Liebe birgit1,
birgit1: Maria45,
ich denke, man darf nicht übersehen, dass nicht jeder Mensch bereit ist, dir etwas wunderbares zu geben, eher umgekehrt,
meine Nachbarin hat mein Auto stark beschädigt, weil sie nicht einsehen konnte, dass ich neben ihr wohne und einfach nur in Ruhe gelassen werden möchte......
das war ein wunderbares Geschenk, kostet mich 500
ja gut, auf der Ebene betrachtet sicherlich...
ich sehe die Dinge aus einer anderen Perspektive.
Das ist z.b. schön, dass du diesen Kommentar geschrieben hast.
Er schenkt mir die wunderbare Gelegenheit, auf den Aspekt Jesu einzugehen, der hier noch vernachlässigt wurde, nämlich den des Lebens:
Johannes 11,25: Jesus sprach zu ihr: "Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist."
Er ist für mich das ganze Leben.
Ich nehme alles aus seiner liebenden Hand.
Auch so etwas wie einen Autoschaden.
Ich hatte vor kurzem einen, er kostete mich insgesamt mehr als 2000 Euro.
Ich habe darauf vertraut, dass wenn ER mir 2000 Euro wegnimmt, dann gibt er mir mehr als 4000 Euro anders zurück. Und so ist es auch gekommen.
Er ist das Leben. Es ist alles in seiner Hand. Ich darf einfach mich beschenken lassen, auch wenn ich manchmal nicht sofort sehe welchen Segen es mir bringt. Doch das ist die Prüfung ob ich vertraue. Und er hat mich noch nie enttäuscht, das darf ich ihn rühmen.
Jeder Schaden, jedes Leid, das du erfährst, ist erstmal natürlich etwas, wo die Freude stirbt. Das ist der Tod.
Doch Jesus ist die Auferstehung. Egal, was mir geschieht, das was nach dem Tod kommt, nach jedem Leid, nach jedem Schmerz, nach jeder Krankheit, das ist mir geschehen: Ich wurde überreich beschenkt.
Wenn mir etwas genommen wird, dann ist es ein Weg des Lebens, mir zu sagen: Das brauchst du gerade nicht.
Und selbst als mir alles genommen wurde... dann hatte ich eben nichts. Und ich brauche nichts... ER ist mir ALLES... Wenn ich nur IHN habe, habe ich genug. So kann ich friedlich sterben, weil ich in Seiner Hand ruhe. Und so kann ich herrlich auferstehen, weil Er da ist und es mir vorgemacht hat.
Was will ich außer Ihn?
Vor kurzem hat mich meine Freundin verlassen. Ich bin dankbar für alles, was ich mit ihr erleben durfte und was mir durch sie geschenkt wurde. Ich liebe sie nach wie vor, aber sie geht eben ihren Weg, und ich wünsche ihr nur Freude.
Und nun habe ich wieder nur IHN. Und es ist wunderschön. Nun darf ich noch mehr mit IHM verschmelzen, immer noch mehr. Und wenn keine Partnerschaft zu einem anderen Menschen entsteht, dann ist es auch gut. Und wenn doch eine entsteht ist es auch gut. Dann kann ich wieder testen, ob das, was ich alleine für mich leben kann, auch in Beziehung lebbar bleibt. Das ist das praktische Leben. Die Dinge wollen im Innen und im Außen gelebt werden.
birgit1: weißt du Maria,
ich versuche die Menschen zu nehmen wie sie sind, jeden einzelnen in seiner Individualität, in seinem Schmerz und auch in seiner Freude zu verstehen,
ich begegne ihnen mit Sanftmut, mit Liebe, aber manchmal steht man vor einem negativen Menschen, den man zwar als eigenständigen Menschen ansehen muss, aber man kann ihn nicht lieben.........
schreib lieber "ich" anstelle von "man".
Gerade kuschelt sich Amanda ("die Liebende"), eine meiner Katzen, auf meinen Schoß. ich liebe auch die "negativen" Menschen. Sie besitzen interessante Eigenschaften. Sie lehren mich Hingabe, lehren mich Grenzen setzen, lehren mich zu schauen was ich wirklich für mich möchte etc.
birgit1: Das was du nicht willst, das man dir tut,
das füge auch keinem anderen zu,
ja, das ist eine Umkehrung von dem lex talionis "Auge um Auge".
Es bedeutet z.b. auch, dass wenn jemand mir etwas zufügt, er mit demselben zugefügten rechnen darf. Ich darf ihm dasselbe antun was er mir antut. Das ist das Naturrecht, und das ist doch fein.
Und dann darf ich aber auch darauf verzichten. Ich bin völlig frei in dem was ich tue.
Ein Mensch, der mir etwas antut, lehrt mich also auch Weisheit, jedesmal neu zu unterscheiden, ob eine Grenze sinnvoll ist oder Hingabe und Erdulden.