was und warum.

    Eine scheinbar total geniale Frage, aber sie ist einfach nur spitzfindig und will den Logiger prüfen.

    Wenn Gott einen Felsen heben soll, dann geht das natürlich nur, wenn er selber die gleiche Struktur wie der Felsen hat - er müsste in der Materie existent sein, dann unterliegt er aber den Gesetzen der Materie und ist nicht mehr allmächtig. Wenn er aber nicht aus Materie besteht, dann gelten für ihn nicht die Gesetze der Materie und die Frage erweist sich als unsinnig.

    somit ist hier gar nichts widerlegt worden.

    denkt so manche Geistesgröße, ist aber nicht so.

    wenn es ihn für dich nicht gibt, dann gibt es ihn für dich nicht, so einfach ist das - für andere ist er existent, da er von anderen erfahren werden kann.

    geht es hier ums "wollen"? Ich will Gott haben, also ist er existent? Und wozu ist die Frage "wozu" gut?

    na siehst du, da kommst du Gott doch schon ziemlich nah
    :)

    LGInti
     

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