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Der Iman (Glaube) eines Moslems.

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Derda1, 7. Juli 2005.

  1. Derda1

    Derda1 Mitglied

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    Da ich neu in diesem Forum bin möchte ich euch allen so gut wie möglich ein Bild über den Glauben eines Muslims/ah machen in der HOffnung, dass ihr etwas über Islam und seinen Iman (Glauben) erfährt und somit, inshAllah (so Gott will), ein wenig Vorurteile abbaut das aber nur wenn es welche gibt. Ihr werdet feststellen, dass Islam und sein Glaube etwas anderes ist als ihr euch das vorstellt. Ich werde versuchen alles genau zu erklären da es ohne umfangreichen Erklärung nicht geht. Der Glaube "Iman" eines Muslims/ah kann einem Nicht-Moslem nicht in kurzer Fassung erklärt werden, er könnte wobei ihr das aber nicht verstehen werdet. Ich fühle mich verpflichtet ein wenig für Aufklärung zu sorgen da in der letzten Zeit viele Nicht-Muslime denken ein jeder Muslim wäre ein Fanatiker welcher Leute grundlos niedersticht oder in die Luft jagt. Wenn man vor etwas Angst hat dann ist das deswegen weil man das nicht kennt oder weil man kein Wissen darüber hat. Wenn man erfahren hat woran der Mensch glaubt und wie dieser denkt werden Vorurteile und einige Phobien abgebaut. Ihr seid herzlichst eingeladen mir Fragen über den isl. Glauben zu stellen wobei ich sagen muss, dass ich mich mit dem isl. Recht nicht gut auskenne und somit Fragen auftauchen könnten die ich nicht beantworten kann. Ich bedanke mich zuerstmal bei Gott, dass Er mir die Möglichkeit gegeben hat über Islam zu sprechen. Weiters bedanke ich mich bei den Administratoren da sie mich willkommen geheißen haben und wünsche ihnen das Gute dieser und der nächsten Welt.

    Zuerst erkläre ich die wichtigsten Begriffe:

    .Allah: ist ein arabisches Wort was übersetzt Gott heißt. Es ist eine Tatsache, dass jede Sprache einen oder mehrere Ausdrücke hat die sich auf Gott beziehen. Das ist nicht der Fall mit dem Wort Allah. Allah ist der persönliche Name des Einen Gottes und nichts ausser Ihm kann Allah gennant werden. Dieses Wort "Allah" hat grammatikalisch gesehen weder eine Mehrzahl noch ein Geschlecht. Dies zeigt die Einzigartigkeit im Vergleich mit dem Wort Gott, aus dem man grammatikalisch die Mehrzahl Götter und die die weibliche Form Göttin machen kann. Der Islam meint mit dem Begriff "Allah" Gott den Einen einzigen und wahrhaften Gott. ...

    .Qor'an: Der Qor'an ist das Buch der Muslime welches von Gott über Seinen Engel Gabriel, Allahs Friede sei mit ihm (alejhiselam), unserem Propheten Muhammad, Allahs Friede und Segen seien mit ihm (salallahu aleji we selem), offenbart wurde. Für Muslime ist der Qor'an die letzte Offenbarung Gottes an die ganzen Menschheit. Die Muslime glauben, dass der Qor'an nicht verfälscht werden kann dh. man kann nichts mehr dazu geben oder weggeben. Seit ca. 1400 Jahren wurde kein Buchstabe im Qor'an verändert. Die Muslime betrachten den Qor'an als Anleitung an die Zufriedenheit Gottes. Noch zu erwähnen ist, dass der Qor'an 114 Abschnitte (Suren) beinhaltet. ...

    .Sunnah: Sunnah wortwörtlich übersetzt heißt das der Weg. Das ist der Weg welchen unser Prophet Muhammad, svs, gegangen ist und den Menschen vorgezeigt hat. Dies wird auch die Praxis genannt. Also, mit Sunnah meint man alles das was der Prophet Muhammad, svs, gesagt und gemacht hat. Die Sunnah des Propheten, svs, ist untrennbar vom Qor'an da sie die Interpretation des Qor'an ist. Also, man könnte sagen, dass der Qor'an die Theorie ist und die Sunnah die Praxis. Ein jeder Muslim versucht so gut wie möglich der Sunnah des Propheten, svs, zu folgen da dies, aus der Sicht eines Muslims, der richtige Weg zur Zufriedenheit Gottes ist ...

    .Hadith: Hadithe sind die Aussprüche des Propheten Mohammad, svs. Durch die Zeit hat sich eine ganze Wissenschaft daraus gebildet was bedeutet, dass ein Muhadith (ein Wissenschaftler/Gelehrter der Aussprüche/Hadithe) die Überlieferungsketten überprüft. Ein Muhadith beurteilt einen Ausspruch/Hadith auf Sehr gut (Sahih), gut (Hasen), schwach (daif).... Das wird deswegen gemacht da die Aussprüche des Propheten, svs, von Leuten überliefert worden sind. Man will dadurch feststellen ob diese 100%tig aus dem Mund des Propheten, svs, stammen oder ob sie von Leuten erfunden worden sind die z.B. den Islam nicht so sehr gemocht haben....usw.
    Also, es wird jede Überlieferungskette genau überprüft -> auf Beruf desjenigen, auf Verlässlichkeit (sehr wichtig !!!), .... usw. Da wird also sehr genau nachgeschaut.
    Noch zu erwähnen ist, dass die Hadithe selbstverständlich zur der Sunnah des Propheten, svs, gehören.
    Hier ein Beispiel von so einer Überlieferungskette: ist also nur ein Beispiel welches einem Hadith nicht entspicht -> Karl hörte von Philip und er von seinem Großvater Friedrich, dass er von Wilhelm den Bruder von Markus welcher der Stadthalter von Linz war hören sagen, ..... und so geht es weiter bis zum denjenigen von welchem der Ausspruch stammt.


    So, das waren einige sehr wichtige Begriffe im Islam. Der "Iman" (arab.=Glaube) eines gläubigen Muslims/ah besteht aus sechs Teilen welche ich später, inshAllah (so Gott will), erklären werde. Dieser Glaube "Iman" in Islam basiert auf der "Shahada" (arab.=beuzegen), diese lautet "La illahe ilallah muhammeden resulullah" (Es gibt keinen gott ausser Allah und Muhammad ist Sein Prophet). Man kann sagen, dass das die Quelle des "Imans" Glaubens und die des Islams ist. In dieser "Shahada" befinden sich zwei wichtige Sätzte für einen Muslim. Das ist die Theorie (Es gibt keinen gott ausser Allah) und die Praxis (und Mohammad ist sein Prophet). Das ist das Fundament der Fundamente wenn man das so sagen kann wobei ich erwähnen muss, dass es im Islam mehr Praxis gibt als Theorie. Das ist deswegen damit ein Muslim/ah seinen Glauben Gott gegenüber durch seine/ihre Taten beweist, es genügt nicht nur, dass man mit Herzen glaubt. Das werde ich alles später noch erklären.

    Am Beginn zur Erklärung des Glaubens "Iman" eines Muslims möchte ich ein par Qor'an-Verse rezitieren:

    "Der Gesandte glaubt an das, was ihm von seinem Herrn herabgesandt worden ist, ebenso die Gläubigen; sie alle glauben an Allah und an Seine Engel und an Seine Bücher und an Seine Gesandten. Wir machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandten. Und sie sagen: "Wir hören und gehorchen. Gewähre uns Deine Vergebung, unser Herr, und zu Dir ist die Heimkehr." (Sure Al-Baqarah, 285)

    O ihr, die ihr gläubig geworden seid, glaubt an Allah und Seinen Gesandten und an das Buch, das Er auf Seinen Gesandten herabgesandt hat, und an die Schrift (Bibel, Thora,...), die Er zuvor herabsandte. Und wer nicht an Allah und Seine Engel und Seine Bücher und Seine Gesandten und an den Jüngsten Tag glaubt, der ist wahrlich weit irregegangen. (Sure En-Nisa', 136)

    Es ist keine Frömmigkeit, wenn ihr eure Angesichter in Richtung Osten oder Westen wendet; Frömmigkeit ist vielmehr, daß man an Allah glaubt, den Jüngsten Tag, die Engel, das Buch und die Propheten.... (Sure Al-Baqarah, 177)

    Hier in diesen Versen sieht man in welcher Weise Allah (Gott) von Muslimen (eigentlich von der ganzen Menschheit) verlangt zu glauben. Der "Iaman" Glaube wie ich oben erwähnt habe besteht aus sechs Teilen und diese sind:

    1. AMENTU BILLAHI (Ich glaube an Gott)
    2. VE MELAIKETIHI (an Seine Engel)
    3. VE KUTUBIHI (an Seine Bücher - Offenbarungen)
    4. VE RUSULIHI (an Seine Propheten)
    5. VEL JEVMIL AHIRI (an den Tag des Jüngsten Gerichts)
    6. VE BIL KADERI HAJRIHI VE SChERIHI MINALLAHI TE'ALA (und ich glaube an all dies was geschieht, dass es mit Gottes Willen und Vorbestimmung geschieht)
     
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  2. Derda1

    Derda1 Mitglied

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    1. Amentu billah (Ich glaube an Gott=Allah):

    Der glaube an Allah bedeutet die Überzeugung, dass nur Allah allein der Herscher, Erschaffer, Versorger, Urheber,... aller Dinge ist. Nur Allah=Gott allein ist würdig angebetet zu werden, nur Allah allein ist der "Ibadah" (arab.=Gottesdienst) durch das Gebet, das Fasten, das Bittgebet (arab. du'ah), die Hoffnung, die Angst (Gottesfurcht), die Unterwerfung und durch das Gehorchen nur Gott gegenüber würdig. Nur Allah=Gott allein besitzt die vollkomensten Eigenschaften (Attribute) und Namen. Gott ist weit entfernt von jeglichen Mängeln oder Fehlern.

    Der Iman/Glaube an Allah basiert auf drei Prinzipien:
    . erstes Prinzip: Der Glaube, dass nur Allah allein der Herrscher und Versorger/Erhalter/Bewahrer aller Dinge ist (auf arabisch heißt das "tewhidur rububijje)
    . zweites Prinzip: Der Glaube, dass man nur Allah allein gegenüber seinen ganzen Gottesdienst verrichten kann dh. nur Gott allein ist würdig angebetet zu werden und sonst nichs (auf arabisch heißt das "tewhidul uluhijje)
    . drittes Prinzip: Der Glaube, dass nur Gott Allah allein die vollkommensten Eigenschaften und Namen besitzt (auf arab. ist das "tewhidul esmai wes sifat")

    Der Mensch kann nicht zu den (wahren/aufrichtigen) Gläubigen (arab.=mu'minoon) gezählt werden solange er/sie nicht bezeugen/glauben; dass nur Gott allein Herrscher über alle Dinge ist; dass es keinen anderen Herrscher gibt ausser Gott; dass nur Gott allein angebetet werden darf/kann und dass nur Gott allein die vollkommensten Eigenschaften u. Namen besitzt und dass kein anderer ausser Ihm vollkommen ist.
    Das wird in Islam "Tawhid" genannt. Tawhid ist das was ich gerade erklärt habe. Merkt euch diesen Ausdruck "Tawhid" gut da ich ihn öfters benutzten werde. Tawhid kann auch als "Einzigartigkeit Gottes" übersetzt werden.

    Die Erklärung des ersten Prinzips (tewhidur rububijje):
    Das bedeutet wie ich schon oben gesagt habe "die Überzeugung dass nur Allah allein der Herrscher und Versorger/Erhalter/Bewahrer aller Dinge ist und dass es keinen anderen Herrscher ausser Gott gibt. Zum ersten Prinzip muß das zweite hinzugefügt werden, d.h. man akzeptiert die Tatsache, daß Gott allein würdig ist, angebetet zu werden, und daher enthält man sich, irgendetwas anderes anzubeten.
    Allahs=Gottes "rububijje" über Seine Geschöpfe heißt; nur Gott allein hat Seine Geschöpfe erschaffen; nur Gott allein der Eine und der Einzige ist ihr Herrscher und nur Gott allein ist dazu fähig alle Seine Geschöpfe zu erhalten und zu beherrschen. Deswegen bedeutet das erste Prinzip des Glaubens an Allah=Gott die Akzeptanz, dass nur Allah=Gott der Eine und der Einzige Erhalter und Bewahrer aller Dinge ist und, dass nur Gott allein ihr Herrscher ist. Zu dem ersten Prinzip gehört auch der Glaube; dass Gott allein das Leben und den Tod gibt; nur Gott allein hat die Macht jemanden zu schaden oder zu nützten/helfen; nur Gott allein erhört das Bittgebet (z.B.: in einer lebensgefährlichen Situation...); nur Gott allein macht mit Seinen Geschöpfen das was Er will; nur Gott allein gibt und nimmt; nur Gott allein ist der Erschaffer und nur in Gottes Macht/Händen sind alle Dinge. Hier ein Qor'an-Vers dazu:
    Seht, euer Herr ist Allah, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf, (und) Sich alsdann (Seinem) Reich majestätisch zuwandte: Er läßt die Nacht den Tag verhüllen, der ihr eilends folgt. Und (Er erschuf) die Sonne und den Mond und die Sterne, Seinem Befehl dienstbar. Wahrlich, Sein ist die Schöpfung und der Befehl! Segensreich ist Allah, der Herr der Welten.

    In diese Art von Tawhid ("Einzigartig Gottes=Allahs") fällt der Glaube an Gottes-Vorbestimmung -> ich glaube an all dies was geschieht, dass es mit Gottes Willen, Vorbestimmung, Wissen... geschieht. In andere Worten gesagt heißt das; man hat erfahren und akzeptiert, dass der wirkliche Beherrscher (der das ganze Universum unter Seiner Kontrolle hält), Unterwerfer (der alles nach Seinem Willen unterwerfen kann und der am jüngsten Tag alles unterwerfen wird), Erschaffer (der alles aus dem Nichts erschuf), Alles-Bezwinger (niemand kann sich Seinem Willen widersetzen), Bewahrer, Ernährende, Antwortende, Lenker Lebensspendende, der, in dessen Hand der Tod ist, Inhaber aller Reichtümer,.....usw. nur Gott allein ist und dass Ihm nichts in diesen Eigenschaften beigeselt wird. (hier könnt ihr die Namen und Eigenschaften Gottes=Allahs nachlesen http://www.islam.ch/NamenAllahs.cfm)

    Im Qor'an wird der Tawhid ("Einzigartigkeit Gottes") sehr oft angesprochen. Es gibt fast keinen Abschnitt im Qor'an welcher nicht auf den Tawhid aufmerksam macht. Die Muslime glauben, dass jeder Prophet von Adam, Allahs Friede sei mit ihm, bis zum letzten Propheten Mohammad, Allahs Segen und Friede seien mit ihm, in den Tawhid ("Einzigartigkeit Gottes") gerufen haben (wird noch später genauer erklärt). Das ist deswegen weil nur Gott=Allah allein der wirklich wahre Herscher, Urheber, Former,...ist. Er allein verdient es (ist würdig), dass man Ihm sein ganzes "Ibadah" (Gottesdienst) verrichtet. Er allein verdient es angebetet zu werden. Nur Gott allein ist der Dankbarkeit, Lobpreißung, Bitgebete, Hoffnung......usw. würdig.
    Also, egal welche Art von Gottesdienst (Ibadah) gehören einzig und allein nur Demjenigen welcher die absolute Herrschaft/Macht besitzt und welcher der Lenker über alle Dinge ist.

    Ein weiterer Punkt ist der, dass nur Gott=Allah allein der wahrhaftige Lenker, Herrscher, Beherrscher,... ist welcher der vollkommensten, schönsten und majestätischesten Eigenschaften würdig ist und das ist deswegen weil nur Er, Herrscher aller Welten, diese Atributte besitzten kann. Es ist unmöglich jemandem anderen die Allmacht zuzuschreiben denn die ganze Macht geht nur von Ihm aus und ohne Sein Wollen hätte nichts und niemand Macht (Al-Aziz). Weiters ist es unmöglich zu behaupten jemand anders als Allah=Gott wäre vollkommen in seinem Wissen oder in seiner Sprache/Rede/Mundart. Kein anderer könnte im Stande sein mit seinem Wissen alle Welten zu umfassen. Keiner besitzt diese Eigenschaften ausser Gott allein. Gott ist Allwissend, Ihm entgeht weder die kleinste Tat, noch das leiseste Wort, noch der flüchtigste Gedanke (Al-Alim).

    Im Qor'an wird diese Art von Tawhid ("Einzigartigkeit Gottes") sehr oft in Verbindung mit der Dankbarkeit/Lobpreißung, Gottesdienst, freiwilliger Hingabe, Unterwerfung und in Verbindung mit der Erläuterung von den erhabenen Eigenschaften und den schönen Namen Gottes erwähnt.

    In Verbindung mit der Dankbarkeit und dem Lob spricht ein jeder Muslim bei seinem Gebet folgenden Qoran-Vers aus: Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten (Sure Al-Fatiha, 2)

    Weiters steht im Qor'an: Alles Lob gebührt denn Allah, dem Herrn der Himmel und dem Herrn der Erde, dem Herrn der Welten! (Sure Al-Dschathiyah, 36)

    In Verbindung mit der (freiwilligen) Unterwerfung und Hingabe allein nur Gott gegenüber:
    ...Sprich: "Allahs Führung ist die eigentliche Führung, und uns ist befohlen worden, daß wir uns dem Herrn der Welten ergeben sollen." (Sure Al-An'am, 71)

    In Verbindung mit der Hinwendung allein nur Gott gegenüber: "Sprich: "Mein Gebet und meine Opferung und mein Leben und mein Tod gehören Allah, dem Herrn der Welten." (Sure Al-An'am, 162)

    Dort wo erklärt wird, dass nur Allah=Gott allein als Schutzheiliger/Schutzherr (als Beschützer) genommen werden kann/darf und niemand anderer:
    "Sprich: "Sollte ich einen anderen zum Beschützer nehmen als Allah, den Schöpfer der Himmel und der Erde, Der Nahrung gibt und Selbst keine Nahrung nimmt?" Sprich: "Mir wurde geboten, daß ich der Erste sei, der sich ergebe." Und sei nicht einer der Götzendiener." (Sure Al-An'am, 14)

    In Verbindung mit dem Bittgebeten steht in Qor'an folgendes:
    ...Wahrlich, Sein ist die Schöpfung und der Befehl! Segensreich ist Allah, der Herr der Welten. Ruft euren Herrn in Demut und im verborgenen an. Wahrlich, Er liebt die Übertreter nicht. (Sure Al-A'araf, 54-55)

    In kontekst mit dem Gottesdienst (Ibadah):
    Und warum sollte ich nicht Dem dienen, Der mich erschaffen hat und zu Dem ihr zurückgebracht werdet? (Sure YaSin, 22)

    ....usw.


    Wie man sehen kann gibt es sehr viele Verse im Qor'an die auf Tawhid ("Einzigartigkeit Gottes") hindeuten und welche auf die "Einzigartigkeit Gottes" aufmerksam machen.
    Gott allein ist der Einzige und der Eine welcher es wahrhaftig verdient angebetet zu werden. Gott allein ist der Einzige welcher die absoluten, schönsten und perfektesten Eigenschaften hat. Er allein verdient, dass man Ihn als Gott akzeptiert und Er allein verdient die Anbetung, Demütigung,...nur Er allein kann als Schutzherr genommen werden und nur Ihm kann man sich ergeben, hingeben, und hinwenden (freiwillig).

    In folgendem Qor'an-Vers wird die Lenkung und die Allamcht Gottes über die Himmeln und die Erde und alles was sich in ihnen und zwischen ihnen befindet und ihre Erhaltung durch Seine erhabenen Eigenschaften erklärt:
    Allah - kein Gott ist da außer Ihm, dem Ewiglebenden, dem Einzigerhaltenden. Ihn ergreift weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es, der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte außer mit Seiner Erlaubnis? Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt; sie aber begreifen nichts von Seinem Wissen, es sei denn das, was Er will. Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, sie (beide) zu bewahren. Und Er ist der Hohe, der Erhabene. (Sure Al-Baqarah, 255)

    Derjenige welcher die Himmeln und die Erde erschaffen hat ist Derjenige welcher der Ewiglebende und Einzigerhaltende (der, ohne dessen Hilfe nichts bestehen kann, für Seine Existenz ist Er jedoch auf nichts angewiesen) ist. Er ist der Unsterbliche, Er ist der Erhalter, der Allwissende, der ewig Bleibende, der Schadenabwender, der Wohltäter, der Schutzherr, der Erste ohne Beginn und der Letze ohne Ende, der Eine, der Glorreiche, der Former, der alles Aufzeichnende, der Wachsame dem nichts entgeht, der Antwortende, der Ernährende, der Einzige, der Hohe, der stets Verzeihende, der Dankbare (der Seinem Diener auch für die kleinste Tat große Belohnung zukommen läßt), der Erniedriger der Hochmütigen und zu Unrecht Stolzen, der Öffner der Türen zum Wissen und zum Erfolg in dieser und in der nächsten Welt, der Verleiher der Sicherheit, und er verleiht sie denjenigen, die Seine Herrschaft anerkennen und Seinen Gesetzen folgen....Er ist derjenige ohne dessen Erlaubnis niemandem etwas zustoßen kann. ... usw.

    Hier ein par Qor'an-Verse dazu:
    Und wahrlich, Wir erschufen den Menschen, und Wir wissen, was er in seinem Innern hegt; und Wir sind ihm näher als (seine) Halsschlagader.(Sure Qaf, 16)
    Und ob ihr euer Wort verbergt oder es offen verkündet, Er kennt die innersten Gedanken der Herzen.(Sure Al-Mulk, 14)

    Für einen gläubigen Muslim besteht kein Zweifel, dass Derjenige welcher die Geschöpfe und alle Welten erschaffen hat auch über diese wacht -> Er ist der Wachsame, dem nichts entgeht.
     
  3. Derda1

    Derda1 Mitglied

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    Derjenige welcher Gott=Allah anerkannt hat Gott aber in Seiner Göttlichkeit, Seinen vollkommenen Eigenschaften, Seinen schönsten Namen nicht von anderen "Göttern" (Taghut= all dies was Allah=Gott beigeselt wird) trennt wird als ungläubig betrachtet, diese verlässt somit den Kreis des Glaubens. Das ist deswegen weil er/sie Gott andere "gottheiten" wie z.B: Statuen, Götzen, Menschen, Engeln, Tiere, diverse Idole, Steine, ..usw. zuschreibt oder beigeselt. Diese Zuschreibung oder Beigeselung Gott gegenüber basiert, aus der Sicht eines Moslems, auf Unwahrheiten, Spekulationen und Trieben. Für Beigeselung hat man keinen echten Beweis weder im Qor'an noch in der Sunnah des Propheten Mohammad, Allahs Segen und Friede seien mit ihm. Zuschreibung oder Beigeselung heißt im Islam Schirk, Schrik ist in Islam die Todessünde für welche wenn man mit ihr stirbt ewig im Feuer endet. Schirk ist die einzige Sünde die wenn man mit dieser gestorben ist und vorher von Gott nicht um Verzeihung der Sünden gebeten hat ewig mit der Hölle bestraft wird. Wie gesagt, das ist die einzige Sünde, aus d. Sicht eines gläubigen Moslems, die nicht durch Gott verziehen wird wenn man mit ihr gestorben ist.
    Hier ein Beispiel eines solchen, aus der isl. Sicht, schwerwiegendem Fehler Schirk (etwas Gott beizugeselen): Wenn einer denkt jemand anderer als Gott hätte die Macht den Schaden abzuwehren und ihm/r zu helfen so ist das Beigeselung Gott gegenüber aufgrund der Zuschreibung göttlicher Eigenschaften jemandem anderen als Gott. Man weiß, dass nur Gott allein die Macht dazu hat den Schaden abzuwehren -> ist einer Seiner Eigenschaften, der Schadenabwehrende. Hier an diesem Beispiel ist keine direkte Beigeselung wie die der Götztendiener (Statue) zu sehen sondern eher eine "versteckte" Zuschreibung.
    Manche Leute haben einige Eigenschaften anerkannt und andere nicht. Andere haben widerum fast alle von Gottes Eigenschaften akzeptiert aber nur eine von den Eigenschaft negiert. Diese alle verlassen den Kreis des Glaubens. Werde noch genauer darüber genauer sprechen (2tes Prinzip des Glaubens an Gott).

    Zuerstmal ein par Qor'an-Verse zu diesem Thema:
    Und die meisten von ihnen glauben nicht an Allah, ohne (Ihm) Götter zur Seite zu stellen.(Sure Jusuf, 106)
    Dieser Vers erklärt uns den Glauben derjeniger die Gott=Allah anerkennen, welche daran glauben, dass Er ihr Schöpfer und Ernährer ist wobei sie, abgesehen davon dass sie diese Tatsachen anerkannt und akzeptier haben, anderen "gottheiten" ihren Gottesdienst (Ibadah) schenken und diese verehren. Wenn man diese Leute fragen würde wer die Himmeln und die Erde erschaffen hat? Würden sie Allah antworten, dennoch beten und verehren sie andere neben Ihm.

    In Qor'an steht geschrieben, dass auch die Götzendiener an Allah=Gott geglaubt und Ihn als ihren Schöpfer, Ernährer und Herrscher gesehen haben.
    "Und wenn du sie fragst: "Wer schuf sie? "Allah" werden sie sicher sagen. "Wie lassen sie sich da (von Ihm) abwenden?"(Az-Zuhruf, 87,)
    "Sprich: "Wer versorgt euch vom Himmel her und aus der Erde? Oder wer ist es, der Gewalt über die Ohren und die Augen hat? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten hervor und das Tote aus dem Lebendigen? Und wer sorgt für alle Dinge?" Sie werden sagen: "Allah". So sprich: "Wollt ihr Ihn denn nicht fürchten?" (Junus, 31)

    Aus den angeführten Versen sieht man, dass einer der in Gott nur seinen Herrscher sieht nicht dem gleicht welcher Gott samt Seinen vollkommensten Eigenschaften anerkannt und akzeptiert hat und somit nur Ihm allein sein ganzes Ibadah verrichtet (Gottesdienst). Man muss also hier sämtlichen Eigenschaften Gottes anerkennen und keins von denen negieren. Es reicht, wie ich schon gesagt habe, nicht wenn man nur mit Herzen glaubt. Man hat sich das Wissen (dass Gott der Herrscher, der Erhalter, der Bewahrer,...ist) angeignet nach welchen man handeln sollte.
    Die meisten Menschen (Muslime (die sich so nennen), Christen, Juden, Hindus, Budhisten,....) negieren nicht, dass Gott der Erhalter aller Dinge ist und, dass nur Er allein alles lenkt. Ihr Unglaube besteht darin, dass andere ausser Gott angebetet (direkt od. indirekt) werden. Wird noch erklärt werden (2tes Prinzip).

    So, das ist einigermaßen die Erklärung des ersten Prinzips den Glauben an Gott=Allah eines Muslims.
     
  4. Derda1

    Derda1 Mitglied

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    Die Erklärung des zweiten Prinzips (tewhidul uluhijje):

    Twhidul uluhijje bedeutet -> die feste Überzeugung, dass nur Allah der wahre Gott ist und dass es keinen anderen Gott ausser Ihn gibt, und dass alle Arten von Gottesdiensten (jegliche Art von Anbetung) allein und einzig nur dem Einen und Einzigen Gott Allah gehören weil nur Gott der Anbetung würdig ist.

    Das Wort "Allah" od. "Ilah" (Gott) wird in arabischer Sprache in der Bedeutung als "me'luh" benutzt. "Me'luh" heißt (Allah) der Einzige zu Recht Angebetete und Verehrte.
    Das Wort "Ibadah" habe ich bis jetzt als Gottesdienst übersetzt wobei das verallgemeinert worden ist. "Ibadah" bedeutet in d. arab. Sprache Demütigung, Gehorsam und Unterwerfung. Einige isl. Gelehrte haben das Wort "Ibadah" als aufrichtige Liebe mit der vollständigen Unterwerfung übersetzt/definiert.

    Die "Ibadah", welche uns Muslimen befohlen wurde, enthält die Bedeutung Demütigung und Liebe was zur vollständiger Unterwerfung gegenüber Allah führt. "Ibadah" gegenüber Allah=Gott ist solange nicht aufrichtig bis man alle beiden Eigenschaften (Demut u. Liebe) bei sich nicht hat. Demut allein genügt nicht um aufrichtig zu sein, es müssen, wie gesagt, sowohl Liebe als auch Demut in Herzen eines Muslims sein. Allah=Gott muss den Muslimen lieber und teurer von allen anderen Geschöpfen sein als sie selbst zugleich muss Er für sie von allen Dingen erhabener sein da nichts erhabener ist als Er, und an Seine Zufriedenheit zu erlangen, ist das höchste Ziel eines jeden Muslims.

    Das zweite Prinzip (tewhidul uluhijje) basiert auf der aufrichtigen Unterwerfung, aufrichtigen Demütigung, und dem aufrichtigen Gehorsam nur Gott gegenüber d.h. nur Gott/Allah allein wird angebetet und nichts von der Anbetung kann jemandem anderen ausser Gott gehören weil nichts ausser Gott würdig ist angebetet zu werden. Das sind Gründe eines Muslims nur Gott allein anzubeten ("Ibadah verrichten"), nur Gott allein und niemand anderer, nur Er wird aufrichtig geliebt (ist eine andere Art von Liebe die man nicht mit der Liebe zur seinen Eltern, Kinder,...usw. vergleichen kann), nur vor Gott allein hat man Angst, hoffen tut der Muslim nur von Gott allein, nur Gott allein wird um Hilfe, Beistand,... gebeten, das Vertrauen nur auf Gott, nur Gott gegenüber zeigt man Demütigung, Gehorsam, Unterwerfung,..... und alle anderen Arten von "Ibadah" (Gottesdienst, Anbetung,...) gehören einzig und allein nur dem Einen und Einzigen wahren Gott/Allah da niemand anderer ausser Ihm die vollkommensten, perfektesten, und schönsten Eigenschaften hat.

    Diese Art von Tewhid beinhaltet alle drei Pinzipien des Glaubens an Gott/Allah da man sich das Wissen über Gott aneignet (Eigenschaften und Namen), dieses dann akzeptiert (Überzeugung) und nach diesem handelt -> Gottesdienst (Ibadah) allein nur Gott gegenüber und niemandem anderen.

    Wobei jemand Allah/Gott als den Erhalter, Former, Urheber, Schöpfer, Herrscher... anerkennt (1rstes Prinzip) Diesen aber nicht anbetet (verrichtet kein Gottesdienst) und somit enthält, dass 1rste Prinzip nicht alle Arten von Tawhid ("Einzigartigkeit Gottes"). Sowohl das dritte Prinzip wo man sämtliche Eigenschaften und Namen Gottes akzeptiert was nicht alle drei Arten von Prinzipien enthält.

    Hier ein Beispiel dazu um es verständlicher zu machen. Ich nehme bewusst jetzt die Christen als Beispiel da ihr euch mit dem chr. Glauben auskennt und verstehen werdet was ich damit meine: Die Christen akzeptieren das erste Prinzip des Glaubens an Gott welches folgend lautet ->"Überzeugung dass nur Gott/Allah allein der Herrscher/Versorger/Erhalter/Bewahrer aller Dinge ist und dass es keinen anderen Herrscher ausser Gott gibt". Mit diesem Prinzip sind die Christen einverstanden was bedeutet, dass sie das anerkannt und akzeptiert haben. Wie weit die Christen das dritte Prinzip des Glaubens an Gott akzeptiert haben könnt ihr selbst beurteilen -> "Der Glaube, dass nur Gott/Allah allein die vollkommensten Eigenschaften und Namen besitzt" zb. Gott/Allah, Erhalter, Versorger, Ernährer, Former, Urheber,...usw. den dritten Prinzip haben sie teilweise bis zu gänze akzeptiert.
    Man wird also feststellen, dass Christen mit dem 1rsten und 3ten (teilweise) Prinzip einverstanden sind.
    Wenn es aber um das 2te Prinzip des Glaubens an Gott/Allah geht haben die Christen, aus der isl. Sicht, dieses negiert und nicht anerkannt -> "die feste Überzeugung, dass nur Allah der wahre Gott ist und dass es keinen anderen Gott ausser Ihn gibt, und dass alle Arten von Gottesdiensten (jegliche Art von Anbetung) allein und einzig nur dem Einen und Einzigen Gott Allah gehören."
    Um es einfach zu sagen beten die Christen, aus der isl. Sicht, nicht nur den Einen und Einzigen Gott an sondern haben Ihm jemanden (Sohn) anderen in Seinen Eigenschaften und Namen zugeschrieben. Hoffentlich werdet ihr mich nicht mißverstehen.

    Jemand der das zweite Prinzip (beinhaltet das erste und dritte) gegenüber Gott erfüllt ist jemand welcher der festen Überzeugung in seinem anerkennen und akzeptieren gegenüber dem Einen und Einzigen Gott ist welcher als Einziger der Ibadah/Gottesdienst (sämtlichen Gottesdienst) würdig ist da Er der Gott der Eine der Urheber ... ist der die vollkommensten Eigenschaften besitzt und welcher als Einziger würdig ist angebetet zu werden. Ausser Ihm kann nichts angebetet werden weil nichts ausser Ihm perfekt, vollkommen und schön in seinen Eigenschaften ist.
    Von dem hier angeführten sieht man eindeutig, dass die "Shahada" (Es gibt keinen gott ausser Allah) alle drei Arten von Tawhid beinhaltet welches der Bedeutung des 2ten Prinzips entspricht und dieses wiederum das erste und dritte Prinzip beinhaltet.
    Ich habe ganz am Beginn erwähnt, dass die Shahada ("La illahe ila llah" Es gibt keinen gott ausser Allah) das Fundament der Fundamente ist, ich habe mich also nicht geirrt denn es dreht sich in isl. Glauben alles um sie.
     
  5. Derda1

    Derda1 Mitglied

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    Die Muslime glauben, dass der Glaube mit diesem Prinzip (tewhidul uluhijje) angefangen und beendet worden ist. Dieses 2te Prinzip ist das Wesen und der Hauptkern des Glaubens weswegen alle Geschöpfe erschaffen wurden.

    Im Qor'an sagt Allah:
    Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen (sollen).(Ad-Dhariyat, 56)

    Ibn Taymyyia, ein bekannter isl. Gelehrter, sagte: "Nach dieser Art des Tawhids (2tes Prinzip) zu urteilen unterscheiden sich die "muwehhid" (gläubige Muslime die Ibadah verrichten) von den "mushriqs" (sind diejenigen die Gott/Allah andere beigeselt/zugeschrieben haben) durch die aufrichtige Demütigung, den Gehorsam und die Unterwerfung von denen (mushriqs) die in ihre Anbetung andere "götter" dem Einen und Einzigen Gott zuschreiben und diese gemeinsam (Gott und das was Ihm zugeschrieben wird) anbeten - und wegen diesem Tawhid (2tes Prinzip) wird es eine Belohnung oder eine Strafe auf dieser oder der nächsten Welt geben - wer das 2te Prinzip nicht anerkennt wird zu einem "mushriq"."

    Wegen dieser Art (2tes Prinzip) von Tawhid ("Einzigartigkeit Gottes") wurden unzählige Propheten und Offenbarungen entsandt. Kein einziger Prophet wurde zu einem Volk geschickt ohne dass das 2te Prinzip des Glaubens das Wesen und der Hauptkern seiner Mission war.
    Allah sagt im Qor'an:
    "Und in jedem Volk erweckten Wir einen Gesandten (,der da predigte): "Dient Allah und meidet die Götzen."(Al-Nahl,36)
    "Und Wir schickten keinen Gesandten vor dir, dem Wir nicht offenbart haben: "Es ist kein Gott außer Mir, darum dient nur Mir."(Al-Ambiya,25)
    "Und Wir sandten wahrlich Noah zu seinem Volk, und er sagte: "O mein Volk, dient Allah. Ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Wollt ihr also nicht gottesfürchtig sein?"(Al-Mu'minun,23)
    "Und zu den Thamud (entsandten Wir) ihren Bruder Salih; er sagte: "O mein Volk, dient Allah; ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Er hat euch aus der Erde hervorgebracht und ließ euch darauf ansiedeln. So erfleht Seine Vergebung, dann bekehrt euch zu Ihm. Wahrlich, mein Herr ist nahe (und) erhört die Gebete." (Hud,61)
    "Und zu den Ad (entsandten Wir) ihren Bruder Hud. Er sagte: "O mein Volk, dient Allah; ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?" (Al-A'raf ,65)

    Im Qor'an steht weiters geschrieben als Prophet Abraham, Friede sei mit ihm, seinem Volk sagte:
    "Seht, ich habe mein Angesicht in Aufrichtigkeit zu Dem gewandt, Der die Himmel und die Erde schuf, und ich gehöre nicht zu den Götzendienern." (Al-An'am,79)

    Diese Art des Tawhids des zweiten Prinzips (die feste Überzeugung, dass nur Allah der wahre Gott ist und dass es keinen anderen Gott ausser Ihn gibt, und dass alle Arten von Gottesdiensten (jegliche Art von Anbetung) allein und einzig nur dem Einen und Einzigen Gott Allah gehören weil nichts ausser Ihm würdig ist angebetet zu werden aufgrund Seinen perfeketesten, schönsten, vollkommensten, majestätischsten,.... Eigenschaften) ist wie gesagt das Fundament und der Hauptkern des isl. Glaubens weswegen es das erste Fundament des Islams genannt wird -> " LA ILLAHE ILA-LLAH MOHAMMADEN RESULULLAH" Es gibt keinen gott ausser Allah und Mohammed ist Sein Prophet.

    Das akzeptieren Allahs als den Einzigen und als den Einen Gott, der der Anbetung würdig ist, verlangt von jeden Muslim die Unterwerfung, Hinwendung, Hingabe, Ergebung,... allein Ihm nur gegenüber und sonst niemandem anderen. In der Unterwerfung (freiwillig) nur Gott gegenüber muss das Herz eines Muslims von jeglicher Zuschreibung/Beigeselung (Schirk) rein sein.

    Das bedeutet:

    . Man ist verpflichtet aufrichtig Gott zu lieben. Man darf in dieser aufrichtigen Liebe Gott gegenüber niemanden gleich/eben setzten noch darf man jemanden (in seiner Liebe) über Gott stellen. Wenn etwas anderes (Idole, Personen,..) geliebt wird wie Gott/Allah oder noch mehr gemocht und verehrt wird als Gott/Allah so hat man Schirk getan (Zuschreibung, Beigeselung ->Todessünde). In Qor'an sagt Allah:
    Und es gibt unter den Menschen einige, die sich außer Allah Seinesgleichen (zum Anbeten) nehmen und lieben, wie man (nur) Allah lieben soll. (Sure Al-Baqarah, 165)

    Diese Art (etwas zu lieben wie Gott geliebt wird und noch mehr) von Schirk/Beigeselung wird Gott/Allah nicht verzeihen ausser man hat Buße getan. Der Mensch, in seiner Natur (fitrah), liebt seine Eltern, sein Besitzt, sich selbst, seine Kinder, sein Land, Heim,.... usw. wobei seine unterwürfigkeit (aufrichtige Liebe und Demütigung) Gott gegenüber seine menschliche Natur nicht zerstört oder von dieser abbringt. Es wird von gläubigen Muslimen einfach verlangt, dass ihre Liebe zu weltlichen Dingen hinter der (aufrichtigen) Liebe Gott gegenüber ist.
    Liebe zur Allah sollte über alles andere sein was von dieser Welt geliebt wird denn so verkraftet man vieles leichter (Schicksalsschläge, Tod, Hungernot, Krankheit,...) und so ist man bereit vieles zu opfern (das was von weltlichen Dingen geliebt wird) indem od. falls das alles zum Gegensatzt der Liebe zur Gott ist. Weiters verkraftet man viel leichter das loslassen od. aufgeben von weltl. Dingen wenn das die aufrichtige Liebe Gott gegenüber verlangt. ...usw.
    Gott/Allah macht auf diejenigen aufmerksam die dieser Welt den Vorteil über die Liebe zur Gott/Allah geben.
    Im Qor'an steht:
    "Sprich: "Wenn eure Väter und eure Söhne und eure Brüder und eure Frauen und eure Verwandten und das Vermögen, das ihr euch erworben habt, und der Handel, dessen Niedergang ihr fürchtet, und die Wohnstätten, die ihr liebt, euch lieber sind als Allah und Sein Gesandter und das Kämpfen für Seine Sache, dann wartet, bis Allah mit Seiner Entscheidung kommt; und Allah weist den Ungehorsamen nicht den Weg." (Sure At-Tawba, 24)

    . Die weitere Verpflichtung eines Muslims Gott/Allah gegenüber ist auf keinen anderen zu vertrauen, zu stützten od zu hoffen ausser auf Allah -> in der Hoffnung, Angst, in all dem was kein anderer im Stande ist ausser Allah/Gott zu tun....
    Allah sagt im Qor'an:
    "Und rufe nicht statt Allah (etwas) anderes an, das dir weder nützt noch schadet. Tätest du es, dann wärest du gewiß unter den Ungerechten." (Sure Jonas, 106)
    Und vertraut auf Allah, wenn ihr Gläubige seid." (Sure Al-Maidah, 23)
    Wahrlich, jene, die glauben und ausgewandert sind und sich auf dem Weg Allahs mit aller Kraft einsetzen, die sind es, die auf die Barmherzigkeit Allahs hoffen. Und Allah ist Allverzeihend, Barmherzig. (Sure Al-Baqarah, 218)

    . Die Pflicht eines Muslims Allah/Gott in Sachen Angst von allem anderen zu trennen. Dijenigen die denken etwas anderes ausser Gott (Zaubarer, Steine, Teufeln, Menschen, Sterne, Mond,....usw.) hätte die Macht ihnen durch ihren Willen oder durch ihre Macht zu schaden und sich dann deswegen vor ihnen fürchtet hat Schirk/Beigeselung/Zuschreibung gegenüber Allah/Gott getan.
    Allah sagt im Qor'an:
    Und wenn dich Allah mit einem Übel treffen will, so gibt es keinen, der es hinwegnehmen kann, außer Ihm; und wenn Er dir etwas Gutes erweisen will, so gibt es keinen, der Seine Gnade verhindern kann. Er läßt sie unter Seinen Dienern zukommen, wem Er will, und Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige. (Jonas, 107)

    . Weiters die Verpflichtung eines Muslims Allah/Gott gegenüber ist, dass man nur Allah/Gott allein seinen körperlichen Gottesdienst wie Gebet, das Hinwerfen vor Gott, das Beugen vor Gott, das FAsten, opfern eines Tieres (Opferfest) sowohl alle Arten von "Ibadah" (Gottesdienst) als auch das Bitten um Vergebung der Sünden....usw. müssen nur Allah/Gott, nur Ihm und niemandem anderen, verrichtet werden. Wenn man etwas von der "Ibadah" (Gottesdienst), egal welcher Art, einem anderen zuschreibt/verschenkt/gibt/verrichtet... so hat man die Todessünde getan ->Schirk/Zuschreibung.
    Allah sagt im Qor'an:
    Wahrlich, Allah wird es nicht vergeben, daß Ihm Götter zur Seite gestellt werden: doch Er vergibt, was geringer ist als dies, wem Er will. Und wer Allah Götter zur Seite stellt, der ist in der Tat weit irregegangen. (Sure An-Nisa', 116)


    Die Beigeselung (Schirk) ist der Zerstörer des ganzen Fundaments -> Tawhid. Schirk vernichtet das erste Prinzip des Glaubens an Gott/Allah (Der Glaube, dass nur Allah allein der Herrscher und Versorger/Erhalter/Bewahrer aller Dinge ist) und lässt das zweite Prinzip (die feste Überzeugung, dass nur Allah der wahre Gott ist und dass es keinen anderen Gott ausser Ihn gibt, und dass alle Arten von Gottesdiensten (jegliche Art von Anbetung) allein und einzig nur dem Einen und Einzigen Gott Allah gehören weil nur Er der Anbetung würdig ist) des Glaubens an Gott/Allah schwinden.
    Hier ein Beispiel aus der Sicht eines Muslims. Ich nehme wieder die Christen als Beispiel.
    Oben habe ich erwähnt, dass Christen mit dem ersten Prinzip einverstanden sind wobei sie das zweite Prinzip negieren. Warum das so, aus der Sicht eines Muslims, ist erkläre ich jetzt:
    Es war die Zuschreibung eines Sohnes (einer Mutter, Geistes, ...) Gott gegenüber was zur Folge hatte, dass sie das erste Prinzip mit dem Schirk (Beigeselung) vermischten und das zweite Prinzip des Glaubens negierten od. vernachlässigten. Das zweite Prinzip verblasste durch die Zeit (2000 Jahre) und es verschwand fast vollständig (99.9%). Es wurde nicht mehr Gott, der die vollkommensten, schönsten und perfektesten Eigenschaften hat, allein angebetet sondern auch ein "Sohn Gottes"..... das hat sich dann soweit entwicheklt dass man nur einmal in der Woche in die Kirche geht und Gott dankt, lobpreißt, anbetet..... das zweite Prinzip verschwand vollständig. ....usw. Hoffe ihr seid mich böse da ich das schreibe. Es ist nur aus der Sicht eines Muslims und aus der Sicht des isl. Glaubens. Wie gesagt, ist nur ein Beispiel um euch das besser zu erklären wie der isl. Glaube aussieht.

    Also ist Schirk das Gegenteil von Tawhid.
     
  6. Derda1

    Derda1 Mitglied

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    Die Erklärung des dritten Prinzips: Der Glaube, dass nur Gott Allah allein die vollkommensten Eigenschaften und Namen besitzt (auf arab. ist das "tewhidul esmai wes sifat"):

    Dises Thema werde ich in kurzer Fassung erklären.

    Tawhidul esmai ves sifat bedeutet die feste Überzeugung haben, dass nur Allah die vollkommensten, perfektesten, majestätischsten, schönsten,... Namen und Eigenschaften besitzt und dass ER weit entfernt vor jeglichen Mängeln od. Fehlern ist. Weiters bedeutet dies die feste Überzeugung, dass sich Gott in Seinen Namen und Eigenschaften über alle Geschöpfe/Dinge auszeichnet/unterscheidet/nicht ähnelt/...

    Diese Eigenschaften u Namen Gottes/Allahs kennt der Muslim aus dem Qor'an und der Sunnah des Propheten, svs. Wir Muslimen wissen (aus d. Qor'an+Sunnah) dass Gott/Allah 99 Namen u. Eigenscahften besitzt. Natürlich hat Gott für uns Menschen eine sehr hohe unbekannte Zahl an Eigenschaften und Namen die wir nicht kennen. Wir Muslimen glauben, dass Gott uns nur 99 Namen erwähnt hat und die weiteren für Sich behalten hat.

    Für Muslime ist Gott der Allmächtige, Schöpfer und Erhalter des Universums, dem nichts gleich ist und mit dem nichts vergleichbar ist. Der Prophet Muhammad (a.s.s.) wurde von Zeitgenossen über Allah befragt; die Antwort kam direkt von Gott (aus d. Sicht eines gläubigen Muslims) selbst in der Form einer kurzen Surah des Qur`an, die als der Grundzug der Einheit oder als Grundsatz des Monotheismus angesehen wird. Dies ist Surah 112, die lautet:
    Sprich (oh Muhammad) Er ist Allah, der Einzig, Allah der Ewigwährende. Er zeugt
    nicht und ist nicht gezeugt. Und es gibt niemanden, der ihm gleicht.
    (112:1-4)

    Einige Nichtmuslime behaupten, daß Gott im Islam ein harter und grausamer Gott sei, der vollen Gehorsam verlangt. Er sei nicht liebevoll und nicht freundlich. Nichts kann weiter von der Wahrheit entfernt sein als diese Behauptung. Es genügt zu wissen, daß, bis auf eine Ausnahme, jeder der 114 Suren des Qur`an folgendermaßen beginnt:
    Im Namen Allahs, des sich Erbarmenden, des Barmherzigen!

    Der Prophet Muhammad (a.s.s.) sagte:" Gott ist liebevoller und freundlicher als eine Mutter zu ihrem lieben Kind." Aber Gott ist auch gerecht. Daher müssen Übeltäter und Sünder ihren Anteil an Strafe haben und die Tugendhaften in den Genuß der Freigebigkeit Gottes kommen. Tatsächlich kommt Gottes Eigenschaft der Barmherzigkeit voll zum Ausdruck in Seiner Eigenschaft der Gerechtigkeit. Menschen, die ihr ganzes Leben andere unterdrücken und ausbeuten, sollten nicht die gleiche Behandlung Gottes erfahren. Das Erwarten einer gleichen Behandlung für beide Gruppen wird auf das Leugnen des wahren Glaubens an die Verantwortlichkeit des Menschen im nächsten Leben hinauslaufen und damit auf das Leugnen aller Anreize für ein moralisches und tugendhaftes Leben in dieser Welt. Die folgenden
    qur`anischen Ayat sind in dieser Hinsicht sehr deutlich und offen:

    Siehe, für die Gottesfürchtigen sind bei ihrem Herrn Gärten der Wonne. Sollen wir
    etwa die Muslime wie die Sünder halten? Wie urteilt ihr!
    (68:34-36)

    Der Islam lehnt es ab, Gott in irgendeiner menschlichen Gestalt zu charakterisieren
    oder Ihn bildlich darzustellen, bestimmte Individuen oder Völker bevorzugend, auf Grund von Reichtum, Macht oder Rasse. Er schuf die Menschen als gleichwertige Geschöpfe. Sie konnten sich auszeichnen und Seine Gunst nur durch Tugend und Frömmigkeit erwerben. Die Behauptungen, daß Gott am siebten Tag der Schöpfung geruht, und daß Gott mit einem seiner Soldaten gerungen hätte, daß Gott ein neidischer Verschwörer gegen die Menschheit sei, oder daß Gott in irgendeinem 2 Menschen fleischgeworden sei, all dies wird vom islamischen Standpunkt als Gotteslästerung betrachtet. Die einzigartige Benutzung des Wortes Allah als der persönliche Name Gottes reflektiert die islamische Betonung der Reinheit des
    Glaubens an Gott. Jenes Glaubens, der der innerste Kern der Botschaft ist, die alle Gesandten Gottes vermitteln. Aus diesem Grund betrachtet der Islam das Verbinden von irgendeiner Gottheit oder einem persönlichen Wesen mit Gott als Todsünde, die Gott niemals vergibt, im Gegensatz zur Tatsache, daß Er, wenn Er will, alle anderen Sünden vergibt. Der Schöpfer muß eine andere Natur haben als die Dinge, die er erschuf, weil wenn er dieselbe Natur hätte wie sie, dann müßte er zeitlich sein und einen Schöpfer brauchen. Die Schlußfolgerung davon lautet:

    Nichts ist gleich Ihm. (42:11)

    Wenn der Schöpfer nicht zeitlich ist, dann muß Er immerwährend sein. Und wenn Er immerwährend ist, dann kann Er nicht hervorgerufen worden sein, und wenn nichts Ihn hervorbrachte, dann kann nichts außer Ihn veranlassen, weiter zu existieren. Dies bedeutet, daß Er in sich-selbst-genügend ist. Und wenn Er in Seiner Existenz auf niemanden angewiesen ist, dann kann Seine Existenz kein Ende haben. Der Schöpfer ist demnach immerwährend und ewigbleibend:

    Er ist der erste und der letzte. (57:3)
     
  7. Derda1

    Derda1 Mitglied

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    Er ist der Sich-Selbst-Genügende und Sich-Selbst-Erhaltende, oder mit dem qur`anischen Ausdruck: al-Qayyum. Der Schöpfer erschafft nicht nur in dem Sinne, daß Er Dinge aus Nichts hervorbringt, sondern Er bewahrt die erschaffenen Dinge, nimmt sie aus der Existenz weg und Er ist die Grundursache für alles, was ihnen passiert.

    Allah ist der Schöpfer aller Dinge, und Er ist aller Dinge Schützer. Sein sind die
    Schlüssel der Himmel und der Erde...
    (39:62 und 63)

    Kein Geschöpf auf Erden gibt es, dessen Versorgung nicht Allah obliegt, und Er kennt seine Stätte und seinen Ruheplatz. (11:6)

    [IU]Die Haltung eines gläubigen Muslims:[/U]
    Es ist notwendig, an die Einheit Gottes zu glauben, um ein Muslim zu sein, d.h. um
    sich Gott zu ergeben in dem Sinne, daß Er der einzige Schöpfer, Bewahrer,
    Erhalter...usw. ist. Aber dieser Glaube, der in der Folge Tauhid Ar-rububiyyah (erstes Prinzip) genannt wird, ist nicht genug. Viele der Götzendiener (zur Lebzeiten des Propheten, svs) wußten und glaubten, daß nur Gott in der Lage ist, all dies zu tun. Aber dies war nicht genug, sie zu Muslimen zu machen. Zu Tauhid ar-Rububiyyah (1rstes Prinzip) muß, wie schon gesagt, Tauhid al-Uluhiyyah (2tes Prinzip) hinzugefügt werden, d.h. man akzeptiert die Tatsache, daß Gott allein würdig ist, angebetet zu werden, und daher enthält man sich, irgendetwas anderes anzubeten. Nachdem man dieses Wissen über den Einen einzigen Gott hat, muß man ständig und fest an Ihn glauben, und soll nichts zulassen, sich dahin zu bewegen, die Wahrheit zu leugnen. Wenn der Glaube ins Herz einer Person eingeht, verursacht er einen bestimmten innerlichen Zustand, der bestimmte Handlungen zur Folge hat. Alle diese innerlichen Zustände und Handlungen sind der Beweis für wahren Glauben (aus d. Sicht eines Muslims). Der Prophet Muhammad, svs, sagte:" Glaube ist, was fest im Herzen wohnt und durch Taten bewiesen wird." An erster Stelle unter jenen inneren Zuständen ist das Gefühl der Dankbarkeit Gott gegenüber, was der Geist der Ibadah ( des Gottesdienstes) genannt werden
    kann. Das Gefühl der Dankbarkeit ist so wichtig, daß ein Ungläubiger Kafir genannt
    wird, d.h. einer, der die Wahrheit bestreitet und auch einer, der undankbar ist. Ein Gläubiger liebt Gott und ist Ihm dankbar für die Gaben, die Er ihm schenkte, aber er ist sich gleichzeitig der Tatsache bewußt, daß seine guten Taten, ob geistig oder physisch, fern davon sind, der göttlichen Gnade angemessen zu sein. Er ist aus Furcht besorgt, daß Gott ihn bestrafen würde, in diesem oder im nächsten und letzten Leben. Daher fürchtet er Ihn, ergibt sich Ihm und dient Ihm mit großer Demut. Man kann in einem solchen geistigen Zustand sein, ohne nicht fast die ganze Zeit Gott zu gedenken. Er beherzigt dabei, daß die Kraft für die Erhaltung des Glaubens von Gott kommt, ohne die der Glaube verblaßt und vergeht. Im Qur`an wird das Gefühl der Dankbarkeit durch das wiederholte Erwähnen der Attribute Gottes verstärkt. Einige dieser Attribute finden man Qur`an-Versen nebeneinander gestellt:

    Er ist Allah, außer dem es keinen Gott gibt; er kennt das Verborgene und das
    Sichtbare. Er ist der sich Erbarmende, der Barmherzige. Er ist Allah, außer dem es
    keinen Gott gibt: der König , der Heilige, der Friede (sich Ihm zu unterwerfen,
    bedeutet, inneren Frieden zu finden, und nur die Gesellschaft oder die Gemeinschaft,
    die Seine Anordnungen befolgt, findet wirklichen Frieden. Der Weltfriede kann nur
    dann erreicht werden, wenn alle Menschen Gott als solchen anerkennen und Seine
    Gesetze befolgen.), der Verleiher der Sicherheit, der Beschützer und Bewacher, der
    Allmächtige, der Unterwerfer, der Erhabene, Preis sei Allah, ( der erhaben ist) ob
    dem, was sie Ihm beigesellen. Er ist der Schöpfer, der Gestalter, der Former (der
    jedem Ding seine Gestalt und Form gibt). Sein sind die schönsten Namen. Ihn preist,
    was in den Himmeln und was auf Erden ist, denn er ist der Allmächtige, der Allweise(
    dessen Ratschluß immer zum besten Seiner Diener ist, auch wenn sie es oft nicht
    verstehen.)
    . (Sure 59:22-24)

    Allah! Es gibt keinen Gott außer ihm, dem Lebendigen ( dem aus sich selbst
    Lebenden ) dem Ewigen (ohne dessen Hilfe nichts bestehen kann und der - aus sich
    selbst seiend - niemandes Hilfe braucht)! Weder Müdigkeit überkommt Ihn noch
    Schlaf. Ihm gehört, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Wer ist es, der bei
    Ihm Fürsprache einlegen könnte außer mit Seiner Ermächtigung? Er weiß was vor
    ihnen liegt und was hinter ihnen; sie aber begreifen nichts von Seinem Wissen außer
    was Er will. Sein Thron umfaßt die Himmel und die Erde und es fällt Ihm nicht schwer,
    sie (beide) zu bewahren. Und Er ist der Hohe, der Erhabene.
    (2:255)

    O Volk der Schrift, überschreitet nicht euren Glauben und sprechet von Gott nur die Wahrheit. Der Messias Jesus, der Sohn von Maria, ist der Gesandte Gottes und er ist Sein Wort, das Er in Maria legte, und Geist von Ihm. So glaubet an Gott und seinen
    Gesandten und sprechet nicht:" Drei" (seid keine Tritheisten). Sehet ab davon, gut ist
    es für euch. Gott ist nur ein einiger Gott; Preis Ihm( Er ist erhaben) daß Ihm ein Sohn
    sein sollte! Ihm gehört was in den Himmeln und was auf Erden, und Gott genügt als
    Beschützer. (4:171)


    .... usw.

    Man könnte noch sehr viel sagen, rezitieren,... und sprechen. Tawhid und Schirk sind gewaltige Themen in Islam.


    Ich hoffe das hat euch ein Bild davon gemacht wie der Glaube (an Gott) "Iman" eines Muslims ausschaut. Das war nur der erste Teil von den sechs an welchen der Muslim glauben "muss".
    Hoffentlich ist das hier nicht zu lang gewesen.


    Selam (Friede) sei mit euch allen!
     
  8. Crowley

    Crowley Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Ort:
    Abyss
    Hi Derda1,

    ich habe den Koran und die Hadithensammlung von Sahih al-Buhari gelesen und muss sagen, dass diese kompromisslose Gesetzesreligion ganz bestimmt nicht in der westlichen Kultur Fuss fassen wird.
    Der Islam beansprucht noch konsequenter die bedingungs- und willenlose Unterwerfung des Einzelnen als das Christentum. Dies ist für selbstbestimte, freidenkende Menschen natürlich vollkommen inakzeptabel.

    Kannst du mir z.B. erklären, warum man irgendetwas tun muss, nur weil der "Prophet" Allahs es vor Hunderten von Jahren so gemacht hat (Hadithe)?
    Wohlgemerkt: Es sind ja keine schriftlichen Verfügungen.
    Oder grob gesagt: Warum sollte ich einen Bart tragen, nur weil Mohammed einen gehabt hat?

    Das Spitituelle im Islam mag einmal vorhanden gewesen sein, heutzutage jedoch ist es von Dogmen und Gesetzen aufs furchtbarste entstellt.
     
  9. Derda1

    Derda1 Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juli 2005
    Beiträge:
    322
    Selam Crowly,

    Ok, ich verstehe.
    Hast du auch einen Tafsir und die Meinungen der Muhadithe, überhaupt der Ulemma? Sprichst du arabisch? Kannst du einen isl. Text interpretieren ohne ihn aus dem kontext zu nehmen? Bist du in der Lage ein Hadiht oder einen Qor'an-Vers zu beurteilen? Und wenn du das kannst wo hast du dein Wissen dir geholt?
    Was ich damit sagen möchte ist, dass es Menschen gibt die Null-Ahnung von isl. Recht od. von der Aqida (Glaube) haben. Mann kann einfach nicht über Sachen sprechen nur wenn es dein "nafs" (Ego) so verlangt.

    Und dass Islam kompromisslos ist ist nur eine Behauptung ohne Beweis. Bring einen Beweis und ich bringe dir auch einen.

    Was hat die westliche Kultur überhaupt mit dem zu tun was ich geschrieben habe? Ich habe über den Glauben eines Moslems gesprochen und nicht über irgendwelches "Fuss fassen".

    Weil Mohammad, Allahs Friede u. Segen seien mit Ihm, der Prophet Allahs ist und weil er am besten gewusst hat wie man an die Zufriedenheit Gottes gelangt. Dem Propheten, Allahs Friede u. Segen seien mit Ihm, wurde der Qor'an offenbart und er, Allahs Friede u. Segen seien mit Ihm, hat gewusst (aufgrund der Offenbarung) was Gott von uns verlangt und was Gott von uns nicht verlangt. Er, Allahs Friede u. Segen seien mit Ihm, ist derjenige welcher sich am Tage des Jüngsten Gerichts für seine, Allahs Friede u. Segen seien mit Ihm, Anhänger die an ihn geglaubt und die ihm gefolgt haben Fürsprache bei Allah einlegen wird. Allah hat in Seinen Offenbarungen unserem Propheten, Allahs Friede u. Segen seien mit Ihm, den richtigen und den wahren Weg erklärt. Wer den Weg (Praxis) des Propheten, Allahs Friede u. Segen seien mit Ihm, geht geht den Weg mit welchen Gott zufrieden ist.
    ..

    Ich betrachte meinen Glauben als den wahren Glauben. Ich habe Beweise dafür, dass dieser Glaube richtig ist und, dass alles was der Qor'an und die Sunnah des Propheten, Allahs Segen und Friede seien mit ihm, sagt wahr ist. Ich baue meine Spritualität auf Wahrheiten auf und nicht auf irgendwelchen Spekulationen. Das ist meine Sache und mein Ding. Ich bin mit meinem Glauben zufrieden, Allah sei Dank, und er bringt mir Selam in mein Herz.


    Friede.
     
  10. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

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    Nordhessen
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    hi derda - danke für die Mühe hier dein Bild des Islam zu entwerfen

    @Arion - ich halte deine Reaktion für übertrieben emotional

    derda ich hab ein paar Fragen
    1.
    Mohammed wurde aus seinem Ort vertrieben und hat ihn später mit Gewalt wieder erobert, Kämpfe gehören also zu seinem Leben, somit ist die Sunnah geprägt (und wesentlicher Inhalt) vom Kampf?

    2. Abraham ist der Urvater von Juden Moslems und Christen, somit sind alle drei Brüder. Wie meinst du sollte ein brüderliches Miteinander aussehen?

    3. Was hältst du von den Derwischen (Sufis)?

    Liebe Grüße Inti
     

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