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Mein Weg zum Licht

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Sattlus, 9. Mai 2006.

  1. Sattlus

    Sattlus Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. Mai 2006
    Beiträge:
    33
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    Meine Geburt war etwas kompliziert denn eigentlich kommt das Menschlein ja mit Kopfe zuerst aus dem Schlunde hervor, doch bei mir sind es die Füsse gewesen. Und so war ich schon etwas aus dem Munde am bluten, als dieses Leben noch nichtemal so richtig begonnen hatte.

    In die 60ger Jahre wurde ich hineingeboren, 1961 war es genau und mein Vater als auch meine Mutter sind wohl eher arme Leute gewesen. Mein Vater war schon 46 war als ich das dunkle Licht dieser Welt erblickte, und meine Mama hatte ebenso schon ein Alter hatte das nicht weit davon entfernt gewesen ist.

    Nicht lange brauchte ich warten, es waren genau 4 Jahre, da geziehmten sich meine Eltern noch ein Brüderchen für mich zu erschaffen. Also ich hatte dann ein Brüderchen und selbst auch mit 4 Jahren schon die Fähigkeit dieses zu erkennen, wahrzunehmen und auch zu mögen.

    Mit zunehmenden Alter erkannte ich das mein Vater etwas anders war als andere Väter, denn ab und an sprang er auf dem Hofe seltsam umher oder er sagte komische Dinge wobei ich dann jedoch nie jemanden sehen konnte zu dem er sprach. Mit der Zeit versuchte meine Mutter mir mehr indirekt zu erklären da dieser Vater psychisch krank sei und er wohl denke Geister zu verjagen und meinte Schlechtes von uns fern zu halten. Es wirkte als würde er einen körperlichen und geistigen Kampf gegen einen unsichtbaren Gegner führen, wobei dieser Gegner wohl auch ab und an mal ein paar Tage nicht wirkte und mein Vater somit diese kampffreien Tage über "ganz normal" erschien.

    Je älter mein Bruder wurde desto deutlicher wurde das etwas mit ihm nicht stimmte. Eine Untersuchung ergab eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion und ab da hieß es immer zu ihm: "Junge nimm deine Tabletten!"

    Also alles in allem war die Situation in welche ich sozusagen "hineingeboren" wurde beschissen. Die Familie war von Beginn an auf Sozialhilfe angewiesen, und irgendwie grassierte sozusagen etwas Unangenehmes im Hintergrund. Aber eigentlich ging es mir als Kind nicht schlecht, denn meine Eltern waren nicht böse und ich spürte etwas in mir wo sich mehr und mehr erkennen lies das andere dies wohl nicht so erfühlten. Die Tochter aus der ersten Ehe meines Vaters war als ich noch klein und unwissend im Leben stand oft bei uns zu Besuch gewesen und kümmerte sich ein wenig um mich.

    Häufig ging sie Abends mit mir vor das Haus, denn es machte ihr Spass zu sehen wie ein kleiner Kerl von 4 Jahren endlos in den dunklen Himmel starrte und die Sterne bewunderte und darüber sprach. "Die Sterne. Die Sterne. Die schönen Sterne!" Als ich lange über 30 Jahre war kam sie noch zu mir hin und schwärmte davon, wie gefesselt und gebannt ein kleiner Knrips in die Sterne schaute bis ihm der Nacken steif ist.

    Nachts träumte ich als Kind oft von einem Sternenmeer mit flackernden Farben und ganzen Sternenhaufen, Sonnensystemen und Galaxien die über mich hinwegzogen. Und sie zogen nicht nur über mich hinweg, sondern ich wusste das sie auch für mich dort ihres Weges zogen. Ein unglaubliches Traumschauspiel, wobei schon als Kind in mir die Gewissheit aufkam: "Das ist kein Traum, sondern was da über dich hinwegzieht ist deine wahre Heimat"

    Meine Innenwelt war wundervoll, doch diese Aussenwelt dort hatte seltsames für mich zu bieten, wozu auch ein Bauernsohn gehörte dessen Vater etwa 200 Meter von unserem Haus entfernt einen Hof hatte. Ich schreibe "unser Haus", da dieses grosse, wunderbare Haus mit dem grossen Hof und dem ehemals gigantischen Garten meinem Opa gehört hatte. Ich hatte meinen Opa nie kennengelernt, aber sein innerer Zustand muss ein wenig anders gewesen sein als der meiner Eltern denn er ist das gewesen was man "Erfolgreich" nennt. Als Direktor einer grossen Stahlfirma hatte er viel Geld verdient, somit das wirklich grosse Haus gebaut und dazu einen riesigen Garten angelegt. Später konnte ich auf Bildern sehen wie gewaltig dieser Garten tatsächlich gewesen war, denn als ich dort geboren war gehörte das Haus schon nicht mehr meiner Mutter und ein Teil des Gartens war verkauft und bebaut worden.

    Also dieser Bauerssohn wurde mit vorgestellt als wir beide 2 Jahre alt waren. Schnell ist es dann so gewesen das wir schon mit 3 Jahren gemeinsam durch Wiesen und Wälder und Felder zogen, wobei jedoch schnell eine Neigung des Bauernjunges offenbar wurde: Sein starkes Interesse mit zu beweisen das er stärker war. Nun gut, würde ich behaupten er habe ständig versucht mich zu bedrücken so wäre dies falsch, sondern eher war ich ab und an ganz gerne mit ihm dort draussen, aber je älter wir wurden desto unlieber.

    So mit 5 Jahren dann verspürte ich eher den Wunsch ihn nicht mehr zu sehen. Wobei mir mit Jahre zuvor beim Molche fangen, Fische jagen und Kühe treiben mit ihm nicht wirklich lästig aber doch unliebsam erschienen. Schon von beginn an hatte ich eine unbewusste Abneigung gegen dieses fangen von Tieren und dieses bäuerliche Schiessen mit einerm Luftgewehrt auf Spatzen. Sein Vater betrachtete all diese Taten als männlich, und ich erkannte schon damals das diese Taten in den Augen des Vaters eine "Stärke" darstellen sollten.

    Also das Ganze war mehr unangenehm als angenehm, und die Streifzüge durch unser "Gebiet" erschienen fad und überfüssig.
     
  2. Sattlus

    Sattlus Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. Mai 2006
    Beiträge:
    33
    Seine überflüssigen Beweise der besonderen, bäuerlichen Stärke bestanden darin Runkeln nach mir zu werfen, mich unnötig lange in bestimmten Situationen zu halten und ab und an mal mit dem Luftgewehr knapp an mir vorbeizuschießen. Ich beklage mich hier aber nicht über diesen Menschen, denn es war auch so das ich mitmachte und mich auch geziemte mit seinem Sportbogen auf ihn zu schießen oder eben ihm den Kontakt zu mir verwehrte was sehr gute Auswirkungen auf sein Verhalten hatte.

    Am besten rächen konnte ich mich jedoch wenn wir nach der Einschulung bei seinem Vater am Küchentische saßen und lernten und unsere Hausaufgaben machten. Denn nicht zu übersehen und zu überhören war das meine geistigen Leistungen dann doch etwas anderer Natur waren als seine, und dieses nutzte ich aus um gleichzustellen was ab und an ungleich erschien.

    Insgesamt jedoch war mein Umfeld am Orte ein gepflegtes in Benimm und Nettheit, denn auf dem ehemaligen Gartengebiet hatten statthafte Leute gebaut welche als Ingenieure bei einer naheliegenden grossen Firma arbeiteten. Genau drei Häuser mit Garten und ausgiebiger Terasse waren dort entstanden, und in ihnen lebten komplette Familien nach altem Stile mit starkem Interesse nach aussen hin eine heile Welt zu erhalten. Das kam mir zu Gute.
     
  3. Allegrah

    Allegrah Guest

    Eine schöne Geschichte. :umarmen:
     
  4. Allegrah

    Allegrah Guest


    Warum Rachegedanken?
    Ich bin mir sicher, dass er immer nur das Beste für dich gewollt hat. Manche Menschen können es ausdrücken und andere nicht.
    Dein Vater konnte die Realität nicht gut abschätzen. Ich denke, dass er deshalb auf dich geschossen hat. Trage es ihm nicht nach. :blume:
     
  5. Sattlus

    Sattlus Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. Mai 2006
    Beiträge:
    33
    So war es also so das ich schon irgendwie ein günstiges Umfeld hatte, und doch durch die "Krankheit" meines Vaters als auch meines Bruders ohne es zu wissen mächtig angeschlagen dieses Bühne des Lebens betrat. Immer auch wurde mir ein wenig bewusst das nicht viel Geld in unserem Hause vorzufinden war, und die für Aussenstehende verrückten "Inszenierungen" meines Vaters führten schon bald dazu das mir auffiel: Über ihn wurde geredet, und dieses nicht unbedingt positiv.

    Damals nicht, aber heute ist mir schon bewusst das ich seinerzeit sicher als "Der Sohn Des Verrückten" galt und sein Spitzname "Der Jesus von XXXXX" bestimmt nicht spurlos an meinem kleinen Geist vorbeiging. Man stelle sich etwa vor ein Mann mit schwarzen, langen Haaren führt auf offener Strasse oder im Wohngebiet einen seltsamen Tanz oder Kampf gegen die Luft oder etwas Unsichtbares aus. Bedrohlich schaut er hinauf in die Luft und wehrt mit seinem Armen und Worten Erscheinungen ab die nur ihm zugänglich waren. Dieses wurde dann bald von Leuten die angeblich Kenntnisse hatten als Schizophren benannt, und mein Vater galt als Mann mit "gespaltener Persönlichkeit". Eine Medikation mit einem neuen Mittel wurde dann bei ihm angesetzt, denn seinerzeit gab es noch eine Art Entmündigung eines solchen Menschens. Daher musste dieser Mann zu seinem angeblich eigenen Vorteil das neue Psychopharmaka 'Haldol' täglich gegen seinen Willen herunterschlucken.
     
  6. Sattlus

    Sattlus Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. Mai 2006
    Beiträge:
    33
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    Mein Vater hatte nie auf mich geschossen. Ich habe geschrieben das der Bauerssohn mit einem Luftgewehr auf mich geschossen hatte.
     
  7. bergfee

    bergfee Mitglied

    Registriert seit:
    11. März 2006
    Beiträge:
    599
    Ort:
    hoch droben in den Nordalpen
    Arbeitst oder lebst du jetzt noch in der Landwirtschaft? Was machst du nun beruflich und privat?
    Was das "angeben" betrifft, früher war es das großsputige "Schießen auf Spatzen" aber heute gibt es ebenfalls noch das großsputige Schießen der Spatzen, nur dass Schießen und Spatzen einen anderen Namen haben.
    Ich weiß wovon ich spreche, lebe und arbeite auch seit 5 Jahren in der Landwirtschaft . Bin aber glücklich.
    LG Bergfee
     
  8. Sattlus

    Sattlus Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. Mai 2006
    Beiträge:
    33
    Es dauerte jedoch nicht lange und man erkannte das mein Vater eine Abneigung gegen dieses Medikament erschuf und es nicht einnahm. Dieses Problem löste man durch die Injektion der Substanz, sozusagen eine Art psychische Zwangsjacke wurde als Lösung erstellt. Tatsächlich auch verminderten sich die Anwandlungen meines Vaters nach und wurden weniger, wobei jedoch ab und an sozusagen "Attacken" auftraten wo ihm nichts anderes übrig blieb sogar trotz 'Haldol-Injektion' gegen die unsichtbaren Kräfte vorzugehen.

    Einmal auch erlebte ich mit etwa 5 Jahren wie mein Vater 'weggebracht' wurde, und meine Mutter erklärte mir das er in eine Art Krankenhaus kam (es handelte sich um eine vollstationäre neurologische Klinik). Unser Besuch dort ist mir bis heute als eine seltsame Mischung aus Bedrückung und dem Wissen das dort am Orte etwas nicht stimmte in Erinnerung geblieben.

    Nun, dies war vorerst etwas geschriebenes über den Bauerssohn und meinen Vater. Man erkennt vielleicht schon jetzt eine eigenartige Konstellation des Schicksals und es ist noch nicht das gewesen was mich ereilen sollte wenn die Zeit fortschreitet. Davon später mehr.

    In den Garten und zum Eingang des Hauses in welchem wir lebten führte eine etwa 30 Meter lange Einfahrt und ein paralleler Gehweg. Jedenfalls standen an dieser Torseite des Gartens jenes wundervollen Hauses welches mein Opa erbaut hatte sechs riesige Birkenbäume in Reihe. Als Kind erschienen mir diese Bäume gewaltig, und wenn sie sich in Wind und Regen den Kräften neigten und bogen sahen sie bedrohlich aus und schien in sie an einem Sommertage das Licht hinein so wirkten die Blätter der wunderschönen Bäume wie schimmernde Lichter aus einer anderen Welt. Und so war es auch. Eines Sommertages als ich vielleicht 6 Jahre alt war stand ich mit meinem Fahrrad wie gebannt unter den Bäumen und schaute in ein wundersames Lichterspiel hinein. Etwas war es am regnen, und die Tropfen perlten von den Blättern ab wie kleine Edelsteine welche für mich zu Boden sanken wie kleine Geschenke der anderen Welt. Ein Zustand war es als sei ich gebannt durch eine stille Starre die angenehm über mich kam, und mich verpflichetete dieses Schauspiel zu betrachten.
     
  9. Sattlus

    Sattlus Neues Mitglied

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    Ich habe noch nie in der Landwirtschaft gearbeitet, und auch noch nie wirklich in der Landwirtschaft gelebt. Der Bauernhof von welchem ich oben geschrieben hatte gehörte nicht uns, sondern wir hatten sozusagen "bäuerliche Nachbarn" an jeder Ecke. Wir selber aber waren keine Bauern.

    Das schießen auf Spatzen gibt es hier heute nicht mehr, denn aus einer ländlichen und bäuerlichen Gegend wurde durch starke Bebauung die letzten Jahrzehnte über sozusagen "städtisches Gebiet". Hier gibt es fast keine Landwirtschaft mehr. Ich schreibe etwa von der Gegend um Dortmund.

    Das du in der Landwirtschaft lebst ist vielleicht gut, ich lebe in der Stadt. Beruflich bin ich derzeit nicht aktiv, weil ich es nicht soll!
     
  10. Sattlus

    Sattlus Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Also jeder weiss das dann mal so ein bestimmter Tag kommt welcher sich "Einschulung" nennt. Doch zuvor bin ich wie viele andere auch in einem Kindergarten gewesen, und dieser Kindergarten hatte in mir eine Fähigkeit erweckt die mir noch öfter im späteren Leben zugute kommen sollte. Nämlich die Fähigkeit zur Flucht! Dies war auch die einzige Intention welche der Kindergarten mit seinen komischen Leuten welche sich im Sandkasten und auf der Wiese wegen Förmchen prügelten und wegen Matchbox-Autos anschrien erweckte. Und dies führte ich auch konsequent durch und entwickelte für mein Alter recht gute Strategien entweder früher zu gehen, oder manchmal sogar garnicht erst dort anzukommen.

    In der Schule dann war es etwas anders, denn irgendwie musste ich erkannt haben: "Hier kommst du nicht mehr weg, egal was du machst." Hätte ich wirklich gewusst wie lange das Ganze dauert, wäre ich sicher doch geflüchtet oder hätte mir etwas anderes ausgedacht. So aber saß ich nun dort plötzlich und musste "Die Stille" halten. Das Stille halten ist ja im nachinein betrachtet nicht die schlechteste Übung, und ich muss sagen das ich mich dem dann doch ziemlich gut gefügt hatte denn ich war so stille das es auffiel.

    Also ich war ein ruhiger Schüler des Anfangs, und es war mir wertvoller alles zu vergessen während ich aus dem Fenster schaute, als dem zu lauschen was Leute mir erzählen wollten die schon damals für mich irgendwie ganz komisch falsch lagen. Nicht das ich mit 6 oder 7 Jahren schon gesellschaftskritisch war oder über alles nachgedacht hätte, aber eher unterschwellig machte sich schon da in mir ein Verdacht breit welcher etwa lautete: "Irgendwie stimmt hier was nicht"
     
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